21. August

Am 21. August 1346 gründen sechs Städte einen Bund, den Oberlausitzer Sechsstädtebund. Abgesandte der Städte Bautzen, Görlitz, Kamenz, Lauban, Löbau und Zittau kommen an diesem Tag im Löbauer Rathaus zusammen. Sie wollen sich gegen Landfriedensbrecher verteidigen und im Prinzip eine Art gemeinsamen Rechtsraum schaffen. Ihr Vertrag enthält drei wichtige Regeln: ein einfaches Verfahren für sogenannte landschädliche Leute, wer in einer Stadt geächtet ist, soll auch in den anderen Städten geächtet sein und Rechtshilfe bei der Verfolgung von flüchtigen Verbrechern.

Am 21. August wählt der schwedische Reichstag einen Franzosen – nämlich Jean Baptiste Bernadotte – einstimmig zum Kronprinzen von Schweden. Bernadotte kämpft unter Napoleon, wird Marschall und Gouverneur der besetzten Hansestädte und schließlich schwedischer Kronprinz und bald auch Oberbefehlshaber der schwedischen Streitkräfte. Die Adoption ist eine kuriose Geschichte, da der schwedische König (der keinen Nachfolger hat) den französischen Kaiser Napoleon um eine Stellungnahme zu dieser Frage bittet. Der Bote dieses Briefes – der Diplomat Carl Otto Mörner – bringt Bernadotte als Kronprinz ins Gespräch. Und so wird aus Bernadotte erst der Kronprinz und dann der schwedische König Karl XIV.

Am 21. August 1520 kommt Bartholomäus Sastrow in Greifswald zur Wald. Er wird ein Notar und später der Bürgermeister von Greifswald. Interessant ist vor allem die von ihm im Alter von 75 Jahren in hochdeutscher Sprache verfaßte Autobiographie, die sowohl eigene Aufzeichnungen als auch Abschriften amtlicher Dokumente und Chroniken enthält.

Am 21. August 1798 kommt Jules Michelet in Paris zur Welt. Er wird ein französischer Historiker. Er ist ein Verfechter der Demokratie, bei ihm ist das Volk der Hauptakteur. Den Brüdern Goncourt – beide Schriftsteller – schlägt Michelet wohl einmal vor, eine Geschichte der einflussreichen Kammerzofen zu schreiben, die in den Verlauf der Geschichte eingegriffen haben. Durchaus eine Perspektive, die ich sehr interessant finde!

Am 21. August 1904 kommt Count Basie in New Jersey zur Welt. Er wird ein Jazz-Pianist, Komponist und bedeutender Bandleader in der Swing-Ära. Fast 50 Jahre leitet er das Count Basie Orchesta, ein besonders bekanntes Stück ist „April in Paris“.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Klängen und neuen Perspektiven.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert