Vom 18. Mai bis zum 29. Juli 1899 finden in Den Haag die Haager Friedenskonferenzen statt. Vertreter von 29 Staaten (darunter die europäischen Staaten, die USA, Japan und China) nehmen teil. Am 29. Juli 1899 beschließen sie die sogenannte „Haager Landkriegsordnung“ – die Konvention für die friedliche Regelung internationaler Streitigkeiten. Den Text der Konvention kann man hier nachlesen. Spannend finde ich in dem Zusammenhang, dass der russische Zar Nikolaus die Haager Friedenskonferenzen 1898 anregt – wohl mit der Begründung, dass sonst eine Katastrophe drohe (was ja – mit dem Wissen von heute – nicht so ganz falsch ist…..).
Am 29. Juli 1905 kommt Dag Hammarskjöld in Jönköping in Schweden zur Welt. Er wird ein schwedischer Politiker und Diplomat. Vor allem wird er der zweite Generalsekretär der Vereinten Nationen. von 1953 bis zu seinem Tod im Jahr 1961 bleibt er im Amt. Er prägt die Vereinten Nationen entscheidend und schafft es auch, internationale Konflikte zu lösen – obwohl man ihm das zunächst gar nicht zutraut. 1961 erhält er – als bisher einziger Preisträger – den Friedensnobelpreis nach seinem Tod. Von 1924 bis August 1961 führt er ein Tagebuch. Diesem Tagebuch legt er einen Brief an einen Freund bei, dem er darin die Veröffentlichung überläßt. 1963 erscheint das Tagebuch in schwedischer Sprache, die deutschsprachige Fassung erscheint unter dem Titel „Zeichen am Weg“. Hier kann man etwas zu dem Brief an den Freund und zum Tagebuch nachlesen.
Nicht nur um ein Buch geht es bei Fritz Helmut Landshoff, der am 29. Juli 1901 in Berlin zur Welt kommt. Im April 1933 bietet ihm der niederländische Verleger Emanuel Querido an, in seinem Verlag eine deutschsprachige Exil-Abteilung zu gründen. So entsteht der „Querido-Verlag“ in Amsterdam. Er wird der wichtigste Verlag des deutschsprachigen Exils, namhafte Autor*innen wie zum Beispiel Lion Feuchtwanger, die schreibenden Mitglieder der Familie Mann, Vicki Baum und Irmgard Keun veröfentlichen dort ihre Werke und erhalten ihr Honorar als (geringe) monatliche Zahlungen, die ihnen das Überleben im Exil ermöglichen. Über den Querido-Verlag gibt es – natürlich – auch ein Buch.
Am 29. Juli 1805 kommt Alexis de Toqueville in Verneuil-sur-Seine in Frankreich zur Welt. Er wird ein Historiker, Politiker und Publizist. Im Jahr 1826 beauftragt ihn die französische Regierung, das Rechtssystem und den Strafvollzug in den Vereinigten Staaten von Amerika zu studieren. Zusammen mit seinem Freund Gustave de Beaumont bereist er das Land. Zusätzlich zu der beauftragten Arbeit – für die beide einen Preis der Académie française erhalten – entstehen aus dieser Reise seine Bücher „Über die Demokratie in Amerika“. Mit diesem Hauptwerk begründet er im Prinzip die vergleichende Politikwissenschaft. 1841 wird er schließlich selbst Mitglied der Académie française.
Am 29. Juli 1856 kommt Margaretha Meijboom in Amsterdam zur Welt. Sie wird Publizistin, Übersetzerin (aus skandinavischen Sprachen) und eine Verfechterin der Genossenschaftsbewegung. Witzig finde ich, dass sie wohl teilweise ziemlich „frei“ übersetzt – ihr nicht gefallende Passagen läßt sie zum Teil einfach weg……
Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Büchern, schönen Geschichten und spannenden neuen Erkenntnissen.