14.12.2011

Diese Woche hat mich – etwas überraschend – eine Termin- und Arbeitsflut erreicht. Das ist einerseits schön, weil ich mich über die Aufträge freue, andererseits muß ich natürlich schauen, daß ich alles unter einen Hut bekomme. Da heißt es dann auch mal „nein“ sagen. Das ist aber – gerade in der Adventszeit – gar nicht so einfach. Schließlich möchten wir gerade jetzt niemand enttäuschen! Daher die wichtige Frage: Können Sie „nein“ sagen? Ich habe es in den letzten Tagen ausführlich geübt (ehrlich gesagt: üben müssen) – sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich. Meine Erfahrung in diesem Jahr: wenn ich etwas ablehne und gleichzeitig eine für mich machbare Alternative vorschlage, dann wird das „nein“ fast immer verständnisvoll akzeptiert. Gerade die Alternative (z.B. diese Woche kann ich leider nicht, am Montag hätte ich aber Zeit …) macht den Menschen deutlich, daß ich weder sie noch ihr Anliegen ablehne oder unwichtig finde. Wir nehmen uns gegenseitig ernst und achten auf unsere Anliegen – ein schönes gemeinsames Vorgehen gerade in der Advents- und Weihnachtszeit. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Nacht und morgen einen erfolgreichen und positiven Arbeitstag.

13.12.2011

In vielen traditionellen Weihnachtslieder „loben“ und „danken“ wir. Das ist manchmal schnell gesungen, aber doch viel weniger leicht im Alltag gesagt. Gerade jetzt in der Advents- und Weihnachtszeit haben wir alle viel zu tun. Berufliche Termine, Treffen mit Familie, Freunden und Bekannten, Einkäufe, Vorbereitungen zuhause – es kann für uns alle eine betriebsame und manchmal hektische Zeit sein. Haben Sie das Gefühl, daß Ihre Mitmenschen noch wahrnehmen, was Sie alles vollbringen? Hoffentlich ja, aber oft wohl nein. Aber: wie sieht es denn mit Ihnen aus? Wann haben Sie Ihre Mitmenschen gelobt und sich bei Ihnen bedankt? Eine fröhliche Advents- und Weihnachtszeit kann schon da beginnen, wo wir auch vermeintliche Kleinigkeiten sehen, sie loben und uns dafür bedanken. Mit jedem Lob und jedem Dank fühlen wir uns besser – egal ob wir Lob und Dank aussprechen oder selber empfangen. Probieren Sie es aus – es ist den Versuch wert!

12.12.2011

Noch ist die Hälfte der Adventskalendertürchen geschlossen – doch wir nähern uns unaufhaltsam den Feiertagen. Da rückt auch das Thema „Schenken“ ins Blickfeld. Geschenke sind oftmals ein schwieriges Thema – in vielerlei Hinsicht. Da gibt es schnell enttäuschte Erwartungen, Mißverständnisse und unglückliche Gesichter. Es ist gar nicht so leicht, ein gutes Geschenk auszusuchen. Aber lassen Sie uns einen Moment die Perspektive wechseln: An welches Geschenk denken Sie gerne zurück? Was verbinden Sie mit diesem Geschenk? Und was macht für Sie ein gelungenes Geschenk aus?

Gerne möchte ich Ihnen das Gedicht „Schenken“ von Joachim Ringelnatz ans Herz legen – eine gute „Anleitung“ nicht nur für die Weihnachtszeit.

 

11.12.2011

Ich hoffe, Sie konnten den heutigen Tag so richtig genießen! Ich habe mir einen arbeitsfreien Tag bei gutem Essen (Ente), guten Büchern und Weihnachtsgebäck gegönnt. Nun kann ich gelassen und ausgeruht in die nächste Arbeitswoche starten. Dabei ist es manchmal gar nicht so einfach, sich selbst diese – wichtige – Pause zu gewähren. Es gibt die kleinen Versuchungen (wenn ich das heute schon mache, dann bin ich morgen früher fertig …), es gibt die Bitten aus dem Umfeld (könntest Du mal eben ….), es gibt die Erwartungen von Familienmitgliedern und Freunden (vor Weihnachten wollten wir doch noch …..), es gibt das eigene schlechte Gewissen (eigentlich müßte ich ja das noch machen ….) und und und …. Doch was sagt die innere Stimme? Können Sie Ihre innere Stimme noch hören? Meine hat dieses Wochenende deutlich „nein“ gesagt und mir Ruhe und Freizeit verordnet. Das tut mir gut und gibt mir die Kraft,  auch in hektischen Zeiten ruhig und gelassen zu bleiben. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in die nächste Woche!

