Der letzte Abend des Monats September. Und auch der letzte Abend dieses Quartals. Vor mir liegen ein paar hektische Tage und ich weiß noch nicht, ob ich es tatsächlich schaffen werde, an diesen Tagen abends noch Blogbeiträge zu schreiben. Es ist einfach eine Frage der Müdigkeit. Wir werden sehen. Aber erst einmal noch der Beitrag für heute.
Am 30. September 1846 führt der Zahnarzt William Thomas Green Morton die erste schmerzfreie Zahnbehandlung mit einer Betäubung durch. An diesem Tag kommt nämlich der Cellist Ebenezer Hopkins Frost mit starken Zahnschmerzen zu ihm. Morton, der schon seit einiger Zeit Äther als Betäubungsmittel erprobt – auch an sich selbst – schlägt dem Patienten den Einsatz von Äther vor. Dessen Schmerzen sind so stark, dass er sofort zustimmt. Morton betäubt den Patienten mit Äther und zieht den vereiterten Backenzahn. Nach dem Erwachen berichtet der Patient, dass er keine Schmerzen gespürt hat.
Am 30. September 1989 verkündet Hans- Dietrich Genscher vom Balkon der Prager Botschaft den Menschen auf dem Botschaftsgelände, dass „heute“ ihre Ausreise beginnt. Viel weiter kommt er nicht, der Rest geht im Jubel unter. Und auch heute löst dieser Ausschnitt bei mir noch Gänsehaut aus und Freude. Genscher selbst sagt später in einem Interview, dass es für ihn auch ein sehr bewegender Moment war. Ein sehr interessantes und hörenswertes Interview!
Der 30. September ist der „Hieronymustag“ und – deswegen – seit dem Jahr 2017 auch der Internationale Übersetzertag. Der heilige Hieronymus, der an einem 30. September gestorben ist, hat nämlich die Bibel übersetzt beziehungsweise bestehende Übersetzungen korrigiert. Er ist deswegen der „Schutzheilige“ der Übersetzer*innen.
Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten und gut überbrachten Nachrichten.