Seit dem Jahr 2000 ist der 21. März der Welttag der Poesie. Ich habe das heute Morgen eher zufällig gelesen und mir für meinen Blogbeitrag notiert. Ich finde den Gedanken schön, dass es einen solchen Welttag gibt. An diesem Tag sollen Dichter*innen gefeiert werden, die Traditionen mündlicher Rezitationen und auch die Verbindung zwischen Poesie und anderen Künsten sollen gepflegt und sichtbar gemacht werden. Ich hoffe, dass das funktioniert!
Zu diesem Tag passt gut, dass der Dichter und Schriftsteller Jean Paul – der eigentlich Johann Paul Friedrich Richter heißt – am 21. März 1763 in Wunsiedel zur Welt kommt. Sein erster großer Erfolg ist der Erfolg „Hesperus oder 45 Hundsposttage“ und – weil die Zahl 45 im Titel vorkommt – habe ich darüber schon in meinem Blogprojekt 2022 etwas geschrieben. Gelesen habe ich den Roman noch nicht, aber die Geschichte, dass ein Hund die Briefe (deswegen Hundsposttage) bringt (allerdings wohl nicht schreibt), finde ich schon interessant. Mal sehen, wann ich endlich dazu kommen, diesen Roman zu lesen. Jean Paul ist aber auch ein Dichter: für heute möchte ich daher auf das Gedicht „Still blickt der Himmel….“ hinweisen, ich finde es wirklich schön!
Am 21. März 1790 schafft die französische Nationalversammlung die äußerst unbeliebte Salzsteuer („Gabelle“) ab. Was ich zusätzlich interessant finde: ein derartiges Salzmonopol führt 1930 in Indien dazu, dass Gandhi sich zusammen mit anderen Menschen auf den berühmten Salzmarsch begibt. Am 12. März habe ich das erwähnt.
Am 21. März 1804 tritt der französische Code Civil in Kraft. Interessanterweise handelt es sich nicht nur um ein „Bürgerliches Gesetzbuch“ (wie später das deutsche BGB), vielmehr enthält der Code Civil auch persönliche Freiheitsrechte, zum Beispiel in Artikel 8 – dort heißt es „Jeder Franzose soll die Zivilrechte genießen.“
Am 21. März 1467 kommt Barbara Pirckheimer zur Welt. Sie lernt gerne und gut. Mit 12 Jahren tritt sie in Nürnberg in das Kloster der heiligen Klara ein und nennt sich Caritas. Im Kloster kann sie weiter lernen und sie wird gefördert. Schließlich wird sie sogar Äbtissin. Als die Reformation nach Nürnberg kommt, verhandelt sie mit Melanchton über das Schicksal des Klosters. Zudem schreibt sie – neben vielen Briefen – auch die Schrift „Denkwürdigkeiten aus dem Reformationszeitalter“. Während ihrer Zeit als Äbtissin entsteht auch eine Chronik des Klosters. Wirklich eine besondere und eine besonders gebildete Frau!
Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Poesie und guten Worten.