6. März

Am 6. März 1475 kommt Michelangelo Buonarotti in Caprese zur Welt. In Florenz erlernt er in der Werkstatt von Domenico Ghirlandaio die Freskenmalerei, zusätzlich entdeckt er die Bildhauerei. Lorenzo de‘ Medici nimmt ihn in seine Kunstschule auf und unter seine Fittiche. Die Pietà im Petersdom in Rom macht ihn berühmt. In Florenz entsteht der „David“ und später in Rom Fresken in der Sixtinischen Kapelle. Ein besonderer Künstler!

Am 6. März 1619 kommt Cyrano de Bergerac auf die Welt. Cyrano schreibt unter anderem zwei Romane, die in den Bereich Science-Fiction gehören – er gilt als einer der Begründer dieser Gattung. Eine englischsprachige Fassung eines dieser Romane kann man hier finden, die französischsprachige hier, einen Beitrag über das Buch hier. Viel bekannter ist er aber als Figur eines Theaterstücks von Edmond Rostand. Dort hat er – im Gegensatz zum echten Cyrano – eine lange Nase und ist unsterblich in Roxane verliebt. Was der „echte“ Cyrano allerdings hat: eine echt scharfe Zunge und viel Wortwitz. Seinen Roman werde ich auf jeden Fall lesen! Welchen Cyrano bevorzugt Ihr?

Ob Rostands Cyrano wegen seines Liebeskummers Schmerzen hatte? Am 6. März 1899 wird ein Mittel im Warenzeichenregister eingetragen, das ihm helfen könnte – Aspirin!

Am 6. März 1933 hält Eleanor Roosevelt als erste First Lady eine Pressekonferenz im Weißen Haus. In den Gesprächen mit weiblichen Reporterinnen geht es unter anderem um die Rolle der Frau in der Politik.

Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Wortwitz und schöner Überraschungen.

5. März

Am 5. März 1046 macht sich Nashir Khusraw auf den Weg – er will durch die islamische Welt reisen. Sieben Jahre wird seine Reise durch den „Mittleren Osten“ dauern. Während seiner langen Reise führt er Tagebuch – aus seinen Aufzeichnungen entsteht ein Buch, das man in der englischen Fassung hier lesen kann. Es ist spannend, in den Reiseberichten aus einer so lange vergangenen Zeit zu blättern.

Am 5. März 1871 kommt Rosa Luxemburg im damals russisch besetzten Polen zur Welt. Sie wächst unter einfachen Bedingungen auf und wird eine führende Stimme der Arbeiterbewegung, sie kämpft für soziale Gerechtigkeit und politische Freiheit. Heute trägt eine politische Stiftung ihren Namen.

Am 5. März 1931 wird das Stück „Der Hauptmann von Köpenick“ von Carl Zuckmayer im Deutschen Theater Berlin uraufgeführt. Zuckmayer erzählt in dem Stück eine Geschichte, die sich 1906 tatsächlich in Köpenick (damals wohl noch als Cöpenick geschrieben) ereignet hat. Bis Januar 1933 wird das Stück an vielen Theatern gespielt, die Machtübernahme der Nationalsozialisten setzt diesem Erfolg ein Ende, die Aufführung von Zuckmayers Stücken wird verboten. Nach 1945 ist das glücklicherweise wieder anders, bei mir ist das Stück dann sogar Schullektüre im Deutschunterricht.

Am 5. März 1900 kommt Lilli Jahn geborene Schlüchterer in Köln zur Welt. Sie studiert Medizin, arbeitet als Assistenzärztin und führt nach der Hochzeit zusammen mit ihrem Mann Ernst in Immenhausen eine Hausarztpraxis. Dass sie Jüdin ist, ist bis 1933 kein Thema. Bis 1942 lebt sie in einer relativ privilegierten Mischehe, da ihr Mann Ernst nicht jüdisch ist. Als Hausärztin kann sie aber nicht mehr arbeiten.  1942 verliebt sich Ernst in eine andere Frau, die auch ein Kind von ihm bekommt. Ernst bittet Lilli um die Scheidung und sie stimmt zu. Damit ist sie nicht mehr geschützt. Sie muß zunächst Immenhausen verlassen, 1943 wird sie verhaftet und 1944 schließlich nach Ausschwitz deportiert. Was aber bleibt sind ihre Briefe – sie hat in dieser Zeit viele Briefe mit ihren Kindern ausgetauscht. Ihr Enkel Martin Doerry veröffentlicht einen Teil dieser Briefe in dem wunderbaren Buch Mein verwundetes Herz.

Damit wünsche ich Euch einen Abend, an dem es etwas Positives für Euch gibt.

4. März

Der 4. März 1226 ist ein Aschermittwoch. An diesem Tag wird die Stadt Hamm gegründet. Heute kennt man Hamm vor allem als den Ort, an dem üblicherweise (nur im Moment nicht) die ICEs von und nach Berlin getrennt oder vereinigt werden. Interessanterweise ist die Gründung von Hamm die Folge einer schlimmen Tat, nämlich eines Mordes – im Jahr 1225 hat nämlich Friedrich von Isenberg den Kölner Erzbischof Engelbert von Berg in einem Hohlweg bei Gevelsberg umgebracht. Nach seinem Tod geschehen dort wohl Wunder. Zu dem Mord gibt es bis zum 29.03.2026 eine Ausstellung im Essener Domschatz. Und die Stadt Hamm feiert natürlich ihr Jubiläum – 800 Jahre!

Am 4. März 1922 wird der Stummfilm „Nosferatu – Symphonie des Grauens“ in Berlin uraufgeführt. Mehr Informationen zu diesem Film findet man hier. Bis in unsere Zeit hat der Film nur wegen einiger Raubkopien im In- und Ausland überlebt, der Film und die offiziellen Kopien müssen wegen fehlender Nutzungsrechte am Roman von Bram Stoker vernichtet werden…….

Am 4. März 1774 sieht der Astronom, Musiker und Komponist William Herschel (als Friedrich Wilhelm Herschel in Hannover zur Welt gekommen) zum ersten Mal den Orionnebel.

Am 4. März 1678 kommt Antonio Vivaldi in Venedig zur Welt. Mit dem Frühling aus seinen berühmten „Vier Jahreszeiten“ wünsche ich Euch einen frühlingshaften Abend.

 

3. März

Am 3. März 1994 startet in Deutschland der Film Schindlers Liste. Ein Film, der mich sehr bewegt – sowohl die darin erzählte Geschichte als auch die unvergleichlich schöne Musik von John Williams. Dazu passt dann auch das Buch von Thomas Keneally Schindlers Liste, in dem er erzählt, wie es überhaupt zu dem Film gekommen ist – auch das ist sehr bewegend und lesenswert.

Am 3. März 1918 wird – unter anderem zwischen Deutschland und Russland – der Friedensvertrag von Brest-Litowsk geschlossen. Damit werden Finnland, Polen, die baltischen Staaten und die Ukraine unabhängig.

Am 3. März 1849 wird Leonhard Tietz in der Provinz Posen geboren. Er wird (wie sein Bruder Oscar Tietz) eine große Warenhauskette gründen, die später (im Zuge der „Arisierung“ in Kaufhof umbenannt wird). Relativ früh gründet er eine Filiale in Elberfeld, das Gebäude existiert immer noch (allerdings mittlerweile ohne „Kaufhof“).

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Gedanken.

2. März

Am 2. März 1545 kommt Thomas Bodley in Exeter zur Welt. Seine Familie ist streng protestantisch. Im Jahr 1555 folgt die katholische Mary Tudor ihrem Vater Heinrich VIII. auf den englischen Thron und die Familie muß aus England fliehen und verbringt eine gewisse Zeit im Herzogtum Kleve. Als er zwölf Jahr alt ist zieht die Familie in das calvinistische Genf. Dort erhält Thomas eine gute Schulausbildung. Erst als Elizabeth auf den Thron folgt, kehrt die Familie nach England zurück. Er studiert in Oxford und geht – unter anderem als Diplomat – in den Staatsdienst. 1597 scheidet er aus dem Staatsdienst aus, um sich dem Aufbau und der Erweiterung der Universitätsbibliothek in Oxford zu widmen – die nach ihm „Bodleian Library“ heißt. Er trifft eine Vereinbarung mit den Buchhändlern, dass die Bibliothek von jedem in England veröffentlichten Buch ein Freiexemplar erhält. Ab 1911 wird diese Vereinbarung durch den Copyright Act weitergeführt – die Bibliothek hat auch danach einen Anspruch auf ein Pflichtexemplar, das allerdings von den jeweiligen Verlagen angefordert werden muß.

Ebenfalls am 2. März – allerdings im Jahr 1824 kommt Bedřich Smetana (geboren als Friedrich Smetana) in Böhmen zur Welt. Er wird ein bedeutender Komponist – sein Stück „Die Moldau“ dürften viele Menschen kennen und lieben. Ich mag das Stück jedenfalls sehr.

Heute ist das Stück „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist ziemlich bekannt, es wird auch oft im Theater aufgeführt. Als am 2. März 1808 die Uraufführung am Hoftheater in Weimar stattfindet – unter der Leitung von Johann Wolfgang von Goethe – ist das anders, die Uraufführung ist ein Debakel, das höfische Publikum hält das Stück für Bauerntheater. Erst die „Nachwelt“ weiß das Stück zu schätzen.

Am 2. März 1807 beschließt der US-amerikanische Kongress ein wichtiges Gesetz – nämlich ein Verbot des internationalen Sklavenhandels. Darum geht es allerdings erst einmal nur um den Import von Sklaven, der Verkauf in den USA selbst ist noch gestattet. Aber immerhin – es ist ein erster wichtiger Schritt.

Am 2. März 1903 eröffnet in New York das erste Hotel für Frauen – es hat mehr als 400 Zimmer.  Am Tag der Eröffnung ist das Hotel schon ausgebucht – tatsächlich ein großer Erfolg.

Damit wünsche ich Euch einen ruhigen und friedvollen Abend.

1. März

Für mich als Wuppertalerin ist der 1. März 1901 ein besonderer Tag – an diesem Tag wird die Schwebebahn offiziell in Betrieb genommen. Seit meiner Kindheit fahre ich mit der Schwebebahn – immer wieder gerne. Ich mag den Blick auf die Wupper, in die Hinterhöfe und das Gefühl tatsächlich zu schweben.

Eigentlich ist der 1. März ein guter Tag für „Anfänge“, denn bis in das Jahr 153 vor Christus beginnt das Kalenderjahr im März. Es fällt uns heute nur dann noch auf, wenn wir darüber nachdenken, warum der September „September“ heißt – darin steckt nämlich mit „septem“ die Zahl „sieben“. Und weil wir gerade beim Thema Kalender sind: im Jahr 1700 übernehmen Dänemark und die protestantischen Teile des Heiligen Römischen Reiches und im Jahr 1753 auch Schweden den gregorianischen Kalender. Auf den 18. Februar (beziehungsweise im Jahr 1753 auf den 17. Februar) folgt sofort der 1. März.

Am 1. März 1882 eröffnet in Gera das erste Geschäft von Hermann Tietz, später als Warenhauskette unter dem Namen „Hertie“ bekannt. Während meiner Kindheit und Jugend gab es auch in Wuppertal eine Hertie-Filiale, in der ich sogar ziemlich oft etwas gekauft habe.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten und verheißungsvollen Anfängen.

28. Februar

Der zweite Monat ist geschafft. Mal sehen, wie weit ich komme…… Aber erst einmal kommt der heutige Beitrag.

Am 28. Februar 1533 kommt Michel de Montaigne zur Welt. Ich entdecke seine Essays während meines Auslandssemesters in Clermont-Ferrand. Die Bücher stehen noch heute in der französischen Sprachfassung in meinem Bücherregal. Wirklich nahe komme ich Montaigne aber mit dem Buch von Sarah Bakewell „Wie soll ich leben? Oder Das Leben Montaignes in einer Frage und zwanzig Antworten.“ Ich lese das Buch im Zug und selten habe ich so oft Gespräche mit Unbekannten über ein Buch geführt, wie bei diesem Buch. Es ist wirklich ein wunderbares Buch. Irgendwie ist Montagine der erste Blogger – nur halt noch ohne Blog. Diesen Gedanken findet man auch in einigen lesenswerten Blogbeiträgen, hier zum Beispiel, hier und hier. Und ja – vielleicht sollte ich auch mal wieder in den Büchern blättern……

Montaigne ist in seinem Leben auch relativ viel gereist – so zum Beispiel nach Italien, in die Schweiz und nach Deutschland. Während dieser Reise hat er Tagebuch geführt und dabei auch etwas über „Ausweise“ aufgeschrieben. Das Thema „Ausweise“ wird Bertolt Brecht in den 1940er Jahren in seinen „Flüchtlingsgesprächen“ aufgreifen. Am 28. Februar 1933 fliehen Helene Weigel und er jedenfalls nach Prag.

Ausweise sind auch im heutigen Europa ein Thema. Manches ist über die Jahrzehnte leichter geworden, anderes in den letzten Jahren schwieriger. Am 28. Februar 1986 unterzeichnen zwölf Mitgliedsstaaten die „Einheitliche Europäische Akte“ – damit soll der Binnenmarkt (mit dem freien Verkehr von Personen) bis zum 31.12.1992 verwirklicht werden.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Fragen und Antworten.

 

27. Februar

Heute ist Schweden mit zwei besonderen Tagen „dran“.

Am 27. Februar 1477 erteilt Papst Sixtus IV. in einer Bulle seine Einwilligung, in Schweden ein Studium Generale wie in Bologna einzurichten. Damit wird die Universität Uppsala – die älteste Universität Schwedens – gegründet. Nächstes Jahr wird dort das 550. Jubiläum gefeiert!

Am 27. Februar 1974 wird Schweden durch einen Parlamentsbeschluß – Annahme einer neuen Verfassung – zu einer parlamentarischen Monarchie. Schon eine wichtige Veränderung!

Am 27. Februar 1531 wird der Schmalkaldische Bund geschlossen. An diesem Tag unterschreiben die in Schmalkalden versammelten protestantischen Fürsten und Städtevertreter einen Vertrag, in dem sie sich verpflichten, sich gegenseitig Beistand zu leisten, falls einer von ihnen wegen seines Glaubens angegriffen werden sollte. Im Museum Schloß Wilhelmsburg in Schmalkalden kann man dazu eine neue Daueraustellung sehen (ich war letztes Jahr allerdings nur in der Ausstellung zum Bauernkrieg und zu Luther).

Am 27. Februar 493 sind die Einwohner*innen von Ravenna sicherlich erleichtert. Nach der Rabenschlacht sind Odoaker und Theoderich der Große endlich zu Friedensgesprächen bereit. Bischof Johannes schlägt ihnen vor, Italien zukünftig gemeinsam zu regieren. Am 27. Februar 493 stimmen beide diesem Vorschlag zu.

Der Frieden zwischen den beiden hält leider nicht lange. Nur wenig Zeit ist auch der ersten Frauenzeitschrift namens „The Ladies‘ Mercury“ vergönnt, die am 27. Februar zum ersten Mal in London erscheint. Aber immerhin versucht der Verleger John Dunton es – seine Idee ist einfach zu früh für seine Zeit!

Damit wünsche ich Euch einen friedlichen Abend mit angenehmen Nachrichten.

 

26. Februar

Den Februar habe ich jetzt fast geschafft. Gar nicht so schlecht. Mal schauen, wie weit ich komme….

Am 26. Februar 1808 kommt Honoré Daumier in Marseille zur Welt. Ich mag vor allem seine Karikaturen. Die erste Zeichnung von Daumier sehe ich 1991 in Köln in der Anwaltskanzlei, in der ich mein Praktikum absolviere (und danach dann auch weiter „jobbe“). „Mein“ Anwalt ist sehr kunstinteressiert und so hängt da auch ein Druck von Daumier, natürlich mit einer Justizszene. Ich mag den Druck sehr und so besuche ich einige Jahre später in Berlin (da bin ich schon längst nicht mehr in dieser Kanzlei) die Daumier-Ausstellung im Liebermann-Haus am Brandenburger Tor und vor zwei Jahren dann auch die Ausstellung im Frankfurter Städel-Museum.

Am 26. Februar 1901 erscheint das Werk „Buddenbrooks“ von Thomas Mann in zwei Bänden. In Lübeck ist das ein Skandal – zuviele erkennen sich (vermeintlich) in dem Roman wieder. Es kursieren sogar „Schlüssellisten“. Richtig erfolgreich wird der Roman aber erst ab 1903 als er in einem Band erscheint. 1929 erhält Thomas Mann dafür den Literatur-Nobelpreis.

An einem 26. Februar – nur einige Jahre früher – nämlich im Jahr 1564 wird der englische Dichter und Dramatiker Christopher Marlowe in Canterbury getauft. Er wird als Vater des englischen Dramas und als wichtiger (möglicherweise sogar als wichtigster) Vorläufer von William Shakespeare angesehen. Über seinen Tod weiß man alledings wenig, er erscheint sogar mysteriös – was für einen Dramatiker schon interessant ist.

Auch ein großer französischer Autor kommt am 26. Februar zur Welt – Victor Hugo. Seinen Roman „Der Glöckner von Notre Dame“ verbinde ich mit elend langen Schilderungen von Paris, gar nicht so einfach, da durchzuhalten. Was für mich aber zusätzlich interessant ist, dass er sich – zusammen mit Honoré de Balzac – für das Urheberrecht einsetzt.

Am 26. Februar 1829 kommt jemand zur Welt, der unsere Bekleidung revolutionieren wird – Levi Strauss. In den USA wird er – mit der noch nicht patentierten Erfindung von Jacob Davis, die Nähte von Hosen mit Nieten zu verstärken – zum Jeans-Fabrikanten. Und Jacob Davis arbeitet bis zu seinem Tod für die Levi Strauss Company.

Im Jahr 1875 kommt Hans Böckler zur Welt. Er engagiert sich früh in der Gewerkschaft und wird nach dem zweiten Weltkrieg der erste Vorsitzendes des DGB. Wenige Wochen vor seinem Tod erzielt er mit Konrad Adenauer eine Einigung über die Montanmitbestimmung. Nach ihm wird die „Hans-Böckler-Stiftung“ benannt.

Damit wünsche ich Euch einen Abend in anregender Umgebung und mit viel Begeisterung und Engagement.

 

25. Februar

Ein gutes Motto für den heutigen Tag könnte „Anfänge“ sein – denn an diesem Tag fängt einiges an.

So beginnt am 25. Februar 1489 die Unabhängigkeit Monacos – ein nicht unwichtiges Datum für dieses ja doch eher kleine aber schön gelegene Gebiet.

Am 25. Februar 1837 erhält Thomas Davenport das weltweit erste Patent auf einen Elektromotor. Er ist nicht der (erste) Erfinder, aber tatsächlich der erste, der daran denkt, ein Patent zu beantragen. Bei seiner Entwicklung spielt auch das Hochzeitskleid seiner Frau eine wichtige Rolle.

Am 25. Februar 1591 kommt Friedrich Spee in Kaiserswerth zur Welt. Er wird Priester und wird sich gegen die Hexenverfolgung engagieren. Mit seiner Schrift „Cautio criminalis“ – die aus Zensurgründen allerdings nicht unter seinem Namen erscheint – tritt er für Menschenrechte und gegen Folter ein. Tatsächlich tragen seine Aktivitäten zum Ende der Hexenverfolgung bei. Ich bin Friedrich Spee in der Eulenburg in Rinteln „begegnet“, wo es eine sehr gute Ausstellung zum Thema Hexenprozesse gibt. Das Buch von Spee wurde 1631 übrigens in Rinteln gedruckt.

Am 25. Februar 1670 kommt Maria Margaretha Kirch in der Nähe von Leipzig zur Welt. Sie gilt als erste Frau, die einen Kometen entdeckt.

Am 25. Februar 1841 kommt Pierre-Auguste Renoir zur Welt. Mit 13 Jahren beginnt er eine Ausbildung als Porzellanmaler, sein großes Talent wird schnell erkannt. Das Unternehmen besteht jedoch nicht lange und so studiert Renoir schließlich Malerei. Er ist der Mitentwickler eines neuen Malstils, den wir heute als Impressionismus bezeichnen. In Paris gibt es in diesem Jahr zwei Renoir-Ausstellungen.

Am 25. Februar 1873 kommt Enrico Caruso in Neapel zur Welt. Seine Stimme gilt noch heute als einmalig, so manche Anekdote rund um seine Person sicherlich auch.

Sehr begabt ist auch Helene Jacobs. Sie kommt am 25. Februar 1906 zur Welt. Ihr Studium muß sie 1933 allerdings abbrechen, da sie nicht bereit ist an nationalsozialistischen Pflichtveranstaltungen teilzunehmen. Ab 1939 engagiert sich sich im Widerstand.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Anfängen.