Blogprojekt 2026 – ein Anfang

1. Januar 2026.
Das Jahr 2026 hat angefangen.
Wird es ein gutes Jahr werden oder eher nicht?

Vor ein paar Tagen habe ich bei Bluesky gefragt „Was gibt Euch für 2026 Hoffnung? Was stimmt Euch zuversichtlich?“. Die Antworten fielen unterschiedlich aus. Wenig überraschend antworteten mir ein paar Menschen, dass es keinen Grund für Hoffnung oder Zuversicht gibt und verwiesen als Begründung auf die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation. Ich teile durchaus die Sorgen angesichts dieser Situation. Aber ich habe sehr bewußt die Frage nach Hoffnung und Zuversicht gestellt. Daher bin ich dankbar, dass einige Menschen sie auch inhaltlich beantwortet haben – sehr unterschiedlich, aber doch so, dass ich den Aspekt der Zuversicht und Hoffnung erkennen konnte.

Warum habe ich überhaupt diese Frage gestellt. Im Bluesky Sachbuchclub lesen wir gerade gemeinsam das Buch „Im Grunde gut“ von Rutger Bregman. Der Gedanke, dass Menschen im Grunde „gut“ sind, spricht mich sehr an, er „paßt“ für mich. Das heißt nicht, dass ich keine Herausforderungen sehe, im Gegenteil. Ich bin es gewohnt, das Haar in der Suppe zu suchen (und zu finden). Ich achte also in der Regel stärker auf die Aspekte, die nicht gut sind, die Anlaß zur Sorge geben oder die kritikwürdig sind. Beruflich ist das (gerade bei der Prüfung von Vertragsentwürfen) sehr passend, privat nicht unbedingt. Die gemeinsame Lektüre des Buchs von Bregman hat mich daran erinnert, dass die Betrachtung auch eine Frage der Perspektive ist. An anderen Stellen ist mir das schon häufiger bewußt geworden – die Tatsache, dass wir eher über Kriege als über erfolgreiche Konfliktlösungen sprechen, passt gut zum Thema „Mediation“. Außerdem ist es schöner, sich an Geburtstage als an Todestage zu erinnern – wobei der Tod zum Leben gehört.

Auf einen Berg von Herausforderungen oder Problemen zu schauen, kann schnell Angst machen. Oder lähmen. Oder einem das Gefühl geben, dass es ohnehin nicht zu schaffen ist, dass es schon zu spät ist. All diese Gedanken kenne ich auch – sehr gut sogar. Und doch denke ich, dass sich immer noch irgendetwas machen läßt. Christian Eymery hat gestern das Folgende geschrieben: „Glaubt an Eure #Wirksamkeit.
Wirksamkeit entfaltet sich wie eine Kettenreaktion. Ihr beginnt vielleicht die Kette oder Ihr seid ein Teil der Kette. Ihr sorgt dafür, dass Wirksamkeit entsteht oder sich weiter entfaltet. So wird sie groß. Gemeinsam.“

Anfangen oder nicht anfangen. In Abwandlung einer berühmten Frage aus einem Theaterstück habe ich mir heute diese Frage gestellt.
Wer anfängt kann aufhören, kann scheitern, kann das was er*sie angefangen hat, ändern.
Wer nicht anfängt, kann zwar nicht scheitern, er*sie kann aber auch nichts verändern.

Genau an dem Punkt ist der Post von Christian zur Wirksamkeit wichtig. Alles, was Menschen Mut macht, ihnen Hoffnung und Zuversicht gibt, sie in schwierigen Situationen stärkt, kann wichtig sein.

Ich möchte daher in diesem Jahr – so weit ich komme, denn natürlich darf ich (wie schon 2022) jederzeit aufhören – auf positive Dinge die mit dem jeweiligen Datum verbunden sind, hinweisen. Also Dinge oder Ereignisse, die ich als positiv empfinde. Und ja, wir können immer darüber streiten, ob ein bestimmtes Ereignis positiv ist oder nicht. Aber dann sprechen wir miteinander und das ist gut.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen zauberhaften Jahresanfang!

Ein Gedanke zu „Blogprojekt 2026 – ein Anfang“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert