Kulturliste 2020

18.01.2020: Spiegel im Spiegel – Melanchthonkirche in Düsseldorf ***
Sehr liebevoll gestaltete Veranstaltung mit Texten, Bildern und Musik in der Düsseldorfer Melanchthonkirche, die ich im Düsseldorfer Veranstaltungskalender für Januar entdeckt habe. Die drei Akteure haben schöne Texte – der Tempel der 1000 Spiegel, Gedichte von Jandl, Hesse und Fried, einer Nacherzählung von Ovids Narziß und Echo und Schnweewittchen – vorgetragen beziehungsweise vorgelesen (sehr gute Rezitation!). Zwischen den Texten gab es thematisch passende Musik – einen Spiegelkanon von Bach, ein Menuett mit Spiegelelementen von Haydn, etwas zum Thema „Echo“. Beim Spiegelkanon und beim Menuett wurde sogar „gezeigt“, ob gerade vorwärts oder rückwärts gespielt wird – sehr faszinierend. Unterlegt waren Text und Musik durch schöne Bilder und Fotos, die auf einer großen Wand gezeigt wurden. Übrigens wurde allen Besuchern auch ein kleiner Handspiegel geschenkt – im Deckel dieses Handspiegels steht in Spiegelschrift „Lieblingsmensch“. Sehr viele schöne Details, die mich noch stark über das Thema „Spiegel“ nachdenken lassen.

15.01.2020: Bettina von Arnim: Letzte Liebe. Das unbekannte Briefbuch – Goethe-Museum Düsseldorf ***
Zufällig habe ich durch einen Tweet des Goethe-Museums von dieser Veranstaltung erfahren und bin hingegangen. Ich wußte vorher, daß Bettina von Arnim mit Goethe in Verbindung stand als sie jung war, daß sie die Schwester von Clemens Brentano und Ehefrau von Achim von Arnim war, die ich mit „Des Knaben Wunderhorn“ in Verbindung brachte und daß sie selber auch Bücher geschrieben hat („Die Günderode“ steht ungelesen im Regal …..). Der Abend brachte eine ganz andere „Bettina von Arnim“ zum Vorschein. Eine Frau, die jenseits der 50 ist, sich verliebt, diese Liebe in einer für die damalige Zeit undenkbaren Art sogar zugibt und den Menschen in den sie verliebt ist anderen Menschen (unter anderem den Gebrüdern Grimm) vorstellt, die ihr wichtig sind. Es war ein Abend, der sie als Netzwerkerin und als positive Beeinflusserin zeigte. Es war vor allem ein Abend, der mit einem glänzenden Vortrag von Prof. Dr. Wolfang Bunzel wirklich Lust machte, das Buch irgendwann zu kaufen und zu lesen. Schön, daß er diese Briefe entdeckt und in einem Buch herausgegeben hat.

12.01.2020: Land des Lächelns – Essen ***
Wunderbare Aufführung der Operette „Land des Lächelns“, die auf dem Libretto von Viktor Léon „Die gelbe Jacke“ beruht und erst nach einer Bearbeitung wirklich erfolgreich wurde. Sehr gut fand ich die Einbettung der Geschichte von Lisa und Sou-Chong in das aufziehende dritte Reich, was zum Entstehungszeitpunkt der Operette (1929 als Land des Lächelns in Berlin uraufgeführt). Der Rahmen ist im Grunde genommen eine Theater- oder Revuevorstellung im Berlin der späten 20er Jahre, auf der Bühne findet dann die Geschichte von Lisa und Sou-Chong statt. Mir hat die Aufführung sehr gut gefallen!

08.01.2020: Der Stumme Diener – Essen **
Stücke von Harold Pinter sind ja immer ein bißchen „merkwürdig“. Das gilt auch für dieses Stück. Vielleicht hätte ich den Text vorher lesen sollen, so fehlte mir manchmal ein bißchen das Verständnis, was tatsächlich zum ursprünglichen Stück gehört und was Inszenierung ist. Die Lektüre werde ich bestimmt irgendwann nachholen …..

04.01.2020: Konzert in der St.-Remigius-Kirche in Bonn ** und Beethoven-Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle ***
Dazu habe ich hier etwas geschrieben – den Besuch der Ausstellung kann ich nur empfehlen.

02.01.2020: Else Lasker Schüler-Ausstellung** und Oskar Schlemmer-Ausstellung in Wuppertal **
Ausstellungen in Wuppertal verpasse ich oft, da ich immer meine, es sei ja noch so viel Zeit da ….. Diesen Fehler wollte ich bei den beiden Ausstellungen nicht machen (sie laufen ja nur noch bis Mitte Februar), also war ich direkt Anfang Januar dort.
Else Lasker Schüler ist natürlich eine sehr bedeutende Wuppertalerin – sie wurde in Elberfeld geboren und hat hier auch ihre Jugend verbracht. Mir ist sie allerdings fremd geblieben – auch in der Ausstellung. Vielleicht liegt es daran, daß ihr Leben so unwahrscheinlich bunt war. Trotzdem war es für mich ein guter Ausstellungsbesuch. Ich habe viel über diese für mich so fremde Künstlerin gelernt, über ihr Leben, ihre Kontakte und ihr (auch wirklich buntes) Werk.
Die Schlemmer-Ausstellung habe ich direkt danach besucht. Sehr interessant fand ich die Verbindung zu Dr. Kurt Herberts, der in Wuppertal ein Unternehmen (Lacke und Farben) hatte. Dr. Herberts konnte auch während der NS-Zeit – obwohl er nicht in der Partei war – verfemte Künstler einstellen. So kam Oskar Schlemmer nach Wuppertal. Das Lackballett war mir Anfang 2019 schon begegnet – es gab eine Vorstellung in Düsseldorf, das Lacklabor und das Lackkabinett (eine Art zusammensetzbares „Museum“) kannte ich noch nicht und fand ich sehr spannend.

01.01.2020: Neujahrskonzert in Düsseldorf-Urdenbach ***
Dazu hatte ich hier schon etwas geschrieben – ein schönes Konzert in einer schönen Kirche.

Kulturliste 2019

Lebensfreude bedeutet für mich nicht nur Lesen sondern auch das Besuchen von Theateraufführungen, Konzerten, Museen und Ausstellungen. Leider komme ich nicht immer dazu, über die einzelnen „Ereignisse“ etwas zu schreiben und Twitter nutze ich dafür nur noch selten, daher werde ich hier jetzt zusammenfassen, was ich 2019 so gemacht habe…..
Ähnlich wie bei meiner Leseliste gilt hier auch folgende Bewertung:
Bewertung
*** sehr gut
** gut
* in Ordnung
kein Stern kein Kommentar

28.12.2019: Pest – Eine Spurensuche – Ausstellung im LWL-Museum für Archäologie in Herne ***
Eine sehr interessante Ausstellung über die ich unbedingt etwas ausführlicher schreiben sollte. Der Besuch ist wirklich empfehlenswert!

26.12.2019: Der Nußknacker – Ballett im Aalto-Theater in Essen ***
Ein wunderschönes Weihnachtserlebnis!!

23.12.2019: Hänsel und Gretel – Aalto-Theater in Essen ***
Meine persönliche und sehr schöne Einstimmung auf die Weihnachtszeit (und daß, obwohl ich gar kein Opernfan bin ……).

22.12.2019: Weihnachtsoratorium in Essen-Werden mit dem Philharmonischen Chor ***
Sehr schwungvolle und liebevolle Aufführung des Weihnachtsoratoriums. Es hat sich gelohnt, dafür den Weg im strömenden Regen auf sich zu nehmen (ich habe mir den Nachmittag allerdings auch mit einem Stück Himbeertorte in einem Café in Werden versüßt).

Mit Marmotte auf den Spuren von Louis

Heute war ich in Bonn – ein Tag Beethoven. Erst ein Orgelkonzert in der St. Remigius-Kirche (an Beethovens Taufstein) unter anderem mit einem Werk von Beethoven selbst und von seinem Lehrer Haydn. Danach die Beethoven-Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle. Man kann sich also denken, wer „Louis“ ist. Aber Marmotte?

Meine erste Begegnung mit Marmotte
Wenn man die Ausstellung betritt, sieht man links eine Darstellung der Kategorien der Ausstellung – Beethoven als Bürger, als Musiker und das Geschehen in der Welt an sich zur gleichen Zeit. Direkt vor einem ist eine große Zeitachse, die zunächst die Zeit in Bonn umfaßt. Im selben Jahr als Beethoven in Bonn zur Welt kam brach zum Beispiel James Cook zu seiner Reise nach Australien auf. Ich fand das spannend.
Auf der rechten Seite befindet sich Kleidung der Zeit (ein englisches Kleid und ein französischer Anzug mit „Culottes“). Und dann erspähte ich „Marmotte“. Die Zeichnung eines Murmeltiers mit dem (für Kinder bestimmten Text), daß das Murmeltiers „Marmotte“ heißt und ein guter Freund von Beethoven war. Meine Neugier war geweckt. Glücklicherweise enthielt der Audioguide sowohl die Erwachsenen- als auch die Kinderversion…..

Wußtet Ihr, daß Goethe ein Gedicht über Marmotte (das französische Wort für ein Murmeltier) geschrieben hat? Und daß Beethoven dieses Gedicht vertont hat? Hintergrund war laut Audioguide wohl, daß arme Kinder früher Murmeltiere dressiert haben, um mit den Vorführungen ein bißchen Geld sammeln zu können. Das Lied wurde auch gesungen, ich kannte es nicht.

Marmotte erzählt….
In der Audioguidefassung für Kinder ist Marmotte ein fürchterlich müdes Murmeltier, das Beethoven (den es fast immer „Louis“ nennt) natürlich persönlich kennt und einem Kind Fragen beantwortet. Die Stationen an denen Marmotte etwas erzählt sind mit einem Murmeltier mit Zahl gekennzeichnet. Zusätzlich stellt Marmotte an manchen Stationen „Quizfragen“ oder auch einfach Fragen zum Nachdenken. Wirklich schön gemacht. So schön, daß ich im ersten richtigen Raum der Ausstellung erst einmal stehen blieb und mir – mit einem verzückten Lächeln – alle 18 Stationen anhörte. Der für den Raum zuständige Mitarbeiter beäugte und umrundete mich skeptisch – ich stand ja einfach im Raum, ging nicht weiter und lächelte vor mich hin….
Also mein erster Tipp – unbedingt auch Marmotte folgen (wobei ich es einfacher fand erst alles von Marmotte zu hören und dann nach und nach die Stationen für die Erwachsenen abzulaufen).
Schön waren Fragen wie zum Beispiel beim Papiertheater „was würdest Du hier spielen“?
Sehr schön war auch, daß einige Stücke von Beethoven sehr schön einbezogen waren – so zum Beispiel die Musik der 6. Symphonie zum Bild „Elfenreigen“. Diese Art der Einbeziehung der Musik hat mich auch bewegt, die Hörstationen zu nutzen.

Zu sehen und zu hören…
Es war eine gute Mischung aus Bildern mit Bezug zu Beethoven und seiner Zeit, Informationen zur Entstehung der wichtigsten Werke und Hörstationen mit diesen Werken. Nachteil bei den Hörstationen: die Stücke (immer zwei oder drei, die man per Knopfdruck auswählt) sind zum Teil relativ lang und man kann sie zwischendurch nicht unterbrechen, außerdem gibt es immer nur fünf Plätze. Das war heute nur im letzten Raum ein Problem, bei mehr Besuchern wird es vermutlich schwierig….

Für mich waren es schöne musikalische Entdeckungen. Mich hat sowohl der Ausschnitt aus dem Ballett Prometheus als auch die Musik zu Goethes Egmont begeistert – beides kannte ich (wie so viele Werke von Beethoven und anderen Komponisten) nicht. Schön waren auch die vielen kleinen Anekdoten, die im Audioguide erwähnt wurden (daß Beethoven zum Beispiel lieber die Musik für ein Stück von Schiller komponiert hätte, man ihn aber mit Goethes Egmont beauftragte ….).

…. anzufassen….
Die meisten Exponate darf man natürlich nicht anfassen. Aber es gibt ein paar Ausnahmen – zum Beispiel die Kopie der Totenmaske, ein Modell einer Klaviertaste und dann gab es auch noch Beethovens Leibgericht auf einem Abreißblock. Es war schon etwas merkwürdig, die Maske anzufassen….

… und zeitlich einzuordnen
Ich habe mir bisher nur selten über die politischen Geschehnisse während der Lebenszeit eines Komponisten Gedanken gemacht. Ja, mein Fehler. Die Ausstellung hat das aber auf sympathische Weise einbezogen. Angefangen bei der Tatsache, daß Beethoven aufgrund der französischen Besetzung des Rheinlandes nicht vom Studium in Wien zurückkehren konnte, über die Tatsache, daß er Napoleon zunächst als positiv empfand (Napoleon sozusagen als „Prometheus“) bis zum Wiener Kongress, den er mit Musik bereicherte. Spannend wie sich die Lebenslinien wichtiger Menschen hier plötzlich überschneiden, denn ich mußte sofort an die Humboldt-Ausstellung in Berlin und Wilhelm Humboldts Tätigkeit beim Wiener Kongress denken.

Und sonst so….
Schön waren auch die „Fun Facts“ – die Tatsache, daß er nur schlecht rechnen konnte, seinen Kaffee immer mit genau 60 Kaffeebohnen gemacht haben wollte und sein Leiden unter seiner zunehmenden Taubheit, die damals nicht angemessen behandelt werden konnte. Auch Beispiele wie Normalhörende seine Musik hören und wie er sie wohl gehört haben muß (also wie wenig) fand ich sehr eindrucksvoll.
Insgesamt habe ich vier Stunden in der Ausstellung verbracht – ziemlich viel Zeit, obwohl es gar nicht voll war. Nur im letzten Teil waren die Hörstationen so belagert, daß ich verzichtet habe.
Insofern: Wer Musik mag und sich für Beethoven interessiert sollte diese liebevoll und gut gemachte Ausstellung nicht verpassen.

Winterzeit – Museumszeit – 04.01.2020

Heute schrieb jemand auf Twitter, daß Regenzeit für ihn Lesezeit sei. Ja. Aber auch nein. Es gibt eigentlich keine Jahreszeit oder Wetterlage, die für mich nicht Lesezeit ist. Oft ist die Frage eher, ob ich genug innere Ruhe habe, um zu lesen. Die Jahre 2017 und 2018 waren da schwierig. Was aber immer stimmt: Die Winterzeit ist für mich sehr stark eine Museumszeit. Gerade in den etwas ruhigeren Tagen nach den Feiertagen schlage ich gerne zu: letzten Samstag war ich in Herne in der Pest-Ausstellung (sehr interessant), am Donnerstag aufgrund der abendlichen Öffnungszeiten im Wuppertaler Von Der Heydt Museum in der Ausstellung zu Else Lasker Schüler und dann noch in der Ausstellung zu Oskar Schlemmer (beide auch interessant) und heute das Highlight dieses Winters – die Beethoven-Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn (sehr sehenswert, dazu schreibe ich separat noch etwas!).

Was mir heute (im mittäglichen Orgelkonzert in der Bonner St. Remigius-Kirche auch auffiel – es gibt keine Menschen, die mich und das was ich mag/nicht mag wirklich kennen. Selbst Menschen, die mich „eigentlich“ seit vielen Jahren „kennen“, lagen im letzten Jahr ziemlich oft völlig daneben. Eine merkwürdige Erkenntnis.

Aber für heute soll das reichen.

Leseliste 2020

Sozusagen die Fortsetzung der Leseliste 2019…..

Bewertung
*** sehr gut
** gut
* in Ordnung
kein Stern kein Kommentar

7. Francois Garde: L’Effroi (08.02.2020) ***
Ein berühmter französischer Dirigent soll (irgendwann in diesem Jahrtausend) die Oper „Cosi fan tutte“ dirigieren. Das Orchester sitzt bereits im Orchestergraben, der Dirigent kommt, dreht sich zum Publikum, zeigt den Hitlergruß und sagt „Heil Hitler“. Ein Musiker, Sebastien Armant, fühlt ein großes Entsetzen – er kann so nicht einfach die Oper spielen. Er steht auf und dreht sich mit dem Rücken zum Dirigenten. Eigentlich würde er gerne gehen, aber er kommt nicht durch das Orchester durch. Seine spontane Geste der Ablehnung verändert alles – den Abend und sein Leben. Er wird zu einer Medienpersönlichkeit – mit allen positiven und negativen Folgen.
Ich fand das Buch sehr gut. Irritierenderweise las ich es, als „Erfurt“ passierte – auch ein Moment wo ein spontanes „Nein“ einen großen Unterschied gemacht hätte…….

6. Paul Assouline: Le Portrait (01.02.2020) **
Beim „Aufräumen“ meines Bücherregals habe ich die französischsprachigen Bücher mal wieder „umgeräumt“ und dabei fiel mir das Buch von Pierre Assouline in die Hände. Ein sehr spannendes Thema. Betty Baronin Rothschild stirbt und ab diesem Moment lebt sie in dem Gemälde weiter, das Ingres von ihr gemalt hat. Dieses Weiterleben ist nicht bloß symbolisch. Sie lebt im Gemälde und aus der Perspektive des Gemäldes erlebt sie, wie um sie getrauert wird, wer sich in dem Raum trifft, worüber gesprochen wird und sie wandert (mit den jeweiligen Besitzern des Gemäldes) durch die Zeiten. Den Ansatz fand ich sehr spannend, manche Episoden waren mir aber – mangels Kenntnis der französischen Berühmtheiten der jeweiligen Zeit – zu lang, trotzdem fand ich das Buch und eben diese besondere Perspektive sehr gut.

5. Paul Guimard: L’ironie du sort (22.01.2020) ***
Es war ein zufälliger Griff ins (neu aufgeräumte) Bücherregal, das mir dieses Buch „lieferte“ und bei dem Titel (Ironie des Schicksals) konnte ich nicht nein sagen. Guimard erzählt die Geschichte von Antoine, der 1943 in Nantes in einer Septembernacht einen deutschen Offizier umbringen soll. Was, wenn er erfolgreich ist? Was, wenn nicht? Wie entwickelt sich die Geschichte, wie entwickelt sich sein Leben (oder sein Sterben) und was ist mit den Menschen in seinem Umfeld? Wie wird deren Leben verlaufen? Es ist dieser eine Moment in dieser Septembernacht, dieses „ja“ oder „nein“, das zu völlig unterschiedlichen Lebensverläufen bei ganz vielen Menschen führen wird. Guimard erzählt diese unterschiedlichen Alternativen, jede für sich genommenen ein vollständiger und möglicher Ablauf. Ein faszinierender Gedanke und ein ebenso faszinierendes Buch!

