25. Mai

Am 25. Mai 1277 beginnt der Steinmetz und Baumeister Erwin von Steinbach wohl die Arbeiten an der Westfassade des Straßburger Münsters. So steht es zumindest auf einer Inschrift am Hauptportal der Westfassade, die es heute nicht mehr gibt. Ob sie „echt“ war? Und wenn ja, ob Erwin von Steinbach darüber nachgedacht hat, wie lange das Werk von ihm und seinen Kollegen überdauern wird?

Am 25. Mai 1787 tritt der Verfassungskonvent der Vereinigten Staaten von Amerika in Philadelphia zusammen, deswegen wird er oft auch als „Philadelphia Convention“ bezeichnet. Eigentlich soll dieser Konvent nur die Konförderationsartikel überarbeiten. Eigentlich. Aber den Delegierten – darunter Alexander Hamilton aus New York und James Madison aus Virginia wird schnell klar, dass sie eine Verfassung brauchen. George Washington aus Virginia wird zum Versitzenden gewählt und alle Anwesenden diskutieren eifrig über mögliche Modelle und tatsächlich entsteht am Ende eine Verfassung.

Am 25. Mai 1987 ist der Stichtag für die Volkszählung in Deutschland. Eigentlich sollte die Volkszählung schon ein paar Jahre früher stattfinden, aber die Bevölkerung war „wenig begeistert“, um es milde auszudrücken. Die Proteste führen zu einem wichtigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Datenschutz, das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung erblickt das Licht der Welt. Damit hört das Thema Datenschutz nicht auf, eher im Gegenteil. Denn am 25. Mai 2018 wird die Datenschutzgrundverordnung anwendbar.

Am 25. Mai 2018 geht es in Irland noch um ein anderes Thema, nämlich um ein Referendum zur Abschaffung des Abtreibungsverbots. Das Referendum ist erfolgreich und die Abtreibung kann in Irland legalisiert werden.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Ideen für demokratisches Engagement.

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