1. Mai

Neuer Monat, neues Glück……

Der heutige Feiertag hat eine relativ lange Geschichte. Im 19. Jahrhundert ist der 1. Mai in einigen Ländern der sogenannte „moving day“. Das bedeutet, dass Arbeitsverhältnisse am 30. April enden und am 1. Mai neu für ein Jahr eingegangen werden. Am 1. Mai 1856 demonstrieren Arbeiter*innen in zahlreichen Städten Australiens für den 8-Stunden-Tag. Im Jahr 1884 fordern Gewerkschafter*innen in den USA zu einem mehrtägigen Generalstreik auf. Ziel sind faire Löhne und eine kürzere Arbeitszeit. Aber die Arbeitgeber sind wenig kompromißbereit und so kommt es am 1. Mai 1886 in Chicago zu einem weiteren Generalstreik. Es kommt zu heftigen Auseinandersetzungen, jemand wirft sogar eine Bombe in die Menge. Der Bombenwerfer kann nicht identifiziert werden. Trotzdem gibt es Durchsuchungen von Gewerkschaftsbüros und Zeitungsredaktionen, Festnahmen und sogar mehrere politisch motivierte Todesurteile. Auf dem Internationalen Arbeiterkongress im Juli 1889 in Paris wird beschlossen, dass der 1. Mai 1890 ein Gedenktag – konkret ein „Kampftag der Arbeiterbewegung“ sein soll. Dementsprechend wird der 1. Mai 1890 in der ganzen Welt mit Massenstreiks und Massendemonstrationen begangen.

Am 1. Mai 1707 (allerdings nach dem julianischen Kalender) entsteht durch den Act of Union (im Prinzip ein „Vereinigungsgesetz“) das Königreich Großbritannien und zwar mit den Bestandteilen England und Schottland. Mit dieser Vereinigung kann der drohende Staatsbankrott Schottlands abgewehrt werden.

Am 1. Mai 1808 wird in Bayern die „Konstitution für das Königreich Bayern“ erlassen. Sie enthält Grundrechte, so zum Beispiel die Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Gesetz, gleiche Steuerpflicht, die Abschaffung der Leibeigenschaft, Religionsfreiheit und in einem gewissen Ausmaß auch Pressefreiheit.

Am 1. Mai 1979 erhält Grönland eine Teilautonomie von Dänemark – dazu gehört vor allem ein eigenes Parlament und eine Regierung. Und während Grönland nach einem Referendum im Jahr 1982 aus der Europäischen Union (beziehungsweise damals noch der EG) ausgetreten ist, ist der 1. Mai 2004 das Datum der bisher größten Erweiterung der EU: an diesem Tag treten 10 Staaten  der EU bei.

Am 1. Mai 1775 wird die Porzellanmanufaktur Royal Copenhagen unter der Schirmherrschaft der Königin Juliane Marie gegründet. Sie besteht auch darauf, dass jedes einzelne Stück mit einem Fabrikstempel verstehen werden – drei handgemalten Wellen, die Dänemarks Wasserstraßen darstellen.

Am 1. Mai 1920 kommt Ralf Dahrendorf in Hamburg zur Welt. Er studiert Philosophie und klassische Philologie und wird anschließend Soziologe, Publizist und (das wir mir nicht bewußt) auch Politiker. Mir ist er vor allem als Autor des Buchs „Homo Sociologicus“ begegnet.

Damit wünsche wünsche ich Euch einen fröhlichen und friedlichen Abend.

 

 

 

30. April

Vier Monate geschafft. Das ist gar nicht so schlecht. Mal sehen, wie weit ich komme!

Manche Menschen können gut verhandeln, manche nicht. Das erleben wir im Moment ja auch. Axel Oxenstierna, der schwedische Reichskanzler, kann es jedenfalls. Er ist mit dem Ergebnis eines Vertrages zwischen Frankreich und den protestantischen Ständen einschließlich Schweden nicht zufrieden. Also verhandelt er direkt mit Kardinal Richelieu und erreicht tatsächlich bessere Bedingungen, die am 30. April 1635 im Vertrag von Compiègne festgehalten werden. Und bei Richelieu muß ich natürlich an den Roman „Die drei Musketiere“ von Alexandre Dumas denken.

Am 30. April 1789 wird George Washington in New York als erster Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Die heutige Hauptstadt – Washington D.C. – wird erst während der Präsidentschaft von George Washington beschlossen und gegründet (und auch nach ihm benannt). Mehr über sein Wirken kann man hier hören.

Am 30. April 1803 kaufen die Vereinigten Staaten von Frankreich den Staat „Louisiana“. Dadurch verdoppelt sich die damalige Fläche der Vereinigten Staaten und das Land weitet sich nach Westen aus.

In die andere Richtung geht es am 30. April 1838 für Nicaragua: das Land erklärt an diesem Tag seine Unabhängigkeit.

Am 30. April 1986 wird das Musical „Linie 1“ im Berliner Grips-Theater uraufgeführt. Ich werde es ein paar Jahre später – während meines Studiums – in Köln im Theater sehen und sehr mögen. Einige der Lieder aus dem Musical begleiten mich schon lange. Auch heute wird es noch gespielt – natürlich in einer aktualisierten Version. Hier kann man eine kurze Dokumentation zur aktuellen Version schauen, hier eine Dokumentation zu einem älteren Jubiläum. Und hier kann man eines der Stücke hören, die ich besonders gerne mag (und witzig finde) – „Du sitzt mir gegenüber“.

Alles noch aus einer Zeit ohne Internet. Denn erst am 30. April 1993 gibt das Direktorium des europäischen Kernforschungszentrums CERN das World Wide Web kostenlos für die Öffentlichkeit frei. Ich werde im Sommer 1996 während meiner Referendarsstage in Washington D.C. das erste Mal davon profitieren und mich damit beschäftigen.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit spannenden Endeckungen offline und online.

 

29. April

Am 29. April 1429 kommt Jeanne d’Arc mit einem Proviantzug in der eingeschlossenen und belagerten Stadt Orléans an. Ein Erfolg – denn niemand hat ihr das so recht zugetraut. Zwar hat der Dauphin sie drei Wochen lang auf ihre Glaubwürdigkeit prüfen lassen – aber das sagt ja noch nichts darüber aus, ob das, was sie sagt, auch eintreten wird. Das ist ab dem 29. April 1429 anders.

Auch Charles Darwin kommt an. Allerdings mit der Beagle in Südamerika – am 29. April 1834 kann er vom Schiff aus die Anden in Patagonien sehen. Ein Moment, der sich ihm einprägt.

Eine Reise und damit eine Ankunft ist auch für Marietta Blau von Bedeutung. Sie ist sogar lebenswichtig. Marietta Blau kommt am 29. April 1894 in Wien zur Welt und ist eine österreichische Physikerin. Sie arbeitet und forscht im Bereich der Röntgenphysik und der Radioaktivität. Als Jüdin muß sie Wien 1938 verlassen. Zunächst geht sie nach Oslo. Auf Empfehlung von Albert Einstein nimmt sie 1939 einen Ruf an die Technische Hochschule von Mexiko City an. Dorthin kann sie auch ihre Mutter mitnehmen und sie so vor dem Holocaust retten. Zweimal wird sie für den Nobelpreis der Physik vorgeschlagen, beide Male bekommt sie ihn nicht. Ihre Arbeit bietet jedoch für einen anderen Forscher die Grundlage für dessen Nobelpreis…..

Um Ankommen oder unterwegs sein geht es auch beim „Elektromote“, das Werner Siemens am 29. April 1882 vorstellt. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine Art elektrisch betriebenen Oberleitungsbus – damals noch in Form einer Kutsche. Ziemlich visionär.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit gutem Ankommen und guten Aussichten.

 

28. April

Am 28. April 1947 macht sich Thor Heyerdahl – zusammen mit fünf anderen Menschen aus Norwegen – auf einem Floß aus Balsaholz, dem berühmten Kon-Tiki,  von Peru aus auf den Weg nach Polynesien. Niemand hält es für möglich, dass man mit so primitiven Mitteln von Südamerika aus die Südsee erreichen kann. Doch er schafft es. Was er nicht schafft: nachzuweisen, dass es eine genetische Verwandschaft zwischen den Menschen aus Polynesien und den Menschen aus Südamerika gibt. Mittlerweile gibt es auch dafür Hinweise. Aber unabhängig davon: was mich tatsächlich anspricht ist die Neugier und der Mut, den Gedanken auch in die Tat umzusetzen.

