Es ist der 31. März und ich habe tatsächlich drei Monate lang jeden Abend einen Blogbeitrag geschrieben (und ich werde das voraussichtlich auch weiterhin tun). Es ist zum einen schon ein relativ großer Zeitaufwand. Andererseits – und das ist wichtig – denke ich bei der Recherche und beim Schreiben eben auch darüber nach, was sich so im Laufe der Zeit – und dabei meine ich Zeit durchaus in einem großen Sinn – verändert hat. Ebenso ist es spanned zu lesen, wer wann an welcher Stelle etwas verändert hat. Mir hilft es immer wieder, nicht in der Betrachtung des Negativen zu versinken – das ich natürlich auch jeden Tag wahrnehme. Also weiter. Auch heute.
Heute Morgen habe ich – eher zufällig – bei Bluesky gelesen, dass heute der Internationale Tag der Trans*Sichtbarkeit ist. Es ist schön eine derart vielfältige Timeline zu haben. Diesen Tag gibt es übrigens seit 2009.
„Etwas“ älter ist die Schlichtungsurkunde, in der die Stadt Dresden das erste Mal erwähnt wird. Am 31. März 1206 schlichtet Markgraf Dietrich einen Streit zwischen dem Bischof von Meißen und dem Burggrafen von Dohna. Sie streiten sich um die Burg Thorun. Die Urkunde wird in Dresden ausgestellt – das steht am Ende der Urkunde und ist die erste Erwähnung (den konkreten Satz kann man hier übrigens sehen).
Am 31. März 1596 kommt René Descartes in Frankreich zur Welt. Er wird Mathematiker, Naturwissenschaftler und Philosoph. Sein wichtigster und bekanntester Satz ist „Cogito ergo sum“ – „Ich denke, also bin ich.“ Er zweifelt, er begründet die moderne Philosophie und er setzt sich mit dem Selbstbewußtsein auseinander. Schon ein faszinierender Gedanke.
Am 31. März 1899 wird in Paris der Eiffelturm eingeweiht. Die Pariser bezeichnen ihn als Schandfleck und eigentlich soll er nach 20 Jahren wieder abgerissen werden. Bekannte Persönlichkeiten – darunter Alexandre Dumas, Charles Gounod und Guy de Maupassant protestieren sogar gegen den Bau des Eiffelturms. Aber am 31. März 1899 ist es dann soweit – Gustave Eiffel steigt mit einer Delegation auf den Turm und hisst die französische Trikolore. Der Protest wandelt sich bald in Begeisterung. Mittlerweile ist der Eiffelturm denkmalgeschützt und auch Unesco Weltkulturerbe.
Zum hohen Eiffelturm passt die himmlische Musik von Johann Sebastian Bach. Bach kommt am 31. März 1685 in Eisenach zur Welt. Er wird – wie vermutlich fast jede*r weiß – Musiker und Komponist. Zum Ausklang dieses Tages empfehle ich Euch dieses wunderschöne Musikstück von ihm.
Damit wünsche ich Euch einen himmlischen Abend.