27. März

Der 27. März ist der Welttheatertag. Im Jahr 1961 hat das Internationale Theaterinistitut ITI diesen Tag initiiert, seitdem wird er gefeiert – jedes Jahr mit einer konkreten Botschaft. Die Botschaften der vergangenen Jahre und vor allem die Menschen, die diese Botschaften überbracht haben, kann man hier nachlesen, die Botschaft für dieses Jahr findet man (in deutscher Sprache) hier und ich finde, dass sie lesenswert ist.

Dass auch Heinrich Mann, der am 27. März 1871 in Lübeck zur Welt kommt, sich mit dem Theater beschäftigt, war mir bis eben nicht bewußt. Aber es passt gut zu diesem Tag. Wirklich erfolgreich ist er in diesem Bereich allerdings nicht, der Theaterkritiker Alfred Kerr ist da sehr deutlich in seinen Äußerungen. Tatsächlich sind es vor allem seine Romane, die seinen literarischen Ruhm begründen, eine gute Auflistung und Beschreibung einiger dieser Romane findet sich hier. Interessant finde ich auch, dass sein Leben gar nicht so gut bekannt ist – ganz im Gegenteil zu seinem jüngeren Bruder Thomas.

Am 27. März 1909 kommt Golo Mann, der Sohn von Heinrich Manns jüngerem Bruder Thomas Mann, in München zur Welt. Er wird Historiker und als solcher wiederum Schriftsteller. Sein Werk „Wallenstein. Sein Leben erzählt von Golo Mann“ hat er selbst als „wahren Roman mit Lücken“ bezeichnet. Wahr, weil nichts erfunden wird, Roman, weil erzählt wird und mit Lücken, weil die historische Überlieferung unvollständig ist. Das ZDF verfilmt diesen wahren Roman übrigens im Jahr 1978.

Zwei Jahre vor Golo Manns Geburt wird in Berlin ein Ort eröffnet, den auch ich schon öfter und gerne besucht habe – das KaDeWe oder auch Kaufhaus des Westens.

Am 27. März im Jahr 196 vor Chr. treffen sich ägyptische Priester zu einer Synode in Memphis. Bei dieser Synode verabschieden sie ein Dekret, das in drei Sprachen auf einem Stein festgehalten wird – dem Stein von Rosetta (oder auch Rosette). Dieser Stein wird 1799 von französischen Truppen entdeckt. Zum Rosetta-Stein und seiner Geschichte und Bedeutung gibt es eine interessante virtuelle Ausstellung.

Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Neugier und spannenden Entdeckungen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert