6. Oktober

Wie werden wir in ein paar Wochen, ein paar Monaten oder gar ein paar Jahren über den heutigen Tag denken und sprechen? Wird er uns negativ in Erinnerung bleiben oder wird er den Auftakt für (positive) Veränderung sein? Oder werden wir uns gar wünschen, dass es diesen Tag gar nicht gegeben hätte?

Der Wunsch, dass es einen Tag gar nicht gibt, klingt auf den ersten Blick irritierend und unmöglich. Aber den 6. Oktober 1582 gibt es nicht. Genauso wenig den 5. Oktober 1582 und die Tage nach dem 6. Oktober 1582. Im Jahr 1582 setzt Papst Gregor XIII. nämlich die große Kalenderreform um (den gregorianischen Kalender). Auf den 4. Oktober 1582 folgt nämlich in den katholischen Gebieten in dem Jahr der 15. Oktober 1582. Die Tage dazwischen fehlen einfach. Gar nicht so schlecht, oder?

Mehr als 100 Jahre zuvor – nämlich am 6. Oktober 1459 – kommt Martin Behaim in Nürnberg zur Welt. Er wird ein Kaufmann und verbringt viel Zeit auf Reisen, auch auf Seereisen zum Beispiel entlang der westafrikanischen Küste. Ab circa 1490 ist er zurück in Nürnberg. 1492 erhält er vom Nürnberger Rat den Auftrag, einen Globus der bekannten Welt anzufertigen. Der berühmte „Behaim-Globus“ entsteht, der heute zum UNESCO-Welterbe gehört und sich im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg befindet. Er ist der älteste erhaltene Erdglobus der Welt. Hier kann man einen Film zum Behaim-Globus sehen.

Am 6. Oktober 1790 stellt der aus Genf stammende Jakob Schweppe sein Sodawasser in London vor. Das Abfüllverfahren hat er schon ein paar Jahre zuvor in Genf entwickelt, aber mit der Vorstellung in London beginnt der wirtschaftliche Erfolg, die Marke „Schweppes“ entwickelt sich.

Am 6. Oktober 1889 wird in Paris das Moulin Rouge eröffnet. Zunächst finden dort Bälle statt, später werden dort Operetten und Revuen aufgeführt.

Damit wünsche ich Euch einen Abend, an dem gute Dinge beginnen und aus kleinen positiven Ansätzen große positive Entwicklungen und Bewegungen werden.

5. Oktober

Am 5. Oktober 1713 kommt Denis Diderot in Langres zur Welt. Ich hadere gerade ein bißchen damit, dass er ausgerechnet in Langres zur Welt kommt. Mit dem Namen dieses Ortes verbinde ich – ohne dass der Ort an sich etwas dafür kann – eine unschöne Erinnerung. Aber gut. Langres halt. Diderot ist trotzdem ein wichtiger und interessanter Mensch. Er wird – unter anderem – ein Übersetzer, Philosoph und Aufklärer. Vor allem wird er der Herausgeber der Encyclopédie, zu der er selbst etwa 6000 Artikel beiträgt. Über die Encyclopédie kann man hier mehr nachlesen. Er wird auch ein Wegbereiter der französischen Revolution. Mit Jean Jacques Rousseau ist er lange befreundet, Rousseau besucht ihn sogar im Gefängnis. Glücklicherweise dauert seine Haft nicht allzu lange und bald kann er wieder (wenn auch etwas vorsichtiger) schreiben. Im Laufe der Zeit entstehen zusätzlich zur Encyclopédie auch viele andere Werke, darunter auch ein Essay über seinen alten Hausrock. Tatsächlich gibt es viel von und über ihn zu lesen.

Am 5. Oktober 1956 startet in West-Berlin die erste Telefonseelsorge. Helene und Julius Wissinger gründen sie in ihrer Wohnung. Interessant ist das – gerade heute – deshalb, weil das Thema Onlineberatung durch die Telefonseelsorge heute in meiner Weiterbildung ein Thema war. Interessanter Zufall. Die Idee ist auf jeden Fall grandios.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit positiv überraschenden Erkenntnissen und Ideen.

