20. September

Manchmal zwischendurch – besonders an den Tagen, an denen ich am Abend besonders müde bin (und ich komme meistens erst am Abend zu, den jeweiligen Beitrag zu schreiben) – zweifele ich ja, ob ich bis zum Jahresende durchhalte. Kleine Etappenziele wie „Ende dieses Monats“ sind da hilfreich. Netterweise ist das Ende dieses Monats auch das Quartalsende. Wenn ich also bis „dahin“ komme, dann habe ich drei Viertel des Jahres geschafft. Ob ich das hinbekomme?

Am 20. September sticht Ferdinand Magellan von Sanlúcar de Barrameda in Südspanien aus in See. Er wird (mit seiner Mannschaft) der erste Europäer, der den Pazifik befährt, gleichzeitig wird die Reise wird als erste Weltumsegelung angesehen (wobei Magellan selbst nicht mehr nach Spanien zurückkehren wird). Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig hat ihm ein literarisches Denkmal gesetzt.

Am 20. September 1878 kommt Upton Sinclair in Baltimore/Maryland zur Welt. Er wird ein Schriftsteller, der in seinen Werken sowohl Sozial- als auch Medienkritik aufnimmt. Sein (sehr lesenswerter) Roman „The Jungle“ wird gleichzeitig sein Durchbruch und ein Bestseller. In der Folge kommt es auch zu Verbesserungen der Bedingungen in den Schlachthöfen.

Am 20. September 1898 erscheint die erste Ausgabe der Berliner Morgenpost. Leopold Ullstein ist der Gründer und Verleger, der österreichische Journalist und Schriftsteller (132 Romane!) Arthur Brehmer der erste Chefredakteur. Bereits nach zwei Monaten hat die Zeitung 40.000 Abonnenten. Gute Recherche und Sinn für Aktualität gehören zum damaligen Erfolgsrezept.

Am 20. September 1946 beginnen die ersten internationalen Filmfestspiele in Cannes. Mitgründer der Festspiele und Präsident der ersten Jury ist der französische Historiker Georges Huisman. Eine goldene Palme gibt es damals noch nicht, 11 Filme werden gleichberechtigt ausgewählt. Die beim Festival teilnehmenden Filme findet man hier.

Am 20. September 1973 wird beschlossen, die Notrufnummern 110 und 112 bundesweit einzuführen. Das ist ein Erfolg der Björn Steiger Stiftung, denn bis zu diesem Zeitpunkt hat jede Stadt oder Gemeinde ein eigenes Konzept und eigene Notfallnummern. Hilfe (vor allem lebensrettende Hilfe) kommt dadurch oft zu spät. Der Stiftungspräsident Siegfried Steiger fordert die Innenminister in einem 15-Punkte-Plan zu einer einheitlichen Lösung auf. Als die einheitliche Lösung trotzdem nicht kommt, verklagt er das Bundesland Baden-Württemberg und die Bundesrepublik Deutschland. Er verliert die Klage am 3. September 1973, aber das Klageverfahren bringt so viel Aufmerksamkeit, dass die einheitlichen Notrufnummern am 20. September 1973 beschlossen werden.

Damit wünsche ich Euch einen Abend, an dem Ihr den Mut und die Ausdauer habt, Dinge zum Guten zu verändern.

 

19. September

Am 19. September 1188 erhält Lübeck das „Barbarossa-Privileg“. Damit legt Kaiser Friedrich I. die Gebietsgrenzen von Lübeck fest und regelt auch Fragen zum Recht und zur Gerichtsbarkeit. Das Privileg fördert jedenfalls die Entwicklung von Lübeck zu einem nordeuropäischen Handelszentrum.

Am 19. September 1783 startet die erste Montgolfière – ein nach den Gebrüdern Montgolfier benannter Heißluftballon – mit „Passagieren“ (und „Passagiere“ ist tatsächlich eine riesengroße Übertreibung!) vom Schloß Versailles aus. Die Passagiere? Ein Hahn, eine Ente und ein Hammel (oder ein Schaf). Die Montgolfière fährt einige Minuten, die „Passagiere“ leben, die Geschichte der Heißluftballone beginnt!

Am 19. September 1893 wird in Neuseeland das aktive Wahlrecht für Frauen eingeführt und zwar für alle Frauen ab 21 Jahren (also auch weibliche Maori). Damit ist Neuseeland wohl der erste Staat weltweit, der das aktive Wahlrecht für Frauen einführt. Das passive Wahlrecht folgt erst 1919, da sind andere Staaten dann schon schneller.

