Am 16. Februar 1497 wird Philipp Schwarzerdt in Bretten geboren. Er studiert in Heidelberg und Tübingen und wird im Jahr 1518 schließlich nach Wittenberg auf den Griechisch-Lehrstuhl berufen. Dort arbeitet er mit Luther zusammen an der Übersetzung der Bibel. Er ist ein Reformator und ein Humanist und nennt sich dann Philipp Melanchthon. Was ihm wirklich wichtig ist: Bildung! Jeder Bürger Deutschlands soll eine Elementarbildung haben – also zumindest schreiben und lesen können. Sprache ist für ihn das wichtigste Instrument des Geistes, nach seiner Ansicht treten Irrtümer oder fanatisches Denken oft im Zusammenhang mit schlechter Sprache auf. Erziehung und Unterricht sollen deswegen eine breite Allgemeinbildung liefern.
Das, was Luther, Melanchthon und andere Reformatoren auf den Weg bringen, hat überall Auswirkungen. Auch in Memmingen. Dort machen sich am 16. Februar 1525 viele Bauern aus den umliegenden Dörfern auf den Weg und fordern vom Rat der Stadt deutliche Verbesserungen ihrer Situation. Diese „Beschwerden“ werden etwas später in den Memminger 12 Artikeln festgehalten. Melanchthon verfaßt im Auftrag von Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz zu diesen 12 Artikeln ein Gutachten – allerdings lehnt er die Beschwerden der Bauern ab. Nach seiner Ansicht verlangt das Evangelium von ihnen Gehorsam, gleichzeitig ruft er die Fürsten zu Verhandlungen und Zugeständnissen auf. Und ja, das alles gehört zum „Bauernkrieg“.
Heute Morgen bin ich bei Bluesky über einen Post mit einem wunderschönen Blumenarrangement auf einem Tisch gestolpert. Es war ein Post zu Ehren von Maria Pawlowna. Diese kommt am 16. Februar 1786 in der Nähe von St. Petersburg zur Welt. Aufgrund ihrer Heirat mit Carl Friedrich von Sachsen-Weimar kommt sie nach Weimar. Einige Male muß sie kriegsbedingt Weimar verlassen, immer wieder kehrt sie zurück. In Weimar selbst fördert sie viele künstlerische und soziale Projekte, unter anderem einen „Sparkassenverein“ – dadurch entsteht die erste Sparkasse in der Region.
Damit wünsche ich Euch einen blumenreichen Abend.