Leseliste 2023

Bewertung
*** sehr gut
** gut
* in Ordnung
kein Stern kein Kommentar

6. J. M. Coetzee: The life and Times of Michael K (31.01.2023) **

5. Ari Turunen: Kann mir bitte jemand das Wasser reichen? Eine kurze Geschichte der Arroganz (30.01.2023) ***

4. Doris Langley Moore: A Game of Snakes and Ladders (29.01.2023) ***

3. Alexandre Dumas: Les trois mousquetaires (dt. „Die drei Musketiere) (22.01.2023) ***
Brilliant – dazu gibt es einen eigenen Blogbeitrag!

2. Ralph Knobelsdorf: Des Kummers Nacht (07.01.2023) ***
Ein „Wohlfühlbuch“ – zumindest in einem gewissen Sinne. Es ist ein Krimi, der im Jahr 1855 spielt. Die Geschichte fand ich spannend, besonders interessant fand ich aber den Einblick in die Geschichte der preußischen Polizei und die Frage, wer, wann, was, wie organisiert und aufgebaut hat. Und natürlich enthielt dieses Buch auch Verweise auf weitere Bücher – die Märchen von Gisela von Arnim und die Werke von Fanny Lewald (auch wenn sie als Person im Buch nicht gerade sehr „sympathisch“ rüberkommt).

1. Dawn King: The trials (dt. „Das Tribunal“) (04.01.2023) **
Ein Theaterstück, dass ich gelesen habe, weil ich die Aufführung in Düsseldorf besuchen wollte. Es geht um Klimawandel beziehungsweise Klimakrise. Ein wichtiges Thema, gleichzeitig ein Thema, das im Moment in mancher Diskussion schwierig ist. Als ich vor einiger Zeit zufällig mit einem Menschen, der der letzten Generation nahesteht über dieses Thema diskutiert habe, habe ich etwas provokativ auf Rousseau, den Begriff der „volonté générale“ und die in Frankreich während der französischen Revolution erfolgten Hinrichtungen („Kopf ab“) hingewiesen. Es ist gerade nicht einfach in einer Demokratie derart schwierige Themen „gut“ zu lösen. Relativ kurz nach diesem zufälligen Gespräch habe ich das Theaterstück gelesen. Das Stück spielt in einer dystopischen Zukunft. Eine Jury aus Jugendlichen urteilt in einem verlassenen Gebäude über die Elterngeneration, die die Verantwortung an dieser Situation trägt. So weit, so gut – ja, wirklich gut. Was mich verstörte (und grundsätzlich ist Verstörung erst einmal nichts Negatives) war der Ausgang der jeweiligen „Verfahren“. Ich fühlte mich doch sehr an das Gespräch über Rousseau erinnert. Ich weiß daher auch nicht, ob ich in dieses Stück wirklich gehen möchte….
Hier ist übrigens der Trailer zu diesem Stück.