16. August

Heute morgen habe ich zufällig einen Post über Harold Foster in der ATmosphäre gelesen (und wer mit dem Begriff „ATmosphäre“ oder auch englischsprachig „ATmosphere“ noch nichts anfangen kann: dass ist der Oberbegriff für das aus mehreren Schichten bestehende Open Social Web, das auf der Basis von AT Proto rund um unter anderem Bluesky und Eurosky entsteht, bei mir war es heute Morgen konkret die Bluesky-App, es hätte aber auch Mu.social oder die Skywalker-App sein können und ja, ich muß mich an die Begriffe auch erst gewöhnen…..). Der Name Harold Foster sagte mir nichts, das mit dem Post verbundene Bild erinnerte mich jedoch sofort an den Comic „Prinz Eisenherz“. Ein guter Fund für den heutigen Tag, denn Harold Rudolf Foster kommt am 16. August 1892 in Halifax in Kanada auf die Welt. Er wird einer der berühmtesten Comicautoren und -zeichner in den USA. Wenig erstaunlich also, dass sogar ich irgendwann etwas von ihm gesehen habe. Die Comicserie rund um Prinz Eisenherz beginnt er 1937, erst 1971 übergibt er die Arbeit an seinen Nachfolger John Cullen Murphy, der die Serie bis 2004 weiterführt (und dann ebenfalls an einen Nachfolger übergibt).

Um Geschichte beziehungsweise um eine historische Gestalt geht es auch am 16. August 1875: an diesem Tag wird das Hermannsdenkmal im Beisein von Kaiser Wilhelm I. eingeweiht. Vor gar nicht so langer Zeit habe ich mir eine Ausstellung dazu im Lippischen Landesmuseum in Detmold angeschaut (und dabei das heutige Datum für diesen Beitrag notiert). Die Ausstellung hat das Thema „Hermann“ beziehungsweise „Arminius“ und die Entstehung des Denkmals aus sehr unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, was ich sehr interessant fand.

Am 16. August 1945 gründen vier Menschen in Berlin den Aufbau-Verlag, am 18. August erteilt die Sowjetische Militäradministration die dafür notwendige Lizenz, sie trägt die Nummer 301. Der Verlag wird bald der größte belletristische Verlag der DDR. Auch ich habe einige Bücher aus dem Aufbau-Verlag (auch aus der Zeit vor Herbst 1989) im Regal stehen. Zusammen mit meinen Eltern (und später nur mit meiner Mutter) habe ich meine Großmutter in der Zeit ab 1979/1980 meist einmal pro Jahr besucht, oft in den Herbstferien, während des Studiums über Christi Himmelfahrt. Und ich bekam immer Geld geschenkt. Das habe ich dann in Noten (ein wunderbares Geschäft in Schwerin) und in Büchern angelegt. Eine gute Investition, Bildung ist schließlich wichtig.

Das hätte sicherlich auch Wilhelm von Humboldt so gedacht und vielleicht auch gesagt, denn auf seine Initiative wird am 16. August 1809 in Berlin die Universität gegründet, im Oktober 1810 nimmt sie den Lehrbetrieb auf. Mittlerweile heißt sie – verdientermaßen – Humboldt-Universität.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Geschichten und guten Büchern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert