219

Die 219.

Ein Roman von einem jamaikanischen Autor, der mittlerweile in den USA lebt – Rooms 219 Life and Death heißt das Werk. Es war etwas schwieriger, etwas zum Inhalt zu finden – aber ich war dann doch erfolgreich. Mein Genre ist es eher nicht (zuviel „Liebe“ und „Beziehung“).

Ich finde das Buch mit den 219 Biographien zur Portrait-Sammlung von Robert Wiedersheim spannend. Der Gedanke, dass diese Menschen (vermutlich ausschließlich Männer – aber das ist ein anderes Thema) Wegbereiter unseres heutigen naturwissenschaftlichen Wissens sind, ist sehr interessant. Es erinnert mich an ein portugiesisches Buch, das ich vor kurzem über Alzheimer gelesen habe. Es war spannend, die Biographien der Menschen aus seiner Zeit zu verfolgen (weil es ein Roman war, waren ein paar Personen „eingeschmuggelt“ – das ließ sich aber gut herausfinden). Hier sind es also echte Biographien zu den Persönlichkeiten von denen Wiederheim Portraits gesammelt hat. Die dadurch aufgezeigten Querverbindungen zwischen diesen Menschen sind sicherlich sehr interessant.

Passend zum Thema Wissenschaft ist der Bannwaldturm mit seinen 219 Stufen. Der Bannwaldturm wurde gebaut um so – von der Aussichtsplattform – die Wiedernässung des Rieds und die damit verbundenen Veränderungen in der Landschaft und im Wald besser beobachten zu können. Schon sehr interessant!

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend mit interessanten Erkenntnissen und Querverbindungen.

218

Die 218.

Hannibal. Die Alpen. 37 Kriegselefanten.
Ja, das war 218 vor Christus. Ich hatte immer im Hinterkopf, dass Hannibal mit den Elefanten die Alpen überquert hat. Aber ich hätte es nicht konkret zeitlich einordnen können (und wahrscheinlich werde ich die konkrete Jahreszahl auch schon bald wieder vergessen). Für die Menschen, die vorher noch nie Elefanten gesehen hatten, muß das ein fürchterliches Erlebnis gewesen sein. Erstaunlich ist auch, dass alle 37 Elefanten die Alpenüberquerung, die nur 16 Tage dauerte, überlebten. Leider starben sie dann (bis auf Hannibals Elefant) in den Wintermonaten. Mehr zu Hannibals Alpenüberquerung und seinem Kampf gegen Rom noch hier, hier und hier.

Eine Alpenüberquerung ist für uns heute zwar immer noch eine spannende Fahrt, aber eigentlich keine besonders große Reise mehr. Klar, die Aussichten sind oft spektakulär und – wenn man sich Zeit nimmt – kann man die Fahrt auch richtig genießen. Wirklich weit fühlt es sich trotzdem nicht an. Die Welt ist „kleiner“ geworden – eben weil wir viel von der Welt kennen. Dazu gehören auch Rezepte aus unterschiedlichen Ländern. Ich finde daher die Idee, dass man die Welt in 218 Rezepten bereisen kann sehr schön. Ich werde auf jeden Fall mal neugierig in dieses Buch schauen….

Für die Römer war die Ankunft von Hannibal mit seinen Soldaten und Elefanten der pure Horror. Wir können heute Bücher lesen, um ähnliche Gefühle zu erleben. Zum Beispiel das Buch Stanza 218 (also Raum 218). Es klingt nicht uninteressant, aber zuviel Schrecken mag ich auch nicht…..

Beim Buch 218 Erste Umarmungen bin ich mir nicht sicher, was eigentlich dahinter steckt. Es fehlt eine für mich passende Beschreibung. Die Zeilen, die ich überflogen habe, klingen aber eher „dunkel“, was natürlich ein Irrtum sein kann. Ich werde es wohl nie erfahren, meine Neugier ist zumindest in diesem Fall nicht groß genug….

Wirklich positiv ist wohl das Buch 218 Innovative And Inspiring Ways To Find Writing Ideas. Nicht, dass ich im Moment in der Richtung irgendeinen Bedarf hätte, nein, wirklich nicht – aber es ist auch so „nett“ zu lesen (finde ich zumindest).

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen ideenreichen und inspirierenden Abend.

