258

Die 258.
Eine Zahl, zu der ich nicht so viel gefunden habe. Aber doch etwas.

Für Christen im römischen Reich war das Jahr 258 schwierig. Wobei das eine Untertreibung ist.
Am 6. August 258 überfielen römische Soldaten einen christlichen Gottesdienst und richteten Sixtus II (der damals der Bischof von Rom war) hin – konkret wurde er enthauptet. Vor seinem Tod beauftragte er seinen Erzdiakon Laurentius (der als Heiliger später sehr bekannt wurde), den Kirchenschatz unter den Armen zu verteilen. Kaiser Valerian wollte den Kirchenschatz haben – Laurentius verweigerte jedoch die Herausgabe und bat um Bedenkzeit. In dieser Bedenkzeit schaffte er es, den Schatz unter die Armen zu verteilen. Wenig überraschend, dass auch er (am 10. August) das Leben verlor. Im Gegensatz zu Sixtus II. wurde er jedoch nicht enthauptet, sondern zu Tode gebrannt…..

Auch Cyprian oder Cyprianus, der der Cyprianischen Pest durch seine Berichte im Nachhinein ihren Namen gegeben hat, starb im Jahr 258. Allerdings nicht an der Pest, sondern wegen seines christlichen Glaubens. Bereits im Jahr 257 wurde er unter Hausarrest gestellt, im Jahr 258 wurde er zum Tode verurteilt und enthauptet.

Ein Buch über frühchristliche Kunst der Spätantike in Ost- und Westrom mit 258 Abbildungen passt da thematisch natürlich sehr gut.

Den Beitrag lasse ich mit der Krönungshymne von Händel Zadok the Priest, Opus 258, ausklingen. Auch diese – auf den Geschichten der Bibel – beruhende Musik passt thematisch gerade zu dieser Zahl sehr gut.

Damit wünsche ich Euch und Ihnen einen von Mut und Frohsinn gekrönten Abend.

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