279

Die 279.

Im Jahr 279 vor Christus war er fertig – nach 20 Jahren Bauzeit – der Leuchtturm von Alexandria in Ägypten. Der Leuchtturm stand auf einer kleinen Insel in der Nähe von Alexandria, der Insel Pharos. Nach dieser Insel wurde der Leuchtturm auch Pharos von Alexandria genannt. Der Begriff „Pharos“ wurde in einigen romanischen Sprachen für das Wort „Leuchtturm“ übernommen.

Im gleichen Jahr gab es auch aber Zerstörung. Die Kelten drangen in Griechenland ein. Sie wurden zwar zurückgedrängt, allerdings plünderten sie Delphi und dort vor allem den Apollon-Tempel. Diese Geschichte ist Ausgangspunkt für den Thriller „Das versteckte Gold von Toulouse“ (L’Or caché de Toulouse). Einige Kelten, die bei der Plünderung dabei waren, liessen sich nämlich in Frankreich nieder. Ein junger Historiker entdeckt ein historisches Dokument und muß sich auf die Suche machen ……. Es klingt durchaus spannend!

Wie fühlt es sich an, wenn ein Familienmitglied verschwindet und man nichts mehr von ihm/ihr weiß? Abigail ist das passiert. Ihr Bruder ist verschwunden und niemand weiß, was aus ihm geworden ist. Aber ab diesem Zeitpunkt hat sie jede Woche einen Brief von Unbekannten erhalten. 20 Jahre lang. Dann wird sie zu einem Treffen eingeladen. Soll sie dort hin? Und hat das Treffen etwas mit ihrem Bruder zu tun? Eine interessante Idee für einen Roman.

Und wie fühlt es sich an, wenn ein 53jähriger Mann an einer fortschreitenden Erkrankung des Nervensystems leidet und jeden Tag seine Gefühle und Erlebnisse – im Kampf um seine Autonomie aber auch um das Erleben der schönen Dinge – aufschreibt. 279 dieser Texte finden sich im Buch 279 Emotions.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend mit guten und schönen Gefühlen.

278

Die 278.

Ein gescheitertes Kanalprojekt. 278 km lang sollte der Nicaragua-Kanal werden. Seit 2012 wurde diskutiert und geplant. Aber es kam nie zum Baubeginn. Mittlerweile sind alle Büros, die mit diesem Projekt zu tun hatten, geschlossen…..

Irgendetwas muß passiert sein. Das betrifft nicht nur das Kanalprojekt, sondern auch die Geschichte Nº 278. Es ist auf den ersten Blick ein Traumhaus. Aber irgendetwas ist nicht so, wie es sein soll. Was ist dort passiert? Das weiß ich weder beim Kanalprojekt noch bei dieser Geschichte. Aber die Geschichte klingt spannend – die kommt auf meine gedankliche Leseliste!

Soviel Unsicherheit ist schwierig – das gilt für scheiternde Projekte genauso wie für die Herausforderungen der aktuellen Zeit. Manchmal ist es dann schön, das Altbekannte stärker zu beachten und zu feiern – zum Beispiel mit zur jeweiligen Jahreszeit und den Festen passenden Rezepten und Ritualen. Ich habe für mich eine lange Liste solcher Rezepte (die mich an bestimmte Zeiten erinnern). Schön ist, dass es auch ein Buch mit 278 Rezepten zu Brauchtumsgebäck gibt.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen guten und sicheren Abend.

277

Die 277.
Eine Zahl, die (mal wieder) ein bißchen sperrig war, ich mußte länger suchen….
Aber ich war – glücklicherweise – nicht erfolglos.

277 Meter ragen die Pfeiler der Golden Gate Bridge vom Wasser aus in die Höhe. Ein tolles Bauwerk und ein schöner Fund!

Das Thema Bauen passt auch zur DIN 277. Mit der DIN 277 kann man die Flächen von Gebäuden berechnen, zum Beispiel die Wohnfläche oder die Nutzfläche. Ein wichtiges Thema!

Kunst zuhause? Der Künstler Santiago Esteban Glez hat einige Werke mit dem Titel „The destroyed Room“ geschaffen – für heute paßt das sehr spannende Bild „The destroyed Room 277“ (es ist allerdings schon verkauft).

