13. Juni

Am 13. Juni 1283 schließen einige Hansestädte und einige Fürsten aus der Ostsee-Region in Rostock den „Rostocker Landfrieden“. In dem Vertrag verpflichten sie sich unter anderem, 10 Jahre lang auf Gewalt zur Durchsetzung eigener Rechtsansprüche zu verzichten. Der Vertrag ist die Grundlage für den wirtschaftlichen Aufstieg von Wismar und anderen Hafenstädten an der Ostsee.

Am 13. Juni 1525 heiraten Katharina von Bora und Martin Luther. Die Trauung ist gleichzeitig Skandal (weil eine ehemalige Nonne einen ehemaligen Mönch heiratet), aber auch Sensation. Direkt im Anschluß an die Trauungszeremonie findet das sogenannte „Beilager“ statt. Das Brautpaar wird von den Hochzeitsgästen zum Bett geführt und begibt sich kurz gemeinsam unter eine Decke – damit ist die Ehe offiziell rechtskräftig. Gefeiert haben die beiden ersten erst zwei Wochen später, am 27. Juni 1525.

Am 13. Juni 1774 verbietet Rhode Island als erste britische Kolonie in Nordamerika die „Einfuhr“ von Sklaven. Dadurch verschwindet die Sklaverei in Rhode Island noch nicht, es ist aber ein erster Schritt in Richtung der vollständigen Abschaffung der Sklaverei.

Am 13. Juni 1966 fällt der US-amerikanische Supreme Court in „Miranda v. Arizona“ eine wichtige Entscheidung: in Strafsachen müssen Verdächtige vor ihrer Vernehmung auf das Recht hingewiesen werden, einen Anwalt hinzuziehen und zu schweigen.

Am 13. Juni 1980 erläßt der UN-Sicherheitsrat eine Resolution, in der Südafrika unter anderem zur Freilassung von Nelson Mandela und zur Beendigung der Apartheid-Politik aufgerufen wird.

Am 13. Juni 1985 beschließen die für Kulturfragen zuständigen Minister der EU auf Vorschlag von Melina Mercouri die Einführung einer jährlichen „Kulturhauptstadt Europas“. Die erste Kulturhauptstadt ist 1985 Athen, die Liste aller bisherigen Kulturhauptstädte kann man hier sehen.

Am 13. Juni 1752 kommt Fanny Burney in Norfolk zur Welt. Sie wird eine Schriftstellerin und begründet eine neue literarische Gattung, den „Sittenroman“.

Am 13. Juni 1888 kommt Fernando Pessoa in Lissabon zur Welt. Er wird unter anderem ein Dichter und Schriftsteller – wobei die meisten seiner Werke zu Lebzeiten nicht veröffentlicht werden. Auch sein wichtigstes Werk, das „Buch der Unruhe“, wird erst 47 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht.

Am 13. Juni 1931 kommt Irvin D. Yalom in Washington D.C. zur Welt. Er wird unter anderem Psychoanalytiker und Schriftsteller. Ein paar seiner Bücher habe ich gelesen. Noch nichts gelesen habe ich von Dorothy L. Sayers, die am 13. Juni 1893 in Oxford zur Welt kommt. Das werde ich bei Gelegenheit mal ändern müssen…..

Am 13. Juni 1935 kommen sowohl Christo als Jeanne-Claude zur Welt. Er in Gabrowo in Bulgarien, sie in Casablanca. Gemeinsam realisieren sie künstlerische Verhüllungsprojekte.

Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Phantasie und Zuversicht.

 

 

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