Bald ist der Mai geschafft. Dann sind es fünf Monate. Mal sehen, ob ich dann weiterschreibe. Oder nicht.
Am 30. Mai 1635 schließen Kaiser Ferdinand II. und Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen den sogenannten Prager Frieden. Es ist ein Friedensschluß im Rahmen des 30jährigen Krieges. Beide sehen darin einen tragfähigen konfessionellen Kompromiss und hoffen, dass dieser Frieden zum Ende des Krieges führt. Aber: Schweden und Frankreich sind (noch) nicht eingebunden. Dennoch kann man heute sagen, dass der Prager Frieden den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden den Weg bereitet.
Am 30. Mai 1667 wird Margaret Cavendish, einer englischen Philosophin, Schriftstellerin und Wissenschaftlerin, eine besondere Anerkennung zuteil: sie darf als erste Frau an einer Sitzung der Royal Society teilnehmen. Mit „The Blazing World“ hat sie übrigens einen Roman geschrieben, den man durchaus als Science Fiction ansehen kann (hier kann man das Werk in englischer Sprache finden).
Dazu paßt ein Lied, an das sich meine Mutter oft erinnert hat – ein Lied aus ihrer Jugend mit dem Titel „Am 30. Mai ist der Weltuntergang“. Ob es heute so sein wird?
Am 30. Mai 1967 erscheint in Buenos Aires das Buch „Cien años de soledad“ (Hundert Jahre Einsamkeit) von Gabriel García Márquez. Für den Autor wird das Buch kein Weltuntergang sondern ein großer Erfolg!
Damit wünsche ich Euch einen Abend ohne Weltuntergang aber auch ohne unerwünschte Einsamkeit.