26. Mai

Die Zeit von Ende Mai bis Ende Juni/Anfang Juli ist für mich aus persönlichen Gründen eine schwierige Zeit – mit unschönen Erinnerungen. Umso wichtiger ist es einerseits, dass ich „hier“ weiter schreibe, gleichzeitig fällt es mir in dieser Zeit (in der ich mich eigentlich noch mehr als sonst zurückziehen möchte) umso schwerer, etwas Positives zu schreiben. Mal sehen, ob ich „durchhalten“ werde.

Am 26. Mai 1689 kommt Mary Wortley Montagu zur Welt. Im Jahr 1712 heiratet sie Edward Wortley Montagu. 1715 erkrankt sie an Pocken, sie überlebt – im Gegensatz zu ihrem Bruder – aber es bleiben häßliche Narben zurück. 1716 wird ihr Ehemann englischer Botschafter in Konstantinopel und sie geht mit ihm dort hin. Aus Konstantinopel schickt sie bemerkenswerte Briefe nach England und sie entdeckt, dass die Pocken im Osmanischen Reich „anders“ behandelt werden – eine „Inoculation“ gesunder Menschen (vor allem gesunder Kinder) mit schwachen Erregern verleiht lebenslange Immunität gegen die Krankheit. Damit wird sie zur ersten „Impf-Influencerin“ (oder auch „Impfluencerin“).

Am 26. Mai 1818 erhält das Königreich Bayern eine neue Verfassung – die zweite Verfassung in kurzer Zeit. Diese Verfassung bleibt im Kern bis zum Ende der Monarchie im Jahr 1918 bestehen. Interessanterweise enthält sie auch schon Grundrechte.

Am 26. Mai 1952 schließt die Bundesrepublik Deutschland mit Frankreich, England und den USA den Deutschlandvertrag. Ziel ist die Wiedererlangung der Souveränität und eine Normalisierung des völkerrechtlichen Status Deutschlands.

Am 26. Mai 1969 gründen einige südamerikanische Länder mit der Unterzeichnung des Abkommens von Cartagena den „Andenpakt“ – damit soll in Südamerika etwas mit der Europäischen Union Vergleichbares aufgebaut werden. Ein schönes Beispiel für den „Brussels Effect“.

Damit wünsche ich Euch einen gesunden und fröhlichen Abend.

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