Man kann sagen, dass Thor Heyerdahl die Wissenschaftler*innen mit seinen Thesen provoziert und polarisiert. Mit Sprache macht das der am 28. April 1874 in Böhmen geborene Karl Kraus. Er wird auf viele Arten und Weisen mit Sprache arbeiten – unter anderem als Schriftsteller, als Satiriker, Aphoristiker und Dramatiker. Und immer eckt er an. Zum Beispiel mit „Die demolirte Literatur“ – einer satirischen Abrechnung auf die Wienerkaffeehauskultur. Danach mit der Zeitschrift Die Fackel.

Ganz anders verhält sich dagegen Shrek, das Schaf. Es möchte nicht geschoren werden und läuft deswegen immer wieder davon und versteckt sich. Sechs Jahre lebt es „ungeschoren“ (im wahrsten Sinne des Wortes) in den Bergen. Aber 2004 wird es dann doch von einer Schafhirtin gefunden und eingefangen. Am 28. April 2004 wird Shrek geschoren, die Wolle wiegt 27 kg. Spektakulär, oder?

Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Wärme, Mut und Wortwitz.

 

 

27. April

Der englische König George II. ist froh, dass der Österreichische Erbfolgekrieg vorbei ist. Nun möchte er den Aachener Frieden von 1748 gebührend feiern. Zur Feier findet am 27. April 1749 ein Feuerwerk im Green Park statt. Das Feuerwerk wird natürlich musikalisch begleitet – mit der Uraufführung der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel. Eine gelungene Kombination!

Am 27. April 1790 wird in Paris der „Club des Cordeliers“ gegründet – ein radikaler Club, der die Revolution vorantreiben möchte. Die Mitgliedschaft ist kostenlos und auch Frauen können Mitglieder werden. Seinen Namen hat der Club übrigens von seinem ersten Versammlungsort – einem Franziskanerkloster. Die Franziskaner tragen immer um den Bauch gebundene Stricke und werden deswegen als „Strickträger“ (also „cordeliers“) bezeichnet. Bekannter ist das Motto des Clubs: Liberté, Egalité, Fraternité.

Freiheit für alle bedeutet natürlich auch die Abschaffung der Sklaverei. In Frankreich passiert das – auch für die Kolonien – am 27. April 1848.

Der 27. April ist auch für Südafrika ein bedeutendes Datum – am 27. April 1994 tritt die neue Verfassung in Kraft. Gleichzeitig finden auch Wahlen statt. In Erinnerung an diesen wichtigen Moment in der südafrikanischen Geschichte ist der 27. April ein Feiertag, der „Freedom Day“.

Am 27. April 1961 erklärt das Land Sierra Leone seine Unabhängigkeit.

Am Abend des 27. April 1915  wird in Den Haag der Internationale Frauenkongress eröffnet. Mehr zu den Vorbereitungen und den Beteiligten kann man hier nachlesen.

Aus anderen Gründen bekannt ist die am 27. April 1827 in Irland geborene Mary Ward. Sie wird eine Naturwissenschaftlerin und die erste dokumentierte Verkehrstote in der Geschichte des Kraftfahrzeugverkehrs.

Am 27. April 1665 verkauft der blinde und verarmte Dichter John Milton sein Urheberrecht an seinem Werk „Paradise Lost“ für 10 Pfund Sterling. Ob der Betrag ihm tatsächlich hilft?

Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Freude und guten Ideen.

 

26. April

In einem auf den 26. April 1336 datierten Brief beschreibt der Dichter Francesco Petrarca seine Besteigung des Mont Ventoux. Die Familie von Petrarca muß während seiner Kindheit Florenz verlassen, da sein Vater Papstanhänger ist. Sie ziehen nach Avignon und Petrarca kann von dem Ort, an dem er wohnt, den Mont Ventoux sehen. Eines Tages – so erzählt er es in diesem Brief an einen Freund – macht er sich mit seinem Bruder und zwei Dienern auf den Weg. Petrarca erreicht den Gipfel und schildert sein Erleben des Aufstiegs. Dieser Bericht ist in mehrfacher Hinsicht interessant. Zum einen ist es der erste Bericht einer Bergbesteigung. Man könnte sagen, dass damit die Geschichte der „touristischen Bergbesteigung“ anfängt, zumindest habe ich das an einer Stelle gelesen. Viel wichtiger ist aber, dass in dieser Schilderung der Beginn der Renaissance steckt – in der Beschreibung der Natur- und Selbsterfahrung. Ebenso spannend ist dann aber auch die Frage, ob Petrarca den Berg wirklich bestiegen hat…….