Und zum guten Leben gehört bei manchen Menschen nicht nur eine schöne Wohnung sondern auch ein Haustier – bei vielen wird das ein Hund sein. Wie gut, dass es ein Buch gibt, dass uns 277 Dinge verrät, die man über Hunde wissen sollte….

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen behaglichen und angenehmen Abend.

R: „Schloss Gripsholm“ von Kurt Tucholsky

Im August habe ich (im Rahmen der Bücherbar) das Buch „Der grosse Sommer“ von Ewald Arenz gelesen. In diesem Buch erwähnt der Erzähler (der auch die Hauptfigur des Buches ist) zwei Bücher. Das machte mich neugierig, da ich beide Bücher – eines von Bergengruen und Schloss Gripsholm von Tucholsky – nicht kannte. Deswegen habe ich im September „Schloss Gripsholm“ von Tucholsky gelesen. Ein Klassiker und natürlich auch ein klassischer Autor – von dem ich bis zu diesem Zeitpunkt aber nichts gelesen hatte.

Der Erzähler fährt mit seiner Freundin Lydia in die Sommerferien nach Schweden. Sie fahren mit dem Zug und der Fähre und kommen nach einiger Zeit in Stockholm an. Dort wollen sie allerdings nicht im Hotel bleiben, sie suchen ein anderes Plätzchen. Ein Übersetzer führt sie herum und entdeckt für sie beziehungsweise mit ihnen Schloss Gripsholm. Dort mieten sie sich für ein paar Wochen eine Unterkunft. Es ist idyllisch. Und witzig. Und manchmal nervig (wer, wann, wie, mit wem). Und manchmal traurig (weil auch ein Kinderheim vorkommt, in dem die Kinder gar nicht gut behandelt werden). Es ist eine schöne Geschichte über einen schönen Urlaub in Schweden mit dem Besuch von Freunden (ein Freund von ihm, eine Freundin von ihr), mit viel Essen und Freizeit und dem Kümmern um das Kind. Irgendwie habe ich zwischendurch immer gedacht, dass irgendetwas noch „passieren“ müßte, aber das war nicht der Fall. Es war einfach nur eine schöne Schilderung des gemeinsamen Urlaubs und damit eine gute Urlaubslektüre, weil die Geschichte so gar nicht anstrengend zu lesen ist – aber das wußte ich vorher natürlich nicht.

Wer mehr Informationen über das (tatsächlich in der Nähe von Stockholm existierende) Schloss Gripsholm sucht, wird übrigens hier fündig.

R: „The Wintringham Mystery: Cicely disappears“ von Anthony Berkely

Eine der September-Aufgaben aus der Booklover-Challenge für September war, ein Buch mit einem herbstlichen Cover zu lesen. Herbstliches Cover – eine solche Aufgabe stürzt mich persönlich ja in große Verzweiflung. Ich achte praktisch gar nicht auf die Gestaltung des Covers. Der Titel des Buches ist mir wichtig, der Klappentext, gerne blättere ich auch in einem Buch, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob es mir gefällt oder nicht. Aber das Cover….. Ich streifte also verzweifelt an meinen Buchstapeln entlang. Nichts, was ich auch nur irgendwie herbstlich empfand. Vieles einfarbig, gelegentlich etwas, was vielleicht sommerlich wäre. Aber herbstlich? Dann entdeckte ich endlich ein Buch, das ich ohnehin lesen wollte, auf dem ein Baum fast ohne Blätter abgebildet war. Herbstlich. Eindeutig herbstlich!

Tatsächlich spielt das Buch The Wintringham Mystery: Cicely disappears wohl auch am Herbstanfang. Stephen Munro ist nicht mehr wohlhabend und hat sich entschlossen, seinen Butler zu entlassen und selber einen Job als Diener im Haus von Lady Carey anzunehmen. Dort soll nämlich eine Gesellschaft stattfinden und dafür wird etwas mehr Personal gebraucht. Stephens Butler hat die Pläne seines ehemaligen Arbeitgebers natürlich längst durchschaut und dort eine Stelle als Gärtner angenommen. Dass Stephen als Diener keinen besonders guten Job macht, ist wohl wenig überraschend. Unangenehm wird es für ihn als er feststellt, dass er einige der Gäste von seiner Zeit als Mensch der Gesellschaft kennt. Er versucht ihnen klarzumachen, dass er sich als Diener im Haus nicht einfach dazusetzen kann, aber die wirklich freundlichen Gäste, sehen diesen Punkt nicht ein.

