V wie Vergangenheit

Gerade zum Jahresende hin liegt der Blick in die Vergangenheit irgendwie „nahe“. Das Jahr ist fast vergangen, das nächste Jahr steht schon vor der Tür. Gleichzeitig ist die Weihnachtszeit auch eine Zeit, die ich persönlich stark mit Traditionen und Ritualen verbinde – schönen Traditionen und Ritualen. Doch der freudig „rückwärtsgewandte“ Blick auf Traditionen trübt manchmal auch ein bißchen den Blick für die Chancen von (kleinen) Veränderungen. Wo aber ist das gute Gleichgewicht zwischen Altem und Neuem, zwischen bewahren und ausprobieren? Ich merke, daß mir diese Frage zu keiner Zeit des Jahres so schwer fällt wie jetzt und ich frage mich, ob das eher ein gutes oder ein weniger gutes Zeichen ist. Wie bereit bin ich, Chancen wahrzunehmen? Oder wie stark hänge ich an (möglicherweise „überlebten“) Bräuchen?*

Weihnachten als Brücke zwischen gestern, heute und morgen? Dazu paßt sicherlich, daß mit dem ersten Advent das Kirchenjahr beginnt – im Dezember liegen also gleichzeitig Anfang und Ende, hell und dunkel (schließlich haben wir gerade den kürzesten Tag und die längste Nacht hinter uns gebracht), blühende Kirschzweige und Tannengrün. Wohin mich das führt? Ich weiß es noch nicht – aber ich werde sicherlich in den nächsten Tagen und Wochen darüber nachdenken!

In diesem Sinne wünsche Euch/Ihnen schöne und gangbare Brücken!

*Übrigens: seit heute blühen meine Kirschzweige (siehe K wie Kirschzweige vom 11. Dezember)!

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