57

Mit der 57 verbinde ich eher wenig.

Ja, Stockholm. Dort gibt es 57 Brücken, von denen ich aber nur einen kleinen Teil selbst „erlebt“ habe. Trotzdem erinnere ich mich gerne an die paar Tage, die ich vor fast 20 Jahren mit meiner Mutter in Stockholm verbracht habe.

Es war die Zeit, zu der wir auch gelegentlich einen Ausflug nach Bonn oder Köln gemacht haben. Dazu paßt die nächste 57, der ET57, ein Schnellzug der ehemaligen Köln-Bonner Eisenbahnen, der für Nostalgiefahrten wieder hergerichtet werden soll. Solche Ideen mag ich.

Gar nicht schön, aber wichtig, ist die Geschichte von Bus 57 – einer wahren Geschichte, die Dashka Slater in einem Jugendbuch festgehalten hat. Interessant finde ich, dass die im Buch erzählte Geschichte mittlerweile auch den Weg ins Theater gefunden hat.

Überleben trotz schwerer Verbrennungen (wie in Bus 57)? Das ist auf keinen Fall einfach. Um einen solchen Weg zu gehen braucht man Menschen – allen voran Ärztinnen und Ärzte – denen man vertrauen kann und bei denen man sich aufgehoben fühlt. Was ist aber die Grundlage für dieses Vertrauen? An dieser Stelle finde ich den Eid des Assaf interessant, der in 57 Punkten einen antiken medizinethischen Verhaltenskodex für jüdische Ärzte aufstellt. Ich hatte vor meiner Suche nach der „57“ noch nie von diesem Eid gehört. Es sind interessante Sätze enthalten, auch wenn sie meinen Vorstellungen von einer an der Würde des Menschen orientierten Medizin nicht entsprechen. Das liegt aber vor allem an ihrem Alter. Bewegt hat mich der erste Teil von Ziffer 51…..

Daher wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend, an dem die Seele (trotz aller aktuellen Nachrichten) ihre Ruhe findet.

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