Freddy, einer der Gäste, will am Abend eine Séance machen und bittet Stephen um Unterstützung. Irritierenderweise verschwindet dabei ein weiblicher Gast, Cicely. Es sieht erst wie ein Scherz aus, aber es folgt keine Auflösung. Statt dessen folgt eine Art Erpressungsnachricht. Und alle suchen……

Ich fand das Buch, das ursprünglich 1926 in einer Zeitung als Fortsetzungsgeschichte veröffentlich wurde bei der man das Ende „herausfinden“ sollte, sehr unterhaltsam. Einfach ein guter Krimi – auf die Lösung wäre ich allerdings nicht gekommen (immerhin: Agatha Christie ist daran auch gescheitert – ich bin also in guter Gesellschaft!).

276

Die 276.

Schon wieder Tacitus. Es ist angesichts seines Alters nicht wirklich überraschend, dass er nicht lange Kaiser war. Allerdings gibt es zwei unterschiedliche Version zu seinem Tod. Griechische Quellen sprechen von einer Ermordung, lateinische Quellen von einem natürlichen Tod. Wem kann man glauben….?

Als sein Halbbruder Florianus von seinem Tod erfuhr, erklärte er sich im April 276 selbst zum neuen Kaiser (auch eine spannende Methode, oder?). Seine Regentschaft dauerte allerdings nicht lange – schon im September 276 wurde er von seinen Soldaten – nach Kämpfen gegen und vermutlich sogar auf Befehl seines „Nachfolgers“ Probus – ermordet. Wahrscheinlich war er nur 88 Tage Kaiser. Keine wirklich lange und für ihn vor allem keine glückliche Zeit.

Auf Florianus folgte Probus. Mit ihm wird interessanterweise die Förderung des Weinanbaus in Gallien und entlang des Limes verbunden. Lange war Weinanbau und damit die Herstellung von Wein nur in den altrömischen Kerngebieten am Mittelmeer erlaubt. Probus hob dieses Verbot auf und so war Weinanbau und die Herstellung von Wein überall möglich – die großen Handelshäuser im römischen Reich, die es damals schon gab, fanden das natürlich nicht ganz so toll. Deshalb ist Probus als Kaiser heute noch in vielen Regionen bekannt und diese Geschichte wird immer noch erzählt (hier, hier und hier zum Beispiel).

Zum Wein paßt natürlich ein schwungvolles Musikstück – hier die Kakadu-Quadrille von Josef StraussOpus 276.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen sorglosen und genußvollen Abend.

275

Die 275.
Nur noch 90 Tage bis zum Jahresende….

Im Jahr 275 stirbt Aurelian. Zenobia und Tetricus hätten sich vermutlich einen früheren Tod gewünscht, aber Geschichte ist nicht immer „nett“. So hat Aurelian im Römischen Reich noch richtig aufgeräumt, bevor sein Leben endet. Abrupt endet – denn er wurde erstochen, vermutlich steckte sein Privatsekretär dahinter (Aurelians Korruptionsbekämpfung war zu erfolgreich…..).
Übrigens soll die französische Stadt Orleans nach ihm benannt worden sein – dass es so anders klingt liegt an der Lautverschiebung….!

Nach Aurelian wurde Tacitus Kaiser. Um 200 geboren, war er schon erstaunlich alt (circa 75 Jahre) als er römischer Kaiser wurde. Aurelius hatte keinen Nachfolger benannt, sein überraschender Tod führte zu einer wohl sechs Monate dauernden Übergangsregierung. Letztlich wurde die Entscheidung nach den meisten Quellen wohl an die Senatoren delegiert, die sich für Tacitus entschieden. Ob es eine gute Wahl war?

Eher durch Zufall habe ich ein Buch gefunden, das sich mit der Frage der Sklaverei im späten römischen Reich befasst – mit der Zeit von 275 bis 425. Tatsächlich ein Thema, mit dem ich mich bisher gar nicht beschäftigt habe, das ich aber sehr spannend finde. Sklaverei hat – wie man sieht – eine lange Geschichte.

Schön finde ich Bücher, die dazu dienen, das Vokabular in einer Sprache zu vergrößern – dass es ein solches Buch mit 275 Begriffen für die französische Sprache gibt, ist natürlich wunderbar! In diese Kategorie fällt auch dieses Buch mit ebenfalls 275 Ausdrücken. Ach, es gibt so viele schöne Sprachen und so viele schöne Worte zu entdecken!

