E wie Einsatz

Draußen stürmt Xaver, drinnen ist es warm und trocken. Manche Gegenden in Deutschland haben wetterbedingt eine unruhige Nacht vor sich und es kommt mir beinahe unpassend vor, heute einen Adventskalenderbeitrag zu schreiben. Ich drücke allen im Norden die Daumen, daß die Nacht (insbesondere die drohende Sturmflut) glimpflich verläuft und es bald Entwarnung gibt. Hier hat sich der Wind mittlerweile gelegt – ich bin gespannt, ob es im Laufe der Nacht anfängt zu schneien. Etwas Schnee am Nikolaustag gefällt mir gedanklich eigentlich ganz gut – auch wenn damit der erste „Wintereinsatz“ mit Besen und Schneeschieber verbunden sein wird. Einsatz ist – nicht nur wetterbedingt – ein gutes Stichwort. Neben den vielen hilfsbereiten Geistern denke ich an Chöre und Krippenspiele und manchen „verpaßten“ Einsatz bei weihnachtlichen Vorführungen. Gerade diese Einsätze – die ja zum Vergnügen aller Anwesenden sind – zeigen, daß die Adventszeit um so schöner wird, wenn alle sich einbringen können und ihren „Einsatz“ haben – über Plätzchen backen, Gedicht aufsagen, Sterne basteln bis hin zum Einsatz im Ehrenamt. Wir alle bestimmen unseren Einsatz – und die damit verbundene Arbeit und Freude – selbst.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine ruhige und gefahrlose Nacht und nur freudige Einsätze!

D wie Dankbarkeit

Als ich gestern Abend von einem kleinen Ausflug nach Hause zurückkehrte, kam ich an vielen schön geschmückten und mit Kerzen erleuchteten Fenstern entlang. Ich konnte mich auf mein warmes Zuhause freuen, auf eine heiße Tasse Tee und ein Abendessen. Und mir fiel auf, daß ich für die Selbstverständlichkeit mit der ich mich immer wieder auf mein warmes Zuhause freue, dankbar sein darf. Der Gedanke der Dankbarkeit geht bei mir im Alltag oft „unter“ – es gibt die vielen kleinen und großen Dinge, die irgendwie schief laufen, stören und über die ich mich (auch wenn sie manchmal gar nicht so wichtig sind) „stundenlang“ aufregen kann. Gerade wenn ich mich mit ungewünschten Herausforderungen beschäftigen muß (und die letzten beiden Jahre waren damit schon ganz gut gefüllt), liegt der Gedanke an Dankbarkeit erst einmal fern. Aber Glück und Zufriedenheit liegen – bei allen Schwierigkeiten – eben auch in den kleinen Dingen. Wenn ich dankbar bin, daß ich in ein warmes Zuhause zurückkehren kann, dann heißt das nicht daß ich alle Schwierigkeiten gemeistert habe, daß die Welt für mich vollkommen in Ordnung ist. Mit dem Gefühl der Dankbarkeit kann ich –  mit einem Lächeln auf den Lippen – entspannen und genießen, schwierige Gedanken für einen Moment loslassen und neue Kraft für „meine“ Aufgaben schöpfen. Und für diese Möglichkeit der Entspannung bin ich sehr dankbar!

In diesem Sinne wünsche ich Euch/Ihnen viele kleine und große Dinge, für die wir dankbar sein dürfen!

C wie Christstollen

Schon seit „ewigen Zeiten“ gehört in meiner Familie der Christstollen zur Advents- und Weihnachtszeit. Wohlgemerkt: nicht irgendein Christstollen, sondern der selbstgebackene Christstollen. Schon früh im November werden die Zutaten gekauft und wenn Zitronat und Orangeat in die Küche ziehen, dann ist der große Backtag nicht mehr weit. Schon als Kind habe ich es geliebt, vom Hefeteig zu naschen. Ganz heimlich bin ich immer wieder in das warme Wohnzimmer gehuscht, wo der Teig zum „Gehen“ stand,  habe unter die Decke geschaut mit der die Teigschüssel warm und vermeintlich gut verpackt war (und natürlich habe ich auch immer wieder ein kleines Stückchen Teig mitgenommen …..). Auch heute ist immer noch eine kleine Portion des rohen Hefeteiges für mich bestimmt. Warum ich das so detailliert beschreibe? Weil es mich auch daran erinnert, wie wichtig es ist, sich Zeit für die vielen kleinen und großen Rituale der Advents- und Weihnachtszeit zu nehmen. Dazu gehören auch die kulinarischen Rituale, die ich jedes Jahr wieder besonders genieße. Es ist einfach schön zu wissen, daß sich da jemand Zeit nimmt, um mit viel Liebe etwas vorzubereiten und auch ich selber verbringe gerade in der Advents- und Weihnachtszeit relativ viel Zeit in der Küche. Wichtig ist es aber auch, daß mir diese Vorbereitungen Spaß machen – es geht nicht um den perfekten Braten, die perfekten Plätzchen oder das perfekt geschmückte  Zuhause. Davon bin ich weit entfernt! Ich möchte die (kulinarischen) Rituale nicht als Last und Verpflichtung empfinden, sondern als Bereicherung, die mir immer wieder Freude bereitet und schöne Erinnerungen auslöst. Und gerade dann schmeckt ein selbst gebackenes Plätzchen nochmal so gut!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen/Euch viel Freude bei den kleinen und großen kulinarischen Genüssen.

B wie Besinnlichkeit

Der zweite Dezember ist ein ganz normaler Montag – mit den üblichen Höhen und (leider auch) Tiefen. Und während ich zwischendurch auch mal an Leckereien wie „Baumkuchen“ und „Baumkuchenspitzen“ denke, so ist der Gedanke an „Besinnlichkeit“ doch irgendwie weiter weg. Besinnlichkeit – was soll das überhaupt sein? Es könnte so vieles in diesem Wort stecken: das Besinnen, die Sinne, die Sinnlichkeit, der Sinn….. Schon ein hoher Anspruch für einen Montag. Auf der Suche nach einer Definition habe ich das Nachdenken und Innehalten als Inhalt der Besinnlichkeit gefunden. Nachdenken und Innehalten sind – gerade im manchmal hektischen Alltag – gar nicht so einfach. Wer nimmt sich schon die Zeit, in Ruhe ein Gespräch zu führen? Eine Tasse Kaffee oder Tee mit Genuß und ohne Zeitdruck zu trinken? Nicht den Terminen hinterherzujagen? Und doch: gerade dieses bewußte Innehalten gehört für mich zur Adventszeit. Ein stilles Innehalten, das gerade nichts mit der lauten Fröhlichkeit von Glühweinständen, Weihnachtsmärkten oder Weihnachtsfeiern zu tun hat. Sondern gerade das Erproben der Sinne an kleinen Genüssen, dem bewußten Wahrnehmen von Dunkelheit und Licht, Kälte draußen und Wärme drinnen und dem Erinnern an liebgewonnene Rituale und alte Bräuche. Eigentlich sollte ich jetzt auch gerade etwas anderes tun und der eine oder andere wartet auch gerade auf eine Nachricht von mir. Aber mir persönlich tut es gut, daß ich mir diese Minuten des schreibenden Nachdenkens gönne und ich genieße sie. Und nur mit dieser Besinnlichkeit habe ich auch die Kraft, den lauteren und fröhlichen Teil der Advents- und Weihnachtszeit mit allen Sinnen zu genießen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen/Euch eine besinnliche und genußreiche Zeit.

A wie Adventskalender

Schon wieder? Noch einer? Muß das sein?

Ja, es stimmt schon – es gibt immer mehr virtuelle Adventskalender. Gerade heute habe ich mehrere Emails zu Online-Adventskalendern erhalten – der virtuelle Adventskalender entwickelt sich zu einem Marketingtool für Webinare, regionale Produkte und andere Angebote. Und ich habe gezögert, ob ich dieses Jahr wieder etwas schreiben soll – schreiben möchte. Aber letztlich habe ich mich dann doch dazu entschlossen und hoffe, daß ich auch dieses Jahr bis zum 24.12. „durchhalte“. Warum? Weil ich das tägliche Schreiben in der Zeit vom ersten Dezember bis Weihnachten durchaus als gedankliche Vorbereitung empfinde. Ich lasse das alte Jahr Revue passieren, gönne mir – beim Schreiben der einzelnen Beiträge – eine Zeit der Ruhe, Muße, Nachdenklichkeit und Vorfreude.Vorfreude auch deshalb, weil ich einen Adventskalender „fülle“ und nicht nur Tag für Tag ein weiteres Türchen aufmache. So verrinnt die Zeit bis Weihnachten nicht einfach, vielmehr schaffe ich mir selbst zeitliche Inseln der Besinnung und Vorfreude. Und vielleicht kann ich diese Inseln der Vorfreude mit Ihnen/mit Euch teilen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen/Euch noch einen schönen Abend und eine fröhliche Adventszeit!