10.12.2011

Heute war ich auf dem Weihnachtsmarkt und habe einen sehr guten schwedischen Glühwein getrunken. Der Glühwein duftete verführerisch nach Zimt und anderen weihnachtlichen Gewürzen – ein wahrer Genuß. Aber – Hand aufs Herz – können Sie wirklich genießen? Nehmen Sie sich die Zeit und die Ruhe, um Düfte und Atmosphäre auf sich einwirken zu lassen? Die Advents- und Weihnachtszeit hat manchmal einen zwiespältigen Charakter. Einerseits ist es die Zeit der Besinnung, der Ruhe und Muße, andererseits aber auch die Zeit der hektischen Vorbereitungen, der emsigen Einkäufe (wer kennt nicht die „Last-Minute-Geschenkeinkäufe“) der vielen offiziellen und inoffiziellen Weihnachtsfeiern. Manchmal ist es schwierig, für sich selbst inmitten dieser Geschäftigkeit und der vielen Termine die notwendigen Pausen und Inseln der Ruhe zu finden, um überhaupt genießen zu können. Dabei ist es wichtig, auf sich selbst zu achten, damit die Advents- und Weihnachtszeit eine schöne Zeit ist. Mir hat der heutige Spaziergang über den Weihnachtsmarkt einer kleinen Stadt viel Freude gemacht und mich in weihnachtlichen Düften und Genüssen schwelgen lassen. Ihnen wünsche ich für den dritten Advent ausreichend Ruhe und Muße, um den Tag zu genießen!

09.12.2011

Worauf freuen Sie sich, wenn Sie an die nächsten Tage und Wochen denken? Ich habe in diesem Jahr noch viel Arbeit vor mir – um so mehr freue ich mich auf den Weihnachtsmarktbesuch am Wochenende, Tee und Plätzchen am Sonntag beim Adventskranz, das Besorgen des Weihnachtsbaums, das vorweihnachtliche Treffen mit einer sehr guten Freundin und auf die ruhigen und gleichzeitig fröhlichen Weihnachtstage. Aber Vorfreude alleine reicht nicht, damit diese Tage auch wirklich schön werden. Wir alle können und „müssen“ unseren Beitrag dazu leisten, daß die Tage, auf die wir uns freuen, für uns und unsere Mitmenschen schön werden. Wissen Sie, worauf die Menschen sich freuen, die Ihnen wichtig sind? Haben Sie eine Idee, wie Sie zur (Vor-)Freude Ihre Familie und Ihrer Freunde beitragen können?

Ich wünsche Ihnen ein freudiges Adventswochenende und viel Vorfreude auf die kommenden Tage und Wochen!

08.12.2011

Vielleicht haben Sie ja zwischenzeitlich überlegt, was für Sie persönlich zu einem schönen Weihnachtsfest gehört. Und vielleicht haben Sie sogar die Menschen, die Ihnen wichtig sind, gefragt, was für sie zu einem schönen Weihnachtsfest gehört. Aber: Was machen Sie jetzt mit den vielen Antworten? Vor allem, falls diese sich auf den ersten Blick widersprechen ….. Ich habe Ihnen gestern erzählt, daß für mich zu einem Weihnachtsfest gutes Essen, gute Bücher, viel Zeit und lange Spaziergänge im Schnee gehören. Ein Weihnachtsfest, an dem ich keine Zeit habe, ein gutes Buch zu lesen und an dem es auch kein gutes Essen gibt, wäre für mich schon enttäuschend. Das heißt aber nicht, daß ich an allen Tagen 5-Gänge-Menus haben muß oder daß ich den ganzen Tag lesen möchte. Wenn ich das Gefühl habe, daß meine Wünsche wahrgenommen werden – was möchtest Du denn an Weihnachten essen? hast Du Lust jetzt …. mit uns zu machen oder möchtest Du lieber lesen? – dann macht es mir auch Freude, meinen Mitmenschen ebenfalls ein schönes Weihnachtsfest zu bereiten. Ich gehe jetzt gleich mal fragen …..

07.12.2011

Weihnachten rückt näher und es wird Zeit, darüber nachzudenken, was für mich zu einem schönen Weihnachtsfest dazugehört. Für mich sind es Weihnachtsplätzchen, gutes Essen, gute Bücher, viel Zeit und lange Spaziergänge im Schnee. Natürlich ist Weihnachten auch ohne Schnee schön – aber in meinen Gedanken gehört Schnee einfach dazu. Schwierig ist natürlich, daß wir alle sehr unterschiedliche Vorstellungen von Weihnachten haben. Gleichzeitig träumen wir alle immer wieder von dem wunderbaren, einzigartigen und „perfekten“ Fest. Leider passen unsere Vorstellungen von diesem Fest oftmals gar nicht zusammen. Was aber tun? Sie ahnen es schon! Wie wäre es, wenn Sie die Menschen, die Ihnen wichtig sind, einfach mal fragen, was für sie zu einem schönen Weihnachtsfest gehört. Vielleicht wissen Sie dann ja mehr!

06.12.2011

Der sechste Dezember ist für mich – schon seit Kinderzeiten – ein besonderer Tag. Schon am Vorabend freue ich mich auf das Aufwachen und die kleine Überraschung in meinem Schuh oder vor meiner Zimmertür. Als ich vor einigen Jahren das Wintersemester in Frankreich verbrachte mußte ich auf diese kleine Überraschung natürlich verzichten. Ich habe mir trotzdem einen wunderschönen Nikolaustag bereitet – indem ich Menschen aus dem Wohnheim, die ich gerne mochte – an diesem Tag überrascht habe. Ich habe kleine Süßigkeiten in die Postfächer meiner Freunde und Bekannten gesteckt und mich in der Nähe der Postfächer mit einer großen Tasse Milchkaffee und einem guten Buch hingesetzt. Ich habe noch nie innerhalb kurzer Zeit so viele freudig überraschte Gesichter gesehen. Es war ein wirklich schöner Nikolaustag!

Ich hoffe, Sie hatten heute einen wunderschönen Nikolaustag, an dem Sie freudig überrascht wurden!

05.12.2011

Kaffee oder Tee? Diese Frage ist uns allen schon oft begegnet. Ich persönlich mag guten Tee sehr gerne, aber ich mag auch Kaffee. Die Frage lautet aber: Kaffee oder Tee? Ich muß mich also entscheiden. Das mag bei der Frage, ob ich jetzt gerade lieber eine Tasse Tee oder eine Tasse Kaffee trinken möchte, noch sinnvoll sein. Beides gleichzeitig (oder gar eine Mischung von beidem) wäre wahrscheinlich kein Hochgenuß. Aber erst eine Tasse Tee und dann eine Tasse Kaffe (oder auch andersherum) wäre schon möglich. Es könnte auch sein, daß ich zu diesem Zeitpunkt weder Kaffee noch Tee trinken möchte.  So wie bei dieser Frage geht es uns auch bei vielen anderen Fragen. Es ist eine Vielzahl von Antworten möglich – jeder Mensch hat seine eigenen Antworten auf die Fragen, die ihm gestellt werden. Bei manchen Fragen ist – schon aufgrund der Bedingungen von Raum und Zeit – nur eine Antwort möglich bzw. sinnvoll: wir können nicht gleichzeitig auf mehreren Kontinenten sein. Bei vielen Fragen müssen wir uns aber nicht notwendig für die eine und damit gegen die andere Möglichkeit entscheiden. Es sind auch Kombinationen denkbar. Vielleicht möchten Sie dazu ja das Märchen „Die Blinden und der Elefant“ lesen.