Am 19. September 1991 wird „Ötzi“ – eine Gletschermumie aus der späten Jungsteinzeit beziehungsweise Kupfersteinzeit gefunden. Ötzi ist die älteste bekannte natürliche Mumie Europas. Seit einigen Jahren befindet er sich im Archäologiemuseum in Bozen.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit Mut zum Ausprobieren und Ausdauer, wenn etwas nicht sofort gut wird.

18. September

Vermutlich am 18. September 1544 wird im Ort Crépy in der Nähe von Paris der „Frieden von Crépy“ geschlossen. In diesem Frieden akzeptiert Franz I. endgültig den Damenfrieden von Cambrai vom 5. August 1529.

Am 18. September 1819 kommt Léon Foucault in Paris zur Welt. Er wird ein bedeutender Physiker. Im Jahr 1851 führt er einen Pendelversuch vor, mit dem man die Erdrotation „sehen“ beziehungsweise nachweisen kann. Diese Versuchsanordnung wird nach ihm als „Foucaultsches Pendel“ bezeichnet. Mehr über den Versuch im Jahr 1851 kann man hier nachlesen. 1865 wird Foucault schließlich in die berühmte französische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Im nächsten Jahrhundert schreibt Umberto Eco einen Roman mit dem Titel „Das Foucaultsche Pendel“, der im Jahr 1988 erscheint.

Am 18. September 1851 erscheint die erste Ausgabe der New York Times damals noch unter dem Titel „The New-York Daily Times“. Henry Jarvis Raymond und George Jones sind die Gründer.

Ab dem 18. September 1949 versammeln sich über 200 deutsche Aussteller in der Frankfurter Paulskirche zur ersten Buchmesse der Nachkriegszeit. Innerhalb weniger Jahre wird die Frankfurter Buchmesse zu einer großer und erfolgreichen internationalen Veranstaltung.

Am 18. September 1973 werden sowohl die Deutsche Demokratische Republik als auch die Bundesrepublik Deutschland als 133. und 134. Mitgliedsstaat in die Vereinten Nationen aufgenommen. Am 18. September 1990 wird Liechtenstein als 160. und damals kleinster Mitgliedsstaat aufgenommen.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit für Euch offenen Türen und guten Möglichkeiten.

17. September

Am 17. September 1904 meldet der Drogist Max Riese die Penaten-Creme zum Patent an. Im Prinzip handelt es sich bei der Penaten-Creme um eine Zinksalbe mit Zitronenaroma. Den Namen hat die Ehefrau von Max Riese vorgeschlagen – die Penaten sind die aus dem antiken Rom bekannten Schutzgötter des Haushalts. Und ja, die Creme wird eine Erfolgsgeschichte.

Am 17. September 1991 steht die erste Version von Linux zum Download bereit. Spannend, was sich seitdem – gerade auch zum Thema Open Source – entwickelt hat. Und ja, das Thema Linux ist immer noch oder gerade wieder (Stichwort digitale Souveränität) sehr spannend.

Am 17. September 1913 kommt Robert Lembke in München zur Welt. Er wird ein berühmter Journalist und Fernsehmoderator. In meiner Kindheit habe ich gelegentlich auch Sendungen mit ihm gesehen (ja, so alt bin ich schon….). Ich habe nie geahnt, welche Geschichte er mit sich herumgetragen hat. Und einerseits verstehe ich, dass er das nie angesprochen hat, andererseits frage ich mich, ob er es den Menschen damit nicht zu einfach gemacht hat.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit offenen Augen, offenen Ohren und offenen Armen für die Menschen um Euch herum.

16. September

Manchmal ist die Frage, ob etwas gut oder schlecht ist, ja eine Frage der Perspektive. Das gilt auch für den heutigen Tag. Denn am 16. September 1620 startet die Mayflower mit den Menschen, die später als „Pilgrim Fathers“ bezeichnet werden, aus Plymouth nach Amerika. 102 Passagiere sind an Bord, die nach Virginia wollen. Tatsächlich reisen sie in eine ungewisse Zukunft, denn sie kommen nicht einmal in Virginia an. Aber davon könnte ich an einem anderen Tag erzählen. Denn erst einmal haben sie sich auf den Weg gemacht!

