30. Juli

Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn ein Ereignis, das schon lange zurück liegt, konkret datiert werden kann. Auch heute geht es mir so, denn: Am 30. Juli 762 gründet der Kalif al-Mansūr seine neue Hauptstadt Bagdad. Der zeitgenössische Besucher der Stadt und Essayist Al-Jahiz, der im Jahr 816 sogar nach Bagdad zieht, schwärmt regelrecht über die Stadt – hier kann man mehr über die Stadt und über seine Beschreibung nachlesen. Interessant ist aber auch, dass Bagdad damit im Vergleich zu anderen Städten in der Region sehr jung ist.

Am 30. Juli 1511 kommt Giorgio Vasari in Arezzo in Italien zur Welt. Er wird ein Architekt, Maler und vor allem Schriftsteller der Renaissance. Seine Künstlerbiographien machen ihn zum Begründer der Kunstgeschichte, allerdings sind seine Geschichten wohl eher literarisch inspiriert als historisch wahr. Eine spannende Diskussion!

Am 30. Juli 1751 kommt Maria Anna Mozart zur Welt, die ältere Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart. Sie wird eine hochbegabte Musikerin und wohl auch eine Komponistin, leider sind ihre Kompositionen wohl nicht überliefert (oder können ihr zumindest nicht zugeordnet werden).

Am 30. Juli 1775 kehrt James Cook von seiner zweiten Südseereise nach England zurück. Drei Jahre und 18 Tage hat seine zweite Reise gedauert. Bemerkenswert ist vor allem, dass von seiner Besatzung von ingesamt 112 Mann nur vier Männer gestorben sind, davon keiner an Skorbut.

Am 30. Juli 1792 zieht ein Freiwilligenbataillon aus Marseille in  Paris ein. Dabei singen sie das Marschlied „Chant de guerre pour l’armée du Rhin“. Das Lied wird zum Kampflied der französischen Revolution und weil die Singenden aus Marseille kommen, wird das Lied als „Marseillaise“ bezeichnet. Noch heute ist es die französische Nationalhymne. Hier kann man sie anhören (und den Text mitlesen).

Am 30. Juli 1818 kommt Emily Brontë in Yorkshire zur Welt. Sie wird eine Schriftstellerin. Unter dem Pseudonym „Ellis Bell“ veröffentlicht sie ihren einzigen Roman „Wuthering Heights“ (deutsch „Sturmhöhe„). Ihr Roman wird ein Klassiker der englischen Literatur.

Am 30. Juli 1935 werden die allerersten Penguin-Taschenbücher verkauft. 10 Bücher stehen an diesem Tag zur Auswahl – jeweils zum Preis von sechs Pence. Zur den ersten Büchern gehören „A Farewell to Arms“ von Ernest Hemingway und ein Kriminalroman von Agatha Christie. Eine erfolgreiche Geschichte – denn ich habe hier ziemlich viele Taschenbücher von Penguin im Regal stehen.

Und zu guter letzt ist der 30. Juli auch der Internationale Tag der Freundschaft, dazu gibt es sogar eine UN-Resolution!

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit schönen Erinnerungen und fröhlichen Gedanken.

 

 

29. Juli

Vom 18. Mai bis zum 29. Juli 1899 finden in Den Haag die Haager Friedenskonferenzen statt. Vertreter von 29 Staaten (darunter die europäischen Staaten, die USA, Japan und China) nehmen teil. Am 29. Juli 1899 beschließen sie die sogenannte „Haager Landkriegsordnung“ – die Konvention für die friedliche Regelung internationaler Streitigkeiten. Den Text der Konvention kann man hier nachlesen. Spannend finde ich in dem Zusammenhang, dass der russische Zar Nikolaus die Haager Friedenskonferenzen 1898 anregt – wohl mit der Begründung, dass sonst eine Katastrophe drohe (was ja – mit dem Wissen von heute – nicht so ganz falsch ist…..).

