22. Oktober

Wieder einen Tag weiter und einen Tag dem Jahresende näher. Die heutigen Beiträge verbindet die Tatsache, dass Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt „nein“ gesagt haben. Das mag auf den ersten Blick nach wenig klingen, aber ein „nein“ zum richtigen Zeitpunkt kann schon sehr bedeutend sein. Selbst wenn es nicht wortwörtlich ausgesprochen wird, sondern nur durch die Tat erfolgt.

Beginnen wir mit Johann Reinhold Forster. Er kommt am 22. Oktober 1729 in Dirschau zur Welt. Eigentlich soll er – der Familientradition folgend – an der Universität Halle Rechtswissenschaften studieren. Aber das will er nicht. Er fängt mit Theologie an (für seinen Vater gerade noch akzeptabel), besucht aber medizinische Vorlesungen (das wäre sein Wunschfach gewesen). Tatsächlich wird er am Ende ein Naturwissenschaftler und Entdecker, der sogar Reisen nach Russland, England und in die Südsee unternimmt, auf der zweiten Expeditionsreise von James Cook ist er mit seinem Sohn dabei. Beide haben während der Reise Bordjournale geführt, aus denen später Bücher wurden. Das Buch von Johann Reinhold Forster findet man hier.

Am 22. Oktobr 1907 kommt Emilie Schindler als Emilie Pelzl in Mähren zur Welt. 1928 heiratet sie Oskar Schindler, der spätestens seit dem Film „Schindler’s Liste“ bekannt ist. Aber seine Aktivitäten während der NS-Zeit wären ohne die Unterstützung von Emilie Schindler gar nicht denkbar. Schon früh hilft sie ihm bei der Versorgung der Zwangsarbeiter*innen. Auch sie sagt also – zumindest ab einem bestimmten Zeitpunkt – „nein“ zu dem, was passiert. Zum Beispiel nimmt sie im Januar 1945 in Abwesenheit ihres Mannes circa 100 jüdische Menschen in die Fabrik auf, die in einem Güterwagen auf ihren Abtransport nach Auschwitz gewartet hatten. Sie eröffnet in der Fabrik ein Lazarett und pflegt die Kranken und Verwundeten. 1993 wird sie als Gerechte unter den Völkern ausgezeichnet.

Am 22. Oktober 1964 wird Jean Paul Sartre der Literaturnobelpreis zuerkannt. Aber er will ihn nicht. Ein Skandal. Zumal die Begründung, die er auf eine Nachfrage liefert, nicht unbedingt freundlich ist: „Weil ich nicht einsehe, warum 50 alte Herren, die schlechte Bücher schreiben, mich auszeichnen sollten. Die Leser sollen sagen, was ich wert bin. Nicht diese Herren!“ Er möchte wohl auch nicht vereinnahmt werden. Seiner Bekanntheit hat die Ablehnung sicherlich nicht geschadet.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Entscheidungen – auch oder gerade, wenn die Entscheidung ein „nein“ oder ein „Schwimmen gegen den Strom“ ist.

 

21. Oktober

Heute nur ein sehr kurzer Beitrag, denn es ist später als sonst…..

Am 21. Oktober 1833 kommt Alfred Nobel in Stockholm zur Welt. Er wird ein Chemiker und ein Erfinder. Über 350 Patente werden ihm erteilt, unter anderem für den von ihm erfundenen Sprengstoff Dynamit. Der Austausch und der Briefwechsel mit Bertha von Suttner regen ihn zur Stiftung des nach ihm benannten Nobelpreises an.

Am 21. Oktober 1854 reist Florence Nightingale mit einer Gruppe von Krankenschwestern nach Scutari, um Soldaten im Krimkrieg zu versorgen. Die klimatischen und sanitären Bedingungen sind „schwierig“, viele Soldaten erkranken an Cholera, Ruhr und anderen Durchfallerkrankungen. Eine Herkulusaufgabe, die sie jedoch sowohl pflegerisch als auch organisatorisch gut meistert. Hier gibt es einen Bericht aus türkischer Sicht.

