22. Januar

Ein wichtiger Tag für Europa. Oder zumindest für Frankreich und Deutschland. Am 22. Januar 1963 unterzeichnen Charles de Gaulle und Konrad Adenauer den Élysée-Vertrag. Er ist ein Zeichen der Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland und gleichzeitig wichtig für die Zusammenarbeit in Europa. Viele Jahre später werde ich davon „profitieren“, denn das Wintersemester 1990/1991 kann ich in Clermont-Ferrand verbringen.

10 Jahre später, am 22. Januar 1973, fällt der Supreme Court in den USA ein wichtiges und damals bahnbrechendes Urteil in der Sache Roe vs. Wade. Nach Ansicht der Richter (alles nur Männer) ergibt sich aus dem Recht auf Privatsphäre auch das Recht einer Frau, sich für eine Abtreibung zu entscheiden – zumindest für den Zeitraum, solange der Fötus alleine nicht lebensfähig ist. Gesetzliche Abtreibungsverbote waren damit (bis zu einem anderen Urteil im Jahr 2022) verfassungswidrig.

Am 22. Januar 1561 wird Francis Bacon geboren. Er wird ein Philosoph, ein Politiker und Wissenschaftler. Der Spruch „Wissen ist Macht“ soll von ihm stammen. Aus seiner Tätigkeit als Schriftsteller sind seine Essays besonders interessant und lesenswert.

Am 22. Januar 1891 wird Antonio Gramsci auf Sardinien geboren. Er wird Journalist und einer der Mitgründer der Kommunistischen Partei in Italien politisch ist er vor allem ein Kritiker und Gegner von Mussolini. Das bringt ihn früh ins Gefängnis. Dort schreibt er unter anderem seine berühmten Gefängnishefte.

Damit wünsche ich Euch einen freundlich kritischen und gleichzeitig versöhnlichen Abend.

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