28. September

Noch drei Tage oder konkreter drei Beiträge, dann habe ich drei Viertel des Jahres „hinter mich gebracht“. Ob ich das schaffe? Hoffentlich. Ob ich danach noch weiter schreibe? Schwer zu sagen, gerade Anfang Oktober wird es bei mir etwas „hektisch“ und ich weiß nicht, ob ich wirklich die Ruhe zum Schreiben der Blogbeiträge finde. Wir werden sehen. Aber erst einmal der Beitrag für heute.

Am 28. September 1871 verabschiedet das brasilianische Parlament das „Gesetz des freien Bauches“ (Lei do ventre livre). Dabei handelt es sich um eine gesetzliche Regelung, nach der Kinder die von Sklavinnen zukünftig zur Welt gebracht werden, selber frei sind. Das Ganze hat aber einen Haken: denn der Besitzer der Mutter muß das Kind bis zum achten Lebensjahr aufzuziehen und kann das Kind dann – bis zum 21. Lebensjahr – für die damit verbundenen Kosten arbeiten lassen. In der Praxis ändert sich also erst einmal wenig. Trotzdem ist das Gesetz ein  wichtiger Schritt zur Abschaffung der Sklaverei.

Am 28. September 1885 wird in Brasilien ein weiteres Gesetz zur Abschaffung der Sklaverei verkündet – das Gesetz der Sechzigjährigen (Lei dos sexagenariós). Sklaven, die 60 Jahre oder älter sind, werden mit diesem Gesetz freigelassen. Ein weiterer wichtiger Schritt zur Abschaffung der Sklaverei in Brasilien.

Am 28. September 1928 bemerkt der Mediziner und Bakteriologe Alexander Fleming zufällig, dass Schimmelpilze der Gattung Penicillium eine wachstumshemmende Wirkung auf seine Staphylokokken-Kulturen haben. Natürlich verfolgt er diese Entdeckung mit weiteren Untersuchungen. Die Forschung wird von anderen aufgegriffen und das Medikament Penicillin entwickelt.

Am 28. September 1951 wird das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe feierlich eröffnet, die erste Entscheidung ist aber schon ein paar Tage vorher gefällt worden. Das Gericht feiert seinen 75. Geburtstag auch mit einigen interessanten Aktionen.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit schönen Überraschungen.

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