17. Dezember – Esel

Esel! Esel? Ja, genau! Das kleine und schön gestaltete Buch „Esel“ von Jutta Parson räumt auf – mit Nichtwissen und mit Vorurteilen und vielleicht ist mir das Buch genau deshalb so wichtig.

Schon seit ewigen Zeiten gibt es die Behauptung, daß Esel dumm seien. Ein böses Vorurteil – oder auch nur eine Frage der Perspektive! Denn wir deuten Handlungen und Reaktionen natürlich vor unserem eigenen Erfahrungshorizont – eben eine Betrachtung aus unserer Perspektive. Während es aus unserer Sicht Sinn macht bei bestimmten Gefahren zu fliehen (so wie Pferde dies zum Beispiel tun), ist dies in einer völlig anderen Umgebung vielleicht sinnlos oder sogar gefährlich. Der Kontext bestimmt, ob eine konkrete Reaktion gut oder weniger gut ist. Und so ist „Nichthandeln“ oftmals besser als kopflos schnelles Handeln. Aber wer gibt das schon gerne zu ….

Unterschätzt aber spannend ist auch die Rolle des Esels in Literatur und Kunst. William Shakespeare, Francisco de Goya und Alan Alexander Milne sind nur ein paar „bekannte“ Beispiele. Viele mir völlig unbekannte „Eselsquellen“ habe ich in dem Buch entdeckt und dabei auch über Metamorphosen, Sturheit und Zaudern nachgedacht.

Und ja: der Vergleich mit dem (fliehenden) Pferd tut dem Esel Unrecht. Aber das sollte man selber in dem wunderschönen Buch nachlesen!

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