Am 10. Juni funkt der Passagierdampfer RMS Slavonia SOS – er ist vor den Azoren auf Grund gelaufen, weil die Passagiere eine Insel sehen wollen. Aber dank des gefunkten Rufs bekommen andere Schiffe die Notlage mit und eilen rechtzeitig zur Hilfe. Alle Passagiere können gerettet. Das ist übrigens der erste SOS-Ruf der Geschichte.
Mit einem Dekret wird am 10. Juni 1793 das im Pariser Jardin des Plantes gelegene naturkundliche Museum – Musée national d’histoire naturelle – gegründet. Zumindest der botanische Garten interessiert mich sehr.
Am 10. Juni 1934 erhält der Schriftsteller James Hilton für den Roman „Lost Horizon“ den Hawthornden Preis. Und bis eben kannte ich weder den Roman, noch den Schriftsteller, noch den Preis. Im Roman geht es um einen fiktiven Ort in Tibet – Shangri-La – an dem die Menschen in Frieden und Harmonie leben. Das Buch wird ein Bestseller und wird 1937 sogar von Frank Capra verfilmt.
Wohl am 10. Juni 1752 (oder auch am 15. Juni wie im verlinkten deutschsprachigen Artikel beschrieben) wagt Benjamin Franklin ein interessantes Experiment: er will überprüfen, ob Blitze etwas mit Elektrizität zu tun haben. Dafür läßt er während eines Gewitters einen Drachen mit einer Metallspitze steigen, an den Fingern spürt er das Kribbeln. Aus seinem Experiment entsteht übrigens der Blitzableiter.
Thematisch zum Thema Wissenschaft und Forschung passend wird am 10. Juni 1955 der Grundstein für das CERN-Laboratorium gelegt.
Am 10. Juni 1880 kommt Gustav Kiepenheuer zur Welt. Er wird zunächst ein Buchhändler und dann Verleger. In Weimar übernimmt er eine Buchhandlung und gründet 1909 den Gustav Kiepenheuer Verlag, der sowohl Klassiker wie auch zeitgenössische Autoren – darunter Brecht, Feuchtwanger und Stefan Zweig verlegt.
Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten und mutigen Ideen.