28. April

Am 28. April 1947 macht sich Thor Heyerdahl – zusammen mit fünf anderen Menschen aus Norwegen – auf einem Floß aus Balsaholz, dem berühmten Kon-Tiki,  von Peru aus auf den Weg nach Polynesien. Niemand hält es für möglich, dass man mit so primitiven Mitteln von Südamerika aus die Südsee erreichen kann. Doch er schafft es. Was er nicht schafft: nachzuweisen, dass es eine genetische Verwandschaft zwischen den Menschen aus Polynesien und den Menschen aus Südamerika gibt. Mittlerweile gibt es auch dafür Hinweise. Aber unabhängig davon: was mich tatsächlich anspricht ist die Neugier und der Mut, den Gedanken auch in die Tat umzusetzen.

Man kann sagen, dass Thor Heyerdahl die Wissenschaftler*innen mit seinen Thesen provoziert und polarisiert. Mit Sprache macht das der am 28. April 1874 in Böhmen geborene Karl Kraus. Er wird auf viele Arten und Weisen mit Sprache arbeiten – unter anderem als Schriftsteller, als Satiriker, Aphoristiker und Dramatiker. Und immer eckt er an. Zum Beispiel mit „Die demolirte Literatur“ – einer satirischen Abrechnung auf die Wienerkaffeehauskultur. Danach mit der Zeitschrift Die Fackel.

Ganz anders verhält sich dagegen Shrek, das Schaf. Es möchte nicht geschoren werden und läuft deswegen immer wieder davon und versteckt sich. Sechs Jahre lebt es „ungeschoren“ (im wahrsten Sinne des Wortes) in den Bergen. Aber 2004 wird es dann doch von einer Schafhirtin gefunden und eingefangen. Am 28. April 2004 wird Shrek geschoren, die Wolle wiegt 27 kg. Spektakulär, oder?

Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Wärme, Mut und Wortwitz.

 

 

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