R: „Ascher Levys Sehnsucht nach Deutschland“ von Roman Frister

Eine der August-Aufgaben der Bookloverchallenge lautete „Lies ein Buch in dem jemand stirbt oder gestorben ist“. Plötzlich hatte ich – selbst für den konkreten Monat – zuviele Bücher zur Auswahl. Lange habe ich überlegt, ob ich „Eine Nacht in Lissabon“ von Remarque oder das Buch „Ascher Levys Sehnsucht nach Deutschland“ von Roman Frister auswähle. In beiden gehört der Tod „dazu“ – ist untrennbar mit der Geschichte im Buch verbunden. Das Buch von Remarque ist sehr ergreifend (so steht es auch im Text zum Buch), aber es ist zum einen ziemlich bekannt und zeigt nur einen kleinen zeitlichen Ausschnitt. Deshalb habe ich mich entschieden, das Buch von Roman Frister hier vorzustellen.

In einem Pappkoffer auf einem Flohmarkt in Jaffa findet der Autor des Buches viele Briefe, Fotos und persönliche Dokumente von fünf Generation der Familie Levy. Er recherchiert die Geschichte der Familie und zeichnet sie in diesem Buch nach – von den Anfängen bis zum Ende der Geschichte in Deutschland.

Die Geschichte beginnt mit dem Vater von Ascher Levy – aber eigentlich begleitet das Buch Ascher Levy beim Aufbau seines Unternehmens und seiner Familie. Aacher Levy sieht im Gegensatz zu den Menschen um ihn herum keinen Widerspruch zwischen Religion und Nationalität. Er ist jüdisch und er legt großen Wert auf seinen Glauben und die damit verbundenen Traditionen. Gleichzeitig ist er deutsch und möchte als erfolgreicher deutscher Unternehmer und Bürger in seiner Heimatstadt auch so gesehen und behandelt werden. Ein sehr verständlicher Wunsch.

Zwei Söhne hat Ascher Levy – einer von beiden wird das Unternehmen wiederum erfolgreich weiterführen. Beide Söhne haben Kinder. Die Familie wird größer, die Einstellungen (auch zum Thema Religion) ändern sich, die Zeiten ändern sich. Die Enkelkinder von Ascher Levy und ihre Kinder sehen sich der Verfolgung in Deutschland ausgesetzt. Während Ascher Levy in hohem Alter in der Familie starb, ist das bei seinen Kindern und Enkelkindern nicht immer der Fall.
Die Geschichten der einzelnen Familienmitglieder werden bis zu ihrem jeweiligen Ende erzählt. Einige sterben vorzeitig, andere sind rechtzeitig geflohen und überleben.

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