7. Mai

Am 7. Mai 1241 unterzeichnet König Wenzel die Oberlausitzer Grenzurkunde. In dieser Urkunde werden viele Orte in der Lausitz zum ersten Mal schriftlich erwähnt.

Am 7. Mai 1259 verleiht der Erzbischof von Köln – Konrad von Hochstaden – der Stadt Köln das Stapelrecht. Die Stadt Köln kann nun von allen durchziehenden Kaufleuten verlangen, dass diese ihre Waren den Kölnern jeweils drei Tage lang anbieten. Im Mittelalter ist das ein wichtiges Recht. Es wird bis 1831 bestehen bleiben.

Eine herausfordernde Aufgabe muß Johann Sebastian Bach am 7. Mai 1747 in Potsdam lösen. Eigentlich will er seinen Sohn Carl Philipp Emanuel besuchen. Aber König Friedrich II. läßt ihn zu sich rufen und stellt ihm eine musikalische Aufgabe, er soll aus einem vorgespielten Thema ad hoc eine dreistimmige Fuge entwickeln. Das Thema ist komplex, aber Bach löst diese Aufgabe mit Bravour. Friedrich II. verlangt daraufhin eine sechsstimmige Fuge – das klappt nicht ganz so gut, aber zwei Wochen später schickt Bach dem König die Komposition mit dem Titel „Musikalisches Opfer“.

Am 7. Mai 1848 erscheint das politisch-satirische Blatt „Kladderadatsch“ zum ersten Mal in Bonn. Die erste Auflage umfaßt 4000 Exemplare und ist schon am ersten Tag ausverkauft. Hier kann man sich die Ausgabe vom 7. Mai online anschauen (die anderen natürlich auch).

In Herford wird am 7. Mai das Marta genannte Museum für zeitgenössische Kunst, Architektur und Design eröffnet. Tatsächlich war ich in den letzten Jahren ein paar Mal in diesem Museum und habe dort Ausstellungen besucht (unter anderem zu Kunst und KI).

Und noch zwei interessante Geburtstage: David Hume, der Philosoph, Ökonom und Historiker kommt am 7. Mai 1711 in Edinburgh zur Welt. Am 7. Mai 1748 kommt Olympe de Gouges in Montauban zur Welt – sie wird eine Schriftstellerin, Frauenrechtlerin und Revolutionärin. Im Jahr 1791 verfaßt sie sogar eine Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin – eine Reaktion auf die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte im Jahr 1789, die nur für Männer Rechte mit sich bringt.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit revolutionär guten Gedanken und Ideen.

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