Am 3. August 1830 eröffnet das erste Museum auf der Museumsinsel in Berlin, das Alte Museum. In nur fünf Jahren hat ein Karl Friedrich Schinkel ein Gebäude erschaffen, das von vornherein als reines Kunstmuseum konzipiert ist. Und vielleicht noch wichtiger: die Menschen mögen das Museum, schnell wird es zu einem Reiseziel der bildungsbürgerlichen Gesellschaft. Bis Anfang 2027 gibt es dazu passenderweise eine Sonderausstellung.
Um etwas Neues geht es auch Christoph Kolumbus. Am 3. August 1492 sticht er mit drei Schiffen in See – der Santa María, der Pinta und der Niña. Die Schiffe sind gar nicht so groß, die Santa María ist nur knapp 24 Meter lang und knapp 8 Meter breit, die anderen beiden Schiffe sind etwas kürzer. Kolumbus will einen anderen – also einen neuen – Seeweg nach Indien finden und findet dann doch etwas ganz Anderes. Aber wichtig ist: er macht sich auf den Weg.
Wer sich auf den Weg macht, kehrt – wenn es gut läuft – irgendwann auch wieder zurück. Am 3. August 1804 kommen Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland wieder in Europa an, genauer: in Bordeaux. In der Zeit von 1799 bis 1804 haben sie viele Länder und Regionen in Südamerika bereist und natürlich auch erforscht.
Am 3. August 1818 endet die sogenannte Rurik-Expedition, eine Weltumsegelung auf einem Schiff namens Rurik auf der Suche nach der Nordwestpassage. Aufgrund widriger Wetterbedingungen erreicht sie das Ziel nicht und kehrt früher zurück. Mit an Bord übrigens Adalbert von Chamisso, der nicht nur ein Schriftsteller (Peter Schlemihls wundersame Geschichte) sondern auch ein Naturforscher ist. Während der Reise schreibt er Tagebuch und veröffentlicht das später.
Etwas erfolgreicher (aber weniger sympathisch) ist John Hanning Speke. Gemeinsam mit Richard Francis Burton sucht er in Ostafrika die Quellen des Nils. Im Juli 1858 trennen sich ihre Wege, am 3. August 1858 entdeckt Speke den Victoriasee, der vom Kagera-Nil gespeist wird und aus dem der Victoria-Nil abfließt. Ilja Trojanow schreibt über die Suche der beiden nach den Nilquellen den Roman „Der Weltensammler“.
Damit wünsche ich Euch einen Abend mit Neugier und offenen Augen für das Neue und dem Mut, Neues auszuprobieren, neue Wege zu entdecken aber auch „nein“ zu sagen, wenn etwas Neues für Euch oder nach Eurer Einschätzung nicht gut ist.