Sicher ist aber, dass Nikolaus Kopernikus am 26. April 1514 den Planeten Saturn beobachtet.

Am 26. April 1840 erscheint die Bearbeitung der Geschichte „Der Hase und der Igel“ von Wilhelm Schröder im Hannoverschen Volksblatt. Die Gebrüder Grimm übernehmen das Märchen schon kurze Zeit später für ihre Sammlung.

Am 26. April 1925 erscheint postum der von Max Brod herausgegebene unvollendete Roman „Der Prozess“ von Franz Kafka. Damit verstößt Max Brod eigentlich gegen den erklärten Willen von Franz Kafka, denn er sollte Kafkas Schriften nach dessen Tod vernichten. Er tut aber das Gegenteil und greift gleichzeitig in das Werk ein, denn da es nicht fertig ist, ist auch die Anordnung der „Kapitel“ nicht festgelegt.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten und fröhlichen Gedanken.

25. April

Am 25. April 1974 beginnt in Portugal die Nelkenrevolution. Was so „schön“ klingt, ist ein Militärputsch gegen die autoritäre Diktatur des seit 1933 bestehenden Salazar-Regimes. Tatsächlich hat der Putsch beziehungsweise die Revolution diesen Namen bekommen, weil Unterstützer*innen den aufständischen Soldaten rote Nelken in die Gewehrläufe stecken.

Am 25. April 1976 tritt in Portugal die neue demokratische Verfassung in Kraft. Das steht in Artikel 296. Am gleichen Tag finden auch demokratische Wahlen statt.

Am 25. April 1507 erscheint im lothringischen St. Dié eine neue Weltkarte von Martin Waldseemüller. Diese Weltkarte ist vor allem deswegen besonders, weil sie einen neuen Erdteil enthält – America.

Am 25. April 1719 erscheint das Buch „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe. Es ist das erste Werk von Daniel Defoe. Defoe ist zu diesem Zeitpunkt knapp 60 Jahre alt und ziemlich erfolglos. Das ändert sich mit dem Erscheinen dieses Buches. Defoe selbst hat das, was er erzählt nicht erlebt. Trotzdem ist die Geschichte nicht komplett erfunden. Vermutlich hat Defoe die Geschichte von Alexander Selkirk seinem Buch zugrundegelegt. Der verbringt 1580 Tage alleine auf einer Insel. Warum das so ist, kann man hier nachlesen.

Und weil Schiffe damals vor allem aus Holz gemacht werden, ist der seit 1952 existierende Tag des Baumes, der jedes Jahr am 25. April stattfindet, sehr passend, denn es geht bei diesem Tag auch darum, eine Übernutzung des Waldes zu verhindern.

In der Nacht vom 25. April auf den 26. April 1792 komponiert Claude Joseph Rouget de Lisle die Marseillaise. Der französische Hauptmann befindet sich in Straßburg, als die französische Nationalversammlung Österreich den Krieg erklärt. Alle sind sich einig: man braucht ein Lied, um in den Kampf zu ziehen. Rouget de Lisle schreibt es. Soldaten aus Marseille singen es im Juli 1792 beim Einzug nach Paris und seitdem wird es als „Marseillaise“ bezeichnet.

Damit wünsche ich Euch einen klangvollen Abend.

24. April

Am 24. April 1961 wird die Vasa aus der Ostsee vor Stockholm gehoben. 1628 ist sie nach nur 1300 Metern versunken. Dabei sollte sie das mächtigste Schiff der Ostsee sein. Aber gut: jetzt hat sie ein eigenes spektakuläres Museum (und ich war sogar schon dort).

