2. Februar

Am 2. Februar 506 erläßt der westgotische König Alarich II. die Lex Romana Visigothorum (das römische Gesetzbuch der Westgoten), das nach ihm auch „Breviarium Alarici“ (oder Brevier des Alarich) genannt wird. Es handelt sich dabei um eine bedeutende Zusammenstellung von Rechtsaufzeichnungen.

Am 2. Februar wird die „Terra Mariana“ gegründet – im Prinzip eine christliche Gründung, die die Gebiete umfaßt, die heute Lettland und Estland heißen.

Am 2. Februar 1709 wird der Seefahrer Alexander Selkirk von einer einsamen Insel gerettet. Daniel Defoe wird seine Geschichte unter dem Titel „Robinson Crusoe“ veröffentlichen.

Am 2. Februar 1848 beenden die Vereinigten Staaten und Mexiko mit dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo den mexikanisch-amerikanischen Krieg. Der Vertrag regelt die Grenze zwischen den beiden Ländern. Mexiko tritt unter anderem das heutige Kalifornien, Arizona, New Mexico, Utah und Nevada an die Vereinigten Staaten ab und erhält dafür eine Geldzahlung.

Am 2. Februar 1870 wird der Roman „Sieben Brüder“ von Aleksis Kivi veröffentlicht. Dieser Roman ist der erste in finnischer Sprache geschriebene Roman und prägt damit Finnland.

Seit dem 2. Februar 1886 gibt es den „Murmeltiertag“ (auch als Groundhogday bekannt). Ich hätte nicht gedacht, dass diese Geschichte „so“ alt ist……. wobei 1886 eine Zeitung darüber berichtet und der Tag an sich seit 1887 „gefeiert“ wird.

Am 2. Februar 1882 kommt James Joyce in der Nähe von Dublin zur Welt. Als Schriftsteller wird er die Arbeit an seinem Werk „Ulysses“ an seinem 40. Geburtstag, dem 2. Februar 1922 beenden. Das hat er für sich entschieden.

Und was an einem 31. Januar anfängt, geht an einem 2. Februar in einem anderen Jahr weiter….
Am 2. Februar 1990 hält der südafrikanische Präsident de Klerk eine bedeutende – ja eine geradezu historische – Rede. Er kündigt nämlich an, das Verbot des ANC und anderer Anti-Apartheid-Gruppen aufzuheben und Nelson Mandela und andere politische Gefangene aus dem Gefängnis zu entlassen.

Damit wünsche ich Euch einen bunten, fröhlichen und zuversichtlichen Abend.

1. Februar

Am 1. Februar 1411 schließen der Deutsche Orden auf der einen Seite und der polnische König Władysław II. Jagiełło und der mit ihm verbündete Großfürste Vytautas von Litauen auf der anderen Seite in Thorn einen Friedensvertrag, den sogenannten ersten Frieden von Thorn.

Am 1. Februar 1790 tritt der „Supreme Court“ der Vereinigten Staaten zum ersten Mal zusammen und zwar in New York.

Am 1. Februar 1978 erscheint die erste Briefmarke mit einer schwarzen Amerikanerin – Harriet Tubman ist auf der Briefmarke abgebildet.

Dazu passt, dass Lincoln am 1. Februar 1865 das 13. Amendment unterzeichnet, mit dem die Sklaverei in den Vereinigten Staaten abgeschafft wird. Eine Unterzeichnung durch den Präsidenten ist eigentlich nicht notwendig, es ist ihm aber persönlich wichtig – er unterzeichnet sogar mit seinem Vor- und Nachnamen.

Am 1. Februar 1895 wird das Fountains Valley in Pretoria zum Naturschutzgebiet erklärt – es ist damit wohl das älteste Naturschutzgebiet in Südafrika.

Am 1. Februar 1942 nimmt der Sender „Voice of America“ die Arbeit auf. Damit sollen auch die Menschen in Deutschland Nachrichten und Informationen erhalten.

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Nachrichten.

31. Januar

Der Monat endet und gleichzeitig beginnen an diesem Tag viele „Dinge“.
So wird am 31. Januar 1609 die „Wisselbank“ (also die Wechselbank) in Amsterdam gegründet. Dabei handelt es sich um die erste städtische Wechselbank, sie soll den Zahlungsverkehr mit unterschiedlichen Währungen erleichtern. Tatsächlich kursieren zu dieser Zeit wohl circa 500 unterschiedliche Münzen.