4. Olivier Guez: La Disparition de Josef Mengele (15.01.2020) ***
Guez hat die Lebensgeschichte von Mengele nach 1945 anhand der vorhandenen Informationen in einem Roman verpackt, der die Flucht nach Südamerika, die einzelnen Lebensstationen, die Kontakte zu anderen SS-Größen (Eichmann zum Beispiel) aber auch die Unterstützung durch die Familie in Deutschland sehr anschaulich darstellt. Der Roman basiert auf einer umfassenden Recherche, der Autor nutzt aber bewußt die Form des Romans, um das, was er nicht wissen kann, auch nachvollziehbar und erzählbar zu machen. Ich fand das Buch sehr spannend und sehr informativ, gerade weil es nicht „anklagt“, sondern „nur“ erzählt. Gleichzeitig war es für mich eine gute Art, mich mit den Versäumnissen dieser Zeit (und deren Auswirkungen auf die heutige Zeit) gedanklich zu beschäftigen.

3. Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit (10.01.2020) ***
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, auch weil es auf sehr einfühlsame Weise Geschichten zu den Themen erzählt, die auch meine Themen sind – den Umgang mit Tod, Verlust und Einsamkeit. Es ist eine völlig andere Geschichte als meine, aber ich fühlte mich dem Ich-Erzähler sehr verbunden, an einer Stelle (wo es um den Umgang mit einer Krebserkrankung geht) hatte ich sogar Tränen in den Augen (ja, das ist der Teil der tatsächlich etwas mit meinen Erfahrungen zu tun hat). Und die Frage, was an einem selbst wirklich „unveränderlich“ ist, was nicht „kaputtgehen darf“, finde ich sehr spannend. Für mich eine sehr lohnende Lektüre!

2. Gladys Mitchell: Death comes at Christmas (05.01.2020)
Eigentlich mag ich Krimis, aber dieses Buch habe ich nur zu Ende gelesen, weil ich immer gehofft habe, daß es irgendwann besser wird. Mrs Bradley, die „ermittelnde“ Hauptperson des Buches war mir von Anfang an nicht sympathisch – vielleicht auch deswegen, weil sie in diesem Buch wirklich jede andere Person mit „child“ anspricht….. Für mich paßte es jedenfalls nicht.

1. Robert Menasse: Die Vertreibung aus der Hölle (01.01.2020) ***
Gefühlt hatte ich dieses Buch schon seit ewigen Zeiten irgendwo im Regal stehen. Ich habe es irgendwann angefangen, ein kleiner Verlagsprospekt diente als Lesezeichen, weit war ich nicht gekommen, aber irgendwann habe ich das Buch nur noch beim Aufräumen in der Hand gehabt – so auch kurz vor Weihnachten beim Versuch des großen Aufräumens….. Und diesmal packte mich das Buch. Die Mischung aus zwei ineinander verzahnten Geschichten – der von Viktor Abravanel im „heutigen“ Wien und der von Manoel Soeira im Portugal von Anfang des 17.Jahrhunderts ist gleichzeitig faszinierend und beklemmend. Es geht um die Frage, ob beziehungsweise wann man dazugehört (ein Thema, das ich persönlich sehr wichtig finde), was man verschweigt und warum und wie eine Gesellschaft mit diesen Dingen umgeht – dargestellt am Schicksal der Marranen (iberischen Juden, die unter Zwang zum Christentum „bekehrt“ wurden) und jüdischen Menschen im Wien der Nachkriegszeit. Es war ein Buch, das mir sehr eindrücklich die Geschichten von Flucht, Unterdrückung und erzwungener Lüge nahegebracht hat. Gerade für die Feiertage war das eine sehr gute Lektüre.

Neujahr – 01.01.2020

Wann beginnt eigentlich Neujahr? Um Mitternacht oder erst nach dem Ausschlafen, am Morgen oder Vormittag? Neujahr ist – zusammen mit Weihnachten und Silvester – eine Zeit, die für mich mit vielen Erinnerungen und „Ritualen“ verbunden ist.
Es fängt mit der Vorbereitung des traditionellen Neujahrsessens an – Galouschchen (mit Rinderhack und Reis gefüllte Kohlrouladen, die in Sauerkraut gegart werden). Wie all die Jahrzehnte seit meiner Kindheit habe ich dieses Essen gestern vorbereitet und heute gegessen. Es dauert ein bißchen, das vorzubereiten – aber es gehört für mich dazu wie das Glas Sekt um Mitternacht und das Anschauen des Feuerwerks (ja, ich mag das immer noch gerne!).
Gestern Abend blühten sogar die ersten Blüten an meinen Barbarazweigen (auch eine Tradition, die ich aber nicht jedes Jahr einhalte).
Aber inmitten der Traditionen ist natürlich auch Raum für Neues – heute für den Besuch eines Neujahrskonzertes in Düsseldorf-Urdenbach. Nach einem wunderbar sonnigen Spaziergang durch den Schloßpark Benrath kam ich in Urdenbach raus und war erstaunt, in Düsseldorf Fachwerkhäuser zu sehen – sogar ein Gerichtsgebäude (Fachwerk und sehr sehenswert) aus dem 16.Jahrhundert.
Ein bißchen versteckt ist dort eine Kirche mit einer wunderschön aussehenden Kirchenorgel, der Ort des Neujahrskonzertes. Mit Purcell, Händel, Rinck und Schumann wurde das neue Jahr musikalisch begrüßt. Ein guter Ort für Orgelkonzerte!
Und auf dem Rückweg habe ich sogar noch „Die Vertreibung aus der Hölle“ von Robert Menasse zuende gelesen, der erste – sehr lesenswerte – Eintrag für die Leseliste 2020!

Fröhliche Weihnachten!

Viele Jahre lang habe ich am 23. Dezember den vorletzten Blogbeitrag für meinen persönlichen Adventskalender geschrieben. Dieses Jahr nicht und daher nutze ich diesen Tag nun für einen kurzen Blogbeitrag, um Euch fröhliche Weihnachten zu wünschen.

Schon wieder ist ein Jahr vergangen und Weihnachten steht vor der Tür – eine fröhliche und besinnliche Zeit, die für mich mit vielen schönen Erinnerungen verbunden ist. Vor allem mit vielen Liedern und Rezepten. Kennt Ihr das Lied Fröhliche Weihnachten überall? Das hatte ich heute beim Einkaufen im Kopf – meine Mutter hat es oft gesungen.

Was ich fast jedes Jahr an Weihnachten mache – die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens (A Christmas Carol) lesen (manchmal auch als „Weihnachtslied“ bezeichnet). Ich liebe diese Geschichte und könnte den Anfang sogar mitsprechen ….. Als ich gestern Nachmittag unterwegs war habe ich mich gefragt, was mir die drei Geister wohl zeigen würden, falls sie mich besuchen würden. Eine spannende Frage!

Der Geist der vergangenen Weihnachten würde mich in viele Jahre kleiner aber schöner Weihnachtsfeste zurückbegleiten. Mit meiner immer ein bißchen schief aber laut und gerne singenden Mutter, die schon Wochen vorher Plätzchen und Stollen gebacken hat und viel Zeit in die liebevolle Vorbereitung gesteckt hat. Für das Jahr 2017 würde er mich am Nachmittag des 24. Dezembers in die Dechenhöhle begleiten und mir die ansonsten lesend und viel klassische Musik hörend allein verbrachten Feiertage zeigen.

Der Geist der diesjährigen Weihnachten würde ein paar schöne Konzerte finden – das schwungvolle und fröhliche offene Singen in der Neanderkirche in Düsseldorf (wo mir bei manchen Liedern in Erinnerung an meine Mutter dann doch die Tränen kamen), das ebenso schwungvoll und fröhlich aufgeführte Weihnachtsoratorium in Essen-Werden – wo ich bei dem Spaziergang vor dem Konzert noch an „Markt und Straßen stehn verlassen, still erleuchtet jedes Haus, alles sieht so festlich aus“ dachte, und dann noch an die kommenden Aufführungen von Hänsel und Gretel und Der Nußknacker. Es wird – wie schon die letzten beiden Jahre – ein fröhliches aber ruhiges Fest, das ich ganz allein begehen werde – mit vielen schönen Büchern, viel klassischer Musik und gutem Essen!

Was könnte der Geist der zukünftigen Weihnachten zeigen? Hoffentlich nichts, für das ich mich irgendwie schämen müßte. Aber wohl auch nichts, was irgendwie mit Menschen oder Geselligkeit zu tun hat. Weihnachten ist für mich vor allem ein Fest der fröhlichen Erinnerungen – Gegenwart kann durch fröhliche Erinnerungen fröhlich sein.

Ich wünsche Euch, daß Ihr einen Moment innehalten und überlegen könnt, was die Geister der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnachten Euch erzählen würden. Vor allem aber wünsche ich Euch ein friedliches und fröhliches Weihnachtsfest!

Die dreizehnte Fee

Ihr kennt sie alle, die dreizehnte Fee. Sie ist die Fee (manchmal auch als „weise Frau“ bezeichnet), die im Märchen „Dornröschen“ nicht eingeladen wird. Ungeladen erscheint sie trotzdem zur Feier und spricht einen Fluch aus, der nur durch eine andere Fee abgemildert werden kann.

Ich habe nie verstanden, daß gerade „Dornröschen“ relativ häufig in der Advents- und Weihnachtszeit im Fernsehen gezeigt wird. Ja, es ist ein Märchen. Aber was bitte ist daran weihnachtlich, daß jemand – der noch nie etwas Böses getan hat – nicht eingeladen wird? Das jemand bewußt ausgeschlossen wird?

Warum mir das wichtig ist? Ich teile das Schicksal der „dreizehnten Fee“. Nein, ich bin noch nie irgendwo uneingeladen erschienen und ich habe auch noch nie irgendeinem Menschen etwas Böses gewünscht. Im Gegenteil. Aber ich bin die, die – von meinen Eltern abgesehen – nie jemand im Leben haben wollte, die fast nie eingeladen wurde, die nie bei Verabredungen unbedingt dabei sein sollte. Ich war den Menschen nie wichtig, es fiel nicht einmal auf, daß man vergessen hatte, mich zu informieren oder einzuladen (insoweit paßt auch Charles Perraults Fee in „Die schlafende Schöne im Wald“ – ein französischer Vorläufer von Dornröschen). Wenn ich mal dabei war, dann habe ich nicht gestört, aber es war (wenn es nicht um berufliche Dinge ging) nie wichtig, daß ich dabei war.
Wenn ich doch mal eingeladen wurde, dann enthielten die Einladungen oft Sätze wie „es hat jemand abgesagt, möchtest Du kommen?“ oder „ich feiere dieses Mal größer, möchtest Du kommen?“. Es macht sehr traurig, solche Sätze zu lesen – manchmal oft trauriger als gar nicht erst angesprochen oder eingeladen zu werden. Auch bei Verabredungsversuchen war es meistens nicht besser. „Sag Bescheid, wenn Du mal wieder in X bist….“ war fast immer nur eine Floskel. Solche Nachrichten wurden entweder gar nicht beantwortet oder der „Zusage“ folgte fast immer (manchmal schon am Tag nach der Zusage) eine Absage. Auch „sag mal wann Du Zeit hast“ lief ähnlich. Ich nannte „Termine“, die genannten Termine verstrichen kommentarlos und irgendwann kam dann die Bitte um neue Termine. Ähm ja, also nein.
Besonders schlimm wurde es meistens, wenn Menschen betonten, wie sehr sie mich mögen oder wie interessant sie mich finden. Das war sozusagen der große Anlauf, damit die Verletzung „nein, Dich möchte ich nicht in meinem Leben haben“ so richtig saß. Es führte dazu, daß ich Menschen nicht mehr glauben kann, die mich angeblich „mögen“ oder „interessant finden“.
Ich könnte noch viel erzählen, aber das Wesentliche ist, daß ich für die Menschen, die ich gemocht habe, einfach nicht in ihr Leben gehört habe.

Die dreizehnte Fee hat sich entschieden zu handeln – böse zu handeln. Das war und wäre nie meine Entscheidung. Meine Entscheidung war lange, es immer wieder zu versuchen. Schließlich hat ja jeder Mensch eine Chance verdient und vielleicht irgendwann ….. Aber es wurde nie anders, nie besser. Im Gegenteil. Seit Anfang 2018 ist es so viel schlimmer geworden, daß ich es einfach nicht mehr versuchen kann. Jeder einzelne Versuch war so sinnlos wie Don Quixotes Kampf gegen die Windmühlenflügel (ich mag die Geschichten mit Don Quixote sehr – aber es ist schöner sie zu lesen als sie – im übertragenen Sinne – selbst zu erleben).

Der Pipapoet hat gestern einen sehr schönen Tweet geschrieben: „Eigentlich wünschen wir uns doch alle, von denen, die wir mögen, genauso gemocht zu werden.“
Ja, genau das hätte ich mir gewünscht – aber es sollte halt nie sein. Mittlerweile haben die Verletzungen und Ablehnungen so viele Wunden hinterlassen, daß ich diesen Wunsch nicht mehr habe. Meine Entscheidung ist Rückzug – das beinhaltet auch den fast vollständigen Verzicht auf Treffen/Verabredungen mit Menschen und auf Einladungen. Durch diesen Rückzug habe ich mein Gleichgewicht wiedergewonnen. Keine Begegnungen mit Menschen heißt halt auch keine weiteren Abweisungen und Verletzungen. Ich kann zu den Menschen, die mir flüchtig begegnen, freundlich sein. Ich kann mit ihnen scherzen und lachen, sie trösten und ihnen zuhören. Aber ich kann nicht mehr darüber nachdenken, ob sie einen Platz in meinem Leben haben könnten, denn das wäre nie „gegenseitig“. Denn für die Menschen bin ich die dreizehnte Fee!

Übrigens: weiß jemand, was im Märchen aus der dreizehnten Fee geworden ist?

Persönliche Rituale …..

Bald sind es zwei Jahre – zwei Jahre, daß ich meine Mutter ins Hospiz begleitet und sie sich von mir verabschiedet hat. Sie wollte nicht, daß ich weine und sie wollte auch nicht, daß ich sie auf dem Friedhof „suche“ oder besuche. So habe ich mein eigenes Ritual entwickelt – immer am 1. Dezember unternehme ich etwas besonders Schönes – einen Ausflug, eine Reise, etwas das ich gerne auch mir ihr zusammen unternommen hätte. Letztes Jahr bin ich bewußt in dieser Woche weggefahren. Ich war in Österreich und habe Wien, Salzburg und Innsbruck besucht. Genau vor einem Jahr stand ich schluchzend in der „Stille-Nacht-Ausstellung“ in Salzburg – meine Mutter hat Weihnachtslieder geliebt und „Stille Nacht“ und „O du fröhliche“ waren ihre Lieblingslieder. Als ich gerade darüber nachgedacht habe ist mir aufgefallen, daß ich – im Gegensatz zu den meisten Menschen – nicht die „schönen“ Dinge feiere, sondern die Abschiede und die Erinnerungen. Meine persönlichen Rituale haben sich verändert. Interessanterweise ist für mich dieser 1. Dezember wichtiger als der eigentliche Todestag (der 5. Dezember) oder der Beerdigungstag (der 13. Dezember). Es war dieser bewußte und auch sehr schöne persönliche Abschied, der mich dazu veranlaßt, etwas Schönes zu unternehmen und mich ganz bewußt zu erinnern.

Früher waren der 4. und der 6. Dezember wichtig – der Barbaratag und der Nikolaustag. Ich weiß noch nicht, ob ich dieses Jahr Kirschzweige besorgen werde – aber selbst wenn, es wird eine Geste ohne Bedeutung sein, rein zum Ausschmücken der Räume. Der 6. Dezember ist bedeutungslos geworden – da, wo es keine Menschen im Leben gibt, da gibt es auch niemanden, den man überraschen könnte (ich habe das früher immer sehr gerne gemacht). Lediglich mit Adventspost kann ich den einen oder anderen Menschen überraschen (wobei ich dieses Jahr ein bißchen spät dran bin).

Ein paar Jahre lang habe ich auch jedes Jahr hier im Blog einen kleinen „Adventskalender“ geführt – täglich einen Beitrag zu einem Oberthema. Es war aber mehr eine – mit viel Arbeit verbundene – persönliche Herausforderung als ein (positives) Ritual, daher verzichte ich in diesem Jahr auf eine neue Runde.

Die Weihnachtstage (die ich selbstverständlich allein verbringe) sind für mich eine Zeit der schönen Erinnerungen – mit viel Zeit für klassische Musik, schöne Bücher und gutes Essen. Ähnlich ist es mit dem Jahreswechsel und mit den Osterfeiertagen – auch das eine Zeit für mich alleine mit klassischer Musik, Büchern und gutem Essen.

Am 9. April feiere ich den Geburtstag meiner Mutter – das ist für mich ein Ausflugstag. 2018 bin ich an der Ruhr gewandert, 2019 bin ich von Düsseldorf nach Kaiserswerth gelaufen – etwas Ähnliches hätte ich auch mit meiner Mutter unternommen. Natürlich mit Einkehr in einem schönen Restaurant und Café.

Neu aufnehmen in die Liste dieser Tage werde ich den 23.06. Es ist der Tag an dem ich 2018 erfahren mußte, daß ich nie eine Liebesbeziehung in meinem Leben erleben werde. Ein weiterer Tag des Abschieds und der (hier allerdings traurigen) Erinnerungen. Ich habe dieses Jahr nichts besonderes an diesem Tag unternommen und das war ein Fehler. Es war nicht gut, diesen Tag zu übergehen – er hat sich auch so deutlich bemerkbar gemacht. Das werde ich nächstes Jahr anders machen – auch wenn ich noch nicht weiß, was ich konkret unternehmen werde. Aber ich werde sicherlich rechtzeitig eine Idee haben.

Ansonsten? Fast nichts. Meinen eigenen Geburtstag feiere ich natürlich mit mir selbst (meistens ebenfalls mit einem Ausflug) – aber niemand muß dieses Datum erfahren, es ist nur für mich wichtig (lustigerweise haben fast alle Menschen, die jemals das Datum erfahren haben, es sofort wieder vergessen). Andere Feiern gibt es nicht, denn da ist ja niemand. Ich führe ein Leben komplett ohne Familienfeiern, fast ganz ohne Geburtstage oder andere Feiern von Menschen. Ja, das ist eine merkwürdige Entwicklung und manchmal bin ich darüber auch einen Moment traurig, schließlich haben gemeinsame Feiern auch etwas Verbindendes. Aber die Zeit, in der eine andere Entwicklung möglich war, ist unwiderbringlich vorbei. So feiere ich denn meine besonderen Tage und schaffe mir selbst schöne Erinnerungen, die die Erinnerungen an die konkreten Tag ergänzen. Ein schönes Ritual, oder?