4. Oktober

Vermutlich am 4. Oktober 1472 kommt Lukas Cranach der Ältere in Kronach zur Welt. Er wird ein bedeutender Maler, Grafiker und Buchdrucker der Renaissance. Bis nach Kronach habe ich es noch nicht geschafft, aber ansonsten habe ich schon einige Orte besucht, die mit Cranach zusammenhängen. Natürlich gehört Wittenberg dazu, wo Cranach im Prinzip die „Marke Luther“ entwickelt. Es gibt dazu ein sehr spannendes Buch – „Die Marke Luther“ von Andrew Pettegree. Ich habe es im Somme 2018 in der Bahnhofsbuchhandlung in Wittenberg gekauft – ein großer aber glücklicher Zufall. Und im Jagdschloß Grunewald war ich natürlich auch, schließlich gibt es da einige Gemälde von Cranach.

Am 4. Oktober 1716 kommt James Lind in Edinburgh zur Welt. Er wird ein Arzt, ein Pionier der Hygiene auf Schiffen und der Entdecker der Therapie gegen Skorbut (damals eine gefürchtete Seefahrerkrankheit). Ein systematisches Experiment mit unterschiedlichen Gruppen führt ihn zum Ergebnis: Zitrusfrüchte helfen!

Am 4. Oktober 1797 kommt Albert Bitzius in Murten in der Schweiz zur Welt. Unter dem Pseudonym Jeremias Gotthelf wird er als Schriftsteller bekannt. In guter Erinnerung ist mir seine Novelle „Die schwarze Spinne“. Das Werk ist – wie man an diesem Artikel sehen kann – überraschend aktuell…..

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit fröhlichen Erlebnissen und schönen Ausblicken.

3. Oktober

Den heutigen Tag habe ich zum allergrößten Teil in Bonn beim #bfuture-Festival verbracht (und auch in der Atmosphäre dazu gepostet – natürlich wie immer mit vielen Tippfehlern). Dementsprechend ist es – mal wieder – später Abend und ich versuche noch, ein paar Zeilen zu schreiben.

Am 3. Oktober 1889 kommt Carl von Ossietzky in Hamburg zur Welt. Er wird ein Journalist, ein Schriftsteller und jemand, der sich mutig für Frieden, Demokratie und Völkerverständigung einsetzt. 1927 wird er zum Herausgeber der Weltbühne, gleichzeitig ist er ein deutlicher Kritiker der „hitlerfreundlichen Rechtsparteien“. Ein Artikel aus dem Jahr 1929 führt zum sogenannten Weltbühne-Prozess, hier gibt es weitere Informationen dazu. Einige Prominente, darunter auch Thomas Mann und Albert Einstein setzen sich dafür ein, dass von Ossietzky den Friedensnobelpreis 1935 bekommt. Im Jahr 1935 wird der Preis aber nicht vergeben, erst im Jahr 1936 bekommt von Ossietzky den Friedensnobelpreis rückwirkend für das 1935.

Am 3. Oktober 1897 kommt der französische Dichter und Schriftsteller Louis Aragon in Paris zur Welt. Er wird zusammen mit anderen, darunter André Breton, den Surrealismus mitbegründen.

Am 3. Oktober 1996 wird das Tinguely-Museum in Basel eröffnet. Ich war im Januar 2019 zwar in Basel (zur Museumsnacht), aber nicht im Museum Tinguely. Lediglich den Tingeluy-Brunnen in der Innenstadt habe ich im Rahmen einer Stadtführung besucht.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit überraschenden Ausblicken und Erkenntnissen.

2. Oktober

Einerseits bin ich gerade zu müde, um einen „normalen“ Blogbeitrag zu schreiben, andererseits mag ich nicht „aufgeben“. Eine Situation, in der es keine wirklich gute Lösung gibt. Und in den nächsten Tagen wird es auch nicht wirklich besser…..

Am 2. Oktober 1616 kommt Andreas Gryphius in Glogau zur Welt. Er wird ein bedeutender Barockdichter und auch -dramatiker. Die Zeile „Wir sind doch nunmehr ganz, ja mehr denn ganz verheeret!“ ist mir aus meiner Schulzeit im Gedächtnis geblieben – sie stammt von Gryphius und zwar aus dem Gedicht „Tränen des Vaterlandes“. An den Titel konnte ich mich nicht erinnern, aber an den Gedichtanfang und daran, dass es von Gryphius stammt.

Am 2. Oktober 1904 kommt Graham Greene in Großbritannien zur Welt. Er wird ein Journalist und Schriftsteller. Ich kenne ihn vor allem als Autor des Romans „The third man“ (Der dritte Mann), den ich sowohl gelesen als auch irgendwann als Film im Fernsehen gesehen habe.

Am 2. Oktober 1950 erscheinen zum ersten Mal die „Peanuts“ von Charles M. Schulz in amerikanischen Tageszeitungen. Snoopy und Charlie Brown erobern sich schnell einen Platz in den Zeitungen und in den Herzen der Leser*innen.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit schönen Erinnerungen und der Offenheit für und der Freude an neuen Erlebnissen und Erfahrungen.

1. Oktober

Wenigstens ein kurzer Beitrag, auch wenn ich gerade sehr müde bin (und morgen sehr früh aufstehen muß – nicht gerade meine „Kernkompetenz“).

Am 1. Oktober 1791 tritt in Paris zum ersten Mal die neu gewählte gesetzgebende Nationalversammlung zusammen. Sie ersetzt ab diesem Zeitpunkt die verfassunggebende Nationalversammlung.

Am 1. Oktober 1856 gründet Gustav Langenscheidt in Berlin das Unternehmen mit dem Namen „Expedition der Unterrichtswerke nach der Methode Toussaint-Langenscheidt„. Der französische Sprachlehrer Charles Toussaint und der deusche Kaufmann und Sprachlehrer Gustav Langenscheidt haben gemeinsam eine Methode entwickelt, mit der man Fremdsprachen im Selbststudium lernen kann. Gearbeitet wird mit Lernbriefen und Büchern. Der erste Kurs ist ein Französischkurs. Im Fokus des Kurses steht allerdings nicht die Grammatik, sondern die praktische Anwendung der Sprache. Bald kommen Kurse in anderen Sprachen und auch Wörterbücher hinzu. Auch ich habe eine stattliche Sammlung von Sprachlehr- und Wörterbüchern aus dem Langenscheidt-Verlag.

Am 1. Oktober 1924 kommt Jimmy Carter in Georgia zur Welt. Schon früh engagiert er sich politisch, allerdings nicht immer erfolgreich. 1970 wird er zum Gouverneur von Georgia gewählt. Schon in seiner Antrittsrede kündigt er an, dass die Zeit der Rassentrennung vorbei sei. Gleichzeitig betont er, dass die wichtigste Aufgabe für einen politischen Führer nicht in einem erfolgreichen Wahlkampf, sondern in einer verantwortungsvollen Amtsführung liegt. Von 1977 bis 1981 wird er Präsident der Vereinigten Staaten und im Jahr 2002 erhält er schließlich den Friedensnobelpreis.

Damit wünsche ich Euch einen Abend, an dem Ihr anderen Menschen gut zuhören könnt und andere Menschen Euch auch gut zuhören.

30. September

Der letzte Abend des Monats September. Und auch der letzte Abend dieses Quartals. Vor mir liegen ein paar hektische Tage und ich weiß noch nicht, ob ich es tatsächlich schaffen werde, an diesen Tagen abends noch Blogbeiträge zu schreiben. Es ist einfach eine Frage der Müdigkeit. Wir werden sehen. Aber erst einmal noch der Beitrag für heute.

Am 30. September 1846 führt der Zahnarzt William Thomas Green Morton die erste schmerzfreie Zahnbehandlung mit einer Betäubung durch. An diesem Tag kommt nämlich der Cellist Ebenezer Hopkins Frost mit starken Zahnschmerzen zu ihm. Morton, der schon seit einiger Zeit Äther als Betäubungsmittel erprobt – auch an sich selbst – schlägt dem Patienten den Einsatz von Äther vor. Dessen Schmerzen sind so stark, dass er sofort zustimmt. Morton betäubt den Patienten mit Äther und zieht den vereiterten Backenzahn. Nach dem Erwachen berichtet der Patient, dass er keine Schmerzen gespürt hat.

Am 30. September 1989 verkündet Hans- Dietrich Genscher vom Balkon der Prager Botschaft den Menschen auf dem Botschaftsgelände, dass „heute“ ihre Ausreise beginnt. Viel weiter kommt er nicht, der Rest geht im Jubel unter. Und auch heute löst dieser Ausschnitt bei mir noch Gänsehaut aus und Freude. Genscher selbst sagt später in einem Interview, dass es für ihn auch ein sehr bewegender Moment war. Ein sehr interessantes und hörenswertes Interview!

