10. Mai

Am 10. Mai 1872 wird Victoria Woodhull Martin in den Vereinigten Staaten offiziell als Präsidentschaftskandidatin der „Equal Rights Party“ nominiert. Allerdings erfüllt sie weder das Mindestalter von 35 Jahren, noch kann sie als Frau überhaupt gewählt werden. Ihr „Running Mate“ (also der Vize-Präsident im Falle einer Wahl) soll Fredrick Douglass sein. Wenig überaschend wird sie zur Wahl am 5. November 1872 nicht zugelassen. Aber immerhin: sie hat es versucht!

Am 10. Mai 1949 fällt der Parlamentarische Rat eine wichtige Entscheidung: Bonn soll der provisorische Regierungssitz werden. Die Entscheidung ist allerdings relativ knapp: 29 stimmen für Frankfurt am Main, 33 für Bonn. Das letzte Wort zu diesem Thema wird allerdings der Bundestag haben.

Am 10. Mai 1954 wird das Bundesarbeitsgericht in Kassel mit einem Festakt offiziell eröffnet, seine Arbeit hat das Gericht bereits im April aufgenommen. Mittlerweile hat das Gericht seinen Sitz in Erfurt.

Am 10. Mai 2005 wird in Berlin das „Denkmal für die ermordeten Judeneingeweiht, ab dem 12. Mai 2005 ist es öffentlich zugänglich.

Am 10. Mai 1872 kommt Marcel Mauss in Épinal zur Welt. Er wird ein Soziologe, Ethnologe und Religionswissenschaftler. Er erforscht das „Geschenk“ und schreibt darüber das Buch „Die Gabe“ (L’Essai sur le don). Er spricht insoweit auch von einer Ökonomie des Schenkens. Ich werde ihm und seinem Thema in dem sehr interessanten Buch „The gift“ von Lewis Hyde begegnen.

Damit wünsche ich Euch einen Abend, an dem Ihr den Menschen, die Euch wichtig sind, Aufmerksamkeit schenkt.

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