Am Abend des 24. April 1974 wird das Lied „E depois do Adeus“ im portugiesischen Rundfunk gespielt. Mit diesem Lied hat Portugal wenige Wochen vorher beim Eurovision Song Contest in Brighton teilgenommen. Allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Das Lied hat an diesem Abend aber eine andere Wirkung: Es ist eines der beiden geheimen Signale für den Beginn der Nelkenrevolution.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Signalen.

23. April

Der 23. April ist ein wichtiger Tag für ein Getränk, das in meinem Leben gar nicht vorkommt, denn am 23. April 1516 erlassen die bayrischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. in Ingolstadt eine Landesordnung, die sich vor allem mit dem Brauen von Bier befaßt. Als Zutaten sollen nur Gersten, Hopfen und Wasser verwendet werden. Heute bezeichnen wir diesen Erlass als „Reinheitsgebot“. Es handelt sich dabei jedenfalls um eine der ältesten Lebensmittelverordnungen der Welt. Passenderweise ist der 23. April gleich auch der Tag des Bieres.

Der 23. April 1564 gilt als Geburtstag von William Shakespeare, er kommt in Stratford-upon-Avon zur Welt. Er wird ein bedeutender Dichter, Schauspieler und Theaterunternehmer. Allerdings wissen wir wenig über ihn und sein Leben. Das läßt Raum für Vermutungen und spannende Geschichten, bis hin zu der Frage, ob es ihn überhaupt gegeben hat oder ob er überhaupt „seine“ Werke geschrieben hat. Ich mag diese Werke jedenfalls und ich mag auch die Geschichten drumherum.

Am 23. April 1838 erreichen zwei Dampfschiffe aus Europa New York – die Sirius und die Great Western. Die Reisezeit zwischen Europa und den USA verringert sich dadurch erheblich.

Am 23. April 1858 wird Max Planck geboren. Er wird ein Physiker und begründet die Quantentheorie, für die er 1918 den Nobelpreis für Physik erhält.

Am 23. April 1902 wird Halldór Laxness in Reykjavik geboren. Schon früh weiß er, dass er Dichter werden möchte. Mit 17 Jahren zieht er daher nach Kopenhagen, bezeichnet sich auf dem Türschild als „Poet“ und veröffentlich seine ersten Kurzgeschichten. Insgesamt schreibt er über 60 Bücher und bekommt 1955 den Literatur-Nobelpreis.

Am 23. April 2005 wird das erste heute noch öffentlich sehbare Video auf YouTube hochgeladen – „Me at the zoo“ heißt es. Gar nicht so lange her…..

Der 23. April ist aber auch in anderer Hinsicht besonders: an diesem Tag ist nämlich der Welttag des Buches und der Welttag des Urheberrechts. In Katalonien wird dieser Tag besonders gefeiert – mit geschenkten Rosen und Büchern.

Damit wünsche ich euch einen Abend mit wunderbaren Büchern.

22. April

Am 22. April 1640 kommt Mariana Alcoforado in Portugal zur Welt. Sie wird Nonne und – und das ist vielleicht überraschend – die Autorin der sogenannten „Portugiesischen Briefe“, den angeblich fünf schönsten Liebesbriefen der Welt. Tatsächlich habe ich über die Portugiesischen Briefe schon einmal etwas in einem Blogbeitrag geschrieben – hier kann man das nachlesen.

Am 22. April 1401 gelingt es der Hanse die Vitalienbrüder zu stellen und sie in einer Seeschlacht vor Helgoland zu besiegen. Das Schicksal von Klaus Störtebeker und seiner Mannschaft ist damit besiegelt, Stoff für Geschichten und Legenden bieten sie allerdings über die Jahrhunderte hinweg.

Am 22. April 1723 wird Johann Sebastian Bach in Leipzig zum Thomaskantor gewählt. Interessanterweise ist Bach nicht die erste Wahl, nicht einmal zweite Wahl, nein……

Am 22. April 1724 kommt Immanuel Kant in Königsberg zur Welt. Er wird ein großer Philosoph und verläßt seine Heimatstadt nur selten. Bekannt ist er allerdings auch für seinen streng geregelten Tagesablauf und seine Pünktlichkeit. Mehr über ihn kann man hier lesen.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit positiven Überraschungen.