Am 21. Oktober 1901 kommt Margarete Buber-Neumann als Margarete Thüring in Potsdam zur Welt. Nach dem Ende der NS-Zeit wird sie eine politische Publizistin. Politisch ist sie zunächst Kommunistin, dann Sozialdemokratin und schließlich Christdemokratin. Während der NS-Zeit wird sie mit ihrem Mann aus der Schweiz nach Russland abgeschoben. Dort wird sie zu 5 Jahren Lagerhaft verurteilt und 1940 nach Deutschland ausgeliefert, in  das KZ Ravensbrück, im April 1945 wird sie entlassen. Sie überlebt. Und schreibt.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit dem Mut, gute Entscheidungen zu treffen und an das Gute im anderen Menschen zu glauben.

20. Oktober

Mit dem heutigen Beitrag sind fast zwei Drittel dieses Monats „vorbei“. Ich bin mit diesem „Jahresprojekt“ immerhin schon weit gekommen. Mal sehen, wie weit ich tatsächlich kommen werde….

Am 20. Oktober 1806 reicht Johanna Schopenhauer der gerade frisch verheirateten Christiane von Goethe mit den folgenden Worten eine Tasse Tee: „Wenn Göthe ihr seinen Namen giebt, können wir ihr wohl eine Tasse Thee geben.“ Man könnte durchaus sagen, dass das die berühmteste Tasse Tee in Weimar ist.

Am 20. Oktober 1917 kommt Stéphane Frédéric Hessel als Stefan Friedrich Kaspar Hessel in Berlin zur Welt. Ab 1924 lebt die Familie in Paris und Hessel wird Franzose. Während der NS-Zeit kämpft er für die Résistance und kommt im Oktober 1944 mit einem Todesurteil ins KZ Buchenwald. Er überlebt, weil er den Namen eines Sterbenden annehmen kann (in seiner Autobiographie „Tanz mit dem Jahrhundert“ schildert er die näheren Umstände). Nach der NS-Zeit wird er ein Diplomat, ein politischer Aktivist, ein Essayist und ein Lyriker. Eine sehr beeindruckende Persönlichkeit!

Am 20. Oktober 1971 erfährt Willy Brandt, dass er den Friedensnobelpreis erhält. Als Begründung wird seine Versöhnungspolitik angeführt, dazu gehört – natürlich – auch der Kniefall in Warschau im Dezember 1970.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit der richtigen Entscheidung und Handlung zur rechten Zeit.

19. Oktober

Am 19. Oktober 1806 heiraten Christiane Vulpius und Johann Wolfgang von Goethe nach 18 Jahren wilder Ehe. Für Weimar eine skandalöse Beziehung, viele lästern in den Jahren vor der Eheschließung über Christiane Vulpius, Goethe aber widmet ihr völlig unbeirrt Liebesgedichte. Eine schöne Geschichte!

Am 19. Oktober 1879 wird die 5. Orgelsinfonie von Charles Widor in Paris uraufgeführt, Widor spielt selbst die Orgel. Besonders bekannt und berühmt ist die Toccata aus dieser Sinfonie, ich habe sie tatsächlich auch vor kurzem in einem Orgelkonzert gehört (vermutlich in Herford). Hier kann man die Toccata hören.

Am 19. Oktober 1901 findet in Liverpool die Premiere vom Pomp Circumstances March Nr. 1 statt – komponiert von Edwar Elgar.  Nach fast 2 Minuten kommt der Teil den die meisten vermutlich kennen werden (und den ich sehr mag). Elgar wird in der Folge noch weitere 4 Märsche unter „Pomp and Circumstances“ komponieren.

Am 19. Oktober 1965 findet eine interessante Theateraufführung statt: im Rahmen einer Ring-Uraufführung wird das Stück „Die Ermittlung“ von Peter Weiss gleichzeitig in 15 west- und ostdeutschen Theatern sowie in London uraufgeführt. Das Theaterstück (ein Oratorium in 11 Gesängen) thematisiert den ersten Frankfurter Auschwitzprozess mit den Mitteln des dokumentarischen Theaters. Hier kann man sich das Stück anschauen.

Am 19. Oktober 1972 erhält Heinrich Böll den Literaturnobelpreis. Verdient, denke ich – auch wenn ich nicht alle Werke von ihm kenne, aber doch einige.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit dem Mut zu offenen Worten und neuen Verbindungen und Kombinationen.

18. Oktober

Am 18. Oktober 1571 wird Wolfgang Ratke in Holstein geboren. Er studiert in Rostock und in den Niederlanden, lernt mehrere Sprachen und wird ein Pädagoge. Im Laufe der Zeit entwickelt er eine Lehrmethode – vor allem für den Sprachunterricht. Ausgangspunkt soll dabei – und das ist zumindest in Deutschland neu – die deutsche Sprache (also die Muttersprache) sein. Zusätzlich führt er den Begriff der Didaktik ein, Comenius wird sich unter anderem daran orientieren.

Am 18. Oktober 1741 kommt Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos in Amiens zur Welt. Er wird ein berühmter Schriftsteller (oder sollte ich jetzt eher „berüchtigter“ Schriftsteller schreiben). Seinen Ruhm verdankt er einem einzigen Werk – den „Gefährlichen Liebschaften“ (oder auch „Les Liaisons Dangereuses“). Spektakulär, oder? Im Jahr 1782 ist das Buch jedenfalls ein Skandalerfolg, die erste Auflage ist nach wenigen Wochen ausverkauft.

Am 18. Oktober 1896 wird Friedrich Hollaender in London geboren. Er wird ein bekannter Revue- und Tonfilmkomponist. Viele bekannte Stücke stammen von ihm, so auch „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, das Marlene Dietrich gesungen hat.

Am 18. Oktober 1922 wird die British Broadcasting Corporation – besser bekannt unter dem Kürzel „BBC“ – in London gegründet. Damit ist die BBC die älteste nationale Rundfunkanstalt der Welt. Interessant ist, dass hinter der Gründung der BBC die Idee steckt, den Absatz von Rundfunkgeräten durch ein Rundfunkprogramm zu steigern.

Am 18. Oktober 1997 wird das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe eröffnet. Aus der Ferne betrachtet (ich war noch nicht dort) ist es ein interessanter Ort für die Beschäftigung mit Themen rund um neue Medien, Technologien (ja, auch KI) und Kunst. Hier kann man sich über das Programm informieren.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Klängen und guten Worten.

 

17. Oktober

Am 17. Oktober 1810 findet im Prinzip das erste Oktoberfest in München statt. Mit dem, was heute unter „Oktoberfest“ verstanden wird, hat es allerdings wenig zu tun. Im Oktober 1810 findet eine königliche Hochzeit statt. Nämlich die Hochzeit des bayerischen Thronfolgers Ludwig (der später König Ludwig I. wird) mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Tagelang wird in München gefeiert. Den Abschluß bildet am 17. Oktober ein Pferderennen auf einem Gelände außerhalb der Stadt. Das Gelände wird zur Ehren der Braut „Theresienwiese“ genannt. Auch im Jahr danach findet dort ein Pferderennen statt und ein Landwirtschaftsfest und so entwickelt sich im Laufe der Zeit das „Oktoberfest“ (das irgendwann wetterbedingt in den September verlegt wird……).

Am 17. Oktober 1915 kommt Arthur Miller in New York City zur Welt. Er wird ein Schriftsteller und Drehbuchautor. Schon während meiner Schulzeit begegnet er mir mit „Death of a Salesman“ (Tod eines Handlungsreisenden). Einige Jahre später habe ich – zur Vorbereitung auf einen Theaterbesuch – auch „The Crucible“ (Hexenjagd) gelesen, in dem es um die Ereignisse im amerikanischen Salem im Jahr 1692 geht. Sehr eindrucksvoll und gleichzeitig bedrückend.

Im 17. Oktober 1920 kommt Miguel Delibes im spanischen Valladolid zur Welt.  Er studiert Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaften und wird dann ein Karikaturist, Journalist und Schriftsteller. Ich habe mir vor vielen Jahren aus Spanien das Buch „Cinco horas con Mario“ mitgebracht (Fünf Stunden mit Mario) – ein wirklich interessantes Buch, über das man hier (in englischer Sprache) mehr erfahren kann.

Damit wünsche ich einen Abend mit gut verbrachter Zeit und guten Gesprächen.

16. Oktober

Zwei interessante aber auch anstrengende Tage liegen hinter mir. Dementsprechend bin ich – schon wieder – ziemlich müde. Aber ein paar Zeilen möchte ich doch schreiben und immerhin habe ich dann minimal mehr als die Hälfte des Monats „geschafft“.

Am 16. Oktober 1854 kommt Oscar Wilde in Dublin zur Welt. Die Schul- und Universitätszeit verbringt er in Irland, danach zieht er nach London und wird ein bedeutender Schriftsteller und Dramatiker. Ich mag seine Werke sehr. Insbesondere seinen einzigen Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“ (englisch: The Picture of Dorian Gray) finde ich herausragend. Das Buch habe ich auch schon öfter verschenkt oder empfohlen. Unvergessen ist natürlich auch „Das Gespenst von Canterville“.

Am 16. Oktober 1906 landet der Schuhmacher Friedrich Wilhelm Voigt einen großen Coup, der ihn im Prinzip unsterblich macht: er erscheint in der Uniform eines Hauptmanns im Norden Berlins und unterstellt einen Trupp von Soldaten seinem Kommando. Mit diesen Soldaten fährt er dann mit der Stadtbahn nach Köpenick (na, schon gemerkt, worum es geht….?). Er lässt die Soldaten das Rathaus besetzen und verhaftet den Bürgermeister und ein paar Bedienstete der Stadt. Draußen helfen Polizisten bei der vermeintlichen Militäraktion, in dem sie die Umgebung abriegeln. Voigt lässt sich die Stadtkasse bringen, das darin befindliche Geld nimmt er gegen die Ausstellung einer Quittung an sich. Schließlich verschwindet er nach Berlin. Ja, den Hauptmann von Köpenick hat es wirklich gegeben – eine faszinierende Geschichte (die vermutlich in Gestalt des Dramas von Carl Zuckmayer auch immer noch im Deutschunterricht vorkommt….).

Am selben Tag an dem der Hauptmann von Köpenick „das Licht der Welt erblickt“, kommt in San Pellegrino Dino Buzzati zur Welt. Er wird ein Journalist und Schriftsteller. Als ich vor einigen Jahren in Italien im Urlaub war habe ich – natürlich – auch einige Buchhandlungen besucht. Dabei habe ich ein wunderbares Buch von Buzzati entdeckt (in italienischer Sprache, aber es liegt auch in einer deutschen Übersetzung vor): Wie die Bären einst Sizilien eroberten. Ich konnte bei dem Titel (La famosa invasion degli orsi in Sicilia) schlicht und einfach nicht an dem Buch vorbeigehen……

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit wunderbaren Geschichten, die Euch zum Hoffen und Träumen verleiten.

15. Oktober

Mit dem heutigen Beitrag habe ich fast die Hälfte dieses Monats geschafft. Wobei mich dieser Monat durchaus an die Grenzen meiner Möglichkeiten bringt. Auch jetzt sitze ich ziemlich müde vor dem Rechner und versuche, ein paar Zeilen zu schreiben. Ja, ich könnte aufhören. Aber noch kann ich mich überwinden. Also weiter.

Der 15. Oktober 1582 ist der erste „neue“ Tag im gerade eingeführten gregorianischen Kalender. Die Tage zwischen dem 4. Oktober und dem 15. Oktober fallen einfach weg. Auf Donnerstag, den 4. Oktober 1582 folgt also Freitag der 15. Oktober 1582.

Am 15. Oktober 1842 wird Karl Marx (ja, genau der!) Chefredakteur der Rheinischen Zeitung in Köln. Er sorgt für eine radikalere Ausrichtung des Blattes und ruft damit die Zensurbehörden auf den Plan…..

Und noch einmal Köln, denn am 15. Oktober 1880 wird in Köln – nach über 600 Jahren Bauzeit – der Kölner Dom offiziell vollendet. Was lange währt…..

Am 15. Oktober 1844 kommt Friedrich Nietzsche in Röcken (das heute ein Ortsteil der Stadt Lützen in Sachsen-Anhalt ist) zur Welt. Er wird ein Philosoph und Philologe und auf eigenen Wunsch auch lange ein Staatenloser. Faszinierend, dass gerade das mir auffällt. Aber um ehrlich zu sein, habe ich bisher zwar gelegentlich etwas über ihn aber noch nicht wirklich etwas von ihm gelesen.

Das gilt auch für Michel Foucault, der am 15. Oktober 1926 in Poitiers zur Welt kommt. Er wird ein Philosoph. Interessant ist, dass Foucault wohl von Nietzsche und seinem Denken besonders geprägt wurde, aber auch Hegel und Kant waren für ihn wichtig. Bei Foucault denke ich vor allem an sein Werk „Überwachen und Strafen“, das Buch müßte ich sogar hier irgendwo haben.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit herausfordernden Fragen und überraschenden Antworten.