Der 30. September ist der „Hieronymustag“ und – deswegen – seit dem Jahr 2017 auch der Internationale Übersetzertag. Der heilige Hieronymus, der an einem 30. September gestorben ist, hat nämlich die Bibel übersetzt beziehungsweise bestehende Übersetzungen korrigiert. Er ist deswegen der „Schutzheilige“ der Übersetzer*innen.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten und gut überbrachten Nachrichten.

 

29. September

Am 29. September 1789 kommt Peter Joseph Lenné in Bonn zur Welt. Er wird der Gartendirektor der königlich-preußischen Gärten. Vor allem rund um Potsdam und Berlin sind viele seiner Gärten und Anlagen zu finden. Ein paar schöne Beispiele kann man in den nachfolgenden Links finden – hier zu Bad Homburg, hier zu Gärten in Mecklenburg-Vorpommern (ich wußte bis eben nicht, dass der Park, der zum Schweriner Schloss gehört, von ihm gestaltet wurde) und hier zu Schloss Belvedere in Potsdam. Es gibt viel Schönes von ihm zu entdecken!

Am 29. September 1864 kommt Miguel de Unamuno y Jugo in Bilbao zur Welt. Er wird ein spanischer Philosoph und Schriftsteller. Er engagiert sich früh politisch – gegen die Monarchie. Franco hält er irrtümlich zunächst für einen Kämpfer für die Demokratie, wird aber dann zum Gegner. Im Rahmen eines Festaktes, dem er als Rektor der Universität Salamanca vorsitzt, sagt er die berühmten Worte „Vencer no es convencer“ (Siegen ist nicht überzeugen). Definitiv ein Autor, dessen Werke ich einmal lesen sollte.

Am 29. September 1867 kommt Walther Rathenau in Berlin zur Welt. Sein Vater ist der Industrielle Emil Rathenau und so wird Walther Rathenau ein Industrieller, aber auch ein Schriftsteller und ein liberaler Politiker, der 1922 Außenminister wird.

Am 29. September 1899 kommt László József Bíró in Budapest zur Welt. Er wird den Kugelschreiber erfinden, der in einigen Ländern nach seinem Familiennamen „Biro“ genannt wird. In seiner Wahlheimat Argentinien (er ist 1938 mit seiner Familie aus Ungarn geflüchtet) wird sein Geburtstag als „Tag der Erfinder“ gefeiert. Eine schöne Ehrung!

Am 29. September 1904 kommt Georg Ferdinand Duckwitz in Bremen zur Welt. Nach herrschender Meinung hat er einen wesentlichen Beitrag geleistet, um circa 7000 dänische Juden zu retten. Allerdings ist diese Geschichte nicht unumstritten, die Gründe für die Zweifel findet man in diesem Dokument auf Seite 25 und auf Seite 86.  Es spricht viel dafür, dass er tatsächlich geholfen hat, viele Menschenleben zu retten. Im September 1943 arbeitet Georg Ferdinand Duckwitz an der Deutschen Gesandtschaft in Kopenhagen. Er bekommt mit, dass eine „Aktion“ gegen die dänischen Juden geplant wird und versucht zunächst, das zu verhindern. Allerdings erfolglos. Am 28. September 1943 erfährt Duckwitz das Datum, an dem die „Aktion“ (also die Deportation) stattfinden soll, nämlich am 2. Oktober. Er gibt diese Information als Warnung weiter. Seine dänischen Kontakte verlassen sich auf ihn und als die Gestapo bei den entsprechenden Wohnungen auftaucht, ist fast niemand mehr da (Seite 60). Der allergrößte Teil der dänischen Juden überlebt, viele flüchten mit der Hilfe von dänischen Fischern nach Schweden.

Am 29. September 1943 wird Lech Wałęsa in Polen geboren. Er wird ein Elektriker, Vorsitzender der Gewerkschaft Solidarność und schließlich polnischer Staatspräsident. Ich verbinde mit ihm ganz stark den Kampf der polnischen Bevölkerung um freie Wahlen und Freiheit.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit der Kraft und dem Mut, Widerspruch, Druck und Unsicherheit auszuhalten und trotzdem entschieden für gute Ziele einzutreten.

