B wie Besinnlichkeit

Der zweite Dezember ist ein ganz normaler Montag – mit den üblichen Höhen und (leider auch) Tiefen. Und während ich zwischendurch auch mal an Leckereien wie „Baumkuchen“ und „Baumkuchenspitzen“ denke, so ist der Gedanke an „Besinnlichkeit“ doch irgendwie weiter weg. Besinnlichkeit – was soll das überhaupt sein? Es könnte so vieles in diesem Wort stecken: das Besinnen, die Sinne, die Sinnlichkeit, der Sinn….. Schon ein hoher Anspruch für einen Montag. Auf der Suche nach einer Definition habe ich das Nachdenken und Innehalten als Inhalt der Besinnlichkeit gefunden. Nachdenken und Innehalten sind – gerade im manchmal hektischen Alltag – gar nicht so einfach. Wer nimmt sich schon die Zeit, in Ruhe ein Gespräch zu führen? Eine Tasse Kaffee oder Tee mit Genuß und ohne Zeitdruck zu trinken? Nicht den Terminen hinterherzujagen? Und doch: gerade dieses bewußte Innehalten gehört für mich zur Adventszeit. Ein stilles Innehalten, das gerade nichts mit der lauten Fröhlichkeit von Glühweinständen, Weihnachtsmärkten oder Weihnachtsfeiern zu tun hat. Sondern gerade das Erproben der Sinne an kleinen Genüssen, dem bewußten Wahrnehmen von Dunkelheit und Licht, Kälte draußen und Wärme drinnen und dem Erinnern an liebgewonnene Rituale und alte Bräuche. Eigentlich sollte ich jetzt auch gerade etwas anderes tun und der eine oder andere wartet auch gerade auf eine Nachricht von mir. Aber mir persönlich tut es gut, daß ich mir diese Minuten des schreibenden Nachdenkens gönne und ich genieße sie. Und nur mit dieser Besinnlichkeit habe ich auch die Kraft, den lauteren und fröhlichen Teil der Advents- und Weihnachtszeit mit allen Sinnen zu genießen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen/Euch eine besinnliche und genußreiche Zeit.

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