293

Die 293.

Es gibt Rittersteine. Das sind numerierte Orientierungs- oder Gedenksteine, die sich (fast alle) im Pfälzerwald befinden und nach Karl Albrecht von Ritter als „Rittersteine“ bezeichnet werden. Der Ritterstein 293 weist auf eine urgeschichtliche Wohnhöhle hin, die leider nicht mehr besucht beziehungsweise besichtigt werden kann. Aber dadurch habe ich immerhin von der Existenz der Rittersteine erfahren.

Im Jahr 293 ernannten Diokletian und Maximian zwei Menschen zu „Caesaren“ – Constantius I. und Galerius. Dies ist der formelle Beginn der Römischen Tetrarchie, also der Herrschaft von vier Regenten. Interessanterweise gab es – zusätzlich zur Stadt Rom – auch vier „Hauptstädte“ – darunter das heutige Mailand (Mediolanum) und das heutige Trier.

Im Jahr 293 beginnt auch ein Buch über Römische Geschichte – es geht um die Kriege, die Rom geführt hat – das waren schon einige….

Etwas neuer sind die 293 Burgen und Schlösser im Raum Oldenburg und Ostfriesland, die in diesem Buch vorkommen. Interessanterweise hätte ich in der Region gar nicht so viele Burgen und Schlösser vermutet. Man merkt, dass ich dort nur sehr selten war.

Vermutlich verbinde ich Burgen und Schlösser gedanklich stärker mit hügeligen Landschaften….. – ein Fehler, wie ich vor kurzem schon bei Burg Hülshoff feststellen durfte. Dazu paßt dann wiederum dass die höchste Erhebung Litauens (netterweise wird hier nicht von „Berg“ gesprochen) mit 293,842 Metern (also fast 294 Metern) der Aukštojas ist. In der litauischen Mythologie ist das der Name für den Schöpfer der Welt. Passend, oder?

Dafür wachsen in Deutschland Fernsehtürme…. Der Nürnberger Fernsehturm ist nämlich durch die Anbringung einer neuen Antennenspitze von 291 Metern auf 293 Meter gewachsen.

Und wo wir gerade bei technischen Dingen sind, möchte ich den Bagger 293 nicht unterschlagen. Der im Hambacher Braunkohlentagebau eingesetzte Bagger hält gleich zwei Rekorde – er ist das größte und schwerste Landfahrzeug.

Soviel Schwere muß ich etwas Leichtes entgegensetzen – Vivaldis Herbst aus den „Vier Jahreszeiten“, natürlich RV 293.

Damit wünsche ich Euch einen leichten und behaglichen Abend.

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