18. Juli

Am 18. Juli 1918 kommt Nelson Mandela im (heutigen) Südafrika zur Welt. Eigentlich hat er den Vornamen „Rolihlahla“ – wörtlich bedeutet das „am Ast eines Baumes ziehen“, gemeint ist damit ein „Unruhestifter“. Den britischen Namen „Nelson“ erhält er erst an seinem ersten Schultag. Er lernt schon als Kind, seine Gegner zu bezwingen, ohne sie zu entehren – was eine wichtige und gleichzeitig meines Erachtens seltene Kompetenz ist. Er beginnt ein Studium, das ihn zu einer Dolmetscher- oder Beamtenlaufbahn im Ministerium für „Eingeborenenangelegenheiten“ (scheußlicher Begriff!) qualifizieren soll, den Bachelor of Arts erwirbt er im Fernstudium. Anschließend beginnt er ein Jurastudium, das er erst 1989 abschließen kann. Er engagiert sich politisch und ist – im besten Sinne – ein Unruhestifter, der Dinge positiv verändern möchte. 1962 wird er inhaftiert und in mehreren Gerichtsverfahren verurteilt. Erst 1990 wird er aus der Haft entlassen.

Seit dem Jahr 2010 ist der 18. Juli übrigens der internationale Nelson-Mandela-Tag.

Am 18. Juli 1811 kommt William Makepeace Thackeray in Kalkutta zur Welt. Er wird ein bedeutender britischer Schriftsteller. Besonders bekannt und berühmt ist sein Roman „Jahrmarkt der Eitelkeiten“ (englisch: Vanity Fair). Interessanterweise hat mir mein Englischlehrer in der Oberstufe diesen Roman vor „ewigen Zeiten“ als Lektüre empfohlen. Ich sollte den Roman tatsächlich jetzt noch einmal lesen, ich habe mir aber auch „The Kickleburys on the Rhine“ besorgt, weil es da um eine (wohl sehr ironische) Schilderung einer Rheinreise geht. Das muß ich einfach lesen!

Am 18. Juli 1840 kommt Wassil Lewski in Karlowo in Bulgarien zur Welt. Er ist zunächst ein orthodoxer Mönch, er wird ein Revolutionär und Anführer der bulgarischen Freiheitsbewegung.

Am 18. Juli 1864 kommt Ricarda Huch in Braunschweig zur Welt. Sie ist eine der ersten Frauen im deutschsprachigen Raum, die im Fach Geschichte promoviert. Sowohl das Abitur als auch das Studium absolviert sie in Zürich. Sie wird Historikerin, Schriftstellerin und Philosophin. Und: sie ist mutig. 1933 verweigert sie eine von der Preußischen Akademie der Künste verlangte Loyalitätserklärung. Ihre Weigerung begründet sie damit, dass sie verschiedene Handlungen der neuen Regierung aufs schärfste mißbilligt. Ab 1936 lebt sie mit ihrer Familie in Jena, ihre Wohnung entwickelt sich zu einem Treffpunkt der Gegner und Kritker des Regimes.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit dem Mut, Dinge an- und auszusprechen und für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte einzutreten.

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