26. September

Eigentlich wollte ich heute viel in Ruhe zuhause machen. Unter anderem auch diesen Blogbeitrag schreiben und andere vorbereiten. Aber dann habe ich – neugierig wie ich bin – in ein Programmheft für ein Festival geschaut und tja, nun muß ich mich sputen, weil ich gleich noch etwas vorhabe….. (und dann am Abend nur noch den fertigen Beitrag veröffentlichen werde).

Am 26. September 1580 kommt Sir Francis Drake von einer Weltumsegelung zurück, die er im Dezember 1577 begonnen hat. Es ist die zweite Weltumsegelung und – im Gegenteil zu Magellan, der die erste Weltumsegelung angetreten hat – kehrt Francis Drake lebend nach England zurück. Grund, Ziel und konkreter Verlauf seiner Reise werden – nicht zuletzt wegen des Eindringens in das Gebiet der Weltmacht Spanien – damals geheim gehalten. Dass die Reise gelingt wird zu der Zeit als Sieg des protestantischen England gegenüber den katholischen Ländern Spanien und Portugal angesehen, die zu der Zeit einen großen Teil der Weltmeere beherrschen.

Am 26. September 1839 wird die erste Teilstrecke der Taunus-Eisenbahn in Betrieb genommen. Sie führt von der Frankfurter Taunusanlage in das (damals zu Nassau gehörende) Städtchen Höchst am Main. Heute gehört Höchst zu Frankfurt und die Verbindung zwischen Höchst und Frankfurt am Main erfolgt unter anderem durch die S-Bahn (aber wohl nicht auf der ursprünglichen Strecke).

Am 26. September 1898 kommt George Gershwin in Brooklyn/New York City zur Welt. Er wird ein Pianist und ein Komponist. Ein besonders schönes Stück ist die „Rhapsody in blue“ – hier mit Leonard Bernstein am Piano und auch von ihm dirigiert. Ein weiteres musikalisches Juwel: „Summertime“ aus der Oper „Porgy and Bess“ – hier mit Ella Fitzgerald und Louis Armstrong.

Und noch einmal Leonard Bernstein: Am 26. September 1957 findet im Winter Garden Theatre in New York die Uraufführung der „West Side Story“ statt – das grandiose Musical mit der Musik von Leonard Bernstein. Ich mag vor allem das Stück „Somewhere“ sehr gerne. Hier kann man es hören.

Am 26. September 1971 wird in Kopenhagen die „Republik Christiania“ ausgerufen. Alles beginnt damit, dass ein verlassenes Militärgebiet von Hausbesetzern übernommen wird. Was sich daraus entwickelt ist in vieler Hinsicht faszinierend, „alternativ“ ist es allemal. Und ja, irgendwann möchte ich mir Kopenhagen und Christiania auch mal anschauen.

Damit muss es für heute reichen. Ich wünsche Euch einen Abend, an dem Ihr für das, was Euch wichtig ist, eine positive Entwicklung sehen könnt.

25. September

Am 25. September 1555 wird auf dem Reichstag zu Augsburg der sogenannte Augsburger Reichs- und Religionsfrieden geschlossen. Im Prinzip handelt es sich um ein Reichsgesetz, das auch den Lutheranern die freie Religionsausübung zugesteht. Allerdings haben nicht die einzelnen Menschen eine freie Religionswahl, vielmehr kann der jeweilige Regent den Glauben festlegen. Der Jurist Joachim Stephani wird dies später mit der Formel „cuius regio, eius religio“ zusammenfassen. Untertanen, die eine andere Religion haben und nicht konvertieren wollen, haben aber das Recht, dieses Gebiet zu verlassen und in ein Gebiet mit ihrer Konfession auszuwandern.

Am 25. September 1683 wird Jean-Philippe Rameau in Dijon getauft. Er wird ein Musiker (Orgel und Cembalo) und Komponist. Die Cembalo-Stücke finde ich besonders schön, hier kann man ein solches Stück hören.

Am 25. September 1974 gründet Dr. Mildred Scheel die „Deutsche Krebshilfe„. Zu diesem Zeitpunkt gehört Krebs noch zu den gesellschaftlichen Tabuthemen. Information, Aufklärung und Forschung gehören unter anderem zu den Bereichen, in denen die Deutsche Krebshilfe tätig wird. Als Mildred Scheel 1985 stirbt, hat sie umgerechnet über 20 Millionen Euro gesammelt. Der gemeinnützige Verein wird zu einem großen Geldgeber im Bereich der Forschung. Als im Mai 2012 bei meiner Mutter eine Brustkrebserkrankung festestellt wird, die nur noch palliativ behandelt werden kann, kommt uns diese Arbeit in vieler Hinsicht zu Gute. Ich begleite meine Mutter bis zu ihrem Tod im Dezember 2017. Und: es ist für mich eine gute Entscheidung und eine gute Erfahrung, sie bis zum Ende begleiten zu können.

Eigentlich hätte der 25. September noch ein paar andere interessante Ereignisse, aber ich habe gerade keine Zeit, diese Ereignisse in diesem Blogbeitrag zu „verarbeiten“. Ich wünsche Euch daher einen Abend mit Freude, Hoffnung aber auch der Gewissheit, dass auch traurige Momente zum Leben dazugehören und einen wachsen lassen.

24. September

Am 24. September gründet Charles de Gaulle aus dem Exil in London das „Comité national français“ (Französisches Nationalkomitee). Er bezeichnet das Komitee als französische Exilregierung. Bis 1942 spielt seine Initiative allerdings kaum eine Rolle im französischen Widerstand.

Am 24. September 1896 kommt Francis Scott Key Fitzgerald – bekannt als F. Scott Fitzgerald – in St. Paul/Minnesota zur Welt. Er wird ein bedeutender Schriftsteller. Zu seinem Werk gehören unter anderem die Romane „Der große Gatsby“ und – mein Lieblingswerk von ihm – „Tender is the night“, das zu einem Teil in Südfrankreich spielt. Ab 1921 reist er mit seiner Frau Zelda, die ebenfalls eine Autorin wird, durch Europa – unter anderem durch Italien und Frankreich. Er beschreibt eine Welt, die nur wenige Jahre später im zweiten Weltkrieg gewissermaßen „untergeht“.

Einen Konflikt beenden möchten Rabin und Arafat am 25. September 1995. An diesem Tag unterzeichnen beide im ägyptischen Taba das Oslo II – Abkommen, ein „Interimsabkommen über das Westjordanland und den Gazastreifen“.

Ein etwas fröhlicherer Anfang ereignet sich am 24. September 1983 in Wien: an diesem Tag findet in Wien die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals „Cats“ statt. „Cats“ wird auch in der deutschsprachigen Fassung ein großer Erfolg – nicht nur in Wien (wobei ich sehr oft Ausschnitte im Fernsehen gesehen habe und das Stück deswegen gar nicht mehr sehen möchte…..).

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit dem Glauben daran, dass Dinge gut werden – egal, wie sie gerade aussehen.

23. September

Am 23. September 1909 wird der erste Teil eines Fortsetzungsromans in der Zeitung „Le Gaulois“ veröffentlicht. Der Roman ist „Das Phantom der Oper“ (Le Fantôme de l’Opéra) von Gaston Leroux. Ich habe den Roman vor vielen Jahren als Buch gelesen – eine interessante Geschichte. Jahrzehnte später wird der Roman zur Grundlage für ein sehr erfolgreiches Musical. Hier kann man noch weitere Stücke aus dem Musical hören und sehen.

Am 23. September 1861 kommt Robert Bosch in der Nähe von Ulm zur Welt. Er wird ein Ingenieur, Erfinder und Unternehmer. Im Jahr 1886 gründet er die „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ in Stuttgart. Zusammen mit seinen Mitarbeitern verbessert und entwickelt er Produkte wie zum Beispiel die Hochspannungsmagnetzündung. Sein Unternehmen wird zu einem wichtigen Lieferanten für den Automobilbereich – sowohl in Deutschland als auch im Ausland.

Am 23. September 1899 kommt Walter Lippmann in New York zur Welt. Er wird ein Journalist und Publizist. Sein Buch „Die öffentliche Meinung“ wird ein Grundlagenwerk für den Journalismus. Und zumindest ein Buch von ihm habe ich hier auch irgendwo stehen…..

Am 23. September 1926 kommt John Coltrane in North Carolina zur Welt. Er wird ein bedeutender Jazzmusiker. Ab 1955 ist er Teil des Miles Davis Quintetts, das wird sein Durchbruch. Im Laufe der Zeit entwickelt er einen sehr eigenen Stil und komponiert auch selbst. Zur Zeit gibt es auf dem Youtube-Kanal von Arte eine Dokumentation über ihn (bis zum 21.09.2027). Auch hier kann man sich Musik von beziehungsweise mit ihm anhören.

Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Erfindungsreichtum und Kreativität.

22. September

Am 22. September 1945 beginnt die Geschichte des NDR. Das Funkhaus in Hamburg ist 1945 unzerstört geblieben. Am Abend des 3. Mai 1945 übernehmen es die Briten und senden von dort ab dem 4. Mai mit folgender Ankündigung: „This is Radio Hamburg. A Station of the Allied Military Government. Hier spricht Hamburg. Ein Sender der alliierten Militärregierung.“ Am 22. September 1945 wird aus dem britischen „Radio Hamburg“ dann der Nordwestdeutsche Rundfunk für die gesamte britische Besatzungszone, abgekürzt NWDR. Ein Jahrzehnt später werden daraus der NDR und der WDR. Ein Stück Rundfunkgeschichte!

Eine ganz andere Geschichte beginnt am 22. September 1887. Die junge Nellie Bly arbeitet seit einiger Zeit als Reporterin. An diesem Tag beschließt sie, sich in ein Irrenhaus einweisen zu lassen und dann darüber zu berichten. Gesagt, getan. Und es entsteht daraus eine wichtige Reportage in der New York World über die unzumutbaren Umstände dort und ein Buch „10 days in a madhouse“ beziehungsweise „10 Tage im Irrenhaus„. Ich habe es noch nicht ganz gelesen, kann es aber empfehlen.

Am 22. September 1499 schließt König Maximilian mit den Eidgenossen den Frieden von Basel. Damit enden die sogenannten Schwabenkriege. Dieser Frieden wird oft als entscheidender Schritt zur Unabhängigkeit der Schweiz angesehen.

Am 22. September 1593 kommt Matthäus Merian der Ältere in Basel zur Welt. Er wird ein bedeutender Kupferstecher und Verleger. Er gibt unter anderem Landkarten, Städteansichten und Chroniken heraus. Die Topographia Germaniae ist dabei sein Hauptwerk. Eine gewisse Zeit lebt er in Oppenheim, einem interessanten Ort, den ich letztes Jahr besucht habe. Dort gibt es nämlich ein sehr interessantes Kellerlabyrinth.

Am 22. September 1863 kommt Alexandre Émile Jean Yersin in der Schweiz zur Welt. Er wird ein Arzt und Bakteriologe, vor allem wird er der Entdecker des Pesterregers – der dann auch nach ihm benannt wird. Der Schriftsteller Patrick Deville hat über ihn einen interessanten Roman geschrieben – „Peste et Choléra“ beziehungsweise „Pest & Cholera“.

Damit wünsche ich Euch einen Abend, an dem Ihr aus kleinen und unscheinbaren Dingen etwas Schönes, Gutes und Wunderbares machen könnt.

21. September

Dieser Monat zieht sich und ich bin an den Abenden im Moment zum Teil ziemlich müde. Auch heute. Mal sehen, ob ich überhaupt bis Ende September durchhalte…..

Am 21. September 1792 tritt der frei gewählte französische Nationalkonvent zusammen und erklärt feierlich  die Abschaffung der Monarchie. Ein historischer Moment – für Frankreich, das damit zur Republik wird, aber auch für Europa und die europäische Geschichte.

Am 21. September 1848 zieht der Rechtsanwalt Gustav Struve aus Basel kommend mit 50 Menschen in Lörrach ein. Am Marktbrunnen läßt er eine rote Fahne hissen und er hält vom Balkon des Rathauses eine Rede an das deutsche Volk mit den Schlagworten „Wohlstand, Bildung, Freiheit für alle!“. Schließlich proklamiert er eine „Deutsche Republik“. Mutig, aber leider nicht erfolgreich. Immerhin wird diese Aktion als „Struve-Putsch“ in die Geschichte eingehen, später wird man in der Region auch vom „Struwwel-Putsch“ sprechen, sogar ein Lied wird es darüber geben..

Am 21. September 1964 wird Malta von Großbritannien unabhängig. Der Tag ist deshalb noch heute ein Nationalfeiertag.

Am 21. September 1903 bekommt August Oetker ein Patent auf sein „Backin“ an. Er ist nicht der Erfinder des Backpulvers – das haben andere (unter anderem Justus von Liebig) entwickelt. Aber er ist – zusammen mit seiner Ehefrau – derjenige, der es schafft für eine Mehlmenge von 500 Gramm portionierte Päckchen (mit Rezepten) auf den Markt zu bringen.

Am 21. September 1902 kommt Ellen Dymphna Cusack in Australien zur Welt. Sie wird eine Schriftstellerin, die sich in ihren Werken oft gegen Formen sozialer Ungerechtigkeit und die Benachteiligung von Frauen ausspricht. Schon in ihrem Debütroman „Jungfrau“ setzt sie sich sehr offen mit dem Thema Sexualität auseinander, ein anderer Roman kann erst 1951 erscheinen (vollständig erst 1988). Tatsächlich eine Autorin, die ich bisher noch nicht kenne, deren Geschichte und Werk für mich aber spannend klingt!

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit dem Glauben und der Hoffnung, das Undenkbare oder Unmögliche doch denkbar und möglich zu machen.

20. September

Manchmal zwischendurch – besonders an den Tagen, an denen ich am Abend besonders müde bin (und ich komme meistens erst am Abend zu, den jeweiligen Beitrag zu schreiben) – zweifele ich ja, ob ich bis zum Jahresende durchhalte. Kleine Etappenziele wie „Ende dieses Monats“ sind da hilfreich. Netterweise ist das Ende dieses Monats auch das Quartalsende. Wenn ich also bis „dahin“ komme, dann habe ich drei Viertel des Jahres geschafft. Ob ich das hinbekomme?

Am 20. September sticht Ferdinand Magellan von Sanlúcar de Barrameda in Südspanien aus in See. Er wird (mit seiner Mannschaft) der erste Europäer, der den Pazifik befährt, gleichzeitig wird die Reise wird als erste Weltumsegelung angesehen (wobei Magellan selbst nicht mehr nach Spanien zurückkehren wird). Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig hat ihm ein literarisches Denkmal gesetzt.

Am 20. September 1878 kommt Upton Sinclair in Baltimore/Maryland zur Welt. Er wird ein Schriftsteller, der in seinen Werken sowohl Sozial- als auch Medienkritik aufnimmt. Sein (sehr lesenswerter) Roman „The Jungle“ wird gleichzeitig sein Durchbruch und ein Bestseller. In der Folge kommt es auch zu Verbesserungen der Bedingungen in den Schlachthöfen.

Am 20. September 1898 erscheint die erste Ausgabe der Berliner Morgenpost. Leopold Ullstein ist der Gründer und Verleger, der österreichische Journalist und Schriftsteller (132 Romane!) Arthur Brehmer der erste Chefredakteur. Bereits nach zwei Monaten hat die Zeitung 40.000 Abonnenten. Gute Recherche und Sinn für Aktualität gehören zum damaligen Erfolgsrezept.

Am 20. September 1946 beginnen die ersten internationalen Filmfestspiele in Cannes. Mitgründer der Festspiele und Präsident der ersten Jury ist der französische Historiker Georges Huisman. Eine goldene Palme gibt es damals noch nicht, 11 Filme werden gleichberechtigt ausgewählt. Die beim Festival teilnehmenden Filme findet man hier.

Am 20. September 1973 wird beschlossen, die Notrufnummern 110 und 112 bundesweit einzuführen. Das ist ein Erfolg der Björn Steiger Stiftung, denn bis zu diesem Zeitpunkt hat jede Stadt oder Gemeinde ein eigenes Konzept und eigene Notfallnummern. Hilfe (vor allem lebensrettende Hilfe) kommt dadurch oft zu spät. Der Stiftungspräsident Siegfried Steiger fordert die Innenminister in einem 15-Punkte-Plan zu einer einheitlichen Lösung auf. Als die einheitliche Lösung trotzdem nicht kommt, verklagt er das Bundesland Baden-Württemberg und die Bundesrepublik Deutschland. Er verliert die Klage am 3. September 1973, aber das Klageverfahren bringt so viel Aufmerksamkeit, dass die einheitlichen Notrufnummern am 20. September 1973 beschlossen werden.

Damit wünsche ich Euch einen Abend, an dem Ihr den Mut und die Ausdauer habt, Dinge zum Guten zu verändern.

 

19. September

Am 19. September 1188 erhält Lübeck das „Barbarossa-Privileg“. Damit legt Kaiser Friedrich I. die Gebietsgrenzen von Lübeck fest und regelt auch Fragen zum Recht und zur Gerichtsbarkeit. Das Privileg fördert jedenfalls die Entwicklung von Lübeck zu einem nordeuropäischen Handelszentrum.

Am 19. September 1783 startet die erste Montgolfière – ein nach den Gebrüdern Montgolfier benannter Heißluftballon – mit „Passagieren“ (und „Passagiere“ ist tatsächlich eine riesengroße Übertreibung!) vom Schloß Versailles aus. Die Passagiere? Ein Hahn, eine Ente und ein Hammel (oder ein Schaf). Die Montgolfière fährt einige Minuten, die „Passagiere“ leben, die Geschichte der Heißluftballone beginnt!

Am 19. September 1893 wird in Neuseeland das aktive Wahlrecht für Frauen eingeführt und zwar für alle Frauen ab 21 Jahren (also auch weibliche Maori). Damit ist Neuseeland wohl der erste Staat weltweit, der das aktive Wahlrecht für Frauen einführt. Das passive Wahlrecht folgt erst 1919, da sind andere Staaten dann schon schneller.

Am 19. September 1991 wird „Ötzi“ – eine Gletschermumie aus der späten Jungsteinzeit beziehungsweise Kupfersteinzeit gefunden. Ötzi ist die älteste bekannte natürliche Mumie Europas. Seit einigen Jahren befindet er sich im Archäologiemuseum in Bozen.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit Mut zum Ausprobieren und Ausdauer, wenn etwas nicht sofort gut wird.

18. September

Vermutlich am 18. September 1544 wird im Ort Crépy in der Nähe von Paris der „Frieden von Crépy“ geschlossen. In diesem Frieden akzeptiert Franz I. endgültig den Damenfrieden von Cambrai vom 5. August 1529.

Am 18. September 1819 kommt Léon Foucault in Paris zur Welt. Er wird ein bedeutender Physiker. Im Jahr 1851 führt er einen Pendelversuch vor, mit dem man die Erdrotation „sehen“ beziehungsweise nachweisen kann. Diese Versuchsanordnung wird nach ihm als „Foucaultsches Pendel“ bezeichnet. Mehr über den Versuch im Jahr 1851 kann man hier nachlesen. 1865 wird Foucault schließlich in die berühmte französische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Im nächsten Jahrhundert schreibt Umberto Eco einen Roman mit dem Titel „Das Foucaultsche Pendel“, der im Jahr 1988 erscheint.

Am 18. September 1851 erscheint die erste Ausgabe der New York Times damals noch unter dem Titel „The New-York Daily Times“. Henry Jarvis Raymond und George Jones sind die Gründer.

Ab dem 18. September 1949 versammeln sich über 200 deutsche Aussteller in der Frankfurter Paulskirche zur ersten Buchmesse der Nachkriegszeit. Innerhalb weniger Jahre wird die Frankfurter Buchmesse zu einer großer und erfolgreichen internationalen Veranstaltung.

Am 18. September 1973 werden sowohl die Deutsche Demokratische Republik als auch die Bundesrepublik Deutschland als 133. und 134. Mitgliedsstaat in die Vereinten Nationen aufgenommen. Am 18. September 1990 wird Liechtenstein als 160. und damals kleinster Mitgliedsstaat aufgenommen.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit für Euch offenen Türen und guten Möglichkeiten.

17. September

Am 17. September 1904 meldet der Drogist Max Riese die Penaten-Creme zum Patent an. Im Prinzip handelt es sich bei der Penaten-Creme um eine Zinksalbe mit Zitronenaroma. Den Namen hat die Ehefrau von Max Riese vorgeschlagen – die Penaten sind die aus dem antiken Rom bekannten Schutzgötter des Haushalts. Und ja, die Creme wird eine Erfolgsgeschichte.

Am 17. September 1991 steht die erste Version von Linux zum Download bereit. Spannend, was sich seitdem – gerade auch zum Thema Open Source – entwickelt hat. Und ja, das Thema Linux ist immer noch oder gerade wieder (Stichwort digitale Souveränität) sehr spannend.

Am 17. September 1913 kommt Robert Lembke in München zur Welt. Er wird ein berühmter Journalist und Fernsehmoderator. In meiner Kindheit habe ich gelegentlich auch Sendungen mit ihm gesehen (ja, so alt bin ich schon….). Ich habe nie geahnt, welche Geschichte er mit sich herumgetragen hat. Und einerseits verstehe ich, dass er das nie angesprochen hat, andererseits frage ich mich, ob er es den Menschen damit nicht zu einfach gemacht hat.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit offenen Augen, offenen Ohren und offenen Armen für die Menschen um Euch herum.