Manches an diesem Tag hat etwas mit „Anerkennung“ zu tun. Ein Gedanke, den ich schön finde.
Am 15. Januar 1992 erkennen die damaligen Staaten der EG Kroatien und Slowenien als unabhängige Staaten an, Deutschland nimmt an diesem Tag diplomatische Beziehungen mit beiden Ländern auf. In Kroatien ist der Tag seitdem der „Tag der internationalen Anerkennung“.
Um Anerkennung geht es im Prinzip auch Martin Luther King, der am 15. Januar 1929 in Atlanta (USA) geboren wird. Martin Luther King möchte Bürgerrechte, Gerechtigkeit und Solidarität für alle Menschen erreichen. An diesem Ziel arbeitet er – unbeirrt, ausdauernd und gewaltfrei. Er liest viel, er ist fleißig und er ist sehr gebildet. Und trotzdem ist er für manche Menschen nicht ebenbürtig – was für ein Irrtum dieser Menschen. Seine langjährige Arbeit wird 1964 mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt.
Am 15. Januar 1920 kommt übrigens die erste Jazz-Platte in Deutschland auf den Markt. Die Musik klingt (noch) nicht wirklich nach Jazz, aber es ist eine Abkehr von dem, was vorher in Deutschland gespielt und gehört wird. Der Jazz erobert die Lokale und hinterläßt vielfältige Spuren in der Kultur, nicht nur im musikalischen Bereich.
Anerkennung ist auch für Molière ein Thema. Am 15. Januar 1622 kommt er als Jean-Baptiste Poquelin zur Welt. Er gründet eine Theatergruppe und gibt sich den Künstlernamen „Molière“ – auch um seine Familie vor der Schande des Theaterberufs zu schützen. Seine Liebe gehört den Komödien. Anerkennung bekommt er dafür zunächst nicht. Seine vielen anderen Werke sind heute weitestgehend in Vergessenheit geraten – seine Komödien werden aber immer noch auf den Theaterbühnen der Welt gespielt.
Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Humor!