Am 15. Februar 1493 – noch an Bord der Niña – schreibt Christoph Kolumbus seinen ersten Brief über die vermeintliche Entdeckung der „Indias“ an Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon. Sein Brief wird innerhalb weniger Wochen in gedruckten Kopien verbreitet. Wer sich für den Inhalt interessiert, findet er hier ein paar Informationen.
Am 15. Februar 1686 wird die letzte „Tragédie Lyrique en Musique“ (Oper) von Jean-Baptiste Lully in Paris uraufgeführt. Der König Ludwig XIV. ist bei dieser Uraufführung von „Armide“ nicht dabei, Lully ist in Ungnade gefallen. Er schickt aber immerhin seinen Sohn, den Dauphin Louis. Das alles kann die Aufführung nicht wirklich retten. Man ist am Hof freundlich und respektvoll, mehr nicht. In Paris selbst ist das Werk sehr erfolgreich. Anhören kann man sich das Stück unter anderem hier.
Am 15. Februar 1879 unterzeichnet der US-amerikanische Präsident Rutherford B. Hayes ein Gesetz, dass es Frauen erlaubt, als Anwältin vor dem Supreme Court aufzutreten – ein Meilenstein für die Entwicklung der Frauenrechte!
Am 15. Februar 1909 kommt Miep Gies in Wien als Hermine Santrouschitz zur Welt. Ihre Familie ist sehr arm und Miep ist nach dem ersten Weltkrieg unterernährt. In dieser Situation kann sie 1920 im Rahmen einer Hilfsaktion für österreichische Kinder in die Niederlande reisen, um dort wieder zu Kräften zu kommen. Ihr gefällt es dort so gut, dass sie in den Niederlanden bei der Pflegefamilie bleibt, ihre Familie ist damit einverstanden. Als junge Frau arbeitet sie für Otto Frank, den Vater von Anne Frank. Irgendwann fragt Otto Frank sie, ob sie ihm und seiner Familie beim Untertauchen helfen würde – sie stimmt zu und sie ist da als es soweit ist. Im August 1944 werden die Untergetauchten verhaftet. Miep Gies bewahrt die Unterlagen – vor allem die Tagebücher von Anne Frank – auf, in der Hoffnung, dass sie zurückkommt. So bekommt Otto Frank nach dem Krieg ihre Tagebücher.
Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Mut und guter Entscheidungen.