59

Die 59 erscheint mir ein bißchen düster. Zumindest, wenn ich mir anschaue, was ich zu ihr gefunden habe. Bestimmt gibt es irgendwo auch wunderschöne Fundstücke zur 59. Aber ich habe sie nicht gefunden (oder halt noch nicht).

Was wirft die 59 in den Ring?
Nero und Agrippina. Nur einer von beiden überlebt das Jahr 59.
Eschede. Die Erinnerung an die Zeit 10:59 Uhr.
New York. Der Einsturz des Südturms um 9:59 Uhr.

Vielleicht passen diese düsteren Aspekte „gut“ in die aktuelle Zeit.

Aber wenigsten etwas „neutrales“ gibt es doch. Eine Zeit lang habe ich gelegentlich (einmal pro Jahr) eine Tagung in Jena besucht. Jena ist – zumindest, was die Innenstadt betrifft – nicht sehr groß. Ein Gebäude ist von weitem zu sehen und es hat den Namen Bau 59. Ich bin oft an dem Gebäude vorbei gelaufen – auf dem Weg aus der Innenstadt zur Uni, wo die Tagung immer stattfand.

Braucht jemand Anti-Ärger-Tipps? Ich gebe zu, Ärger ist im Moment bei mir eher selten. Aber man weiß ja nicht, was kommt – und dass es ein Buch mit 59 Tipps, Techniken und Strategien gegen Ärger gibt, ist gut zu wissen.

Wenigstens ein fröhlicher Ausblick? Ja, denn es gibt (oder vielmehr gab) die Kunstgalerie 59 Rivoli – das Gebäude war einfach wunderbar gestaltet!

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend, der der Hoffnung auf eine gute Zukunft Raum läßt.

58

Was heute Tagesthema ist, ist auch eng mit der 58 verbunden. Ein Grenzdisput und eine Schlacht. Im Jahr 58 nach Christus stritten sich laut Tacitus die Hermunduren und die Chatten um einen Fluß. Dieser Fluß war doppelt bedeutsam – einmal aus religiöser Sicht und zum anderen weil aus ihm Salz gewonnen werden konnte. Die Schlacht wird daher auch als „Salzschlacht“ bezeichnet. Leider weiß man nicht, um welchen Fluß es ging.

Ob die gegeneinander Kämpfenden Angst hatten? Ich finde diese Frage interessant, weil ich heute auf Twitter viel zum Thema Angst (aufgrund der aktuellen Situation) gelesen habe. Auch die 58 hat mit dem Thema Angst zu tun. Es gibt nämlich das Buch 58 Minuten Angst von Walter Wager, in englischer Sprache kurz 58 Minutes. Der Film „Die hard 2“ basiert auf diesem Buch. Nicht mein Genre und schon gar nicht jetzt. Aber passend für diese Zahl.

Anders dramatisch ist die Geschichte der Katharina Blum, die Böll im Buch „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ erzählt. In 58 Kapiteln folgen wir der Geschichte. Ich habe das Buch in der Schule gelesen, irgendwann in der Mittelstufe. Und ja, ich sollte es irgendwann mal wieder lesen. Ich glaube es ist zeitlos – vor allem, wenn es um den Umgang von (zumindest einigen) Medien mit Menschen geht.

Was verbindet den blauen Turm in Bad Wimpfen und den schiefen Turm von Pisa? Richtig, die 58! (Es war jetzt auch nicht allzu schwer, oder?)
Der Blaue Turm in Bad Wimpfen ist 58 Meter hoch.
Beim schiefen Turm von Pisa lässt sich die Höhe – vor allem aufgrund der Neigung – nicht ganz so einfach benennen. Schließlich hat er einen Hoch- und Tiefpunkt. Zusätzlich ist das Fundament zwei Meter eingesunken. Daher würde die Höhe wohl „normalerweise“ (aber was ist bei diesem Turm schon normal) 58,36 Meter betragen.

In Pisa bin ich tatsächlich schon einmal herumgelaufen (Studienfahrt in der Jahrgangsstufe 12 nach Florenz mit Ausflug nach Pisa). Es war interessant, auf einer der unteren Säulengalerien entlang zu laufen. Mal ging es gefühlt nach unten, dann wieder nach oben. Weiter oben habe ich das aber nicht mehr ausprobiert, auch wenn das Erlebnis und die Aussicht bestimmt spektakulär gewesen wären.
Bad Wimpfen und den Blauen Turm würde ich sicher gerne mal sehen (auch wenn man den Turm im Moment nicht besichtigen kann). Man kann von dort aus bestimmt schöne Ausflüge und Wanderungen unternehmen.

Damit komme ich zum letzten Punkt der 58. Es gibt in Deutschland nämlich 58 regionale Wandervereine. Ich selbst bin in keinem solchen Verein, aber es ist schön, dass es diese Vielfalt gibt. Ich bevorzuge es, längere Spaziergänge oder „Wanderungen“ (nach einer Definition wird Wandern als „Gehen in der Landschaft“ beschrieben) alleine und meist recht spontan zu unternehmen. Heute hat es allerdings nur für einen kurzen Spaziergang gereicht. Aber genug, um auf andere Gedanken zu kommen und abzuschalten.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen ruhigen und friedlichen Abend.

57

Mit der 57 verbinde ich eher wenig.

Ja, Stockholm. Dort gibt es 57 Brücken, von denen ich aber nur einen kleinen Teil selbst „erlebt“ habe. Trotzdem erinnere ich mich gerne an die paar Tage, die ich vor fast 20 Jahren mit meiner Mutter in Stockholm verbracht habe.

Es war die Zeit, zu der wir auch gelegentlich einen Ausflug nach Bonn oder Köln gemacht haben. Dazu paßt die nächste 57, der ET57, ein Schnellzug der ehemaligen Köln-Bonner Eisenbahnen, der für Nostalgiefahrten wieder hergerichtet werden soll. Solche Ideen mag ich.

Gar nicht schön, aber wichtig, ist die Geschichte von Bus 57 – einer wahren Geschichte, die Dashka Slater in einem Jugendbuch festgehalten hat. Interessant finde ich, dass die im Buch erzählte Geschichte mittlerweile auch den Weg ins Theater gefunden hat.

Überleben trotz schwerer Verbrennungen (wie in Bus 57)? Das ist auf keinen Fall einfach. Um einen solchen Weg zu gehen braucht man Menschen – allen voran Ärztinnen und Ärzte – denen man vertrauen kann und bei denen man sich aufgehoben fühlt. Was ist aber die Grundlage für dieses Vertrauen? An dieser Stelle finde ich den Eid des Assaf interessant, der in 57 Punkten einen antiken medizinethischen Verhaltenskodex für jüdische Ärzte aufstellt. Ich hatte vor meiner Suche nach der „57“ noch nie von diesem Eid gehört. Es sind interessante Sätze enthalten, auch wenn sie meinen Vorstellungen von einer an der Würde des Menschen orientierten Medizin nicht entsprechen. Das liegt aber vor allem an ihrem Alter. Bewegt hat mich der erste Teil von Ziffer 51…..

Daher wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend, an dem die Seele (trotz aller aktuellen Nachrichten) ihre Ruhe findet.

56

Zur 56 habe ich eine besondere persönliche Beziehung. Im Dezember ’56 ist meine Mutter (mit nur 17 Jahren) aus Ostdeutschland in den Westen geflohen, also erst einmal nach Berlin. Sie hatte nur einen kleinen Pappkoffer dabei, den ich sogar noch irgendwo habe. Nur ihre Mutter wusste, was sie vorhatte.

Nach einer kurzen Zeit in Duisburg hat sie in Wuppertal, das damals die Postleitzahl 56 hatte, ihre Heimat gefunden.

Von Berlin hat sie 1956 wenig mitbekommen. Zu groß war ihre Angst, dass man sie zurück nach Ostdeutschland entführen könnte (vor allem, da sie noch minderjährig war). Sie hat daher das Heim in Marienfelde, in dem sie untergebracht war, nicht verlassen. Vor ein paar Jahren habe ich das Heim, das mittlerweile eine Gedenkstätte ist, besichtigt. In der Ausstellung gab es sogar einen Pappkoffer, der dem meiner Mutter ziemlich ähnlich sah. Es war jedenfalls schön, als ich vor knapp 20 Jahren mit ihr in Berlin war und ihr solche Orte wie die Friedrichstraße und den Kudamm zeigen konnte. Interessanterweise weiß ich nicht, ob sie den Film Kudamm 56 geschaut hat. Möglich ist das.

56cm Spurweite hat die Bahn im Salzbergwerk Berchtesgaden. Vor über 40 Jahren durfte ich – während eines Urlaubs in Bad Reichenhall – mit dieser Bahn in den Berg fahren. Irgendwo habe ich davon auch noch ein Foto und eine Schachtel mit unterschiedlichen Salzen, die ich dort als Andenken gekauft habe.

Und auch der letzte Aspekt der 56 ist persönlich. 56 Pfeifen hat ein Orgelregister, bei viereinhalb Oktaven. Tatsächlich habe ich ein oder zwei Jahre nach dem Urlaub in Bad Reichenhall angefangen, Kirchenorgel zu spielen. Einige Orgeln und natürlich noch mehr Register sind mir in den Jahren meiner „aktiven“ Zeit begegnet. Daher zum Abschluss dieses Tages dieses Stück, das ich vor vielen Jahren auch einmal gespielt habe (natürlich nicht so gut).

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen schönen Abend mit schönen Erinnerungen.

55

55qm will Lumpikow haben, denn schließlich ist er ein Mitglied der Wohnungsbaugenossenschaft und kann damit verlangen, dass ihm in der Wohnung Nr. 5 diese 55qm zur Verfügung gestellt werden. Ja, dieses Recht mag er haben, aber dann wird ihn der Besitzer der Wohnung Nr. 5 auch nicht mehr durchfüttern. Ein schlechter Deal, oder? Jedenfalls besteht Lumpikow, der aus dem Hund Lumpi „geschaffene“ Mensch, dessen Geschichte Bulgakow so phantastisch festgehalten hat, nicht mehr auf den 55 qm. Wie sollte er sich auch versorgen?

Sicherlich mehr als 55qm findet man im Gebäude, das unter der Adresse 55, Faubourg de Saint-Honoré zu finden ist. Dort befindet sich nämlich der Elysée-Palast, in dem der französische Staatspräsident seinen Sitz hat. Eine illustre Adresse!

Von diesem sehr sichtbaren Ort begegen wir uns zu unsichtbaren Städten. Ja, wirklich. Denn Italo Calvino hat in seinem (wohl in Paris entstandenen) Buch „Die unsichtbaren Städte“ 55 kurze Texte über Städte und „Orte“ geschrieben. Ein paar davon habe ich gelesen, leider noch nicht alle.

Aber manchmal will die 55 auch hoch hinaus. So etwa in Berlin. Der Grunewaldturm ist 55 Meter hoch. Gar nicht so schlecht, oder?

Ja, wenn da nicht noch Nils Holgersson wäre, der in 55 Kapiteln auf dem Rücken einer Wildgans durch und vor allem über ganz Schweden reist. Vor ein paar Jahren habe ich das Buch gelesen. Einerseits enthält es sehr viele schöne Stellen, andererseits fehlte mir für viele Stellen die „Ortskenntnis“ – das Lesen war dann etwas „mühsam“. Ich war dann froh als Nils wieder zuhause ankam und ich am Ende des Buches….