Eine andere Geschichte beginnt am 16. September 1810. Manuel Hidalgo ist Mitglied eines „Geheimbundes“ in Mexiko, der das Ziel hat an einem Tag alle Spanier zu verhaften und eine nationale Regierung zu errichten. Der Plan wird jedoch verraten, die Mitglieder allerdings rechtzeitig gewarnt. Am Morgen des 16. September läßt Hidalgo die Kirchenglocken läuten, um die Kirchengemeinde zum Kampf aufzurufen. An der Schwelle der Kirche ruft Hidalgo die Menschen zu einem Kreuzzug gegen die Spanier auf. 600 Menschen kommen zusammen und ziehen los. Seit 1824 ist der 16. September deswegen übrigens ein mexikanischer Nationalfeiertag.

Gut oder nicht gut, darum kümmert sich auch die Stiftung Warentest. Am 16. September 1964 beschließt die Bundesregierung die Gründung der Stiftung Warentest. Sie wird ein großer Erfolg. Auch heute noch informieren sich Menschen über die Testergebnisse und werben Unternehmen mit den Testergebnissen der Stiftung Warentest.

Wirklich gut – auch wenn man über Geschmack immer streiten kann – ist die Eröffnung der Pinakothek der Moderne in München am 16. September 2002. Gelegentlich finden dort auch digitale Führungen statt (meines Wissens immer noch kostenlos), man findet diese digitalen Veranstaltungen im Programm.

Und auch das Leben zweier interessanter Schriftsteller*innen beginnt an einem 16. September: am 16. September 1851 kommt Emilia Pardo Bazán in A Coruña zur Welt. Ihre Bücher – insbesondere „La Tribuna“ – werden mir während meines Praktikums in einer Anwaltskanzlei in Barcelona empfohlen. Und ja, müßte ich mal wieder lesen…. Am 16. September 1908 kommt Friedrich Torberg in Wien zur Welt. Er wird unter anderem den Roman „Der Schüler Gerber“ schreiben, außerdem wird er die Bücher von Ephraim Kishon übersetzen (letzteres wußte ich bis eben noch nicht).

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit verheißungsvollen Anfängen und Freude an der Fortführung dieser Anfänge.

 

15. September

Ein spannender Tag. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn am 15. September 1890 kommt Agatha Christie in Torquay zur Welt. Sie wird Schriftstellerin und zwar eine sehr bedeutende Autorin von Kriminalromanen. Ich habe ziemlich viele ihrer Krimis gelesen – natürlich auch mit Miss Marple oder Hercule Poirot.

Was für Leser*innen Spannung bedeutet, kann im echten Leben durchaus Angst auslösen. Mit diesem Thema hat sich der am 15. September 1902 in Chemnitz geborene Fritz Riemann auseinandergesetzt. Das Hauptwerk des Psychologen ist „Grundformen der Angst“. Ich habe das Buch vor vielen Jahren von einer ehemaligen Klassenkameradin zum Geburtstag geschenkt bekommen und dann leider verliehen und nicht zurückbekommen. Glücklicherweise hatte ich es vorher aber gelesen. Ich fand das Buch sehr interessant.

Der am 15. September 1756 in Hameln geborene Karl Philipp Moritz wiederum schreibt einen psychologischen Roman, nämlich „Anton Reiser“. In dem Roman versucht ein Jugendlicher aus einer armen Familie aus der engen Welt seiner Eltern auszubrechen. Tatsächlich habe ich das Buch hier irgendwo stehen, aber bisher noch nicht gelesen (ich glaube ich habe Lesevorräte für so viele Jahre, dass ich sehr alt werden müßte, um tatsächlich alles zu lesen…..). Interessanterweise wird dieser Typ „Roman“ auch als „Bildungsroman“ bezeichnet.

Womit wir beim 15. September 1835 ankommen: an diesem Tag erreicht der junge Charles Darwin mit der Beagle die Galapagosinseln. Mehrere Wochen lang untersucht er die Vulkanlandschaften und sammelt Pflanzen- und Tierproben. Fünf Jahre dauert die Reise insgesamt und Darwin schreibt einen Reisebericht, der 1839 auch herausgegeben wird. Was wiederum auf unsere Bildung Einfluß hat…..