„What do you buy the children of the Terrorist who tried to kill your wife? A Memoir“

In den letzten Wochen und Monaten hat mich das Thema „Überwachung“ sehr stark beschäftigt. Wie wichtig ist mir „Sicherheit“ (die ja immer nur „relativ“ sein kann)? Inwieweit bedeutet jeder Wunsch nach Sicherheit auch einen Verzicht auf Freiheit? Gerade die Abwägung zwischen Sicherheit und Freiheit wird immer wieder mit der Terrorismusgefahr begründet.  Aber wie groß ist diese Terrorismusgefahr? Ich bin zugegebenermaßen froh, daß ich bisher mit diesem Thema nur als Fernsehzuschauerin zu tun hatte (und hier sollte ich dann irgendwann noch etwas zur „availability cascade“ aus „Thinking, Fast and Slow“ von Daniel Kahneman schreiben). Aber wie gehen Betroffene damit um?

Gerade als ich also intensiv über das Spannungsfeld Sicherheit und Freiheit nachdachte, fiel mir das Buch von David Harris-Gershon in die Hände. David erzählt eine sehr persönliche Geschichte – nämlich die Geschichte von sich und seiner Frau Jamie. David und Jamie stammen beide aus den USA. Sie haben sich innerhalb der jüdischen Gemeinde ihres Arbeits- bzw. Studienortes kennengelernt, ineinander verliebt und geheiratet. Kurz nach der Hochzeit  entscheiden sie, gemeinsam in Israel zu studieren. Am 31.07.2002 wird Jamie bei einem Anschlag auf die Cafeteria der Universität schwer verletzt, zwei ihrer Freunde sterben. David ist zu dem Zeitpunkt in der gemeinsamen Wohnung und erfährt telefonisch, daß Jamie verletzt ist. Und mit dieser Verletzung ändert sich das Leben für beide – doch beide verarbeiten diese Zeit sehr unterschiedlich.

David Harris-Gershon schildert in seinem Buch den gemeinsamen Weg nach Israel, sein Erleben des Anschlags, Jamies Genesung (sowohl körperlich als auch psychisch), den Konflikt zwischen Israel und Palästina, seine Gedanken zu „Sicherheit“, seine eigenen Probleme mit der Situation und seinen Weg, der ihn schließlich zurück nach Israel und zu der Familie des damaligen Attentäters führt.

Ich bin froh, daß ich dieses Buch gefunden und gelesen habe. Es ist kein Buch, daß sich „einfach so“ lesen läßt. Ja, es ist spannend und es ist sehr gut geschrieben. Aber die Gedanken und Ängste gingen mir auch sehr nahe. Es ist gleichzeitig aber auch ein Buch, daß hoffen läßt, weil David im Laufe der Zeit seinen Weg findet, das Geschehene zu verarbeiten und zwar ohne Verzweifelung und ohne Rache. In diesem Sinne hoffe ich, daß das Buch von vielen Menschen gelesen wird.

„Anleitung zur Unzufriedenheit“

Ich habe lange überlegt, mit welchem Buch ich diese Rubrik beginne und nach einiger Zeit ist meine Wahl auf das Buch „Anleitung zur Unzufriedenheit“ von Barry Schwartz gefallen. Warum ausgerechnet dieses Buch? Vor allem, weil es so phantastisch zum „Glücksthema“ paßt – denn der Untertitel des Buches lautet „Warum weniger glücklicher macht“. Aber: es ist nicht so gemeint, wie es auf den ersten Blick klingen mag, denn es geht nicht um Verzicht! Vielmehr geht es um die Frage, wie wir auswählen und wie wir mit der Vielzahl der Auswahlmöglichkeiten, die uns täglich begegnen, umgehen. Es geht also  – im wahrsten Sinne des Wortes – um die Qual der Wahl. In diesem Hinblick teilt Schwartz die Menschen in zwei Gruppen – in Maximierer und in Satisficer.
Wer immer nur das Beste sucht und akzeptiert ist ein Maximierer. „Das Beste“ klingt auf den ersten Blick sehr positiv – aber bei genauer Betrachtung offenbaren sich die Nachteile: ist das Produkt, das ich gerade im Geschäft in den Händen halte, wirklich das beste Produkt oder gibt es in einem anderen Geschäft noch bessere? Habe ich wirklich alle Geschäfte abgeklappert und alle Testberichte gelesen?
Wer sich hingegen mit etwas „begnügt“, das „gut genug“ ist (ohne darüber nachzudenken, ob es noch etwas Besseres gibt), ist ein Satisficer.
Wer sich nicht sicher ist, ob sie/er eher ein Maximierer oder ein Satisficer ist, kann dies in einem von Schwartz entwickelten Fragebogen ermitteln.

Ja, und was machen wir nun mit diesem Wissen? Oft setzen wir uns selbst unter Druck, die „optimale“ Entscheidung zu treffen. Natürlich ist es in vielen Bereichen wichtig, sich zu informieren. Schwartz spricht in diesem Zusammenhang davon „wählerisch“ zu sein. Wir sollten aber auch überlegen, in welchen Bereichen „gut genug“ völlig ausreichend und in Ordnung ist. Während die Idee des „gut genug“ gedanklich an Mittelmäßigkeit erinnern kann (und vom Maximierer auch so empfunden wird), ist der Maximierer oft unzufrieden, weil es praktisch unmöglich ist, das „Beste“ zu finden. Hier ist es wichtig (und mit etwas Übung und Wissen um die Herausforderung auch grundsätzlich möglich) einen Mittelweg zu finden. Gerade das letzte Kapitel des Buches, in dem es darum geht, was wir tun können um die eigene Zufriedenheit zu finden bzw. zu steigern, fand ich in diesem Hinblick spannend!

Ein aus meiner Sicht wirklich lesenswertes Buch, das auch zur Steigerung des Glücks und der Zufriedenheit beitragen kann!

Viel Glück in 2013?

Der Jahreswechsel liegt gerade ein paar Tage hinter uns. Mit Feuerwerksraketen wurden in der Sylvesternacht alle möglichen bösen Geister vertrieben und so mancher Glücksbringer (z.B. Schwein, Kleeblatt, Marienkäfer) hat uns an dem Abend begleitet. Also alles gut für 2013?
Ja und nein. Den Begriff des „Glücks“ fand ich schon immer irgendwie schwierig – geradezu sperrig. Denn was ist eigentlich Glück? In den Buchhandlungen findet man zu diesem Thema zahlreiche Bücher und Ratgeber und es gibt auch viele Zitate zu diesem Stichwort. Sehr schön finde ich die Zitate von Seneca und Gide (direkt auf der ersten Seite). Aber bei einer Suche nach „Glück“ findet man auch ganz erstaunliche Dinge – nämlich das „Bruttonationalglück„. Schon vor ein oder zwei Jahren habe ich einen kurzen Artikel darüber gelesen und fand den Gedanken faszinierend. Was passiert, wenn wir in Deutschland (oder auch an anderen Orten) unsere Entwicklung nicht mehr (nur) nach wirtschaftlichen Kenngrößen sondern nach dem „Glücksbefinden“ definieren? Damit stellt sich natürlich die Frage, wie man das „Glücksbefinden“ eines Volkes messen kann. Die (eher hedonistisch orientierte) Frage „Sind Sie glücklich?“ hilft da nur sehr eingeschränkt weiter. Mit dieser Frage könnten wir nur herausfinden, wie wir uns an einem bestimmten Tag und in einem bestimmten Moment fühlen. Interessanterweise ist das auch nicht der Glücksbegriff, der den Überlegungen zum Bruttonationalglück in Bhutan zugrundeliegt. Glück wird dort nämlich mehrdimensional verstanden und nicht nur auf das Empfinden der/des Einzelnen bezogen. Schon 1729 (Seite 2 des PDF) wurde in einem Gesetz in Bhutan festgehalten „if the Government cannot create happiness (dekid) for its people, there is no purpose for the Government to exist“. Das Glück (bzw. Glücksbefinden) des Volkes ist also die oberste Aufgabe einer Regierung! Was aber macht aus Sicht von Bhutan das Glück aus? Hier finden wir neun Bereiche (ab Seite 13 des PDF, Überblick auf Seite 22), die für das Glücksempfinden wesentlich sind:

– Lebensstandard
– psychisches Wohlbefinden
– Gesundheit
– Zeitnutzung
– Bildung
– Kulturelle Vielfalt und Belastbarkeit
– gute Staatsführung/Regierung
– Vitalität des Gemeinswesens/der Gemeinschaft
– Ökologische Vielfalt und Belastbarkeit

Ausführlich werden die Bereiche, aus denen das Bruttonationalglück besteht, in diesem Dokument vorgestellt.

Vor dem Lesen dachte ich, daß Bhutan gedanklich weit weg ist. Aber wenn ich mir die Bereiche anschaue, die in Bhutan für das Glücksbefinden als wesentlich erarbeitet wurden, dann denke ich, daß Bhutan auch hier liegen könnte, praktisch der „Nachbarort“ sein könnte. Lediglich der Begriff des „Glücks“ irritiert mich immer noch (das kann aber auch an der großen Zahl der „Glücksratgeber“ liegen). Beim Lesen der Zusammenfassung aus Bhutan kam mir der Begriff der „Zufriedenheit“ in den Sinn, der den Glücksbegriff zumindest ergänzen könnte, um ihn „hier“ (also in Deutschland) besser verständlich zu machen und vom (eher hedonistischen) Glücksgefühl (des Moments) zu unterscheiden. Gerne würde ich wissen, ob die Deutschen – wenn man sie nach diesen Bereichen befragt – eher glücklich oder eher unglücklich sind. Ich glaube, ich würde mich – ohne die konkreten Fragen zu kennen – schon als glücklich einschätzen. Das ist viel wert als Erkenntnis am Jahresanfang.

Und was macht man, wenn man weiß, ob bzw. wie glücklich die Bevölkerung ist? Das ist der Aspekt, den ich wichtig und spannend finde und der mich an die Idee des „pursuit of happiness“ in den USA erinnert: an den Bereichen zu arbeiten, in denen die Menschen noch nicht glücklich sind. Aber – und das ist der wesentliche Unterschied zum US-amerikanischen Streben nach Glück: hier geht es nicht (nur) um die Selbstbestimmung des Einzelnen, sondern um die gemeinsame Anstrengung aller – also der Regierung, der Gesellschaft und der Einzelnen und Familien, das Glück zu erhöhen. Man mag darüber streiten, wer primär für welchen Bereich zuständig ist (Bhutan hat auf Seite 77 des PDF eine Aufteilung der Verantwortung vorgenommen) – aber das gemeinsame Bemühen und die gemeinsame Verantwortung, das Glücksbefinden zu erhöhen, stellen für mich eine faszinierende Perspektive dar.

Und denen, die den Beitrag bis hierhin gelesen haben, möchte ich noch das Märchen „Das Glück lag am Weg“ ans Herz legen! Ich wünsche Ihnen/Euch alles Gute für das Jahr 2013, Glück und Zufriedenheit und daß Sie/Ihr das Glück am Wegesrand rechtzeitig erkennen/erkennt.

Gedacht …..

In den letzten beiden Jahren habe ich dieses Blog nur für meinen Adventskalender genutzt. Einerseits gut (denn das Schreiben der Adventskalendertexte hat mir Freude bereitet), andererseits schade, denn es gibt eigentlich viele Themen, die ich hier gut ansprechen könnte. Daher habe ich mich entschieden eine neue Rubrik mit dem Titel „Gedacht …… “ einzurichten und hier regelmäßig (hoffentlich wöchentlich) meine Gedanken aufzuschreiben.