7. April

Am 7. April 1724 findet in der Nikolai-Kirche in Leipzig eine Uraufführung statt – nämlich die Uraufführung der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach. Es ist Karfreitag und Bach ist seit einem Jahr der Thomas-Kantor. Ein Erfolg ist das Werk erst einmal nicht. Zu opernhaft und dramatisch ist es der Gemeinde. Doch darin liegt auch eine besondere Art, die Geschichte zu erzählen – das Theater Aachen macht das derzeit in Form von Tanztheater und Musik. Eine vermutlich völlig andere Version kann man hier sehen (und hören) und hier gibt es noch eine „klassische“ (konzertante) Variante.

Am 7. April 529 veröffentlicht Kaiser Justinian den ersten Teil einer Sammlung von rechtlichen Vorschriften, den wir heute als „Corpus Iuris Civilis“ bezeichnen. Daraus entsteht viele Jahre später das Recht in vielen europäischen Ländern, vor allem das Zivilrecht – weshalb das Thema „römisches Recht“ beziehungsweise „römische Rechtsgeschichte“ auch während meiner Studienzeit vorkommt.

Gut oder nicht gut – das ist manchmal eine berechtigte Frage. Am 7. April 1682 erreicht der Franzose René Robert Cavelier de La Salle als erster Europäer die Mündung des Mississippi und natürlich nimmt er das Gebiet einige Tage später für Frankreich in Anspruch. Dazu demnächst mehr…..

Am 7. April 1890 kommt Victoria Ocampo in Buenos Aires zur Welt. Sie wird eine wichtige Schriftstellerin und Übersetzerin. Unter anderem gründet sie die Literaturzeitschrift Sur und den gleichnamigen Verlag. In der „Sur“ verbreitet sie zum Beispiel auch die Werke von Virginia Woolf. Die Unesco hat eine Seite (in englischer und spanischer Sprache) zu Victoria Ocampo und Sur eingerichet – als Dokumentation ihrer Arbeit, der Zugriff auf das Archiv von Sur funktioniert im Moment leider nicht.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit ungewöhnlichen und guten Einfällen.

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