Echt oder nicht? Das ist hier die Frage – nämlich bei der „Goldenen Handfeste“, einer Urkunde, die König Friedrich II. angeblich am 15. April 1218 in Frankfurt am Main ausstellt und die Bern umfassende Privilegien einräumt. Bern wird dadurch eine Freie Reichsstadt und unabhängig – wenn es so stimmt. Die Frage an sich finde ich spannend. Immerhin: am 15. April 1274 bestätigt König Rudolf I. die Handfeste und erkennt die Rechte der Stadt Bern formell an. Es ist also „nur“ eine Frage des „wann“, nicht des „ob“.
Sicher ist hingegen, dass am 15. April im Jahr 136 vor Chr. im nördlichen Afrika und Asien eine Sonnenfinsternis zu sehen ist. Ein babylonischer Astrologe dokumentiert dieses Ereignis auf einer Keilschrifttafel, die sich im Britischen Museum befindet.
Zur Sonnenfinsternis passt es thematisch, dass ab dem 15. April 1874 die erste Gruppenausstellung der Maler stattfindet, die als „Impressionisten“ bezeichnet werden. In dieser Ausstellung wird unter anderem ein Bild von Monet mit dem Titel „Impression, Sonnenaufgang“ gezeigt. Dies trägt zur Verbreitung der Bezeichnung „Impressionisten“ bei.
Am 15. April 1843 kommt Henry James in New York zur Welt. Er wird Schriftsteller und schreibt einige sehr interessante Romane (die ich leider noch nicht alle gelesen habe).
Der 15. April ist übrigens der Weltkunsttag! Dieser Tag soll unter anderem die gesellschaftliche Relevanz von Kunst sichtbar machen, den Stellenwert kultureller Bildung zeigen sowie die Bedeutung von künstlerischer Freiheit aufzeigen und diese schützen. Wichtige Anliegen!
Der Weltkunsttag findet am 15. April statt, weil der bedeutende Künstler Leonardo da Vinci am 15. April 1452 zur Welt gekommen ist. Eine gute Begründung für dieses Datum und definitiv eine gute Wahl.
Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Kunstgenuß!