Am 19. Juli 1819 kommt Gottfried Keller in Zürich auf die Welt. Er wird ein Maler, Dichter, Politiker und Erster Staatsschreiber des Kantons Zürich (was wiederum die administrative Leitung einer Staatskanzlei ist). Ich erinnere mich vor allem an die Novelle „Kleider machen Leute“.
Das Thema „Kleidung“ paßt auch zu den Werken von Edgar Degas, der am 19. Juli 1834 in Paris zur Welt kommt. Seine Bilder von Balletttänzerinnen sind besonders schön – aber ohne die typische Ballettkleidung eben auch nicht vorstellbar.
Am 19. Juli 1898 kommt Herbert Marcuse in Berlin zur Welt. Er wird ein Philosoph, Politologe und Soziologe. Ab 1933 arbeitet er im Frankfurter Institut für Sozialforschung, im 1933 geht er – mit einer Zweigstelle des Instituts – zunächst in die Schweiz, dann 1934 in die USA. Er wird zu einem wichtigen Theoretiker der studentischen Protestbewegung, er begleitet die Bewegung mit Sympathie und Engagement.
Um Engagement geht es auch bei Wilhelm von Oranien. Er kämpft um die niederländische Unabhängigkeit – unter anderem gegen Philipp II. von Spanien und den Herzog von Alba. Am 19. Juli 1572 wird Wilhelm von Oranien im Rahmen der Dordrechter Ständeversammlung als Statthalter der Niederlande anerkannt. Interessant ist, dass Wilhelm seine Wahl zum Statthalter davon abhängig gemacht hat, dass den Menschen Religions- und Versammlungsfreiheit gewährt wird. Dies wird in späteren Verträgen bestätigt.
Um Rechte geht es auch bei der Seneca Falls Convention, die am 19. und 20. Juli 1848 in Seneca Falls im Staat New York stattfindet. Es handelt sich um die erste Zusammenkunft amerikanischer Frauen zum Thema Frauenrechte. Am zweiten Tag wird eine „Declaration“ erstellt, die von den teilnehmenden Frauen unterzeichnet wird.
Damit wünsche ich Euch einen Abend, der Euch zum Aufbruch für bzw. in eine bessere Zukunft ermutigt.