Der Gedanke der Insel – allerdings einer besonders einsamen Insel – kommt auch in dem Roman „Morels Erfindung“ (La invención de Morel) zum Tragen. In diesem Roman des am 15. September 1914 in Buenos Aires geborenen Adolfo Bioy Casares gerät ein Mann auf der Flucht vor der Justiz auf eine einsame Insel. Mehr verrate ich nicht, das Buch klingt aber sehr spannend!

Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Ideen, spannenden Erkenntnissen und Geborgenheit.

14. September

Am 14. September 1396 geben sich die Kölner eine neue Verfassung. Der Bürgermeister, der Rat und die Gemeinde in Form der 22 Gaffeln legen im sogenannten Verbundbrief fest, wie sich der städtische Rat zusammensetzt. Bis 1797 gilt diese Verfassung.

Im Jahr 1752 führt Großbritannien mit Irland und den amerikanischen Kolonien den gregorianischen Kalender ein. Auf den 2. September nach dem julianischen Kalender folgt deswegen der 14. September nach dem gregorianischen Kalender. Jemand ging also am Mittwoch dem 2. September zu Bett und wachte am Donnerstag dem 14. September wieder auf. Auch eine Art Langschläfertum…..

Am 14. September 1769 kommt Alexander von Humboldt in Berlin zur Welt. Er wird ein bedeutender Wissenschaftler und Forschungsreisender. Seine Reisen kann man hier nachvollziehen. Interessant ist auch, dass er als Pionier des ökologischen Denkens gesehen wird. Insbesondere die Aussage „Alles ist Wechselwirkung.“ unterstreicht diesen Denkansatz.

Am 14. September 1770 führt Johann Friedrich Struensee in Dänemark die Pressefreiheit ein. Vom Leibarzt des dänischen Königs steigt Struensee zum mächtigsten Mann im Staat auf, ausgestattet mit einer Generalvollmacht. Diese Vollmacht nutzt er, um Dänemark im Sinne der Aufklärung zu verändern. Dazu gehört auch die Einführung der Pressefreiheit – die auch nach seiner Hinrichtung bestehen bleibt.

Am 14. September 1817 kommt Theodor Storm in Husum zur Welt. Er wird ein Jurist und ein Schriftsteller. Seine Werke habe ich relativ früh entdeckt und mir als Geschenk gewünscht. Seitdem habe ich eine 5-bändige Ausgabe, die ich auch schon während meiner Schulzeit komplett gelesen habe (was nicht heißt, dass ich mich an alle Geschichten erinnere). Auch im Museum in Husum war ich vor ein paar Jahren – an einem grauen Tag, passend zum Gedicht „Die Stadt“.

Am 14. September 2003 findet in Estland ein Referendum statt. Es geht um die Frage, ob Estland der EU beitreten soll. 66,8% sind dafür.

Damit wünsche ich Euch einen Abend voller guter Erkenntnisse und mit viel Freiheit, um Gutes zu tun und zu erreichen.

13. September

Am 13. September 1819 kommt Clara Wieck in Leipzig zur Welt. Schon in ihrer Jugend gibt sie Klavierkonzerte und sie komponiert. Dann begegnet sie dem – zu dem Zeitpunkt noch unbekannten – Komponisten Robert Schumann. Sie heiratet ihn und bekommt mehrere Kinder. Klavier spielen darf sie aber nur dann, wenn es ihn nicht stört. Als sie 36 Jahre alt ist, stirbt er und sie nimmt – zur Versorgung der Kinder – ihre Konzerttätigkeit wieder auf. Nur zum Komponieren kommt sie selten. Dementsprechend sind heute auch nur wenige Kompositionen von ihr bekannt. Ein paar dieser Stücke kann man hier finden und anhören.

Am 13. September 1830 kommt Marie von Ebner-Eschenbach in Mähren zur Welt. Sie wird eine bedeutende Schriftstellerin. Interessanterweise macht sie auch – für eine Frau zur damaligen Zeit völlig unüblich – eineAusbildung als Uhrmacherin, zusätzlich sammelt sie Uhren. Dies passt gut zu ihrer Novelle „Lotti, die Uhrmacherin“ – übrigens wohl die erste deutschsprachige Novelle über eine Handwerkerin. Besonderes bekannt wird sie mit „Krambambuli“.

Am 13. September 1951 wird in Düsseldorf das neue Schauspielhaus eingeweiht – der Intendant heißt Gustav Gründgens und eröffnet wird mit Schillers „Die Räuber“, wobei Gründgens eine der Hauptrollen selbst spielt.

Am 13. September 1993 unterzeichnen Israel und die PLO in Washington das Oslo-Abkommen, in dem es um eine Rahmenvereinbarung und Prinzipien zur vorübergehenden Selbstverwaltung geht. Ich kann mich an diese Zeit noch gut erinnern…..

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Plänen und faszinierenden Fähigkeiten.

12. September

Am 12. September 1740 kommt Johann Heinrich Jung, genannt Jung-Stilling, im Siegerland zur Welt. Er wird ein Augenarzt, Wirtschaftswissenschaftler und Schriftsteller. Besonders bekannt wird er durch Goethe. Jung-Stilling schreibt den ersten Teil seiner Lebenserinnerungen mit dem Titel „Heinrich Stillings Jugend. Eine wahrhafte Geschichte“ kurz nach seinem Weggang vom Studienort Straßburg für seine Studienfreunde. Goethe . ein Studienfreund von Jung-Stillung – läßt das gekürzte Werk 1777 in Berlin drucken. Es wird das literarische Ereignis des Jahres!

Am 12. September 1873 kommt Gertrud Bäumer in Hohenlimburg zur Welt. Sie wird eine Frauenrechtlerin  Politikerin und Schriftstellerin. Zunächst studiert sie Theologie, Germanistik, Philologie und Nationalökonomie in Berlin und wird schließlich Lehrerin. Zusätzlich wird sie die Assistentin von Helene Lange, die wegen einer Augenkrankheit nur noch eingeschränkt arbeiten kann. Aus einer publizistischen Zusammenarbeit entwickelt sich eine Freundschaft und dann auch eine Lebensgemeinschaft. Ab 1906 arbeitet sie auch eng mit Friedrich Naumann zusammen, später gründet sie zusammen mit Naumann und weiteren Mitstreitern die Deutsche Demokratische Partei (DDP). Von 1920 bis 1930 ist sie die stellvertretende Vorsitzende in der DDP, bis 1932 hat sie auch ein Reichtagsmandat.

Am 12. September 1940 entdecken vier Jungen die Höhle von Lascaux (die man auch virtuell besichtigen kann) mit ihren Höhlenmalereien. Eigentlich folgen sie einer Legende – es soll einen Geheimgang geben – dabei entdecken sie den Höhleneingang. Eine große Sensation!

Am 12. September 1949 tritt die Bundesversammlung zur Wahl des ersten Bundespräsidenten in der Pädagogischen Akademie in Bonn zusammen.

Am 12. September 1990 finden die 2 + 4 Gespräche ein erfolgreiches Ende – der völkerrechtliche Vertrag zwischen den beiden deutschen Staaten, Frankreich, Großbritannien, den USA und Russland wird an diesem Tag in Moskau unterzeichnet.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit überraschenden Erkenntnissen und Entdeckungen.

11. September

Im Jahr 1543 veröffentlicht Nikolaus Kopernikus sein Hauptwerk, in dem er beschreibt, dass die Erde und die anderen Himmelskörper sich um die Sonne drehen. Wenig überraschend sind nicht alle über seine Erkenntnisse „begeistert“. Die katholische Kirche verbietet sein Werk im Jahr 1616 sogar. Erst am 11. September 1822 ändert sich das, das Werk darf wieder gedruckt und veröffentlicht werden, die kopernikanische Lehre wird damit anerkannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/De_revolutionibus_orbium_coelestium

Am 11. September 1903 kommt Theodor W. Adorno in Frankfurt am Main zur Welt. Er wird ein Philosoph, Soziologe, Musikkritiker und Komponist (wobei mich die beiden letztgenannten gerade überrascht haben, das finde ich sehr spannend). Er ist ein wichtiger Vertreter der Frankfurter Schule. Mit seiner deutlichen Kritik an den „kapitalistischen Verhältnissen“ gilt er als geistiger Vater der bundesdeutschen Studentenbewegung. Während er die Kritik der Studierenden durchaus teilt, steht er den Themen Gewalt und Aktionismus allerdings ablehnend gegenüber.

https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_W._Adorno

Am 11. September 1885 kommt David Herbert Lawrence in England zur Welt. Er wird ein bedeutender Schriftsteller, der allerdings aufgrund seiner offenen und freizügigen Darstellung von Liebe und Erotik es gelegentlich mit Zensur zu tun hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/D._H._Lawrence

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit interessanten und mutigen Erkenntnissen.