C wie Christstollen

Schon seit „ewigen Zeiten“ gehört in meiner Familie der Christstollen zur Advents- und Weihnachtszeit. Wohlgemerkt: nicht irgendein Christstollen, sondern der selbstgebackene Christstollen. Schon früh im November werden die Zutaten gekauft und wenn Zitronat und Orangeat in die Küche ziehen, dann ist der große Backtag nicht mehr weit. Schon als Kind habe ich es geliebt, vom Hefeteig zu naschen. Ganz heimlich bin ich immer wieder in das warme Wohnzimmer gehuscht, wo der Teig zum „Gehen“ stand,  habe unter die Decke geschaut mit der die Teigschüssel warm und vermeintlich gut verpackt war (und natürlich habe ich auch immer wieder ein kleines Stückchen Teig mitgenommen …..). Auch heute ist immer noch eine kleine Portion des rohen Hefeteiges für mich bestimmt. Warum ich das so detailliert beschreibe? Weil es mich auch daran erinnert, wie wichtig es ist, sich Zeit für die vielen kleinen und großen Rituale der Advents- und Weihnachtszeit zu nehmen. Dazu gehören auch die kulinarischen Rituale, die ich jedes Jahr wieder besonders genieße. Es ist einfach schön zu wissen, daß sich da jemand Zeit nimmt, um mit viel Liebe etwas vorzubereiten und auch ich selber verbringe gerade in der Advents- und Weihnachtszeit relativ viel Zeit in der Küche. Wichtig ist es aber auch, daß mir diese Vorbereitungen Spaß machen – es geht nicht um den perfekten Braten, die perfekten Plätzchen oder das perfekt geschmückte  Zuhause. Davon bin ich weit entfernt! Ich möchte die (kulinarischen) Rituale nicht als Last und Verpflichtung empfinden, sondern als Bereicherung, die mir immer wieder Freude bereitet und schöne Erinnerungen auslöst. Und gerade dann schmeckt ein selbst gebackenes Plätzchen nochmal so gut!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen/Euch viel Freude bei den kleinen und großen kulinarischen Genüssen.

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