29. April

Am 29. April 1429 kommt Jeanne d’Arc mit einem Proviantzug in der eingeschlossenen und belagerten Stadt Orléans an. Ein Erfolg – denn niemand hat ihr das so recht zugetraut. Zwar hat der Dauphin sie drei Wochen lang auf ihre Glaubwürdigkeit prüfen lassen – aber das sagt ja noch nichts darüber aus, ob das, was sie sagt, auch eintreten wird. Das ist ab dem 29. April 1429 anders.

Auch Charles Darwin kommt an. Allerdings mit der Beagle in Südamerika – am 29. April 1834 kann er vom Schiff aus die Anden in Patagonien sehen. Ein Moment, der sich ihm einprägt.

Eine Reise und damit eine Ankunft ist auch für Marietta Blau von Bedeutung. Sie ist sogar lebenswichtig. Marietta Blau kommt am 29. April 1894 in Wien zur Welt und ist eine österreichische Physikerin. Sie arbeitet und forscht im Bereich der Röntgenphysik und der Radioaktivität. Als Jüdin muß sie Wien 1938 verlassen. Zunächst geht sie nach Oslo. Auf Empfehlung von Albert Einstein nimmt sie 1939 einen Ruf an die Technische Hochschule von Mexiko City an. Dorthin kann sie auch ihre Mutter mitnehmen und sie so vor dem Holocaust retten. Zweimal wird sie für den Nobelpreis der Physik vorgeschlagen, beide Male bekommt sie ihn nicht. Ihre Arbeit bietet jedoch für einen anderen Forscher die Grundlage für dessen Nobelpreis…..

Um Ankommen oder unterwegs sein geht es auch beim „Elektromote“, das Werner Siemens am 29. April 1882 vorstellt. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine Art elektrisch betriebenen Oberleitungsbus – damals noch in Form einer Kutsche. Ziemlich visionär.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit gutem Ankommen und guten Aussichten.

 

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