Am 29. Juli 1905 kommt Dag Hammarskjöld in Jönköping in Schweden zur Welt. Er wird ein schwedischer Politiker und Diplomat. Vor allem wird er der zweite Generalsekretär der Vereinten Nationen. von 1953 bis zu seinem Tod im Jahr 1961 bleibt er im Amt. Er prägt die Vereinten Nationen entscheidend und schafft es auch, internationale Konflikte zu lösen – obwohl man ihm das zunächst gar nicht zutraut. 1961 erhält er – als bisher einziger Preisträger – den Friedensnobelpreis nach seinem Tod. Von 1924 bis August 1961 führt er ein Tagebuch. Diesem Tagebuch legt er einen Brief an einen Freund bei, dem er darin die Veröffentlichung überläßt. 1963 erscheint das Tagebuch in schwedischer Sprache, die deutschsprachige Fassung erscheint unter dem Titel „Zeichen am Weg“. Hier kann man etwas zu dem Brief an den Freund und zum Tagebuch nachlesen.

Nicht nur um ein Buch geht es bei Fritz Helmut Landshoff, der am 29. Juli 1901 in Berlin zur Welt kommt. Im April 1933 bietet ihm der niederländische Verleger Emanuel Querido an, in seinem Verlag eine deutschsprachige Exil-Abteilung zu gründen. So entsteht der „Querido-Verlag“ in Amsterdam. Er wird der wichtigste Verlag des deutschsprachigen Exils, namhafte Autor*innen wie zum Beispiel Lion Feuchtwanger, die schreibenden Mitglieder der Familie Mann, Vicki Baum und Irmgard Keun veröfentlichen dort ihre Werke und erhalten ihr Honorar als (geringe) monatliche Zahlungen, die ihnen das Überleben im Exil ermöglichen. Über den Querido-Verlag gibt es – natürlich – auch ein Buch.

Am 29. Juli 1805 kommt Alexis de Toqueville in Verneuil-sur-Seine in Frankreich zur Welt. Er wird ein Historiker, Politiker und Publizist. Im Jahr 1826 beauftragt ihn die französische Regierung, das Rechtssystem und den Strafvollzug in den Vereinigten Staaten von Amerika zu studieren. Zusammen mit seinem Freund Gustave de Beaumont bereist er das Land. Zusätzlich zu der beauftragten Arbeit – für die beide einen Preis der Académie française erhalten – entstehen aus dieser Reise seine Bücher „Über die Demokratie in Amerika“. Mit diesem Hauptwerk begründet er im Prinzip die vergleichende Politikwissenschaft. 1841 wird er schließlich selbst Mitglied der Académie française.

Am 29. Juli 1856 kommt Margaretha Meijboom in Amsterdam zur Welt. Sie wird Publizistin, Übersetzerin (aus skandinavischen Sprachen) und eine Verfechterin der Genossenschaftsbewegung. Witzig finde ich, dass sie wohl teilweise ziemlich „frei“ übersetzt – ihr nicht gefallende Passagen läßt sie zum Teil einfach weg……

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Büchern, schönen Geschichten und spannenden neuen Erkenntnissen.

28. Juli

Der 28. Juli ist ein besonderer Tag für Peru. Am 28. Juli 1821 verkündet der Unabhängigkeitskämpfer (auf spanisch wird er als „Libertador“ – also Befreier bezeichnet) Don José de San Martín in Lima die Unabhängigkeit des Landes. Am selben Tag wird er zum Protektor ernannt. Im Prinzip verkündet er die Unabhängigkeit bevor Peru unabhängig ist, die Spanier leisten Widerstand und San Martín muß Simón Bolívar um Unterstützung bitten. Aber dieser Tag – dieser 28. Juli – bleibt den Menschen im Gedächtnis und wird noch heute als Tag der Unabhängigkeit gefeiert.

Im Jahr 1740 stirbt Karl VI. Seine Tochter Maria Theresia tritt – wie von ihm geplant – seine Nachfolge an. Friedrich der Große wittert seine „Chance“ – er ficht die Nachfolge an und beansprucht Schlesien. Er stellt Maria Theresia ein Ultimatum – allerdings wartet er den Ablauf nicht einmal ab, sondern marschiert schon mit seinen Truppen in Schlesien ein. Maria Theresia wehrt sich, aber sie muß (im übertragenen Sinn) an zuvielen „Fronten“ kämpfen. Am 28. Juli 1742 unterzeichnen Preußen und Österreich den sogenannten Frieden von Berlin, Preußen erhält damit einen größeren Teil von Schlesien.

Am 28. Juli 1917 findet in New York ein Schweigemarsch statt, eine sogenannte „Silent Parade“. Etwa 10.000 Afroamerikaner protestieren gegen Gewalt, insbesondere gegen kurz zuvor begangene Lynchmorde. Es ist eine der ersten großen Massendemonstrationen gegen rassistische Gewalt und Diskriminierung.

Am 28. Juli 1902 kommt Karl Popper in Wien zur Welt. Er wird ein bedeutender Philosoph. Vor allem wird er in seinem Buch „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ das „Toleranzparadoxon“ beschreiben. Ein sehr aktuelles Thema und ein wichtiges Buch!

Am 28. Juli 1866 kommt Beatrix Potter in London zur Welt. Sie wird eine Kinderbuchautorin und Illustratorin. Peter Rabbit – der von ihr geschaffene Hase – wird mit seinen Geschichten viele Menschen verzaubern.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit Geschichten, die Euch verzaubern.

 

27. Juli

Noch fünf Tage. Bis zum Ende des Monats. Aber auch bis zum Abgabetermin für eine schriftliche Arbeit im Rahmen einer Weiterbildung. Mal sehen, ob ich es schaffe, die Blogbeiträge UND die schriftliche Arbeit fertig zu bekommen….. Aber erst einmal der Blogbeitrag für heute!

Am 27. Juli 1220 erhebt der König (und spätere Kaiser) Friedrich II. Nordhausen zur Reichsstadt. Ein Siegel bekommt die Stadt erst im Jahr 1225. Die Urkunde wird in Würzburg ausgestellt, Nordhausen hat nur eine Abschrift im Stadtarchiv.

Am 27. Juli 1824 kommt Alexandre Dumas der Jüngere in Paris zur Welt. Er ist der Sohn von Alexandre Dumas (dem Autor der „Die drei Musketiere“). Auch der Sohn wird ein Schriftsteller. Die Kameliendame stammt von ihm.

Am 27. Juli 1900 kommt Annemarie Wolff-Richter in Breslau zur Welt. Sie wird zunächst Heilpädagogin, dann Individualpsychologin und Leiterin eines fortschrittlichen Kinderheims in Berlin. Schon 1933 wird sie zum ersten Mal verhaftet, bis 1936 führt sie das Kinderheim „verdeckt“, da sie ein Berufsverbot bekommen hat. 1936 wird sie wieder verhaftet, aber sie kann 1937 entkommen und mit ihrer Tochter und zwölf der ihr anvertrauten Kinder nach Kroatien fliehen. Mehr über Ihr Leben kann man hier und hier erfahren.

Am 27. Juli 1929 unterzeichnen mehr als 40 Staaten ein Abkommen über die Behandlung von Kriegsgefangenen. Es ist ein erster Schritt in Richtung eines humanitären Völkerrechts. Leider und wenig überraschend, finden die Regelungen im zweiten Weltkrieg keine praktische Anwendung.

Am 27. Juli 1969 beschließt der Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates das Gesetz über die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Wie es zu dieser Regelung gekommen ist, kann man hier nachlesen.

Damit wünsche ich Euch einen Abend, an dem Ihr mutig und zuversichtlich für Eure Rechte und die Rechte anderer Menschen eintretet.

 

 

26. Juli

Draußen regnet es gerade. Nicht genug, um die Trockenheit der letzten Wochen aufzufangen, aber doch laut und vernehmlich. Ein schönes Geräusch – vor allem, wenn ich daran denke, wie sehr die Menschen in Frankreich, Spanien und anderen sehr trockenen Regionen sich gerade über Regen freuen würden.

Am 26. Juli 1847 erklärt sich Liberia für unabhängig und bezeichnet sich als „Republik Liberia“. Diese Erklärung wird gleichzeitig mit dem Entwurf der Verfassung verabschiedet. Deshalb ist dieser Tag immer noch der Tag der Unabhängigkeit und ein nationaler Feiertag. Joseph Jenkins Roberts, der bis zu diesem Tag der Gouverneur von Liberia ist, wird zum ersten Präsidenten der Republik gewählt.

Am 26. Juli 1856 kommt George Bernard Shaw in Dublin zur Welt. Er wird ein Dramatiker, Satiriker und Politiker. Die Lektüre der Werke von Percy Bysshe Shelley macht ihn zum Vegetarier, die Lektüre von Karl Marx führt ihn zu einem lebenslangen politischen und gesellschaftlichen Engagement. Sein Werk „Pygmalion“ ist besonders bekannt – denn wem ist die Blumenverkäuferin „Eliza Doolittle“ noch nicht irgendwo begegnet? Zum Beispiel im Musical „My Fair Lady“….

Am 26. Juli 1887 veröffentlich Ludwik Lejzer Zamenhof als Dr. Esperanto seinen Entwurf zu einer internationalen Sprache. Die Broschüre erscheint zuerst in russischer Sprache und hat 40 Seiten. Das Pseudonym wird zur Name der Sprache: Esperanto.

Am 26. Juli 1875 kommt Carl Gustav Jung im Kanon Thurgau in der Schweiz zur Welt. Er wird ein Psychiater und er wird die analytische Psychologie begründen.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit ausreichend Regen, guten Gedanken und guten Büchern.

 

25. Juli

Die Briten schauen ja gerne mal nach Frankreich und auch nach dem, was da so passiert. So bekommen sie natürlich auch mit, dass im Jahr 1887 in Paris das „Institut Pasteur“ gegründet und 1888 auch eröffnet wird – mit dem Ziel Krankheiten zu erforschen und natürlich auch Erkrankungen zu verhindern. Aber was die Franzosen können, können die Briten natürlich auch. Am 25. Juli 1891 gründen sie „The British Institute of Preventive Medicine“. Räume haben sie allerdings erst ab 1893, aber dann nimmt die Arbeit Fahrt auf – unter anderem im Kampf gegen Diphterie.

Am 25. Juli 1978 haben die Briten in der Medizingeschichte die Nase vorn: an diesem Tag kommt Louise Brown in der Nähe von Manchester zur Welt, das erste durch künstliche Befruchtung gezeugte Kind. Der britische Biologe und Genetiker Robert Edwards hat die Methode zusammen mit Jean Purdy und Patrick Steptoe entwickelt, 2010 erhält er dafür einen Nobelpreis.

Wenn wir schon bei Geburtstagen sind: am 25. Juli 1762 kommt Charlotte von Kalb zur Welt. Sie wird eine Schriftstellerin – wobei sie zu Lebzeiten fast nichts veröffentlicht. Wichtiger ist sie als Förderin und Freundin von Friedrich Schiller und Jean Paul. Auch Hölderlin und Goethe kennt sie persönlich. Nach ihrem Tod veröffentlich ihre Tochter den Roman „Cornelia“.

Am 25. Juli 1896 kommt Josephine Tey in Inverness zur Welt. Sie wird eine erfolgreiche Krimi- und Theaterautorin. Einen ihrer Kriminalromane habe ich vor gar nicht so langer Zeit auch gelesen.

Am 25. Juli 1905 kommt Elias Canetti in Bulgarien zur Welt. Er wird ein Schriftsteller, der sich nicht auf eine Gattung festlegt (oder festlegen läßt). Sowohl der Roman „Die Blendung“ als auch „Masse und Macht“ gehören zu seinem Werk. Er sieht „Hoffnung“ und einen „Weg aus dem Chaos“ als Beruf des Dichters – das klingt – gerade für die heutige Zeit – vielversprechend.

Am 25. Juli 1957 schafft das Parlament in Tunesien die Monarchie ab, Tunesien wird eine Demokratie und der 25. Juli ein Nationalfeiertag.

Etwas älter ist die Zusammenarbeit zwischen Belgien und Luxemburg: am 25. Juli 1921 unterzeichnen Belgien und Luxemburg den Vertrag über die Gründung der Belgisch-Luxemburgischen Wirtschaftsunion.

Am 25. Juli 1994 unterzeichnen Yitzhak Rabin, König Hussein und Bill Clinton in Washington D.C. im Weißen Haus die „Washington Declaration“, die zu einem Friedensvertrag zwischen Israel und Jordanien führen soll.

Damit wünsche ich einen Abend, an dem Ihr gemeinsam mit anderen Menschen neue Wege einschlagen und Gutes erreichen könnt.

24. Juli

Eigentlich müßte ich mich in diesen Tagen vertieft mit dem Thema „KI und Urheberrecht“ beschäftigen. Eigentlich…..  Aber es wäre auch schade, wenn ich jetzt nicht weitermache – wenigstens den Juli möchte ich schon noch vollenden…..

Am 24. Juli 1532 wird in Nürnberg der Nürnberger Anstand verlesen und gesiegelt. Die hessischen Gesandten unterzeichnen den „Waffenstillstand“ allerdings nicht.

Am 24. Juli 1783 kommt Simón Bolívar in Caracas zur Welt. Damals gehört Caracas noch zum Vizekönigreich Neu-Granada, dieses wiederum gehört zu Spanien. Seine Eltern sind beide spanischer Abstammung und wohlhabend, ihnen gehören mehrere Kakaoplantagen, auf denen auch Sklaven beschäftigt werden. Seine Eltern sterben allerdings früh und er lebt in der Obhut seines Onkels und seines Großvaters mütterlicherseits. Seine Lehrer – allen voran Simón Rodríguez – haben aufgrund dieser Konstellation einen relativ großen Einfluß auf ihn. Mit 16 Jahren wird er nach Europa geschickt, um seine Ausbildung fortzusetzen. In Spanien verbringt er 3 Jahre und heiratet sogar. Seine junge Frau stirbt jedoch schon bald. Bolívar entscheidet sich, zu reisen – er unternimmt unter anderem mehrere Reisen durch Europa, auch nach Frankreich. Dort kommt er mit den Ideen und Philosophen der Aufklärung in Berührung. Als er nach „Venezuela“ zurückkehrt, ist er fest entschlossen, diese Ideen auch dort umzusetzen. Bolívar engagiert sich im Unabhängigkeitskampf in Südamerika und wird gleichermaßen ein Befreier als auch ein Unterdrücker. Mehrere Länder sehen ihn – noch heute – als Nationalhelden und Befreier, Bolivien trägt sogar seinen Namen. Diese kurze Dokumentation finde ich zu diesem Thema sehr interessant. Insgesamt eine spannende und für Südamerika wichtige Persönlichkeit!

Am 24. Juli 1802 kommt Alexandre Dumas in Frankreich zur Welt. Er wird ein französischer Schriftsteller – besonders bekannt wird er mit den Romanen „Die drei Musketiere“ (ich habe tatsächlich alle drei Bände gelesen) und „Der Graf von Monte Christo“.

Am 24. Juli 1847 kommt Margarete Steiff in Giengen an der Brenz zur Welt. Als Kind erkrankt sie schwer und ist dadurch teilweise gelähmt. Als junge Frau setzt sie durch, dass sie eine Nähschule besuchen kann und wird eine gute Schneiderin. Ihr Vater richtet ihr im Elternhaus eine Schneiderei ein. Schon bald kann sie eine Nähmaschine kaufen. In einer Modezeitschrift entdeckt sie das Schnittmuster für einen Elefanten. Sie fertigt mit ihren Näherinnen Nadelkissen in der Form von Elefanten für einen Markt in der Nähe – ein großer Erfolg. Sie entwirft und produziert weitere Tiere, 1895 verkauft sogar Harrods ihre Stofftiere.

Am 24. Juli 1897 kommt Amelia Earhart in Atchinson, Kansas zur Welt. Sie wird eine Flugpionierin. 1932 überquert sie als erste Frau den Atlantik im Alleinflug, als zweiter Mensch überhaupt. Außerdem ist sie Vorsitzende der amerikanischen Pilotinnenvereinigung Ninety-Nines.

Am 24. Juli 1900 kommt Zelda Sayre (später Sayre Fitzgerald) in Montgomery, Alabama zur Welt. Sie wird eine Autorin, Malerin und Tänzerin und auch die Ehefrau von F. Scott Fitzgerald (ich muß gestehen, dass ich erst über diese Verbindung auf sie gestoßen bin – das allerdings schon vor vielen Jahren). Im Jahr 1932 veröffentlicht sie den Roman „Save me the waltz“.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit dem Mut und der Zuversicht, für Euch wichtige Dinge im Leben anzugehen.

23. Juli

Am 23. Juli 1532 einigt Kaiser Karl V. sich mit den protestantischen Reichsständen in Nürnberg auf den Nürnberger Religionsfrieden. Wobei es sich nicht um einen dauerhaften „Frieden“ handelt, sondern eher um einen befristeten Waffenstillstand, weshalb die Vereinbarung auch „Nürnberger Anstand“ genannt wird. Die Verhandlungen in Schweinfurt und Nürnberg sind jedenfalls zäh. Erst als beide Seiten sich darauf einigen, dass sie sich auf ein paar wesentliche Punkte beschränken, kommt es zum Durchbruch: Karl V. erklärt sich einverstanden, alle Religionsprozesse am Reichskammergericht sowie die Verfolgung der Protestanten einzustellen. Den im Schmalkaldischen Bund zusammengeschlossenen protestantischen Fürsten verschafft dieser Waffenstillstand eine Rechts- und Friedensgarantie. Dies hat zur Folge, dass die Reformation sich praktisch ungehindert ausbreiten kann.

Sehr viel dauerhafter ist der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, auch EGKS oder Montanunion genannt. Am 23. Juli 1952 tritt er in Kraft. Erst am 23. Juli 2002 läuft er aus und wird nicht verlängert und zwar deswegen, weil alle relevanten Regelungen in den Verträgen zur Europäischen Gemeinschaft aufgegangen sind.

Am 23. Juli 2004 wird die im Bosnienkrieg zerstörte „Alte Brücke“ in Mostar offiziell wiedereröffnet.

Am 23. Juli 1865 kommt Ludwig Sütterlin im Schwarzwald zur Welt. Er wird Grafiker und entwickelt im Jahr 1911 im Auftrag des preußischen Schul- und Kulturministeriums eine Ausgangsschrift für das Erlernen von Schreibschrift in der Schule, die Sütterlinschrift und zusätzlich eine lateinische Ausgangsschrift. Spannend, dass es so viele unterschiedliche Schriften gibt (von denen ich einen ziemlich großen Teil nicht oder nur eingeschränkt lesen kann…..).

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Absprachen und guten Büchern.