217

Die 217.
Der letzte lebendige Auftritt von Caracalla. Dann der dramatische Abgang durch ein Attentat. Es wäre untertrieben, Caracalla als unbeliebt zu bezeichnen. Zu grausam war seine Regierungszeit. Sein Ende fand er mit heruntergelassenen Hosen auf dem Abort, der Attentäter schlug zu als alle wegschauten……

Es ist nicht ganz unpassend, das ausgerechnet in dem Jahr im Kolosseum durch Blitzschlag ein größerer Brand entsteht, der tatsächlich – wegen der notwendigen Renovierung – zu einer längeren Unterbrechung (bis 238) führte.

Überhaupt die Natur – im Jahr 217 vor Christus wurde Alexandria in Ägypten von einem Erdbeben erschüttert. Nach historischen Quellen starben wohl 75.000 Menschen – diese Zahl läßt sich natürlich nicht überprüfen.

Das führt mich zum Thema Umgang mit dem Tod, denn auch da spielt die 217 eine wichtige Rolle. Es geht um § 217 StGB und das darin bisher enthaltene Verbot der geschäftsmäßigen Selbsttötung. Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Urteil vom 26. Februar 2020 diese Vorschrift für verfassungswidrig erklärt und festgehalten, dass das allgemeine Persönlichkeitsrecht ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben enthält. Eine meiner Ansicht nach sehr wichtige Entscheidung (ich habe meine Mutter 2017 beim Sterben begleitet und habe daher eine sehr konkrete und deutliche Haltung zum Thema Sterben und Umgang mit dem Tod. Meine Berichte aus dieser Zeit findet man ab hier und zum Runterscrollen hier.)

Mit der Kantate „Gedenke, Herr, wie es uns gehet“ von Bach – BWV 217 – möchte ich diesen Beitrag abschließen und etwaige traurige Gedanken (zumindest für den Moment) verscheuchen.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend voller Zuversicht.

216

Die 216.

Das Jahr 216 vor Christus war für die Römer ein durchaus traumatisches Jahr. Denn der Erzfeind Hannibal war in der Nähe der Stadt und der Stadttore. Interessanterweise wurde das später als „Hannibal ad portas“ und als (gedankliche) Bedrohung mit einer großen Gefahr als „Hannibal ante portas“ bezeichnet. Cicero hat so – viel später – in seinen Reden vor Marcus Antonius gewarnt. In der Schlacht von Cannae, die in jenem Jahr stattfand, hat Hannibal die Römer jedenfalls vernichtend geschlagen. Folge dieser verlorenen Schlacht war im Jahr 215 vor Christus dann die „Lex Oppia“ (siehe Ziffer 215).

Damals war man natürlich – soweit man kein Pferd oder keinen Elefanten hatte – in großem Ausmaß zu Fuß unterwegs. Für die Römer und auch für die Karthager wäre daher eine Turm- oder andere Treppenbesteigung kein Problem gewesen. Allerdings nicht auf Knien – wie bei den 216 Stufen der Wallfahrtsstätte Rocamadour. Ich mag solche Orte – auch wenn ich die Stufen definitiv nicht auf Knien „überwinden“ würde.
Auch der Köthener Treppenlauf – bei dem man nach 216 Stufen die Brücke zwischen den beiden Kirchtürmen erreicht – wäre eher nichts für mich. Ich nehme mir gerne die Zeit, den Auf- oder Abstieg zu genießen und immer mal wieder um mich zu schauen.
Die Aussichtsplattform der St. Nikolaikirche in Potsdam könnte für einen solchen Besuch mit ihren 216 Stufen genau der richtige Ort sein.

Bei solchen Ausflügen und Spaziergängen habe ich – natürlich – immer mindestens ein Buch dabei. Hier würde das Buch Chambre 216 wohl gut passen, auch wenn ich außer „chroniques et poèmes“ nichts über das Buch herausgefunden habe.

Jetzt lasse ich diesen Beitrag mit dem Violinkonzert Nr. 3 G-Dur – KV 216 – ausklingen.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen entspannten Abend ohne unerwünschte Besuche.

215

Die 215.

Caracalla war als römischer Kaiser nicht wirklich beliebt. Man spricht von „Schüben geistiger Umnachtung“ und von „Größenwahn“. So hielt Caracalla sich wohl für den wiedergeborenen Alexander den Großen. Bei einem Besuch in Alexandria im Jahr 215 wird er deswegen verspottet. Leider bekam er das mit und seine Reaktion war – wenig überraschend – nicht besonders freundlich. Caracalla befahl seinen Soldaten ein Massaker an der Bevölkerung in Alexandria….. (und ja, es ist der richtige Link – die Geschichte der Ereignisse in Alexandria steht etwas weiter unten).

215 vor Christus wurden übrigens die Rechte der römischen Frauen stark eingeschränkt – mit der sogenannten Lex Oppia. Bei der Schlacht von Cannae (dazu kommen wir in den nächsten Tagen…..) hatte fast jede Familie Roms einen Verlust erlitten. Trotz dieser Krise zeigten viele Frauen aus wohlhabenden Familien ihren Reichtum durch Kleidung, Schmuck und Vernügungsfahrten mit Pferdegespannen (manches kommt einem doch irgendwie bekannt vor, Stichwort „Solidarität“…..). Dies wurde mit der Lex Oppia verboten, die erst 195 vor Christus wieder aufgehoben wurde – wohl aufgrund einer Demonstration der Frauen. Spanennd, oder?

Etwas ganz anderes: 215 ist wohl in Kalifornien der „Spitzname“ für Cannabis, weil es dort unter der Bezeichnung Proposition 215 einen Volksentscheid zur Legalisierung gab.

Interessanterweise gibt es auch zwei Bücher, in deren Titel die 215 vorkommt. Das eine Buch ist La Chambre 215 – es enthält 20 Fragmente von Erinnerungen, nämlich die Erinnerungen einer Frau, die regelmäßig nach Saint-Malo zu ihren Eltern fährt. Das andere Buch Chambre 215 basiert auf einer Geschichte, die sich wohl während der Ölkrise 1973 tatsächlich abgespielt hat.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen krisenfreien Abend mit schönen Erinnerungen.

214

Die 214.

Zwei interessante Produkte.
Zwei Geburten.
Zwei Türme.
Das muß reichen.

Ich habe ihn schon oft gesehen, vermutlich auch schon darauf gesessen, ohne darüber groß nachzudenken – aber die Zahl wäre mir nicht eingefallen – der Kaffeehausstuhl Thonet 214, der im Prinzip unverändert seit circa 1860 so hergestellt wird. Ein wahrer Klassiker, der eine Erwähnung an dieser Stelle definitiv verdient hat.
Das andere Produkt habe ich vermutlich bisher noch nicht gesehen, zumindest nicht bewußt wahrgenommen – der Mitnahmestapler (ja, so etwas gibt es) BM 214.

Im Jahr 214 wurde Aurelian, ein späterer römischer Kaiser, geboren. Ob ich ihn wohl (außer mit seinem Tod) noch einmal irgendwie erwähnen werde? Ich finde es auch immer spannend, was ich so zu den einzelnen Zahlen finde.
Im Jahr 214 vor unserer Zeit wurde Karneades von Kyrene (endlich mal jemand aus Griechenland) geboren. Ihm wird ein philosophisches Gedankenexperiment zugeschrieben, das man als Brett des Karneades bezeichnet. Etwas tiefer kann man sich mit diesem spannenden Thema (das mich gerade stark an die Spieltheorie erinnert) hier beschäftigen. Ich finde, es lohnt sich.

Nach soviel tiefem Nachdenken geht es noch einmal (eigentlich zweimal) hoch hinaus.
214 Stufen führen zur Aussichtsplattform des Turms Sehlust am Possenstein, gleichzeitig auch Europas ältester Fachwerkaussichtsturm – eine sehr elegante Erscheinung!
Im Dom zu Speyer (dort war ich immerhin schon einmal) sind es 214 Stufen vom Kaisersaal zur Turmspitze (dort oben war ich allerdings nicht). Sollte ich jemals noch einmal in die Region kommen, werde ich hoffentlich daran denken…..

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen tiefgründigen und nachdenklichen Abend.

213

Die 213.
Eine interessante Zahl, weil sie einmal die 1, einmal die 2 und einmal die drei umfaßt.

Im Jahr 2007 endete nach 213 Jahren die Produktion von Ibach-Klavieren in Deutschland. Lange Zeit wurden erst in Wuppertal und dann in Schwelm (beides Städte mit denen ich eine persönliche Verbindung habe) Klaviere gebaut. Der Name war mir von klein an geläufig und im hinteren Teil der Geschäftsräume in Elberfeld an der Robertstraße (wobei ich nicht weiß, ob diese damals noch zu Ibach gehörten….) hatte ich auch meine ersten Orgelstunden. Lange ist es her (sehr lange ehrlich gesagt).

Die erste Zeit hat sich mein Musikspiel bestimmt fürchterlich angehört. Aber für einen Jugendhorrorfilm hätte es wohl nicht gereicht. Diese Bezeichnung bleibt dem Film mit dem Titel Zimmer 213 vorbehalten. Der Film basiert übrigens auf dem gleichnamigen Buch Zimmer 213.

Interessanterweise gibt es noch eine Jugendbuchreihe mit dem Titel Raum 213 – von einer anderen Autorin. Interessant, dass dieses Zimmer so viel Interesse weckt.

213 traf Caracalla übrigens in Germanien erstmalig auf die Alemannen. Besonders fröhlich und friedlich war dieses Zusammentreffen natürlich nicht……

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen ruhigen und friedlichen Abend.

212

Die 212.
Ich finde es tatsächlich faszinierend, dass der letzte Tag im Juli in einem „normalen“ Jahr der 212. Tag ist. Ich habe vorher nie darüber nachgedacht, der wievielte Tag eines Jahres ein bestimmter Tag sein könnte. Wahrscheinlich werde ich das auch relativ schnell wieder vergessen. Auch das ist normal. Es ist schließlich nicht wichtig.

Im Jahr 212 vor Christus starb der berühmte Mathematiker und Naturwissenschaftler Archimedes. Über sein Leben weiß man wohl wenig, sein Wissen ist allerdings erhalten geblieben.

Archimedes hat sich anscheinend viele interessante Fragen gestellt und dann zu diesen Fragen Antworten gesucht. Dazu passen so ganz grundsätzlich auch die 212 (angeblich tiefgründigen) Fragen, die man hier findet. Ich finde die Fragen – zumindest die, die ich jetzt überflogen haben – nicht wirklich tiefgründig. Aber gut, ich möchte auch keine Menschen mehr kennenlernen, insofern sind Fragen für mich ohnehin nur für mich selbst von Bedeutung und die Fragen, die ich mir selbst stelle, sehen halt völlig anders aus.

Netterweise beschert mir die 212 auch noch einen Kinofilm mit dem Titel Zimmer 212 – In einer magischen Nacht. Den Trailer des Films kann man hier sehen.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen Abend mit vielen spannenden, tiefgründigen und anregenden Fragen.

211

Die 211.

Septimius Severus verläßt die Bühne des Lebens und zwar am 4. Februar 211 (ich bin wieder fasziniert, dass Daten so konkret die Jahrhunderte überdauern). Damit endet natürlich auch seine Rolle als römischer Kaiser. Seine Bühne in der römischen Geschichte wird er natürlich behalten – auch wenn ich bis zu diesem Blogprojekt nichts über ihn wußte….
Als Kaiser betritt neu die römische Bühne – sein Sohn Caracalla (den ich schon einmal erwähnt hatte). Seinen jüngeren Bruder Geta, der zunächst mit ihm die kaiserliche Nachfolge des Vaters antrat, ließ er schon im Dezember 211 ermorden. Auch Getas Anhänger hatten keine großen Überlebenschancen….

Eine andere 211 steckt in diesem Foto mit dem Titel Der Herr von Zimmer 211. Es ist (wie der der Text zum Bild erklärt) eine – sehr bewußte – Anspielung auf den Roman Menschen im Hotel von Vicki Baum (den ich übrigens sehr mag und den ich auch schon im Theater gesehen habe). Und ich stelle in dem Zusammenhang fest, dass ich so gar nicht mehr weiß, welche Zimmernummern ich im Laufe der Zeit so hatte. Keine einzige der Zimmernummern war jemals wichtig (also über den Moment hinaus).

Lassen wir den Abend fröhlich ausklingen – mit dem 2. Violinkonzert D-Dur von Mozart, KV 211.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen fröhlichen und sorglosen Abend.

210

Die 210.

Im Jahr 210 vor Christus stirbt in China Qin Shihuangdi – der Gründer des chinesischen Kaiserreichs und Gründer der Quin-Dynastie. Quin Shihangdi ist bis in die heutige Zeit sehr bekannt – er kommt in vielen Spielfilmen, Theaterstücken und Romanen vor (ich konnte mich nicht erinnern….). Womit ich aber wirklich etwas verbinde: bei seinem Grab (beziehungsweise Mausoleum) wurde die berühmte Terrakottaarmee gefunden!

Im Jahr 210 nach Christus ist – vermutlich (es gibt abweichende Quellen) – Galen gestorben, der uns heute noch als Mediziner bekannt ist. Seine medizinischen Annahmen und Theorien wurden erst in der Renaissance (also fast 14 Jahrhunderte nach seinem Tod) widerlegt.

Ein kleiner Sprung in unsere Zeit – Party auf Zimmer 210 soll inspirierende und tiefgründige Geschichten enthalten, die thematisch wohl mit dem Christentum verbunden sind. Mangels einer Vorschau konnte ich das leider nicht überprüfen.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen gut behüteten und inspirierenden Abend.