Premieren – das ist ein gutes Stichwort für den heutigen Tag.
Am 24. Februar 1582 verkündet Papst Gregore eine große Veränderung: er verkündet nämlich eine Kalenderreform. Bis in das Jahr 1582 gilt nämlich der nach Julius Caesar benannte julianische Kalender, der sich nach der Sonne richtet. Eigentlich eine gute Berechnung – das Jahr ist nur 11 Minuten zu lang. Über die Jahrhunderte haben diese 11 Minuten pro Jahr aber deutliche Auswirkungen – und zwar auf den Termin des Osterfests. Das christliche Osterfest richtet sich nach dem Mondjahr – nach dem Konzil von Nicäa soll das Osterfest am Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn (astronomische Tag- und Nachtgleiche am 21. März) stattfinden. Die Abweichung von 11 Minuten pro Jahr führt aber dazu, dass die astronomische Tag- und Nachtgleiche 10 Tage früher ist – das passt aber wieder nicht zur Berechnung des Osterfests. Was macht Gregor? Er reformiert den Kalender und zwar streicht er im Oktober 1582 10 Tage, außerdem legt er die uns heute noch bekannten Regeln zu Schaltjahren fest. Dass der neue Kalender nicht überall übernommen wird und schon gar nicht sofort ist allerdings eine Herausforderung.
Am 24. Februar 1876 findet die Premiere von Peer Gynt statt – das Stück stammt von Henrik Ibsen, die Musik von Edvard Grieg. Ehrlicherweise tue ich mich mit dem Stück etwas schwer, die Musik von Grieg mag ich dagegen sehr. Hier kann man sie hören.
Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Ideen und ausreichend Mut für verheißungsvolle Anfänge.