22. Juli

Am 22. Juli 1741 erreicht Clara auf dem Segelschiff Knabenhoe Rotterdam. Das Besondere daran: Clara ist ein zahmes Nashorn. Sie ist das erste Nashorn, dass den Seeweg nach Europa lebend übersteht und danach sogar noch einige Jahre (bis 1758) lebt. Clara wird ein Star und tourt mit ihrem Eigentümer – Douwe Mout van der Meer – zumindest bis 1751 durch Europa. Ziemlich viele Menschen haben dadurch die Gelegenheit ein echtes Nashorn zu sehen – und es sieht schon etwas anders aus, als Albrecht Dürer sich das vorgestellt hat…..

Am 22. Juli 1919 findet im Londoner Alhambra-Theater die Uraufführung des Balletts „Der Dreispitz“ statt. Die Musik ist von Manuel de Falla (und sehr schön), die Choreographie von Léonide Massine – basierend auf der gleichnamigen Novelle von Pedro Antonio de Alarcón.

Am 22. Juli 1946 wird in New York die Verfassung der Weltgesundheitsorganisation verabschiedet und von 61 Staaten unterzeichnet. Nach dieser Verfassung ist Gesundheit ein Menschenrecht, konkret heißt es dort (in englischer Sprache): „The enjoyment of the highest attainable standard of health is one of the fundamental rights of every human being without distinction of race, religion, political belief, economic or social condition.“

Am 22. Juli 1984 begründet der Landtag Schleswig-Holstein mit einem Gesetz den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zum 1. Oktober 1985. Das Gebiet wird 1999 erweitert.

Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Wohlbefinden in einer schönen Umgebung.

21. Juli

Am 21. Juli 1960 wird Sirimavo Bandaranaike in Sri Lanka zur ersten weiblichen Premierministerin gewählt. Sie ist damit die erste frei gewählte Regierungschefin der Welt! Sie wird bis zum Jahr 2000 mehrmals Premierministerin von Sri Lanka.

Am 21. Juli 1811 kommt Joseph DuMont in Köln zur Welt. Mit nur 20 Jahren übernimmt er – nach dem Tod seines Vaters – zusammen mit seiner Mutter die von seinem Vater geführten Unternehmen, nach dem Tod der Mutter übernimmt er die Kölnische Zeitung und den Zeitungsverlag. Er stellt als erster Verleger Korrespondenten ein, druckt Leitartikel und führt sowohl einen Zeitungsroman als auch ein regelmäßiges Feuilleton mit Beiträgen renommierter Schriftsteller*innen ein.

Am 21. Juli 1816 kommt Paul Julius Reuter noch unter dem Namen Israel Beer Josaphat in Kassel zur Welt. Er wird ein Bankkaufmann, zieht nach Berlin und später nach London – wo er zum Christentum konvertiert und den Namen Paul Julius Reuter annimmt. 1850 gründet er in Aachen eine Nachrichtenagentur, die Nachrichten zwischen Brüssel und Aachen mit Brieftauben überträgt. Tatsächlich sind die Brieftauben viel schneller als die damals auf dieser Strecke noch üblichen Postkutschen. 1851 werden die Tauben durch eine Telegraphenlinie ersetzt, bald gibt es Telegraphenlinien an vielen Orten der Welt und Reuter hat in allen wichtigen Städten Korrespondenten, die ihm Börsenkurse und Nachrichten melden. So entsteht die Nachrichtenagentur Reuters, die auch heute noch besteht.

Am 21. Juli 1911 kommt Herbert Marshall McLuhan im kanadischen Edmonton zur Welt. Er wird ein Philosoph, Literaturkritiker und Kommunikationstheoretiker – was wiederum gut zu den heutigen Beiträgen passt. Tatsächlich sind seine Werke eine wichtige Grundlage der Medientheorie. Er prägt den Begriff „globales Dorf“ und „Das Medium ist die Botschaft.“ Tatsächlich klingt vieles von dem, was ich gerade über ihn lese, erstaunlich aktuell. Irgendwo muß ich auch ein Buch von ihm haben (nur wo….?), das sollte ich tatsächlich mal lesen!

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit neuen Erkenntnissen und einem wohlwollend kritischen Blick auf Nachrichten und Medien.