Über das Urheberrecht haben Menschen auch schon vor ein paar Jahrhunderten gestritten. Just am 22. Februar 1774 fällt im Verfahren Donaldson gegen Becket die Entscheidung, dass das Urheberrecht in England nicht unbegrenzt gilt. Ein spannendes Verfahren, dass man hier im Detail nachlesen kann.
Mit einem Gerichtsverfahren hat auch Galileo Galilei zu tun. Am 22. Februar 1632 erhält Galileis Mäzen Ferdinando II. de’ Medici das Buch Dialog über die beiden hauptsächlichsten Weltsysteme, in dem Galilei sich in italienischer Sprache mit dem heliozentrischen Weltbild von Nikolaus Kopernikus positiv auseinandersetzt. Er hat ein Imprimatur – also eine Druckgenehmigung – der katholischen Kirche, die allerdings nur vorläufig und mit einer Auflage verbunden ist: das Werk mit einer Schlußrede zugunsten des geozentrischen Weltbilds von Ptolemäus zu beenden. Dieser Auflage kommt Galilei nicht wirklich nach, er legt diese Worte einem einfältigen Dogmatiker namens Simplicio in den Mund. Ärger ist damit vorprogrammiert und so folgt ab Juli 1632 ein Prozess wegen Ketzerei.
100 Jahre nach der Übergabe des Buches an Ferdinando II. de‘ Medici kommt George Washington auf der Plantage seines Vaters in Virginia zur Welt. Thematisch passt, dass er unter anderem als Friedensrichter arbeitet, bevor er der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird.
Damit wünsche ich Euch einen friedlichen Abend.