14. Oktober

Der Morgen hat heute gut begonnen – mein „Shadowban“ wurde aufgehoben. Trotzdem komme ich erst jetzt dazu, einen kurzen Beitrag zu schreiben. Manche Tage haben halt eine andere Dynamik als gedacht oder geplant.

Am 14. Oktober 1279 schließen der Erzbischof von Köln und das Haus Jülich in Pingsheim den „Pingsheimer Frieden“. Ich wußte bis eben nicht einmal, dass es einen Ort mit dem Namen „Pingsheim“ gibt…. Aber in der Nähe gibt es ein paar Burgen, das könnte etwas für mich sein.

Am 14. Oktober 1655 wird in Duisburg – nach langer Planung und Vorbereitung – die Universität feierlich eröffnet, an diesem Tag nimmt sie auch ihren Lehrbetrieb auf. Heute wird sie als „Alte Universität“ bezeichnet. Sie besteht bis zum Jahr 1818.

Am 14. Oktober 1888 kommt Katherine Mansfield in Wellington in Neuseeland zur Welt. Sie wird eine Schriftstellerin, die vor allem kurze Geschichten schreibt. Und mit diesen kurzen Geschichten ist sie auch häufiger in meinen Englischkursen „aufgetreten“.

Am 14. Oktober 1906 kommt Hannah Arendt in Linden (das heute zu Hannover gehört) zur Welt. Sie wird eine Philosophin, eine politische Theoretikerin und eine Publizistin. Vor allem aber wird sie diejenige, die nach der NS-Zeit die Stimme erhebt – mündlich und schriftlich. Gerade jetzt ist eine gute Zeit, ihre Werke zu lesen und darüber auch nachzudenken.

Am 14. Oktober 1926 erscheint Winnie-the-Pooh – also konkret das Buch mit den Geschichten von A. A. Milne über Winnie-the-Pooh (Pu der Bär) in London beim Verlag Methuen. Wenig überraschend habe ich hier irgendwo auch etwas mit Winnie-the-Pooh…..

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit dem Mut, Eure Stimme für das Gute zu erheben und mit der Erinnerung an gute und schöne Dinge, die Euch begleiten.

13. Oktober

Am 13. Oktober 1821 kommt Rudolf Virchow in Pommern zur Welt. Er wird – unter anderem – ein Arzt, Pathologe und liberaler Politiker. Er beschäftigt sich intensiv mit Zellen, mit der Entstehung von Thrombosen und wird sowohl der Begründer der Zellularpathologie als auch der modernen Pathologie. Gleichzeitig ist er auch der Begründer der modernen Sozialhygiene. Im Zusammenhang mit der Untersuchung einer Flecktyphus-Epidemie empfiehlt er die Versorgung der Bevölkerung mit Arznei- und Lebensmitteln und fordert als Folge Demokratie sowie „Bildung mit ihren Töchtern Freiheit und Wohlstand“. Das passt auch heute!

Der 13. Oktober ist übrigens – seit 2009 – der Internationale Tag der Katastrophenvorbeugung. Ein sehr wichtiger und sinnvoller Tag. Thema diesen Jahres ist „Resilienz startet zu Hause“.

Am 13. Oktober 1884 wird auf der Internationalen Meridian-Konferenz in Washington D. C. der Greenwich-Meridian als internationaler Nullmeridian eingeführt. Das ist zu dem Zeitpunkt auch wichtig für die Festlegung der Zeitzonen. Matthew Goodman beschreibt die „Entstehung“ der Zeitzonen sehr interessant in seinem Buch „80 days“ (das ich vor ein paar Jahren  gelesen habe und sehr interessant fand).

Am 13. Oktober 1912 wird Arthur Schnitzlers Drama „Reigen“ in ungarischer Sprache in Budapest statt. Schnitzler hatte das Stück schon im Winter 1896/1897 geschrieben, in der Folge verschenkte er Privatdrucke dieses Stücks an Freunde. 1903 wird das Stück in Wien veröffentlicht und sofort ein Bestseller. Aufgeführt wird es tatsächlich aber erst 1912 in Budapest – der Autor ist dort nicht anwesend. Und ja, das Stück ist sehr interessant.

Damit wünsche ich einen Abend voller Ruhe, Frieden und interessanten Büchern.