30. April

Vier Monate geschafft. Das ist gar nicht so schlecht. Mal sehen, wie weit ich komme!

Manche Menschen können gut verhandeln, manche nicht. Das erleben wir im Moment ja auch. Axel Oxenstierna, der schwedische Reichskanzler, kann es jedenfalls. Er ist mit dem Ergebnis eines Vertrages zwischen Frankreich und den protestantischen Ständen einschließlich Schweden nicht zufrieden. Also verhandelt er direkt mit Kardinal Richelieu und erreicht tatsächlich bessere Bedingungen, die am 30. April 1635 im Vertrag von Compiègne festgehalten werden. Und bei Richelieu muß ich natürlich an den Roman „Die drei Musketiere“ von Alexandre Dumas denken.

Am 30. April 1789 wird George Washington in New York als erster Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Die heutige Hauptstadt – Washington D.C. – wird erst während der Präsidentschaft von George Washington beschlossen und gegründet (und auch nach ihm benannt). Mehr über sein Wirken kann man hier hören.

Am 30. April 1803 kaufen die Vereinigten Staaten von Frankreich den Staat „Louisiana“. Dadurch verdoppelt sich die damalige Fläche der Vereinigten Staaten und das Land weitet sich nach Westen aus.

In die andere Richtung geht es am 30. April 1838 für Nicaragua: das Land erklärt an diesem Tag seine Unabhängigkeit.

Am 30. April 1986 wird das Musical „Linie 1“ im Berliner Grips-Theater uraufgeführt. Ich werde es ein paar Jahre später – während meines Studiums – in Köln im Theater sehen und sehr mögen. Einige der Lieder aus dem Musical begleiten mich schon lange. Auch heute wird es noch gespielt – natürlich in einer aktualisierten Version. Hier kann man eine kurze Dokumentation zur aktuellen Version schauen, hier eine Dokumentation zu einem älteren Jubiläum. Und hier kann man eines der Stücke hören, die ich besonders gerne mag (und witzig finde) – „Du sitzt mir gegenüber“.

Alles noch aus einer Zeit ohne Internet. Denn erst am 30. April 1993 gibt das Direktorium des europäischen Kernforschungszentrums CERN das World Wide Web kostenlos für die Öffentlichkeit frei. Ich werde im Sommer 1996 während meiner Referendarsstage in Washington D.C. das erste Mal davon profitieren und mich damit beschäftigen.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit spannenden Endeckungen offline und online.

 

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