Am 25. April 1974 beginnt in Portugal die Nelkenrevolution. Was so „schön“ klingt, ist ein Militärputsch gegen die autoritäre Diktatur des seit 1933 bestehenden Salazar-Regimes. Tatsächlich hat der Putsch beziehungsweise die Revolution diesen Namen bekommen, weil Unterstützer*innen den aufständischen Soldaten rote Nelken in die Gewehrläufe stecken.
Am 25. April 1976 tritt in Portugal die neue demokratische Verfassung in Kraft. Das steht in Artikel 296. Am gleichen Tag finden auch demokratische Wahlen statt.
Am 25. April 1507 erscheint im lothringischen St. Dié eine neue Weltkarte von Martin Waldseemüller. Diese Weltkarte ist vor allem deswegen besonders, weil sie einen neuen Erdteil enthält – America.
Am 25. April 1719 erscheint das Buch „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe. Es ist das erste Werk von Daniel Defoe. Defoe ist zu diesem Zeitpunkt knapp 60 Jahre alt und ziemlich erfolglos. Das ändert sich mit dem Erscheinen dieses Buches. Defoe selbst hat das, was er erzählt nicht erlebt. Trotzdem ist die Geschichte nicht komplett erfunden. Vermutlich hat Defoe die Geschichte von Alexander Selkirk seinem Buch zugrundegelegt. Der verbringt 1580 Tage alleine auf einer Insel. Warum das so ist, kann man hier nachlesen.
Und weil Schiffe damals vor allem aus Holz gemacht werden, ist der seit 1952 existierende Tag des Baumes, der jedes Jahr am 25. April stattfindet, sehr passend, denn es geht bei diesem Tag auch darum, eine Übernutzung des Waldes zu verhindern.
In der Nacht vom 25. April auf den 26. April 1792 komponiert Claude Joseph Rouget de Lisle die Marseillaise. Der französische Hauptmann befindet sich in Straßburg, als die französische Nationalversammlung Österreich den Krieg erklärt. Alle sind sich einig: man braucht ein Lied, um in den Kampf zu ziehen. Rouget de Lisle schreibt es. Soldaten aus Marseille singen es im Juli 1792 beim Einzug nach Paris und seitdem wird es als „Marseillaise“ bezeichnet.
Damit wünsche ich Euch einen klangvollen Abend.