Ein wichtiger Tag für das Völkerrecht! Am 10. April 1583 kommt Hugo Grotius in Delft zur Welt. Er wird ein politischer Philosoph, ein Rechtsgelehrter und ein Vertreter der religiösen Toleranz. Während seines Lebens brechen – durchaus auch aufgrund konfessioneller Unterschiede – immer wieder langwierige Kriege aus. Im Jahr 1625 erscheint in Paris sein Werk „De jure belli ac pacis (libri tres)“ (in deutscher Sprache: Drei Bücher über das Recht des Kriegs und des Friedens). Grotius entwickelt in seinem Werk – und das ist neu – eine Art Gesamtrechtsordnung. Ob ein Krieg gerechtfertigt ist, hängt nach seiner Ansicht davon ab, ob die Rechte des einen Staates vom anderen Staat verletzt worden sind. Er gibt den Staaten damit eine „Rechtspersönlichkeit“ und behandelt sie und die Streitigkeiten zwischen ihnen so, wie er auch Streitigkeiten zwischen einzelnen Menschen behandeln würde. Auf diesen Gedanken baut unser heutiges Völkerrecht auf.
Zum Thema Krieg gehört natürlich irgendwie auch das Thema „Kriegsdienst“ oder „Wehrpflicht“. Und damit auch der Zivildienst. Am 10. April 1961 treten die ersten Zivildienstleistenden offiziell ihren Dienst an.
Am 10. April 1710 tritt das „Statute of Anne“ in Kraft – es ist das erste moderne Urheberrechtsgesetz. Urheberrechtliche Regelungen in der angloamerikanischen Welt basieren noch heute auf den darin enthaltenen Grundgedanken.
Am 10. April 1827 kommt Lewis Wallace in Brookeville, Indiana in den Vereinigten Staaten zur Welt. Bekannt (oder vielleicht doch nicht) ist er heute vor allem wegen seines Romans „Ben Hur“. Ich muß zugeben, dass mir der Name bis zum heutigen Morgen nichts sagte, „Ben Hur“ war für mich ein Film…. Aber gut: wieder etwas dazu gelernt.
Das nächste Buch kenne ich wenigstens: am 10. April 1877 kommt Alfred Kubin in Böhmen zur Welt. Er wird ein Künstler, Grafiker, Illustrator und Schriftsteller. Seinen Roman „Die andere Seite“ habe ich vor ein paar Jahren gelesen – ein sehr interessantes Buch.
Damit wünsche ich Euch einen friedlichen und interessanten Abend.