9. Juli

Am 9. Juli 160 gewährt Kaiser Rudolf II. den Böhmen im sogenannten „Böhmischen Majestätsbrief“ Religionsfreiheit. In einer Zeit religiöser Spannung ist dies ein wichtiger politischer Sieg.

Am 9. Juli 1766 kommt Johanna Schopenhauer in Danzig zur Welt. Sie wird nicht nur die Mutter des Philosophen Arthur Schopenhauer und der Schriftstellerin Adele Schopenhauer, sie selbst wird auch eine Schriftstellerin und Salonnière. Während ihrer Zeit in Weimar  veranstaltet sie wöchentliche Teegesellschaften (ich mag den Gedanken einer „Teegesellschaft“), an denen auch Goethe teilnimmt. Sie ist die erste, die Christiane Vulpius, der Ehefrau von Goethe, Tee reicht und ihr damit die Türen zur Gesellschaft öffnet. Ein paar ihrer Werke kann man bei Projekt Gutenberg finden (und lesen).

Am 9. Juli 1789 geht es los: ab diesem Tag tagt die „Verfassunggebende Nationalversammlung“ – die „Assemblée nationale constituante“, die Frankreich eine Verfassung geben soll.

Am 9. Juli 1816 beschließt der Kongress von Tucumán die Unabhängigkeit der Vereinigten Provinzen Südamerikas, das ist das Gebiet, das wir heute als „Argentinien“ kennen, von Spanien.

Am 9. Juli 1955 stellt Bertrand Russell in London ein Manifest gegen Atomwaffen vor, das auf Initiative des Physikers Joseph Rotblat entstanden ist. Russell entwirft das Manifest und bittet  Albert Einstein um Unterstützung, dieser unterschreibt das Manifest wenige Tage vor seinem Tod.

Damit wünsche ich Euch einen fröhlichen und friedlichen Abend.

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