Am 31. Januar 1504 unterzeichnen Spanien und Frankreich den Vertrag von Lyon. Dabei geht es darum, die territorialen Ansprüche beider Länder auf Gebiete in Italien zu regeln – beide Königreiche sind dort schon „unterwegs“. So behält Frankreich das Herzogtum Mailand, Spanien das Königreich Neapel.

Am 31. Januar 1865 verabschiedet der amerikanische Kongress den 13. Zusatzartikel (Amendment). Inhalt dieses Amendments ist die Abschaffung der Sklaverei.

Nicht nur Freiheit ist wichtig, auch sauberes Wasser hat eine hohe Bedeutung. Am 31. Januar 1975 wird die erste Trinkwasserverordnung der Bundesrepublik Deutschland verabschiedet.

Der Arzt Anton Tschechow hätte das vermutlich begrüßt. Erfolgreicher ist er allerdings als Autor. Sein Theaterstück „Die drei Schwestern“ wird am 31. Januar in Moskau uraufgeführt.

Am 31. Januar 1963 wird der Pfau zum Nationalvogel Indiens ernannt.

Am 31. Januar 1985 bietet der südafrikanische Präsident Botha Nelson Mandela eine Freilassung aus dem Gefängnis an – allerdings unter Bedingungen. Nelson Mandela lehnt dieses Angebot ab…..

Jedenfalls ist der der 31. Januar seit 2023 der Africa Day of Peace and Reconciliation.

Damit wünsche ich Euch einen versöhnlichen Abend.

30. Januar

Bis zum 29. Januar 1847 gibt es einen Ort, der Yerba Buena heißt. Im Prinzip hat die Siedlung ihren Namen nach einer dort wachsenden Pflanze, denn sie heißt „gutes Kraut“. Die Pflanze Yerba Buena kennen wir heute als Indian Mint (wobei es sich nicht um eine Minze handelt), die ehemalige Siedlung seit dem 30. Januar 1847 als San Francisco.

Am 30. Januar 1882 kommt Franklin D. Roosevelt zur Welt. 1921 erkrankt er und ist infolge der Erkrankung von der Hüfte abwärts gelähmt, später gelingt es ihm kurze Strecken mit Metallschienen an den Beinen zu gehen. Er zieht sich zunächst aus dem politischen Leben zurück. 1932 leiden die USA (genauso wie andere Länder) unter den verheerenden Folgen der Weltwirtschaftskrise. Roosevelt tritt im Präsidentschaftswahlkampf gegen den amtierenden Präsidenten Herbert Hoover an und gewinnt deutlich. Mit dem „New Deal“ – einer Reihe von wirtschafts- und sozialpolitischen Reformmaßnahmen – gelingt es ihm, die Doppelkrise von Wirtschaft und Demokratie in den Griff zu bekommen.

Ebenfalls an einem 30. Januar kommt Max Theiler zur Welt – und zwar im Jahr 1899 in Pretoria in Südafrika. Er wird einen Impfstoff gegen Gelbfieber entwickeln und dafür einen Nobelpreis erhalten.

Am 30. Januar 1858 wird das Theaterstück „The Escape or A Leap to Freedom“ von William Wells Brown veröffentlicht. Es ist vermutlich das erste veröffentlichte Theaterstück eines African-American Autors. William Wells Brown hat vorher bereits einen Roman veröffentlicht.

Damit wünsche ich Euch einen Abend voller Zuversicht.

29. Januar

Vermutlich wird am 29. Januar 1595 das Stück „Romeo und Julia“ von William Shakespeare zum ersten Mal aufgeführt. Sicher ist das allerdings nicht……, was aber sicher ist: das Stück wird ein großer Erfolg.

Am 29. Januar 1890 wird Marie-Marguerite Canal in Toulouse geboren. Sie wird die erste Frau, die in Frankreich ein Orchester dirigiert, eine Komponistin und Hochschullehrerin wird sie auch. Hier kann man eine ihrer Kompositionen hören. Ein wunderschönes Musikstück!

Am 29. Januar 1966 kommt es mit der Luxemburger Erklärung zu einem Kompromiss zwischen den damaligen 6 EWG-Mitgliedsstaaten. Frankreich hatte zuvor aus Protest gegen die Einführung von Mehrheitsentscheidungen nicht mehr an den Sitzungen des Ministerrats teilgenommen. An diesem Tag vereinbaren die Mitgliedsstaaten, dass sie sich bei Fragen, die sehr wichtige Interessen eines Mitgliedsstaats berühren, um eine einvernehmliche Lösung bemühen. Daraufhin kehrt Frankreich an den Verhandlungstisch zurück.

Damit wünsche ich Euch einen wohlklingenden und harmonischen Abend.

28. Januar

Es ist Winter. Es ist kalt. Es liegt Schnee. Drei Tage steht König Heinrich IV. barfuß und im Büßergewand im Schnee. Dann endlich am vierten Tag – am 28. Januar 1077 – ist es soweit – das Warten im Schnee hat sich gelohnt, Papst Gregor gewährt Heinrich IV. Einlaß und erteilt ihm die Absolution. Damit ist der von Papst Gregor erteilte Kirchenbann beseitigt. Später wird so mancher „Bitt- oder Bußgang“ als „Gang nach Canossa“ bezeichnet.

Am 28. Januar 1573 wird in Polen der Warschauer Religionsfriedensvertrag (auch als Warschauer Konföderation bezeichnet) geschlossen. Dabei handelt es sich um ein konfessionelles Toleranzedikt, dass Katholiken und Nicht-Katholiken (beziehungsweise Dissidenten) gleichstellt.

In der Zeit vor 1935 geht es den Menschen auf Island wirtschaftlich nicht gut. Die Bevölkerung verarmt, Menschen schaffen es kaum, ihre Familien zu ernähren. In dieser Zeit schwanger zu werden ist für die Frauen und für die Familien eine Katastrophe. Am 28. Januar 1935 verabschiedet das isländische Parlament ein Gesetz über die Unterbrechung der Schwangerschaft.

Schließlich einigen sich China und Burma (das heutige Myanmar) am 28. Januar 1960 in einem Vertrag über die Grenze zwischen ihren Gebieten.

Damit wünsche ich Euch einen friedlichen Abend, an dem Ihr nichts bereut.

27. Januar

Am 27. Januar 1945 befreit die Rote Armee das Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau. Seit dem 27. Januar 1996 ist dieser Tag in Deutschland der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, am 27. Januar 2005 führen die Vereinten Nationen diesen Tag als Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust ein.

Am 27. Januar 1973 wird in Paris ein Abkommen unterzeichnet, dass den Krieg in Vietnam beenden soll. Die USA stellen jedenfalls alle Kriegshandlungen ein, im geteilten Vietnam läßt der Frieden jedoch noch auf sich warten.

Schon am 27. Januar 1967 vereinbaren mehrere Staaten – darunter Russland und die USA – einen Weltraumvertrag („Outer Space Treaty“). Ziel ist die friedliche Nutzung des Weltraums. Der Vertrag wird an diesem Tag gleichzeitig in Washington D.C., Moskau und London unterzeichnet. Etwas später tritt auch Deutschland diesem Vertrag bei.

Am 27. Januar 1756 kommt Wolfgang Amadeus Mozart zur Welt. Seine Musik verzaubert die Menschen – egal ob es die kleine Nachtmusik oder die Zauberflöte ist.

Damit wünsche ich Euch einen hoffnungsvollen und zauberhaften Abend.

26. Januar

Am 26. Januar 1699 wird der Friede von Karlowitz geschlossen. Er beendet den Krieg zwischen dem Osmanischen Reich auf der einen Seite und dem Heiligen Römischen Reich, Polen, der Republik Venedig und Russland (der Heiligen Liga) auf der anderen Seite. Dabei wird die sogenannte „Kongreßdiplomatie“ (wie zum Beispiel beim Westfälischen Frieden) zum ersten Mal gegenüber einem islamischen Staat angewendet. Einen interessanten Beitrag über die Verhandlungen in Karlowitz kann man hier lesen.

Der 26. Januar ist für Indien doppelt bedeutsam. Am 26. Januar 1930 erklärt Indien sich für unabhängig – es ist der Tag, an dem die Befreiung von der britischen Herrschaft gefeiert wird. Es ist keine „formelle“ Erklärung, eher eine Art Manifest und im Prinzip der Auftakt zum zivilen Ungehorsam. Am 26. Januar 1950 tritt die indische Verfassung in Kraft und Indien wird zu einer souveränen Republik. Der 26. Januar wird noch heute als „Republic Day“ gefeiert.

Am 26. Januar 1993 wird Václav Havel zum ersten Präsidenten der Tschechischen Republik gewählt – was für ein Weg von der Charta 77 zum Präsidentenamt!

Damit wünsche ich Euch einen Abend mit guten Entscheidungen und Gesprächen.

25. Januar

Am 25. Januar 1915 findet das erste transkontinentale Telefongespräch statt – ein Meilenstein in der Kommunikationsgeschichte. Alexander Graham Bell befindet sich in New York, er ruft Thomas Watson an, der sich in San Francisco befindet.

Um Medien und Medien- beziehungsweise Kommunikationsgeschichte geht es auch am 25. Januar 1961. An diesem Tag hält der amerikanische Präsident John F. Kennedy die erste Pressekonferenz, die live im Fernsehen im übertragen wird. Heute können wir uns das kaum noch anders vorstellen, 1961 ist es ein Meilenstein. Die Pressekonferenz kann man hier sehen.

Ebenfalls historisch ist der 25. Januar 1951, allerdings geht es um ein anderes Thema. Hans Böckler ist der erste DGB-Vorsitzende der noch jungen Bundesrepublik. Er setzt sich für die Mitbestimmung der Arbeitnehmer ein. Anfang 1951 droht ein Generalstreik. Die Gewerkschaften möchten die bereits praktizierte paritätische Mitbestimmung von der Eisen- und Stahlindustrie auf die gesamte Großindustrie ausweiten und dies gesetzlich verankern. Die Bundesregierung will die Aufsichtsräte nur zu einem Drittel mit Arbeitnehmervertretern besetzen. Die Gewerkschaften drohen mit Streik. Am 25. Januar einigen sich Hans Böckler und Konrad Adenauer darauf, die Regelung über die paritätische Mitbestimmung auf die Montanindustrie zu beschränken, die sogenannte Montanmitbestimmung. Der entsprechende Gesetzesentwurf folgt kurz danach. Zum Leben von Hans Böckler gibt es noch diesen kurzen Film.

Zum Lebenswerk von Hans Böckler passt auch der 25. Januar 1890 – an diesem Tag wird in den USA eine Gewerkschaft gegründet, die „UMWA“ oder auch „United Mine Workers of America“. Die Gewerkschaft besteht immer noch.

Damit wünsche ich Euch einen Abend, an dem Ihr gemeinsam mit anderen die Welt zumindest ein kleines bißchen besser macht.

24. Januar

Der 24. Januar ist der internationale Tag der Bildung.
Dazu passt ein gebildeter Kater. Denn Kater Murr kann schreiben und lesen und so schreibt er seine Lebensansichten auf. E. T. A. Hoffmann, der „Vater“ dieses Katers wird am 24. Januar 1776 in Königsberg geboren.

Lernen hat viel mit dem Gedächtnis zu tun. Die Grundlage für die Gedächtnisforschung legt Hermann Ebbinghaus, der am 24. Januar 1850 in Barmen (heute ein Stadtteil von Wuppertal) geboren wird. Ebbinghaus arbeitet mit interessanten Experimenten – mit Silbenreihen und Selbstversuchen. Dabei entdeckt er die Vergessenskurve aber auch die Ersparnismethode. Seine Erkenntnisse sind noch heute relevant.

Am 24. Januar 1962 gelingt 28 Menschen aus Ostberlin die Flucht nach Westberlin. Eigentlich sind sie gar nicht weit vom Westen entfernt, aber durch die Mauer ist Westberlin für sie unerreichbar. Sie wollen aber nicht in Ostdeutschland bleiben. Auf der Suche nach Fluchtmöglichkeiten beschließen einige von ihnen, einen Tunnel zu graben. Ein gewagtes Unterfangen – aber es gelingt. In der Nacht zum 24. Januar 1962 nutzen können 28 Menschen durch diesen Tunnel fliehen.

Damit wünsche ich einen Abend, an den Ihr Euch gerne erinnert.