Wobei ich mir die Orte schon gerne (zumindest zum Teil) anschauen würde. Aber im Moment begnüge ich mich mit einer musikalischen Reise nach Skandinavien, genauer nach Norwegen. Denn der zweite Teil der Orchestersuite Peer Gynt von Edvard Grieg ist das Opus 55. Ein schöner (wenn auch etwas melancholischer) musikalischer Ausklang dieses Tages.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen schönen und gut ausklingenden Abend.

54

Tür auf für die 54. Oder vielleicht doch nicht? Denn nicht immer wenn eine Tür aufgeht, ereignet sich etwas Gutes. 54 Minuten ist ein Roman (wohl auch für Jugendliche), der einen Amoklauf an einer Highschool einer fiktiven amerikanischen Kleinstadt schildert. Was passiert in diesen 54 Minuten?

Gut, wenn dann wenigstens schnell die erforderlichen Einsatzkräfte vor Ort sind, um zu helfen. Ob auch die beiden Streifenpolizisten aus Wagen 54, bitte melden dabei sind? Klaumauk ist ja nicht so mein Genre (zarte Untertreibung!), aber zur 54 paßt das schon.

Die 54 hat auch eine politisch bedeutsame Seite. 54 Parteien konnten wohl an der Bundestagswahl 2021 teilnehmen. Ich bin etwas hin- und hergerissen. Einerseits freue ich mich über die Vielfalt und die große Auswahl, andererseits habe ich nur einen kleinen Teil dieser 54 Parteien überhaupt wahrgenommen (und damit meine ich noch nicht einmal, dass ich mich irgendwie mit ihren Inhalten oder Programmen beschäftigt habe). 54 ist in diesem Zusammenhang schon eine ziemlich große Zahl.

Dagegen ist die 54 relativ klein, wenn es um die Lok für die sächsische Schmalspurbahn geht. Ein schönes Projekt, da ich historische Bahnen, Lokomotiven und natürlich auch Bahnstrecken sehr mag – auch wenn ich bisher nur sehr selten die Gelegenheit hatte, so etwas „live“ zu erleben. 1881 fuhr eine dieser Loks zum ersten Mal.

Zu der Zeit lag an der Berliner Wilhelmstraße das „deutsche Machtzentrum“. Dort, wo sich heute die die Wilhelmstraße 54 befindet (damals noch die Nummer 64), befand sich erst die Villa des Bankiers Gerson Bleichröder (der mir in einem Buch, das ich gerade lese „begegnet“ ist), ab 1898/1899 entstand hier ein Gebäude, in dem das sogenannte Geheime Zivilkabinett seinen Sitz hatte. Nach einer insgesamt sehr wechselvollen Geschichte (die in der verlinkten Broschüre ausführlich dargestellt wird), ist dort heute das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft untergebracht. Bestimmt ein interessanter Dienstsitz und aus meiner Sicht eine gute Nutzung eines historischen Gebäudes.

Wie passend, dass es einen Rum namens „Pott 54“ gibt, den man vor allem gut für das Ansetzen eines Rumtopfes verwenden kann…..

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen geschmackvollen Abend!

53

Ich muß mittlerweile immer einen Moment nachdenken, ob ich auch wirklich gerade die „richtige“ (also die für den heutigen Tag in der Reihenfolge richtige) Zahl nehme. Es ist gar nicht so einfach….. Heute also die 53.

Vor ein paar Tagen (zur Zahl 40) habe ich etwas über die Belagerung des Musa Dagh geschrieben. Franz Werfel hat in seinem Werk von 40 Tagen gesprochen. In Wahrheit haben die Armenier sich 53 Tage lang – erfolgreich – verteidigt. Dann kamen Schiffe und haben die noch lebenden Armenier (wohl 4048) gerettet.

Für mich als Leserin ist der Roman von Werfel natürlich irgendwie spannend, für die Menschen, die die Belagerung des Musa Dagh erlebt und erlitten haben, war es grausame Wirklichkeit, die von einem Schriftsteller nacherzählt wurde. Trotzdem finde ich es für mich richtig, den Roman von Werfel zu lesen. Weniger dramatisch aber sicher auch spannend ist das Buch „Juni 53“, ein Kriminalroman der im Juni 1953 in der DDR spielt. Ich bin unsicher, ob ich das Buch gerne lesen würde. Ich mag Kriminalromane – aber möchte ich wirklich jetzt einen „neuen“ Krimi über die DDR (und eine Zeit, von der meine Mutter gelegentlich etwas erzählt hat) lesen?

Ganz anders taucht die 53 in den 53 Stationen des Tokaido auf. 53 Raststationen hatte die Überlandstraße von Edo (heute Tokio) nach Kyoto. Von jeder dieser Raststationen gibt es Darstellungen, die zusammen mit dem Start- und dem Zielpunkt als die 53 Stationen des Tokaido bezeichnet werden. Einige der Darstellungen kann man hier (unten auf der Seite) sehen. Eine wunderbare Kulturleistung und natürlich ein wunderbarer Fund für die 53.

Zu dieser Betrachtung paßt (auch wenn es ein ganz anderer Kulturraum ist) meines Erachtens ganz gut die Musik von Edvard Grieg, nämlich die zwei Melodien, die – natürlich – als Opus 53 bezeichnet werden. Welch ein schöner Klang!

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen ruhigen Abend und eine gute Rast.

52

Die 52.
52 Wochen hat das Jahr.
52 weiße Tasten hat ein Klavier.
Manchmal denkt über diese so „einfachen“ und „sichtbaren“ Dinge gar nicht nach. Und doch sind sie da.

52 Kapitel hat das erste Buch des „Don Quijote“ von Miguel de Cervantes (ich habe immer noch nicht alle gelesen, aber ich mag die Geschichten und es ist schön, dass es noch ein zweites Buch gibt).

52 Karten hat ein sogenanntes französisches Kartenspiel. Diese Bezeichnungen waren mir nie bewußt – es ist spannend, das im Zuge meiner Suche zu erfahren und zu lesen.

52 Kunstwerke? Warum eigentlich nicht. Jedenfalls gibt es eine „Crowd-Investment-Art-Collection“, die sich 52 Masterworks nennt. Einerseits finde ich eine neue Heransgehensweise an das Thema gut, andererseits kann ich mir unter dem Konzept nicht so richtig viel vorstellen. Das kann aber an mir liegen (und natürlich daran, dass heute Montag ist und eine der 52 Wochen gerade begonnen hat….). Zeit, den Tag mit Opus 52 von Robert Schumann ausklingen zu lassen (Ouvertüre, Scherzo und Finale E-Dur).

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen schönen Abend.

51

Es gibt Zahlen, die sind so schweigsam, dass man kaum etwas über sie findet. Für die 51 ist das nicht der Fall. Fast schon das Gegenteil.

Berühmt und – auch für Verschwörungstheorien – berüchtigt, ist die Area 51 in Nevada. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass Menschen dort nach Außerirdischen suchen wollten….. Tatsächlich gibt es dazu sogar einen Film, den ich allerdings nicht kenne und vermutlich auch nicht anschauen werde. So gern ich E.T. und Alf als Erinnerung an Kindheit und Jugend mag, so wenig spricht mich das Thema jetzt an.

Mit Filmen verbinde ich Kino. Und in Flensburg gibt es ein Kino, das besonders mit der 51 verbunden ist – das 51-Stufen-Kino. Man muß wohl tatsächlich 51 Stufen hochgehen, um ins Kino zu kommen. Toller Name und bestimmt ein toller Ort!

Die 51 ist aber auch anders mit Bewegung verbunden. Im Berlin der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts gab es eine Straßenbahn 51, die mit 78 Haltestellen von Niederschönhausen nach Berlin-Mitte fuhr (wobei in einer Quelle eine etwas andere Strecke angegeben wird, nämlich vom Nordend zum Grunewald). Heute kann man diese Fahrt als Simulation nacherleben (die Simulation wohl auch als Video). Mit dieser Linie 51 wäre ich definitiv gerne mal gefahren!

Eine „51“ habe ich schon erlebt – allerdings ohne es zu dem Zeitpunkt zu wissen. Das Hamburger Carillon St. Nikolai hat nämlich 51 Glocken. Ich bin früher schon gelegentlich an dem Mahnmal vorbei gekommen. 2018 (und ich meine auch noch einmal in 2019) habe ich dann tatsächlich eines der Glockenkonzerte erleben können. Ein sehr schönes klangvolles Erlebnis an einem eindrucksvollen Ort.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen glockenhellen freudig klangvollen Abend.

50

Die 50 ist die Zahl der Jubiläen – so etwas wie 50. Geburtstag, goldene Hochzeit, goldene Konfirmation. Ich erinnere mich noch an den 50. Geburtstag meiner Mutter – der erste wirklich wichtige „runde“ Geburtstag, den wir gemeinsam gefeiert haben. Es ist schon lange her und von denen, die damals (mit-)gefeiert haben, ist (außer mir) niemand mehr „da“. Die Erinnerungen und Geschichten an sich – die sind noch da.

Das bringt mich zum Pentameron. 50 Geschichten. 10 Frauen erzählen an 5 Tagen jeweils eine Geschichte und damit 50 Geschichten. Die Geschichten hat Giambattista Basile mit einer Rahmenhandlung verbunden. Selber lesen kann man die Geschichten hier, anhören kann man einige der Pentameron-Geschichten hier.

Sind solche Märchen oder Geschichten wirklich wichtig? Ja und das sagt beziehungsweise schreibt auch der Wissenschaftler Ernst Peter Fischer in seinem Buch „Noch wichtiger als das Wissen ist die Phantasie“ – wichtig für meinen Beitrag ist der Untertitel des Buches „Die 50 besten Erkenntnisse der Wissenschaft von Galilei bis Einstein“. Ein interessantes Buch mit interessanten Beispielen und Geschichten von und über Menschen.

Von 50 den besten Erkenntnissen zu 50 den besten Rezepten? Zahllos sind die Beispiele, die ich zu „die 50 besten Kochrezepte“ verlinken könnte. Ich mache es nicht. Ich könnte mich ohnehin nicht entscheiden. Aber es ist schön, dass es diese Vielfalt gibt, denn so ist viel Abwechselung möglich.

Frauen findet man glücklicherweise nicht mehr (nur) in der Küche, sondern in allen möglichen Lebensbereichen. Und das ist gut so. Das Buch „Women in science – 50 fearless pioneers who changed the world“ macht 50 besondere Frauen aus unterschiedlichen Jahrhunderten sichtbar. Definitiv ein Buch, das ich mir irgendwann in Ruhe anschauen möchte.

Ich finde es wichtig, Frauen und ihre Ideen, Fragen und Werke sichtbar zu machen. Nicht nur in der Wissenschaft, auch in vielen anderen Bereichen – zum Beispiel dem der Philosophie. Das Buch „50 Philosophy Classics“ enthält (wenn ich mich nicht versehen habe) immerhin zwei Frauen, nämlich Hannah Arendt und Iris Murdoch. Ich bin ein bißchen hin- und hergerissen. Einerseits: immerhin; andererseits: war/ist es eine Frage der Sichtbarkeit oder der Qualität der Werke? Eine für mich durchaus spannende Frage.

Aber wie auch immer – ich wünsche Euch und Ihnen einen mit guten Fragen und Gedanken nachdenklichen Abend!