8. Juli

Der 8. Juli ist fabelhaft. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn am 8. Juli 1621 kommt Jean de La Fontaine zur Welt. Er wird Schriftsteller und zwar schreibt er die heute noch bekannten und beliebten Fabeln in französischer Sprache. Schön finde ich den Spruch, der von seiner Mäzenin und Freundin Madame de La Sablière über ihn überliefert ist – sie bezeichnet ihn (so kann man es an vielen Stellen lesen) als einen Fabulisten, der Fabeln so natürlich trägt, wie ein Pflaumenbaum Pflaumen trägt. Eine schöne Beschreibung, oder? Jedenfalls kann man die Fabeln von La Fontaine unter anderem hier nachlesen.

Ganz anders – aber auch fabelhaft – ist Käthe Kollwitz, die am 8. Juli 1867 in Königsberg zur Welt kommt. Sie wird eine berühmte Grafikerin, Malerin und Bildhauerin. Der Tod ihres Sohnes am Anfang des ersten Weltkriegs führt sie dazu, sich mit dem Thema Pazifismus zu beschäftigen, das Thema Krieg wird ihr Leben bis zum Ende begleiten. Zeit ihres Lebens engagiert sie sich gegen soziale und politische Mißstände. Ihr Werk ist dadurch besonders aktuell. Sehr lesenswert sind auch ihre Tagebücher!

Und manchmal werden Dinge auch besser: Am 8. Juli 1952 wird in München der erste westdeutsche Zebrastreifen eingerichtet.

Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Ruhe, Gelassenheit und persönlicher Sicherheit.

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