28. September

Noch drei Tage oder konkreter drei Beiträge, dann habe ich drei Viertel des Jahres „hinter mich gebracht“. Ob ich das schaffe? Hoffentlich. Ob ich danach noch weiter schreibe? Schwer zu sagen, gerade Anfang Oktober wird es bei mir etwas „hektisch“ und ich weiß nicht, ob ich wirklich die Ruhe zum Schreiben der Blogbeiträge finde. Wir werden sehen. Aber erst einmal der Beitrag für heute.

Am 28. September 1871 verabschiedet das brasilianische Parlament das „Gesetz des freien Bauches“ (Lei do ventre livre). Dabei handelt es sich um eine gesetzliche Regelung, nach der Kinder die von Sklavinnen zukünftig zur Welt gebracht werden, selber frei sind. Das Ganze hat aber einen Haken: denn der Besitzer der Mutter muß das Kind bis zum achten Lebensjahr aufzuziehen und kann das Kind dann – bis zum 21. Lebensjahr – für die damit verbundenen Kosten arbeiten lassen. In der Praxis ändert sich also erst einmal wenig. Trotzdem ist das Gesetz ein  wichtiger Schritt zur Abschaffung der Sklaverei.

Am 28. September 1885 wird in Brasilien ein weiteres Gesetz zur Abschaffung der Sklaverei verkündet – das Gesetz der Sechzigjährigen (Lei dos sexagenariós). Sklaven, die 60 Jahre oder älter sind, werden mit diesem Gesetz freigelassen. Ein weiterer wichtiger Schritt zur Abschaffung der Sklaverei in Brasilien.

Am 28. September 1928 bemerkt der Mediziner und Bakteriologe Alexander Fleming zufällig, dass Schimmelpilze der Gattung Penicillium eine wachstumshemmende Wirkung auf seine Staphylokokken-Kulturen haben. Natürlich verfolgt er diese Entdeckung mit weiteren Untersuchungen. Die Forschung wird von anderen aufgegriffen und das Medikament Penicillin entwickelt.

Am 28. September 1951 wird das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe feierlich eröffnet, die erste Entscheidung ist aber schon ein paar Tage vorher gefällt worden. Das Gericht feiert seinen 75. Geburtstag auch mit einigen interessanten Aktionen.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit schönen Überraschungen.

27. September

Mal sehen, wie es heute wird. Ich schreibe tatsächlich schon am Vormittag diesen Beitrag (oder zumindest einen Teil davon), weil ich mich gleich auf den Weg nach Herford machen möchte, zum Herforder Orgelsommer. Und unterwegs zu schreiben ist nicht ganz so einfach…..

Am 27. September 1791 beschließt die französische verfassunggebende Nationalversammlung die vollständige bürgerliche Gleichberechtigung aller Juden in Frankreich.

Am 27. September 1925 kommt Robert Geoffrey Edwards in England zur Welt. Er wird ein Biologe und Genetiker. Vor allem aber wird er ein Pionier in der Reproduktionsmedizin – zusammen mit dem Gynäkologen Patrick Steptoe und der Embryologin und Krankenpflegerin Jean Purdy entwickelt er die In-Vitro-Fertilisation – 1978 kommt Louise Brown als erstes künstlich gezeugtes Kind auf die Welt.

Am 27. September 1945 erscheint die erste Ausgabe der Zeitung „Der Tagesspiegel“, einer Tageszeitung aus Berlin, die täglich von Montag bis Samstag erscheint. Hier ist ein interessanter Thread in der Atmosphäre zu diesem Thema.

https://bsky.app/profile/erikreger.bsky.social/post/3mwhzb7hzqc2r

Am 27. September 1960 beginnt die Schriftstellerin Christa Wolf ein interessantes Projekt, das auf einem Aufruf der Moskauer Zeitung Iswestija beruht – wobei dieser Aufruf wiederum auf einem Aufruf von Maxim Gorki aus dem Jahr 1936 beruht. Was gemacht werden soll: ein konkreter Tag im Jahr, der 27. September, soll beschrieben werden. Christa Wolf begnügt sich jedoch nicht mit dem 27. September 1960, sondern führt dieses Projekt bis zum Jahr 2000 weiter. Im Jahr 2003 veröffentlicht sie das Buch „Ein Tag im Jahr“, das daraus entstanden ist. Eine schöne Idee, wobei ich (schon altersbedingt) ein Projekt „ein Tag im Monat“ für mich passender fände.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Ideen und der Geduld, der Kraft und dem Durchhaltevermögen,  um diese Ideen auch umzusetzen.