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen entdeckungsreichen Abend!

274

Die 274.
Monatsanfang. 9 Monate sind geschafft, 3 Monate liegen – potentiell – noch vor mir. Mal sehen, ob ich das auch noch schaffe….

Im Jahr 274 endete etwas – nämlich das Imperium Galliarum. Im Februar oder März 274 fand die Entscheidungsschlacht zwischen Aurelian und Tretricus (ich bin bei diesem Namen immer versucht, „Tetris“ zu schreiben…..) – dem letzten Kaiser des Imperium Galliarum – statt. Es ist nicht klar, ob Tetricus kapitulierte, seine Truppen erlitten jedenfalls hohe Verluste und das Imperium Galliarum war Geschichte.
Über die Kaiser, die in der Zeit von 260 bis 274 das Imperium Galliarum regiert haben (es waren einige) gibt es – natürlich – auch ein Buch.

Das Haus mit der Adresse und Hausnummer 274, boulevard Saint-German in Paris sieht nicht nur interessant aus, es hat auch eine durchaus interessante Geschichte und heute sogar internationale Bedeutung. Das Haus wurde 1858 erbaut und zunächst von der Familie Mangini und dann von der Familie de Wignacourt bewohnt. 1910 stand es beim Seinehochwasser unter Wasser, wechselte den Eigentümer und wurde aufwändig renoviert. Seit 2006 befindet sich hier die Vertretung der Wallonie (ich wußte nicht einmal dass die französischsprachige Gemeinschaft Belgiens eine eigene Vertretung in Paris hat….).
Natürlich gibt es auch dazu ein Buch (in dem man auch die ganzen von mir erwähnten Informationen findet).

Ich merke immer wieder – gerade beim Schreiben dieser Beiträge – wie wenig ich eigentlich weiß. Das geht mir auch beim nächsten Thema so. 274 Dinge, die man über Churchill wissen sollte. Ich habe schon lange vor, mal etwas über ihn zu lesen, aber bisher bin ich noch nicht dazu gekommen. Und ja, vermutlich sind es sogar spannende Dinge, die man wissen sollte oder zumindest könnte.

Auch der Komponist Carl Reinecke war mir unbekannt – jetzt ist mir der Name zumindest einmal kurz „begegnet“. Mit seinem Trio – Opus 274 – schließe ich diesen Beitrag.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen entdeckungs- und erkenntnisreichen Abend.

273

Die 273.

Wie erging es Palmyra nach Zenobia? Eine interessante Frage und spannenderweise gibt es sogar ein Buch, das genau dieses Thema behandelt – es heißt auch (sehr passend) Palmyra after Zenobia und umfaßt die Zeit vom Jahr 273 bis 750. Im Buch selbst gibt es Kapitel zu unterschiedlichen Themen – aber tatsächlich auch ein Kapitel, das sich konkret mit „Palmyra nach Zenobia“ befaßt.

Wird die Erde untergehen oder nicht? Mit dieser Frage beginnt die Beschreibung des Buches Prognose 273. Es ist ein wichtiges Thema und die Frage ist sehr berechtigt. Das Buch soll ein Roman durch die Zeitgeschichte sein – auch das klingt nicht uninteressant. Aber in diesem Moment ist es irgendwie nicht das richtige Buch für mich. Aber vielleicht für andere Menschen?

Um die manchmal überraschenden Wege, die man im Leben geht und die Tatsache, dass man auf diesen Wegen Glück aber auch Kummer begegnet, geht es im Buch Campoche 273. Was das heißt? Ich weiß es nicht, die Beschreibung ist leider sehr kurz und wenig aussagekräftig. Trotzdem paßt dieses Buch irgendwie.

Zu den Wegen paßt es übrigens, dass der Bodensee einen Umfang von 273 km hat. Ein Ort vieler schöner Wanderwege!

„Geh zuversichtlich in die Richtung Deiner Träume“ – eine schöne Aufforderung und eine interessante Wegbeschreibung! Ich habe sie in der Beschreibung zu dem Buch Project Happiness gefunden, in dem es 273 kleine Tipps und große Ideen gibt, um Freude zu finden. Beim Blättern durch den kurzen Ausschnitt habe ich tatsächlich einen Gedanken gefunden, den ich selber schon lange umsetze – zu lächeln, selbst wenn man sich gerade nicht nach Lächeln führt. Ich habe das vor längerer Zeit (2018?) in einem anderen Buch gelesen. Es fühlt sich tatsächlich gut an. Ob das Buch noch andere gute Ideen enthält?

Machen Himbeeren glücklich? Wenn ja, dann ist das Himbeerkochbuch mit 273 Rezepten ultimativ ein Glücksbringer! Gut zu wissen, oder?

Und wie ist das mit Freunden? Wird man zumindest schneller groß, wenn man viele Facebookfreunde hat? 273 Freunde zum Beispiel? Das fragt sich die kleine Sonia und natürlich findet sie eine (vielleicht überraschende) Antwort.

Aber Musik kann glücklich machen – zumindest kann sie das Schwere und Graue des Lebens ein bißchen vergessen lassen. Daher hier noch einmal ein fröhliches und durchaus schwungvolles Stück von Dietrich Buxtehude (ich mag Musik aus dieser Zeit!) – natürlich BuxWV 273.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen glücklich und zuversichtlich machenden Abend.

272

Die 272.

Zenobia hatte ich ja bereits vorgestellt. Vermutlich im Jahr 267 (oder 268) wurde sie die Herrscherin Palmyras. Sie war eine sehr gebildete Frau, sprach mehrere Sprachen und umgab sich auch mit gebildeten Beratern, unter anderem gehörte der Philosoph Longinos zu diesen Beratern. In den ersten Jahren als Herrscherin änderte Zenobia nichts Wesentliches am Verhältnis Palmyras zu Rom, aber ab 270 änderte sich das. So eroberte sie Ägypten, während der Präfekt gerade abwesend war. Ob sie sich damit tatsächlich gegen Rom stellen wollte ist unklar, denn im Jahr 271 ließ sie Münzen prägen, die auf der einen Seiten den neuen Kaiser Aurelian, auf der anderen Seite ihren Sohn als König, nicht jedoch als „Imperator“ zeigten. Das bedeutete eigentlich, dass sie die Oberhoheit Roms nicht in Frage stellte. Wie auch immer: Kaiser Aurelian, der im Jahr 270 an die Macht gekommen war, ging gegen Zenobia vor. Zenobias Ratgeber – darunter Longinos – wurden von Aurelian hingerichtet, Zenobia überlebte. Aurelian wollte sie wohl in Rom in einem Triumphzug präsentieren. Das weitere Schicksal von Zenobia ist allerdings unklar – nach einer Fassung starb sie während der Fahrt nach Rom, nach einer anderen Fassung nahm sie am Triumphzug teil und starb erst im hohen Alter. Palmyra wurde kurze Zeit später von Aurelian zerstört, nachdem dort ein erneuter Aufstand stattgefunden hatte.
Spannend ist es natürlich auch über Longinos und seine Rolle in dieser Geschichte nachzudenken……. Hierzu lohnt es sich den Bericht von Zosimos zu lesen, den man hier finden kann.

Zenobia hatte ihren Mann verloren und wurde deshalb die Herrscherin von Palmyra. Ob sie oft über diesen Verlust nachgedacht hat? In der heutigen Zeit ist es nicht so oft der Tod, der ein Paar trennt. Trotzdem kann eine Trennung schwierig sein. Dann ist es gut, wenn man mit guten Fragen über diese Themen nachdenken kann. Das Buch mit den 272 Fragen die einen nach einer Trennung weiterbringen, könnte ein solches Buch sein.

Manchmal helfen auch ganz andere Aktivitäten – Gartenarbeit zum Beispiel. 272 Lifehacks für Garten und Balkon? Bestimmt ein tolles Buch! Und jetzt im Herbst und Winter kann man sich so gut auf die kommende Garten- und Pflanzsaison vorbereiten (besser: man könnte……).

Noch etwas Skurriles? Es gibt ein Buch mit dem Titel A 272 – an ode to a road. Irritierenderweise befasst sich das Buch aber nicht mit einer deutschen, sondern mit einer englischen Straße ……

Zum Abschluß ein kurzes Orgelstück von Jacques Louis Battmann, op.
272
zum Genießen und Abschalten.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen guten und verlustlosen Abend.