2. März

Am 2. März 1545 kommt Thomas Bodley in Exeter zur Welt. Seine Familie ist streng protestantisch. Im Jahr 1555 folgt die katholische Mary Tudor ihrem Vater Heinrich VIII. auf den englischen Thron und die Familie muß aus England fliehen und verbringt eine gewisse Zeit im Herzogtum Kleve. Als er zwölf Jahr alt ist zieht die Familie in das calvinistische Genf. Dort erhält Thomas eine gute Schulausbildung. Erst als Elizabeth auf den Thron folgt, kehrt die Familie nach England zurück. Er studiert in Oxford und geht – unter anderem als Diplomat – in den Staatsdienst. 1597 scheidet er aus dem Staatsdienst aus, um sich dem Aufbau und der Erweiterung der Universitätsbibliothek in Oxford zu widmen – die nach ihm „Bodleian Library“ heißt. Er trifft eine Vereinbarung mit den Buchhändlern, dass die Bibliothek von jedem in England veröffentlichten Buch ein Freiexemplar erhält. Ab 1911 wird diese Vereinbarung durch den Copyright Act weitergeführt – die Bibliothek hat auch danach einen Anspruch auf ein Pflichtexemplar, das allerdings von den jeweiligen Verlagen angefordert werden muß.

Ebenfalls am 2. März – allerdings im Jahr 1824 kommt Bedřich Smetana (geboren als Friedrich Smetana) in Böhmen zur Welt. Er wird ein bedeutender Komponist – sein Stück „Die Moldau“ dürften viele Menschen kennen und lieben. Ich mag das Stück jedenfalls sehr.

Heute ist das Stück „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist ziemlich bekannt, es wird auch oft im Theater aufgeführt. Als am 2. März 1808 die Uraufführung am Hoftheater in Weimar stattfindet – unter der Leitung von Johann Wolfgang von Goethe – ist das anders, die Uraufführung ist ein Debakel, das höfische Publikum hält das Stück für Bauerntheater. Erst die „Nachwelt“ weiß das Stück zu schätzen.

Am 2. März 1807 beschließt der US-amerikanische Kongress ein wichtiges Gesetz – nämlich ein Verbot des internationalen Sklavenhandels. Darum geht es allerdings erst einmal nur um den Import von Sklaven, der Verkauf in den USA selbst ist noch gestattet. Aber immerhin – es ist ein erster wichtiger Schritt.

Am 2. März 1903 eröffnet in New York das erste Hotel für Frauen – es hat mehr als 400 Zimmer.  Am Tag der Eröffnung ist das Hotel schon ausgebucht – tatsächlich ein großer Erfolg.

Damit wünsche ich Euch einen ruhigen und friedvollen Abend.

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