19. März

Am Tag nach dem Vertrag von Évian, also am 19. März 1962, tritt der Waffenstillstand zwischen Frankreich und der Provisorischen Algerischen Regierung in Kraft. Der 19. März wird seitdem in Algerien als „Fête de la victoire“ (also als Feier des Sieges) gefeiert.

Am 19. März 1616 wird Sir Walter Raleigh aus der Haft entlassen. Im Jahr 1581 kommt er zu Elisabeth I. an den Hof – er gewinnt rasch ihre Gunst und Freundschaft. Für die englische Krone gründet er Kolonien und entdeckt Südamerika. Im Jahr 1603 stirbt sie, bei ihrem Nachfolger Jakob I. fällt er in Ungnade. Er wird wegen des Vorwurfs einer Verschwörung mit Spanien zum Tode verurteilt, das Urteil wird zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe umgewandelt. 13 Jahre bleibt er im Gefängnis. In dieser Zeit schreibt er das (leider unvollendete) Werk The History of the World. Das Buch erscheint im März 1614, insgesamt werden es 8 Auflagen (Shakespeare schafft es während einer längeren Zeitspanne nur auf vier Auflagen…..).

Raleighs Inhaftierung hat mit Spanien zu tun. Jakob I. will mit Spanien Frieden schließen, Raleigh ist ein bekannter Wortführer gegen Spanien. Man wirft ihm also eine Verschwörung vor und verhaftet ihn. Deswegen passt es gut, dass es jetzt mit Spanien weitergeht. Am 19. März 1812 wird die Verfassung von Cádiz verkündet – und weil der 19. März der Tag des „Heiligen Joseph“ (Pepe) ist, heißt diese Verfassung auch La Pepa. Es handelt sich um die erste spanische Verfassung, die die Macht der Monarchie einschränkt und Rechte der spanischen Bürger festlegt.

Ebenfalls an einem 19. März – nämlich im Jahr 1882 – wird der Grundstein der Kirche „Sagrada Familia“ in Barcelona gelegt. Antoni Gaudí ist dabei, einige Zeit später wird er mit der Weiterführung dieses Projektes beauftragt.

Und die Frauen? Zumindest für Deutschland, Dänemark, Österreich-Ungarn und die Schweiz kann ich berichten, dass am 19. März 1911 erstmals ein „Internationaler Frauentag“ begangen wird.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit bunten und kreativen Gedanken.

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