9. März

Am 9. März 1009 wird Litauen das erste Mal schriftlich erwähnt und zwar in den Quedlinburger Annalen. Schon eine ziemlich lange Geschichte!

Am 9. März 1497 macht Nikolaus Kopernikus seine erste astronomische Beobachtung – er verfolgt die Bedeckung des Sterns Aldebaran durch den Mond. Allerdings passt das, was er beobachtet so gar nicht zu den Berechnungen der Experten seiner Zeit. Es ist für ihn der Beginn bedeutender Entdeckungen im Bereich der Astronomie.

Ein Jahr später, am 9. März 1498, kommt Hieronymus Baumgartner in Nürnberg zur Welt. Während seiner Studienzeit in Wittenberg lernt er Luther und Melanchthon kennen, in Nürnberg wird er ab 1525 zu einem einflußreichen Mitgestalter der Reformation. Unter anderem betreibt er ab 1526 – da ist er schon im Rat der Stadt Nürnberg – mit Melanchthon und Spengler das erste humanistische Gymnasium in Nürnberg.

Am 9. März 1697 wird Friederike Caroline Neuber (geborene Weißenborn) im Vogtland geboren. Sie wird Schauspielerin und begründet ab 1730 in Leipzig ein Theater in deutscher Hochsprache mit Themen des Bürgertums. Langfristig erfolgreich ist sie leider noch nicht, zu wenig sind Schauspieler*innen zu dieser Zeit angesehen, immer wieder muß sie an wechselnden Orten neu anfangen. Aber – wie es auf der Seite der nach ihr benannten Stiftung zu recht heißt – sie hat dem deutschen Theater den Weg vom Jahrmarkt zum Drama bereitet.

Am 9. März 1893 führt Preußen mit dem „Regulativ über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter in Fabriken“ das erste kontinentaleuropäische Gesetz zur Einschränkung der Kinderarbeit ein, es ist gleichzeitig das erste deutsche Arbeitsschutzgesetz.

Sie ist die Inspiration für „Orlando“ – übrigens ein ganz wundervoller Roman! Am 9. März 1892 wird Vita Sackville-West geboren. Sie wird selber eine erfolgreiche Schriftstellerin. Ab Mitte der 1920er ist sie sehr eng mit Virginia Woolf befreundet, „Orlando“ kann als Liebeserklärung an Vita Sackville-West gelesen werden.

Damit wünsche ich Euch einen wunderbaren Abend.

8. März

Heute hätte ich beinahe vergessen, meinen Blogbeitrag zu schreiben. Erst habe ich etwas für morgen vorbereitet, dann habe ich telefoniert, dann weiter etwas vorbereitet und jetzt gerade fiel es mir siedend heiß ein….. Gerade noch rechtzeitig, um zumindest ein paar Zeilen zu schreiben.

Am 8. März ist zunächst einmal der „Frauentag“ oder auch der „internationale Frauentag“ oder „Weltfrauentag“. Tatsächlich gibt es den 8. März mit dieser Bedeutung schon seit 1921. Er hat also durchaus eine längere Geschichte.

Zu diesem Tag passt, dass ich eine weibliche Piratin gefunden habe. Also eine echte Piratin. Anne Bonny kommt (vermutlich) am 8. März 1702 in Irland zur Welt. Der Tag an sich ist wohl relativ sicher, das Jahr weniger….. Die Geschichte der Piratin Anne Bonny ist spannend und lesenswert – hier und hier kann man mehr erfahren.

Einen ganz anderen Weg beschreitet Josephine Cochrane. Sie kommt am 8. März 1839 in Ohio zur Welt. Sie lebt als Ehefrau in einem wohlhabenden Haushalt und ärgert sich immer darüber, dass ihr Personal nicht so sorgsam mit dem Geschirr umgeht. So entwickelt sie für diese Aufgabe eine Lösung und gilt als Erfinderin der ersten brauchbaren Geschirrspülmaschine.

Damit wünsche ich Euch einen abenteuerlustigen Abend.

7. März

Am 7. März 321 (der übrigens ein Dienstag gewesen sein soll) beschließt Kaiser Konstantin in Rom, den Sonntag („Tag der Sonne“ oder auch „dies solis“) zum Feiertag zu machen. Wir profitieren noch heute von dieser Regelung. Ich hätte nicht gedacht, dass die Sonntagsregelung schon so alt ist. Spannend!

Am 7. März 1145 kommt Baha ad-Din ibn Schaddad in Mossul zur Welt. Er wird ein bedeutender muslimischer Jurist, Gelehrter und Kreuzzugshistoriker. Besonders wichtig und bekannt ist seine Biographie Saladins, den er persönlich nicht nur gut kennt, er ist mit ihm sogar eng befreundet. Seine Biographie über Saladin ist übrigens eine der wichtigsten Quellen über den Kreuzzug von Richard Löwenherz.

Am 7. März 1925 kommt Albrecht Weinberg in Ostfriesland zur Welt. Heute ist er einer der wenigen noch lebenden Überlebenden des Holocausts. Auch seine zwei Geschwister überleben die Konzentrationslager, sein Bruder stirbt 1947 allerdings bei einem Unfall in Leer. Gemeinsam mit seiner Schwester wandert Albrecht Weinberg nach New York aus. 60 Jahre leben sie dort, dann kommen sie zurück nach Ostfriesland. Bewundernswert ist auch sein deutliches Eintreten für andere Menschen – so gibt er als Folge der Abstimmung des Bundestages im Januar 2025 über Migration sein Bundesverdienstkreuz zurück.

Am 7. März 1965 wird zum ersten Mal das „Sonntagsrätsel“ im Hörfunk ausgestrahl. Hans Rosenthal hat die Sendung entwickelt und moderiert sie in den ersten Jahren auch.

Ebenfalls an einem 7. März, allerdings im Jahr 1971 ist die Premiere der Sendung mit der Maus – die zu dem Zeitpunkt allerdings noch „Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger“ heißt. Irgendwann in diesen Jahren entdecke auch ich die Geschichten mit der Maus.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit schönen Erinnerungen und guten Gedanken.

6. März

Am 6. März 1475 kommt Michelangelo Buonarotti in Caprese zur Welt. In Florenz erlernt er in der Werkstatt von Domenico Ghirlandaio die Freskenmalerei, zusätzlich entdeckt er die Bildhauerei. Lorenzo de‘ Medici nimmt ihn in seine Kunstschule auf und unter seine Fittiche. Die Pietà im Petersdom in Rom macht ihn berühmt. In Florenz entsteht der „David“ und später in Rom Fresken in der Sixtinischen Kapelle. Ein besonderer Künstler!

Am 6. März 1619 kommt Cyrano de Bergerac auf die Welt. Cyrano schreibt unter anderem zwei Romane, die in den Bereich Science-Fiction gehören – er gilt als einer der Begründer dieser Gattung. Eine englischsprachige Fassung eines dieser Romane kann man hier finden, die französischsprachige hier, einen Beitrag über das Buch hier. Viel bekannter ist er aber als Figur eines Theaterstücks von Edmond Rostand. Dort hat er – im Gegensatz zum echten Cyrano – eine lange Nase und ist unsterblich in Roxane verliebt. Was der „echte“ Cyrano allerdings hat: eine echt scharfe Zunge und viel Wortwitz. Seinen Roman werde ich auf jeden Fall lesen! Welchen Cyrano bevorzugt Ihr?

Ob Rostands Cyrano wegen seines Liebeskummers Schmerzen hatte? Am 6. März 1899 wird ein Mittel im Warenzeichenregister eingetragen, das ihm helfen könnte – Aspirin!

Am 6. März 1933 hält Eleanor Roosevelt als erste First Lady eine Pressekonferenz im Weißen Haus. In den Gesprächen mit weiblichen Reporterinnen geht es unter anderem um die Rolle der Frau in der Politik.

Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Wortwitz und schöner Überraschungen.

5. März

Am 5. März 1046 macht sich Nashir Khusraw auf den Weg – er will durch die islamische Welt reisen. Sieben Jahre wird seine Reise durch den „Mittleren Osten“ dauern. Während seiner langen Reise führt er Tagebuch – aus seinen Aufzeichnungen entsteht ein Buch, das man in der englischen Fassung hier lesen kann. Es ist spannend, in den Reiseberichten aus einer so lange vergangenen Zeit zu blättern.

Am 5. März 1871 kommt Rosa Luxemburg im damals russisch besetzten Polen zur Welt. Sie wächst unter einfachen Bedingungen auf und wird eine führende Stimme der Arbeiterbewegung, sie kämpft für soziale Gerechtigkeit und politische Freiheit. Heute trägt eine politische Stiftung ihren Namen.

Am 5. März 1931 wird das Stück „Der Hauptmann von Köpenick“ von Carl Zuckmayer im Deutschen Theater Berlin uraufgeführt. Zuckmayer erzählt in dem Stück eine Geschichte, die sich 1906 tatsächlich in Köpenick (damals wohl noch als Cöpenick geschrieben) ereignet hat. Bis Januar 1933 wird das Stück an vielen Theatern gespielt, die Machtübernahme der Nationalsozialisten setzt diesem Erfolg ein Ende, die Aufführung von Zuckmayers Stücken wird verboten. Nach 1945 ist das glücklicherweise wieder anders, bei mir ist das Stück dann sogar Schullektüre im Deutschunterricht.

Am 5. März 1900 kommt Lilli Jahn geborene Schlüchterer in Köln zur Welt. Sie studiert Medizin, arbeitet als Assistenzärztin und führt nach der Hochzeit zusammen mit ihrem Mann Ernst in Immenhausen eine Hausarztpraxis. Dass sie Jüdin ist, ist bis 1933 kein Thema. Bis 1942 lebt sie in einer relativ privilegierten Mischehe, da ihr Mann Ernst nicht jüdisch ist. Als Hausärztin kann sie aber nicht mehr arbeiten.  1942 verliebt sich Ernst in eine andere Frau, die auch ein Kind von ihm bekommt. Ernst bittet Lilli um die Scheidung und sie stimmt zu. Damit ist sie nicht mehr geschützt. Sie muß zunächst Immenhausen verlassen, 1943 wird sie verhaftet und 1944 schließlich nach Ausschwitz deportiert. Was aber bleibt sind ihre Briefe – sie hat in dieser Zeit viele Briefe mit ihren Kindern ausgetauscht. Ihr Enkel Martin Doerry veröffentlicht einen Teil dieser Briefe in dem wunderbaren Buch Mein verwundetes Herz.

Damit wünsche ich Euch einen Abend, an dem es etwas Positives für Euch gibt.

4. März

Der 4. März 1226 ist ein Aschermittwoch. An diesem Tag wird die Stadt Hamm gegründet. Heute kennt man Hamm vor allem als den Ort, an dem üblicherweise (nur im Moment nicht) die ICEs von und nach Berlin getrennt oder vereinigt werden. Interessanterweise ist die Gründung von Hamm die Folge einer schlimmen Tat, nämlich eines Mordes – im Jahr 1225 hat nämlich Friedrich von Isenberg den Kölner Erzbischof Engelbert von Berg in einem Hohlweg bei Gevelsberg umgebracht. Nach seinem Tod geschehen dort wohl Wunder. Zu dem Mord gibt es bis zum 29.03.2026 eine Ausstellung im Essener Domschatz. Und die Stadt Hamm feiert natürlich ihr Jubiläum – 800 Jahre!

Am 4. März 1922 wird der Stummfilm „Nosferatu – Symphonie des Grauens“ in Berlin uraufgeführt. Mehr Informationen zu diesem Film findet man hier. Bis in unsere Zeit hat der Film nur wegen einiger Raubkopien im In- und Ausland überlebt, der Film und die offiziellen Kopien müssen wegen fehlender Nutzungsrechte am Roman von Bram Stoker vernichtet werden…….

Am 4. März 1774 sieht der Astronom, Musiker und Komponist William Herschel (als Friedrich Wilhelm Herschel in Hannover zur Welt gekommen) zum ersten Mal den Orionnebel.

Am 4. März 1678 kommt Antonio Vivaldi in Venedig zur Welt. Mit dem Frühling aus seinen berühmten „Vier Jahreszeiten“ wünsche ich Euch einen frühlingshaften Abend.

 

3. März

Am 3. März 1994 startet in Deutschland der Film Schindlers Liste. Ein Film, der mich sehr bewegt – sowohl die darin erzählte Geschichte als auch die unvergleichlich schöne Musik von John Williams. Dazu passt dann auch das Buch von Thomas Keneally Schindlers Liste, in dem er erzählt, wie es überhaupt zu dem Film gekommen ist – auch das ist sehr bewegend und lesenswert.

Am 3. März 1918 wird – unter anderem zwischen Deutschland und Russland – der Friedensvertrag von Brest-Litowsk geschlossen. Damit werden Finnland, Polen, die baltischen Staaten und die Ukraine unabhängig.

Am 3. März 1849 wird Leonhard Tietz in der Provinz Posen geboren. Er wird (wie sein Bruder Oscar Tietz) eine große Warenhauskette gründen, die später (im Zuge der „Arisierung“ in Kaufhof umbenannt wird). Relativ früh gründet er eine Filiale in Elberfeld, das Gebäude existiert immer noch (allerdings mittlerweile ohne „Kaufhof“).

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Gedanken.

2. März

Am 2. März 1545 kommt Thomas Bodley in Exeter zur Welt. Seine Familie ist streng protestantisch. Im Jahr 1555 folgt die katholische Mary Tudor ihrem Vater Heinrich VIII. auf den englischen Thron und die Familie muß aus England fliehen und verbringt eine gewisse Zeit im Herzogtum Kleve. Als er zwölf Jahr alt ist zieht die Familie in das calvinistische Genf. Dort erhält Thomas eine gute Schulausbildung. Erst als Elizabeth auf den Thron folgt, kehrt die Familie nach England zurück. Er studiert in Oxford und geht – unter anderem als Diplomat – in den Staatsdienst. 1597 scheidet er aus dem Staatsdienst aus, um sich dem Aufbau und der Erweiterung der Universitätsbibliothek in Oxford zu widmen – die nach ihm „Bodleian Library“ heißt. Er trifft eine Vereinbarung mit den Buchhändlern, dass die Bibliothek von jedem in England veröffentlichten Buch ein Freiexemplar erhält. Ab 1911 wird diese Vereinbarung durch den Copyright Act weitergeführt – die Bibliothek hat auch danach einen Anspruch auf ein Pflichtexemplar, das allerdings von den jeweiligen Verlagen angefordert werden muß.

Ebenfalls am 2. März – allerdings im Jahr 1824 kommt Bedřich Smetana (geboren als Friedrich Smetana) in Böhmen zur Welt. Er wird ein bedeutender Komponist – sein Stück „Die Moldau“ dürften viele Menschen kennen und lieben. Ich mag das Stück jedenfalls sehr.

Heute ist das Stück „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist ziemlich bekannt, es wird auch oft im Theater aufgeführt. Als am 2. März 1808 die Uraufführung am Hoftheater in Weimar stattfindet – unter der Leitung von Johann Wolfgang von Goethe – ist das anders, die Uraufführung ist ein Debakel, das höfische Publikum hält das Stück für Bauerntheater. Erst die „Nachwelt“ weiß das Stück zu schätzen.

Am 2. März 1807 beschließt der US-amerikanische Kongress ein wichtiges Gesetz – nämlich ein Verbot des internationalen Sklavenhandels. Darum geht es allerdings erst einmal nur um den Import von Sklaven, der Verkauf in den USA selbst ist noch gestattet. Aber immerhin – es ist ein erster wichtiger Schritt.

Am 2. März 1903 eröffnet in New York das erste Hotel für Frauen – es hat mehr als 400 Zimmer.  Am Tag der Eröffnung ist das Hotel schon ausgebucht – tatsächlich ein großer Erfolg.

Damit wünsche ich Euch einen ruhigen und friedvollen Abend.

1. März

Für mich als Wuppertalerin ist der 1. März 1901 ein besonderer Tag – an diesem Tag wird die Schwebebahn offiziell in Betrieb genommen. Seit meiner Kindheit fahre ich mit der Schwebebahn – immer wieder gerne. Ich mag den Blick auf die Wupper, in die Hinterhöfe und das Gefühl tatsächlich zu schweben.

Eigentlich ist der 1. März ein guter Tag für „Anfänge“, denn bis in das Jahr 153 vor Christus beginnt das Kalenderjahr im März. Es fällt uns heute nur dann noch auf, wenn wir darüber nachdenken, warum der September „September“ heißt – darin steckt nämlich mit „septem“ die Zahl „sieben“. Und weil wir gerade beim Thema Kalender sind: im Jahr 1700 übernehmen Dänemark und die protestantischen Teile des Heiligen Römischen Reiches und im Jahr 1753 auch Schweden den gregorianischen Kalender. Auf den 18. Februar (beziehungsweise im Jahr 1753 auf den 17. Februar) folgt sofort der 1. März.

Am 1. März 1882 eröffnet in Gera das erste Geschäft von Hermann Tietz, später als Warenhauskette unter dem Namen „Hertie“ bekannt. Während meiner Kindheit und Jugend gab es auch in Wuppertal eine Hertie-Filiale, in der ich sogar ziemlich oft etwas gekauft habe.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten und verheißungsvollen Anfängen.

28. Februar

Der zweite Monat ist geschafft. Mal sehen, wie weit ich komme…… Aber erst einmal kommt der heutige Beitrag.

Am 28. Februar 1533 kommt Michel de Montaigne zur Welt. Ich entdecke seine Essays während meines Auslandssemesters in Clermont-Ferrand. Die Bücher stehen noch heute in der französischen Sprachfassung in meinem Bücherregal. Wirklich nahe komme ich Montaigne aber mit dem Buch von Sarah Bakewell „Wie soll ich leben? Oder Das Leben Montaignes in einer Frage und zwanzig Antworten.“ Ich lese das Buch im Zug und selten habe ich so oft Gespräche mit Unbekannten über ein Buch geführt, wie bei diesem Buch. Es ist wirklich ein wunderbares Buch. Irgendwie ist Montagine der erste Blogger – nur halt noch ohne Blog. Diesen Gedanken findet man auch in einigen lesenswerten Blogbeiträgen, hier zum Beispiel, hier und hier. Und ja – vielleicht sollte ich auch mal wieder in den Büchern blättern……

Montaigne ist in seinem Leben auch relativ viel gereist – so zum Beispiel nach Italien, in die Schweiz und nach Deutschland. Während dieser Reise hat er Tagebuch geführt und dabei auch etwas über „Ausweise“ aufgeschrieben. Das Thema „Ausweise“ wird Bertolt Brecht in den 1940er Jahren in seinen „Flüchtlingsgesprächen“ aufgreifen. Am 28. Februar 1933 fliehen Helene Weigel und er jedenfalls nach Prag.

Ausweise sind auch im heutigen Europa ein Thema. Manches ist über die Jahrzehnte leichter geworden, anderes in den letzten Jahren schwieriger. Am 28. Februar 1986 unterzeichnen zwölf Mitgliedsstaaten die „Einheitliche Europäische Akte“ – damit soll der Binnenmarkt (mit dem freien Verkehr von Personen) bis zum 31.12.1992 verwirklicht werden.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Fragen und Antworten.